Inge Hannemann – „offener“ Brief an Sigmar Gabriel

Emotional und dennoch sachlich, eine Mischung, die ich nicht nur an Inge Hannemann sehr schätze.

Der Anstoß für den offenen Brief war der gestrige Gewaltakt gegenüber einer Mitarbeiterin des Jobcenter Leipzig. Ein klein wenig – und ich hoffe, das kommt jetzt nicht allzu vermessen daher – erinnert er mich an meinen offenen Brief an U.v.d.Leyen. Geschockt von der Bluttat in Neuß, weitaus weniger sachlich aber als Frau Hannemann versuchte ich, an Vernunft und Mitgefühl der Arbeitsministerin zu appellieren…ein vergebliches Unterfangen. Vielleicht bewirkt der Brief von Frau Hannemann mehr? Vielleicht sind die bevorstehenden Wahlen und die Popularität dieser engagierten Frau „Druckmittel“?
Die Hoffnung stirbt zuletzt….

——————————————————————————————————————————————–

Inge Hannemann
Jessenstraße 10
22767 Hamburg 21. Mai 2013

SPD-Parteivorstand
Sigmar Gabriel
10911 Berlin

via Email: sigmar.gabriel@spd.de

Sehr geehrter Herr Gabriel

Mit Erschrecken und in einem Schockzustand befindend, über den heutigen gewalttätigen Angriff auf meine Kollegin des Jobcenters Leipzig, schreibe ich Ihnen diese Mail.

Grundsätzlich möchte ich zum Ausdruck bringen, das Gewalt niemals eine Lösung ist und sein darf!

Die Gründe über den Angriff auf meine Kollegin sind mir noch nicht bekannt. Allerdings mache ich mir durchaus Gedanken, warum sich die Gewalt gegenüber Jobcenter-Mitarbeiter, nach meinen subjektiven Eindrücken, in der Vergangenheit zusehends steigert. Das macht mich betroffen und ich suche die Ursachen.

Meine Erfahrungen, auch als Jobcenter-Mitarbeiterin zeigen, dass Hartz IV Angst macht und diese Angst zu Erkrankungen aller Arten führt. Weiterhin verstärkt sie die Ohnmacht bei den Betroffenen aber auch bei den Mitarbeitern. Es wird agiert, auf beiden Seiten, welches einem Automatismus gleicht. Die Menschen, insbesondere die von Hartz IV Betroffenen, betreten das Jobcenter ohne Mut, mit großer Angst vor Sanktionen und Drohungen durch die Jobcenter und verkriechen sich hinter einer Lethargie, die so nicht sein darf. Die Gefühle bei den Betroffenen sind stärker, als jedes Aufbegehren. Sie haben schlichtweg um ihre Existenz und deren Familien Angst. Der Druck, wie z.B. jede Arbeit annehmen zu müssen, auch wenn sie davon nicht leben können oder es gesundheitlich nicht schaffen, steckt so tief, das der innere Zorn durchbrechen kann. Druck entsteht durch die andere Seite der Schreibtische, aber auch durch die Einführung der Agenda 2010 und der derzeitigen Umsetzung. Die Agenda 2010 war der Startschuss zum weiteren Ausbau des prekären Arbeitsmarktes. Die Jobcenter-Mitarbeiter haben kaum mehr eine andere Wahl, als in diesen Markt hineinzupressen, da kaum andere Tätigkeiten zur Verfügung stehen. Die Zeit-und Leiharbeitsfirmen „sitzen auf dem Schoß der Agenturen für Arbeit“ und drohen den Mitarbeitern bei Nichtbesetzung ihrer Plätze mit der Geschäftsführung einzelner Agenturen. Sie drängen in die Jobcenter für „Zwangsinformationsveranstaltungen“ und drängen auf das Ausfüllen von Personalbögen. Gleichzeitig wird der Niedriglohnsektor mit millionenschweren Subventionen durch die Regierung unterstützt.

Die betroffenen Leistungsberechtigten in den Jobcentern spüren diesen Druck durch die Mitarbeiter, die ganz getreu dem Sozialgesetzbuch II ihre vorgegebene Linie ausführen. Wird dieses nicht umgesetzt, stehen auch sie unter dem Druck der Nichtenfristung, schlechter Beurteilung oder Ermahnungen durch die Führung. Ein Ausbrechen daraus wird nicht geduldet und bestraft.

