Der Schuldige steht für mich fest – Es ist die Gier

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.
(Mahatma Gandhi, ind. Politiker, 1869 – 1948)

Angeregt durch eine einzige Frage des Bloggers „Der Emil“ machte ich mir einmal wieder so meine Gedanken zu dem, was in der buddhistischen Philosophie als Geistesgift und Anhaftung bezeichnet wird.

http://deremil.wordpress.com/2013/03/13/gier-n-072/

Die Gier

Doch wie das Leben so spielt 😉 irgendwie hatte ich nie Ruhe und Muße genug, irgendwie schienen andere Dinge wichtiger, als meine Gedanken zu sortieren und nieder zu schreiben.
Doch wenn ich es so recht bedenke…genau diese „anderen Dinge“, mit denen ich mich beschäftigte, sind begründet in der Gier.
Sei es die Gier nach Gewinn, die Gier nach Macht oder, oder…
Ob ich nun die Ungeheuerlichkeit um den „Fall Gustl Mollath“ nehme, ob ich mir die ätzenden Gegebenheiten rund um (das Offenbacher ) Jobcenter ansehe, die wahnwitzigen Lobeshymnen zur Agenda2010 höre…die schlimmen Verhältnisse wahrnehme, die sich in Europa  wie eine Seuche verbreiten, der weltweiten Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur machtlos gegenüber stehe…
Am Ende der Suche nach dem Warum steht immer

Die Gier

Ich bin kein Philosoph, kein Intellektueller. Vieles von dem, was ich schreibe, kommt relativ ungefiltert „aus dem Bauch heraus“. So bin ich dankbar, dass der kritische Blogger Norbert Wiersbin seine Gedanken zur Gier gewohnt gekonnt und strukturiert niederschrieb – sind sie doch  nahezu identisch mit meinen Überlegungen-

Zitat
Was hat es auf sich mit der Gier? Ist Gier die erfolgversprechende Strategie zu Reichtum und Anerkennung, liegt in ihr die Glückseligkeit verborgen? Ist die Gier die Antriebskraft im Menschen, die ihn zu weiterer Entwicklung und Fortschritt treibt? Ist die Gier nicht das alles entscheidende Elixier für unsere Ökonomie? Brauchen wir die Gier etwa, um unseren Wohlstand zu sichern und zu mehren?

(…) Nein, ihr Propheten des Turbokapitalismus, die Gier  ist nicht geil! Sie mag dem Menschen inne wohnen und ihm auch dienlich sein. Dennoch sollten wir ihr mit Bedacht und Mäßigung begegnen. Oder die Gier wird uns zum Verhängnis, wie die Droge dem Süchtigen. Es bleibt die Menge, die das Gift ausmacht!

http://norbertwiersbin.de/die-welt-hat-genug-fur-jedermann/#comment-324

Mir bleibt noch, auf ein sehr interessantes Interview mit dem Dalai Lama zum Thema „Finanzkrise“ zu verlinken.
„Ich bin ein marxistischer Mönch…Gier macht Unternehmen krank“

WELT ONLINE: Also ist es in Ordnung, wenn jemand viel verdient, solange er es nur verteilt?

Dalai Lama: Reichtum ist nichts Falsches, wenn er ehrlich erworben wird und dadurch weder andere Menschen noch die Umwelt zu Schaden kommen. Wir Buddhisten erkennen an, dass Wohlstand eine grundlegende Voraussetzung für ein glückliches Leben ist. Aber auch ein Milliardär hat nur zehn Finger. Er kann sich an jeden Finger drei oder vier Ringe machen. Das sieht dann ziemlich komisch aus. Die Befriedigung im Kopf mancher Millionäre, die das Geld nicht teilen und nur anhäufen wollen, ist etwas Fiktives, nichts Echtes. Reiche Menschen sollten stattdessen dazu beitragen, die Armut zu reduzieren (…)

Quelle und ganzes Interview

 

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