Gustl Mollath – Keine Ermittlungen gegen Amtsrichter u. Psychiater und Maulkorb für die Staatsanwaltschaft

Wie bereits hier berichtet, stellte einer der Anwälte Gustl Mollaths – Herr Strate – Strafanzeige gegen Amtsrichter und Psychiater. Seine schlüssige und umfangreiche Begründung ist hier
nachzulesen 

und wurde von der Staatsanwaltschaft nicht gewürdigt!

Trotz falscher Tatsachendarstellung wird dieser -für mich als Rechtslaien, und auf die Analyse Teil 10 von Oberstaatsanwältin a.D. Wolff darf man entsprechend gespannt sein- ungeheuerliche Vorgang wie folgt begründet:

[…] Zwar sei deutlich geworden, dass Mollath mit der Unterbringung nicht einverstanden gewesen sei. Dem zuständigen Psychiater sei es aber möglich gewesen, Mollath in der Station zu beobachten. Überdies sei für einen Richter „nicht jede unrichtige Rechtsanwendung, sondern nur ein offensichtlicher Willkürakt und zugleich elementarer Rechtsverstoß strafbar“. Ein solcher liege nicht vor.

Für Wochen einfach wegsperren

Anwalt Strate kritisiert die Entscheidung der Staatsanwaltschaft scharf. Der Beschluss des Verfassungsgerichts werde ignoriert. Durch die Verfügung – die mit dem bayerischen Justizministerium abgestimmt sein dürfte – werde unverhohlen propagiert, ein Beschuldigter könne ohne konkretes Untersuchungskonzept für Wochen weggesperrt werden. „Das ist eine unheilvolle Botschaft“, sagt Strate [..]

Quelle http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-ermittlungen-gegen-amtsrichter-und-chefarzt-abgelehnt-1.1611373

Und damit nicht genug

Ausgerechnet Hasso Nerlich, den Mollath  zwei mal erfolglos um Gehör ersuchte ( seinerzeit war Nerlich Gerichtspräsident in Nürnberg ) und der jetzt Generalstaatsanwalt in Nürnberg ist, erklärt offensichtlich die Causa Mollath zur „Chefsache“ und verhängt quasi einen Maulkorb über die Staatsanwaltschaft Regensburg.
Die Süddeutsche stellt zurecht Fragen…

[…] Nun ist Hasso Nerlich wieder mit der Causa befasst. Sehr eng sogar: Denn letzte Woche hat Nerlich der Staatsanwaltschaft Regensburg untersagt, weiter über den dort derzeit entstehenden Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens Auskunft zu geben. Auskünfte erteile künftig nur noch er selbst, betont Nerlich. Formal darf er das, denn Nerlich ist nicht mehr Amtsgerichtspräsident, sondern Generalstaatsanwalt in Nürnberg. Und damit Dienstherr der Regensburger Staatsanwaltschaft.

 

Rückschlüsse? Bitte selber ziehen.

Höchst ungewöhnlich ist der Vorgang freilich schon. Denn mit der Pressearbeit sind bei der Anklagebehörde in Regensburg normalerweise gleich zwei Staatsanwälte betraut. Beide, so wird aus mehreren Quellen bestätigt, arbeiten mit Akribie an einem eigenen Wiederaufnahme-Antrag der Staatsanwaltschaft. „Wir dürfen dazu nichts mehr sagen“, sagt einer der beiden, Staatsanwalt Markus Pfaller. Rückschlüsse? „Müssen Sie selber ziehen“, sagt er […]

Quelle und weiterlesen http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-generalstaatsanwalt-verdonnert-kollegen-zum-schweigen-1.1607387

Mir persönlich bereitet diese Entwicklung großes Unbehagen und ich möchte Gedanken, welche sich mir aufdrängen, nicht zu Ende denken…

Ich möchte meine Leser bitten, es mir gleich zu tun und einen „Durchhaltebrief“ an Gustl Mollath zu schreiben. Was dieser Mensch erleiden muß, ist so unfassbar, er verdient unser aller Mitgefühl und aktiven Zuspruch.
Wer ihm schreiben möchte, bitte den link anklicken

Wer eine Zusammenfassung aus Sicht des zweiten Rechtsbeistandes – Frau Lorenz-Löblein – lesen möchte, klick

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