Dieses ist nur ein kleiner Teil der Unterdrückung auf beiden Seiten. Nach meiner Ansicht entsteht so, ob gewollt oder nicht, eine Volks- und Gesellschaftsteilung, die immer gefährlichere Ausmaße annimmt. Menschen reagieren unterschiedlich. Aber schlussendlich führt es immer zu einer Explosion, Implosion oder Hass auf andere Gruppen – zumeist auf Schwächere.

Hier geht es mir nicht um Schuldzuweisung. Mir geht es darum: Tun Sie was! Und zwar JETZT, bevor es zu spät ist. Das Brodeln in der Bevölkerung, noch tief versunken, wird stärker. Sie, Ihre Genossinnen und Genossen, die derzeitige Regierung, Ihre Oppositionspartner, das Ministerium für Soziales und Arbeit, das Ministerium für Finanzen – Sie alle haben die derzeitige politische Macht eine Änderung herbeizuführen. Die Spaltung der Gesellschaft muss ein Ende finden. Und das geht nur zunächst über die Abschaffung der Sanktionen. Der nächste Schritt muss aber die Abschaffung von Hartz IV sein und über neue Alternativen nachgedacht werden. So z.B. das Bedingungslose Grundeinkommen wie es Götz Werner vorschlägt oder einem Mindestlohn von 12 Euro /Stunde.

Sie sind die Tage in Leipzig und feiern 150 Jahre SPD. Hiermit wünsche ich mir und fordere auch gleichzeitig, dass Sie die verletzte Kollegin im Krankenhaus aufsuchen und ihr meine unbedingte Solidarität aussprechen. Vielen Dank.

Ich ende mit einem Satz von Willy Brandt: „Im moralischen Sinn macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch im Krieg getötet oder durch Gleichgültigkeit Anderer zum Hungertod verurteilt wird.”

Mit freundlichen Grüßen einer Ex-Genossin

Inge Hannemann

PS: Wie geschrieben sind meine o.g. Darstellungen nur ein Bruchteil der Misere in den Jobcentern und deren Ausführungen. Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.altonabloggt.wordpress.com

Inge Hannemann 21. Mai 2013 um 17:37
Advertisements

5 Kommentare zu “Inge Hannemann – „offener“ Brief an Sigmar Gabriel

    • Kritik schön und gut, liebe Carola.
      Aber…
      …ich nutze FB nicht, habe mir eben mal die Seite angeschaut und komme damit überhaupt nicht klar 😦
      Wo stehen ältere Kommentare und Diskussionen, wo ist da Kontinuität, wo könnte ich – wenn ich denn wollte – meine Meinung da absondern?
      Aber wie auch immer, ich lehne FB ohnehin aus div. Gründen ab.

      Das Grundsätzliche bei Deiner Kritik scheint mir, dass „die Menschen“ auf eine Art Gallionsfigur setzen und selbst nichts initiieren.
      Gut, diese Kritik ist soweit richtig. Aber das Kritisierte ist eben auch eine Tatsache.
      Diese Tatsache kann man nun kritisieren und beklagen, aber es ändert nichts daran, dass es ist, wie es ist.
      Wenn „die Menschen“ einen „Leithammel“ brauchen, um aktiv zu werden, dann – finde ich zumindest – ist es immer noch besser, wenn auf diese Art etwas in Bewegung kommt als wenn gar nichts geschieht.
      Und dass, ausschließlich aus der „Erwerbslosenszene“ heraus – die „Erfolge“ eher marginal sind, ist wohl unstrittig.
      Denn: Was haben „wir“ in fast 8 Jahren erreicht? Hat „uns“ jemand ernst genommen?
      Ein Mensch wie Hannemann, eine Person, welche aus „den Eingeweiden“ heraus aktiv wird, eine Frau aus dem Mittelstand, hat nun einmal eine weitaus höhere Glaubwürdigkeit als die „üblichen Verdächtigen“ wie Elo-Aktivisten, Linke und Sozialverbände.
      Klar wäre es schön, wenn die Betroffenen autark etwas erreichen könnten – können sie aber wohl nicht, von klein-klein einmal abgesehen –
      Ergo sollte man jedwede andere „Chance“ nutzen, für Glaubwürdigkeit (denn diese ist die erste Voraussetzung dafür, dass „wir“ zu einem Schulterschluß mit Noch-Nichtbetroffenen finden könnten) zu sorgen.

