Gustl Mollath – Dr. Leipziger hält an Gefährlichkeitsprognose fest

Wie gut, dass die neuerliche Einlassung des Dr. Leipziger im Zusammenhang mit Allem rund um den Skandal“fall“ Gustl Mollath keinerlei Zweifel am Rechtsstaat Deutschland in mir weckt.

Dies ist daher nicht möglich, da ich bereits seit langer Zeit nicht mehr an einen deutschen Rechtsstaat zu glauben vermag. Und Glaube lässt sich eben nur erschüttern, wenn er vorher da war…

Zurück zur „Enttarnung“ des Gutachters Dr. Leipziger.
Den Zirkelschluß muss mensch sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen, Zitat:

… „Leipziger beruft sich, nach den Worten von Lorenz-Löblein, auf die Position, dass ihm als Gutachter keine „Beweiswürdigung“ erlaubt sei und er sich an das rechtskräftige Urteil aus dem Jahr 2006 halten müsse.
Die Anwältin sagte, Leipziger habe ihr gegenüber geäußert, er könne
seine Stellungnahme nur ändern, wenn es neue „juristische
Feststellungen“ gäbe, die zum Beispiel darlegten, dass Mollath die
ihm zur Last gelegten Taten nicht begangen habe.”

Da bilden also nicht nachgeweisene (!!) Straftaten (zusätzlich zu dem mittlerweile als wahr -und nicht Wahn- erwiesenem  Schwarzgeldvorwurfs Mollaths)  die Grundlage des Gutachtens Leipzigers.
Erstellt trotz nicht erfolgter Exploration, nach Aktenlage.
Aufgrund dieses Gutachtens sitzt Mollath seit nunmehr sieben Jahren in der forensischen Psychiatrie ein.
Da aber genau dieses Gutachten zum Wegschluss Mollaths führte – und Leipziger dieses erstellte nach der damaligen „Beweiswürdigung“ u.A. des Vorsitzenden Brixner – da ist einfach nur noch absurd, dass Leipziger nunmehr auf neue „juristische Feststellungen“ besteht.

Irre Welt

Es ist einfach nur noch abartig, wenn ein Verantwortlicher sich in eine solche Argumentation versteigt.
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Leipziger sich nicht selbst anprangert als „Gefälligkeitsschreiber“.
Aber sich derart abstrus zu „rechtfertigen“, weshalb er noch immer an der Gefährlichkeitsprognose festhält, lässt bei mir folgende Spekulation aufkeimen:
a) wird Mollath freigelassen und er erweist sich wider Erwarten doch als gefährlich, kann Leipziger sich beruhigt zurücklehnen. Hatte er es doch schon immer gewusst…
b) Leipziger geht der Boppes auf Grundeis und er versucht, „irgendwie“ sein Gesicht zu wahren
c) Leipziger fühlt sich unantastbar, hält sich für unfehlbar ect. Dann allerdings ist die psychische und/oder geistige Funktionalität dieses Gutachters anzuzweifeln.
Ein derart dreistes „Andere für dumm verkaufen wollen“ hat aus meiner Laiensicht doch etwas sehr narzisstisches. Oder bereits einen Touch Megalomanie, also Größenwahn?
Bei einem Wahn sei Dr. Leipziger dann doch dringend ein tüchtiger Kollege anempfohlen…

Wie auch immer, ich persönlich befinde das Verhalten Leipzigers angesichts dessen, was Mollath erleiden musste, einfach nur als abartig. Ob diese Abartigkeit „nur“ auf Geistesgifte zurückzuführen ist oder auf eine wie immer geartete Störung, macht unter’m Strich keinen Unterschied.
Es wäre lediglich eine Erklärung für mangelnde Ethik und Moral, aber keinesfalls eine Rechtfertigung.

Der letzte Satz kann im Übrigen getrost auf alle negativ Involvierten angewandt werden, ob Eberl, Brixner, Merk, Leipziger ff

der vollständige Artikel auf Heise, klick

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