Streichungen im Armutsbericht der Regierung

Noch immer liegt der sog. „Armutsbericht“ nicht vor. Noch immer wird offenbar versucht, mittels Streichungen und „Worthygiene“ eine bundesdeutsche Wirklichkeit den wohlfeilen Propagandamärchen anzupassen. Man könnte glauben, das FDP-Ressort bestehe ausschließlich aus Handwerkern, denn der Spruch:
„Was nicht passt, wird passend gemacht“
erfährt hier Verwirklichung vom Feinsten. Ein interessanter Bericht hierzu in der SZ

Zensurvorwürfe

passend dazu

Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung unseriös und feige!
Viele Aussagen des Armutsberichts sind der unsäglichen FDP-Zensur zum Opfer gefallen. Aber auch das, was der Bericht beispielsweise zur Altersarmut enthält, hat oft mit der Wirklichkeit rein gar nichts zu tun. Im Bericht selbst erklärt die Bundesregierung, Kollege Zimmer, dass je nach Statistik das Armutsrisiko bei 848 Euro, bei 952 Euro oder gar bei 1 063 Euro beginne, und dennoch behaupten CDU/CSU und FDP in demselben Bericht allen Ernstes, dass die sogenannte Grundsicherung im Alter Altersarmut verhindere. Das Grundsicherungsniveau beträgt derzeit allerdings durchschnittlich nur 707 Euro, also deutlich weniger als 1 063 oder 952 Euro und auch weniger, Herr Straubinger, als 848 Euro.
Quelle: Linksfraktion über Youtube

 

und

 

Karikaturen im Archiv

Quelle Stuttmann Karikaturen

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3 Kommentare zu “Streichungen im Armutsbericht der Regierung

  1. Was für ein Armutszeugnis!?

    2ldr: Mindestlohn heißt nicht: „Sei froh das du überhaupt einen Lohn kriegst!“

    Ein römisch Dekadentes rothaariges Mädchen mit Bärenkräften schleicht durch Deutschland. Sie ist vielleicht ein wenig verwahrlost, doch hat sie ein Haus, ein Pferd und ein Äffchen. Ihr Vater ist Schiffskapitän und Schlägerkönig.

    Die Verwechslungsgefahr, sowie die Ansteckungsgefahr ist ja auch relative hoch, also verwundert es einen nicht, wenn es zu ungewohnt emphatischer Zensur kommt.

    „Drei mal drei macht vier. Vide, Vide, Vitt und drei macht neune.“

    Während ich Freunde habe die drei Jobs gleichzeitig nachgehen müssen, um mehr schlecht als Recht zu studieren, erfüllt es mich mit großem Unverständnis, wenn die Bundesregierung sich damit brüstet, die Jugendarbeitslosigkeit gesengt zu haben. So ein Mindestlohn könnte Ihnen vielleicht ein bis zwei der Tätigkeiten ersparen, diese Jobs ständen nun anderen Jungen bzw. Älteren Menschen zur Verfügung.

    Ich finde es schön, dass die Politik auch endlich diese völlig überschätzte zwar verfassungsrechtlich garantierte Tarifautonomie dadurch unterlaufen, dass sie die Besitzverhältnisse zugunsten der Arbeitgeber beleuchten. Ich finde es so toll, dass es uns allen gut geht und die Anpassung der Tarifverträge stets die Inflation ausgleicht.

    Dieses Armutszeugnis erinnert mich stark an meine Schulzeit. Meine Giftblätter mit der enormen Quersumme an Zahlen die meist durch 3 teilbar ist, habe ich auch gerne herausgezögert von meinen Papa Unterschreiben zulassen. So dreist die Zahlen einfach zu fälschen, war ich nie, das ist wahrscheinlich der Hauptunterschied zwischen uns. Ich wusste dass mein Herr Vater mich trotzdem lieben würde.

    Vielleicht lasst ihr den nächsten Armutsbericht so zum Anfang der Sommerferien anfertigen, dann könnt ihr diesen im Mauerpark bei der alljährlichen Zeugnisverbrennung verheizen und gleichzeitig Jugendarbeit leisten, über die heiße Luft die ihr ständig von euch gebt, würden sich bestimmt auch alle anderen Parkbesucher freuen.

    Gute Nacht….

    …..und viel Glück!

    http://proxbgsm.wordpress.com/2013/03/06/good-bye-tarifautonomie/

    • Danke für Deinen Kommentar.
      Ich gebe zu, es fiel mir zunächst schwer, die Mischung aus Metapher und Kritik richtig einzuordnen, nach nochmaligem Lesen ist es mir aber gelungen. Armutsbericht = Armutszeugnis, Du hast völlig Recht.

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