      Oder habe ich Deine Kritik falsch verstanden? Was an der Öffentlichkeitsarbeit von Frau Hannemann findest Du kritikwürdig und/oder bedenklich?
      Gib mal Laut 😉

      • offenbar, liebe ellen , hast du den brief an siegmar gabriel nicht richtig gelesen .

        „Allerdings mache ich mir durchaus Gedanken, warum sich die Gewalt gegenüber Jobcenter-Mitarbeiter, nach meinen subjektiven Eindrücken, in der Vergangenheit zusehends steigert.“

        wohlgemerkt …es ist ein brief an siegmar gabriel ..einen vertreter DER partei , die uns diesen ganzen schlamassel mit der agenda 2010 eingebrockt hat , die (ua. )ein handwerklich grottenschlechtes gesetzeswerk bis HEUTE (fast )unverändert bestehen lässt (und wenn verändert , dann meist zu UNgunsten der betroffenen ).welches den „umsetzern „dieses „machwerkes „eine fast unbegrenzte machtfülle über leben /tod von MENSCHEN einräumt ….welche sich weigert , SANKTIONEN auszusetzen /über den sinn /zweck /die auswirkungen /folgen dieses „erziehungsmittels „nachzudenken …kurz :

        es wird eine betroffenheit an den tag gelegt , über fakten , die bekannt sind /waren ..der folgen absehbar sind /waren …(jetzt nicht auf den speziellen fall bezogen , denn über die motivlage des täters weiss man zu wenig )..und das irgendwann mal das aus dem berühmten wald schallt , was hineingebrüllt wird..ich denke , damit ist /war zu rechnen !

        „dass Hartz IV Angst macht und diese Angst zu Erkrankungen aller Arten führt. Weiterhin verstärkt sie die Ohnmacht bei den Betroffenen aber auch bei den Mitarbeitern. “

        so ist es ..daran is nix zu rütteln ..allerdings ist anzunehmen , das der adressat des briefes dieses weiss ..billigt /in kauf nimmt …nutzt …denn die frage ist : wem nutzt es ?

        es wäre, dem briefadressaten und seiner gefolgschaft , ein leichtes, dies alles, mit einem streich abzustellen …aber nein , der „kriegszustand „,in deren mitte ein schreibtisch steht , wird noch „befeuert „..es wird noch „brandbeschleuniger „rein gekippt …..

        woran liegt das :

        ganz einfach , mit diesem HARTZIV -machwerk werden die niedersten (ur)instinkte des menschen angesprochen , aktiviert …und jeder der es KANN und eine vermeindliche macht über andere hat , wird es im sinne der „hackordnung „ausnutzen …ich rede von JEDEM (und nehme mich nicht aus, wenn ich die gelegenheit bekäme )..aber, das ist alles bekannt /kalkuliert ….man könnte es ÄNDERN , JETZT /GLEICH /SOFORT ….aber, man tut es nicht , also, wieder die frage :

        wem nützt es ?

        „Die Jobcenter-Mitarbeiter haben kaum mehr eine andere Wahl, als in diesen Markt hineinzupressen, da kaum andere Tätigkeiten zur Verfügung stehen. “

        quatsch mit sosse 🙂 ..man hat /hätte immer eine wahl …es ist die frage, ob ich die wahl haben WILL …und /oder ob ich die information /das wissen um ursachen /wirkungen …habe /haben will …ich MUSS nicht sanktionieren , wenn ich die erkenntnis habe, das e leiharbeitsjob mehr unkosten als nutzen für den „delinquenten „bringt ..das nennt sich „ermessensspielraum „und den kann /könnte ich (menschlich )nutzen und /oder REMONSTRIEREN ..allerdings , ohne konsequenz für die eigene person wirds eher nicht abgehen ..allerdings, bei der aussicht , das ich ggf. als SB auch mal die schreibtischseite wechsle und von meinem „gift „zu kosten bekomme…kanns mir fast egal sein .

