Amazon – Sozial ist, was Arbeit schafft, oder? Gedanken zur ARD-Doku

Ich möchte mich jetzt nicht des, wie ich finde, etwas inflationär gebrauchten Begriffes von „moderner Sklaverei“ bedienen. Mir genügt die die Bezeichnung „neofeudale Verhältnisse“ völlig 😉

Nein, es ist weder zum Lachen noch zum Augenzwinkern, es ist schlicht und ergreifend eine unfassbare Schweinerei, wie bei diesem Großhändler mit Menschen umgegangen wird, Humankapital – das Wort erfährt hier die Umsetzung im „bestmöglichen Sinn“ –
Menschen, in der „Haltung“ irgendwo zwischen Nutz-und Schlachtvieh angesiedelt, es ist erschütternd und widerwärtig.

Wer die Doku nicht gesehen hat, kann dies jetzt noch nachholen mittels der Mediathek Ausgeliefert-Leiharbeiter bei Amazon – klick

Amazon steht auf meiner persönlichen Boykottliste seit 2011, hier wurde ich erstmals auf die Machenschaften des „Job-Motors“ aufmerksam.
Zitat:
Zwei Wochen sollen vermittelte Hartz IV Bezieher im Lager und im Versand ohne Lohn arbeiten, um dann eine minder-bezahlte und zeitlich begrenzte Tätigkeit bei Amazon anzunehmen. Nach Angaben des Sprechers der Regionaldirektion NRW der Arbeitsagentur, Werner Marquis, sparte das Unternehmen im letzten Jahr 2010 „durch die Regelung etwa 950.000 Euro“.
…Lediglich eine Flasche Wasser darf mitgebracht werden. Armbanduhren, Geldbörse, Butterbrot oder Autoschlüssel müssen in einem Raum abgelegt werden. Einen abschließbaren Spind gibt es nicht. Sechs Stunden lang darf der Arbeitsplatz nicht verlassen werden. Muss jemand auf die Toilette, muss dies erst erfragt und entsprechend genehmigt werden.
„Überhaupt würde darauf geachtet, dass ständig Höchstleistung gebracht würde und man wird ständig überwacht“, so Willy Schmitz*. Wer sich nicht genau an die Vorgaben von Amazon hält, riskiert Negativpunkte, die dann für jeden sichtbar an einer an der Kleidung zu befestigten Identitätskarte verzeichnet werden.

Quelle und vollständiger Artikel

Auf facebook -ich bin kein user, danke daher dem Journalisten von Uhupardo

entblöden sich Mitarbeiter von Amazon, in dem sie sich öffentlich zu gefakten, positiven Kundenrezensionen „verabreden“

Ich denke, für eine Weiterverbreitung dieser Glanzleistung muss gesorgt werden !

Der „Shitstorm über Amazon“ sollte keine Eintagsfliege sein und auch solche dumm-dreisten Fakeankündigungen gehören angeprangert.

amazFB

 

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Ein Kommentar zu “Amazon – Sozial ist, was Arbeit schafft, oder? Gedanken zur ARD-Doku

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