Stimmungmache vom Feinsten: n-tv zur Direktkandidatur von Ralph Boes

Man kann gewiss trefflich streiten über die Form der Öffentlichkeitsarbeit, wie sie Ralph Boes betrieb und betreibt.

Die Ziele aber, welche anstrebt (repressionsfreies und damit bedingungsloses Grundeinkommen, die faktische Abschaffung von „Hartz4“), sind geprägt von humanistischem Gedankengut und einem positiven Menschenbild. Vor Allem aber sind sie angesichts des unumkehrbaren Rückgangs von Arbeitsplätzen eines:

Logisch

Liest man dann in diesem Artikel die kaum verhohlene Verachtung und Häme, könnte sich fast der Gedanke einschleichen, dass die Kandidatur von Boes eine ernsthafte Gefahr für die neofeudale politische Ausrichtung darstellt.
Abseits dieses (frommen Wunsch)Gedankens ist der Artikel schlicht unangemessen, unsachlich, Propagandasprech und – nach meinem Dafürhalten – widerwärtig.

Zitate
(…) Boes ist seit 2006 arbeitslos. Jetzt will er in den Bundestag einziehen. Nicht, damit er endlich einen bezahlten Job bekommt. Boes will das Hartz-IV-System abschaffen. Große Erfahrung im Berliner Polit-Betrieb hat er nicht. Dafür eine zweifelhafte Prominenz.

(…) Der Studienabbrecher (Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte) und gescheiterte Unternehmer (Angebote der „Geistesschulung“ für ältere Menschen)

(…) Seine Aktion, Boes nannte sie „Sanktions-Hungern“, sicherte ihm dennoch Berichte in fast allen großen deutschen Medien. Doch reicht diese C-Prominenz wirklich schon aus, um ihm den Weg in den Bundestag zu eröffnen?

(…) Aber was war das für ein Bild, als da ein Herr mittleren Alters im Schneidersitz auf Sandra Maischbergers Talk-Show-Sofa saß und über unwürdige Arbeit philosophierte, das System aufs Schärfste kritisierte, das ihm Essen und ein Dach über dem Kopf sicherte.

weiterlesen bei n-tv: Hartz4 Schnösel will in den Bundestag

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2 Kommentare zu “Stimmungmache vom Feinsten: n-tv zur Direktkandidatur von Ralph Boes

    • Gut, dass ich 2 Daumen besitze 😉
      Muss ich jetzt doch beide drücken für zwei sozialpolitisch engagierte Mitmenschen.

      Meinen Respekt für Deine Arbeit sprach ich Dir ja vor längerer Zeit schon aus. Ich überlege grad, ob ich nicht eine kleine „Serie“ schreiben soll…“Deutschlands soziales Gewissen – die Alltagshelden“…oder so ähnlich.
      Da würden mir neben Dir aus dem Stand eine Menge Menschen einfallen
      lG
      Ellen

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