Polizeigewalt München – Corpsgeist bis in’s höchste Amt

Im nachfolgenden SZ-Artikel ist noch einmal zusammengefasst dargestellt, wie sich der „Vorfall“ sowohl aus Sicht des Prügelopfers als auch aus Sicht der involvierten Beamten darstellt.

Prügelvorwürfe – Polizeipräsident verteidigt seinen Beamten – klick

Von den vielen Ungereimtheiten in Bezug auf die eigentliche Tat, bei welchen jeder halbwegs gesunde Menschenverstand aufhorchen müsste, einmal abgesehen, sind die „Aktionen“, die danach erfolgten, dienlich, letzte Zweifel an der Version des Prügelopfers auszuräumen. Mir zumindest geht es so…

Dass jetzt der Polizeipräsident diesen Gewaltexzess nicht nur billigt, vielmehr als richtig „belobigt“, rundet das Bild ab. Er schreckt im Interview nicht einmal davor zurück, die unbewiesene (!!) Behauptung, das Opfer habe unter Drogeneinfluß gestanden, als „Drogenrausch“ darzustellen. Und er behauptet mal ganz locker, die Mißhandelte habe bereits im Krankenwagen wieder „Faxen gemacht“ wie Zunge herausstrecken.
Ganz klar, genau so würde sich jede/r benehmen, dem Minuten zuvor Augenhöhle und Nase mittels Faustschlägen gebrochen wurde…ich hege keinen Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieser Behauptung, Herr Schmidbauer!
Die Erde ist ja bekanntermaßen auch eine Scheibe…
Den Faustschlag (so es nur einer war) sieht er als „konsequente Handlung“ an, Zitat:
[…]„Sie müssen das aus der Sicht des Kollegen sehen, der das selbst sogar alles dokumentiert hat. Der ist vorher getreten und bespuckt worden, sie hat versucht, ihm einen Kopfstoß zu versetzen. Sie war nicht zu beruhigen, war im Drogenrausch. Schon auf der Fahrt in die Inspektion ist sie ausgeflippt, hat auf den Kollegen eingeschlagen. Nach dem Vorfall in der Zelle hat sie sich in den Rettungswagen gesetzt, wieder ihre Faxen gemacht und die Zunge rausgestreckt. Dieses Gravierende an dem Vorfall war aus Sicht des Beamten zunächst gar nicht vorhanden. Der Faustschlag war für ihn die konsequente Vorgehensweise, um das zu beenden.“[…]

Der Fisch stinkt immer vom Kopf

Solange sich die Gewalttäter in Uniform sicher sein können, Rückendeckung bis in’s höchste Glied zu erfahren, wird sich nichts ändern. Solange Exekutive und Judikative (speziell in Bayern) eine geschmeidige Symbiose bilden, beschirmt von „ganz oben“ (Hermann, Merk) wird der Bürger immer die Ar***Karte ziehen.

Vielleicht nicht ganz passend, dennoch drängt sich mir anlässlich dieser Ereignisse einmal wieder Adorno in den Sinn

Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten

 

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