Polizeigewalt München – Anklage gegen Prügelpolizisten erhoben

Um es ganz kurz zu machen: Ich denke, wenn das Prügelopfer Theresa Z. nicht den Weg in die Öffentlichkeit gesucht  und die Medien ihren „Ursprungsauftrag als 4te Gewalt“ nicht ernst genommen hätten (ausnahms-und löblicherweise), wäre auch dieser „Fall“ von Polizeibrutalität unter den Tisch gekehrt worden.

Gerne würde ich eine „Gerechtigkeitsprognose“ abgeben…aber ich glaube nicht an ein angemessenes Strafmaß von über einem Jahr wg. schwerer Körperverletzung (im Amt), sollte es überhaupt zu einer Verurteilung kommen. Zuviel wurde im Vorfeld gemauschelt, bis hinauf zum Innenminister versuchte man in Bayern, aus dem Opfer eine Täterin zu machen. Eine Freiheitsstrafe jenseits elf Monaten hieße endgültige Suspendierung und Aberkennung der Pensionsansprüche.
In Bayern?

Zitat(…)Letzte Woche bestellte die Staatsanwaltschaft den angezeigten Beamten zur Vernehmung ein. Der 33-Jährige beharrte auf der Notwehrsituation, auch nachdem ihm das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin vorgelegt wurde. Darin ist von „mindestens einem Schlag“ zu lesen, und dass dieser mit ziemlicher Intensität ausgeführt worden sein muss.

Da zu diesem Zeitpunkt Teresa Z. die Hände auf dem Rücken gefesselt waren, ist für die Staatsanwaltschaft die Handlung des Polizisten „strafrechtlich nicht gerechtfertigt oder entschuldigt“. Das heißt, die Notwehr-Version ist für die Staatsanwaltschaft nicht glaubwürdig (...)

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/pruegelopfer-teresa-z-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-polizisten-1.1677155

Die bisherigen Versuche, das Opfer zu diskreditieren

Zitat (…) Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer stellte sich in der Folge vor seinen Beamten, behauptete, die Frau sei „im Drogenrausch“ gewesen und nannte den Faustschlag die für den Beamten „konsequente Vorgehensweise“ (…)

(…) Gut zwei Wochen nach den Schlägen in der Haftzelle standen um 6 Uhr früh Polizisten vor der Haustüre von Teresa Z., um ihre Wohnung auf Drogen zu durchsuchen und eine Haarprobe zu nehmen. Innenminister Joachim Herrmann erging sich im Landtag in fragwürdigen Andeutungen über das Privatleben von Teresa Z. Kritiker warfen ihm vor, das Opfer in ein schlechtes Licht rücken zu wollen.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fall-teresa-z-endlose-ermittlungen-in-eine-bestimmte-richtung-1.1670880-2

Kein Einzelfall

Schwer auszuhalten, insbesondere ab Minute 14.30, USK-Einsatz gegen geistig behinderten Jungen und seinen blinden Vater

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