        „Gleichzeitig wird der Niedriglohnsektor mit millionenschweren Subventionen durch die Regierung unterstützt.“

        auch mit billigung /unterstützung eines siegmar gabriel und eben seiner gefolgschaft !(zu wessem nutzen ?)

        “ Die Spaltung der Gesellschaft muss ein Ende finden. “

        frommer wunsch …sehr emotional in szene gesetzt …allerdings eher mit dem WISSEN , das dies nicht passieren wird ,, solange sich noch „soldaten „finden , für dieses unmenschliche handwerk ..ich bin mir sicher, das weiss auch frau hannemann alles .

        “ fordere auch gleichzeitig, dass Sie die verletzte Kollegin im Krankenhaus aufsuchen und ihr meine unbedingte Solidarität aussprechen.“

        hm….solidarität hätten (aus meiner sicht )auch die vielen (todes)opfer in folge von HARTZIV verdient …sicher, mein mitgefühl gilt auch der verletzten SB ..allerdings, muss ich sagen , mein mitgefühl gilt eher denen , die im laufe der (sage und schreibe )ZEHN jahre HARTZIV …verarmt /gedemütigt /krank gemacht /obdachlos gemacht wurden /in den selbstmord getrieben wurden ..nicht zuletzt auch , durch die machtausübung der SB ..die (legal )“gott „spielen „können /dürfen /sollen …da wäre ne FORDERUNG nach solidarität mehr als angebracht …so, besucht herr gabriel die verletzte SB ..sehr MEDIENWIRKSAM , was ihm sicher e paar sympathiepunkte vor den wahlen einbringt und das bild vom „tollwütigen „HARTZI eher festigt , den man noch mehr an die „kandarre „nehmen muss /soll ..nochmehr disziplinieren ..und somit wird tür /tor für noch mehr schikanen eröffnet , weil vorurteile wieder mal bestätigt sind (scheinen ).

        „Satz von Willy Brandt: „Im moralischen Sinn macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch im Krieg getötet oder durch Gleichgültigkeit Anderer zum Hungertod verurteilt wird.”

        so ist es …und es ist krieg …es steht nur ein schreibtisch dazwischen ..und..ein herr gabriel und seine gefolgschaft könnten es ändern -JETZT !

        nun ja…is ne nette wahlkampfhilfe …“gut gemeint „..“schlecht gemacht „..kurz :

        nicht nachgedacht !

        nun ja…meine kritik an frau hannemann besteht darin , das sie eher ein „elo-reloadet „betreibt ..anstatt wege /möglichkeiten der URSACHENbekämpfung aufzuzeigen (bzw. hilfestellung dazu gibt )…die eher „seelsorgerischer „art sein können /müssen ..allerdings eben aus der position eines INSIDERS …die hoffnung wird nämlich in sie gesetzt und ich denke, dies ist auch (nicht nur alleine von ihr, sondern auch von ihrer gefolgschaft )leistbar ..allerdings sehe ich nur einen „selbstlauf „in /an den üblichen klagen /jammern …keinerlei stärkung der (psychischen )position der betroffenen ..

        und…offen gesagt , grundlegend neue einblicke in ihre arbeit als SB (als ihre persönliche erfahrung , die sie austauscht )gibts da auch nicht …nichts , was in diversen foren nicht schon stünde…naja, aber , ich denke , genau das ist /wäre ..das, was die frau hannemann herausragen lassen würde !!!!!!!!!!!!!!!!

        • Hmmm, da frage ich mich allerdings, warum wir (also auch Du und ich) uns mit offenen Briefen an das BMA wandten? Deiner Argumentation folgend hätten wir uns das auch schenken können…ist doch eh sinnlos…

          Das grundlegend Neue an Frau Hannemann ist, dass sie eben als „Gegner“ Solidarität zeigt.Und welche Interna kann sie schon verbreiten, die nicht früher oder später ohnehin publik werden? Und, würde sie die Dienstanweisungen -> Repressalien -> Druck von oben gegenüber den Bediensteten der Jobcenter noch deutlicher herausstellen, dann hieße es gewiss, dass sie damit lediglich ihr Los und das ihrer Kollegen bejammert.
          Ich denke ferner, dass ihr Agieren – unter bewusster Inakufnahme der jetzt eingetroffenen Konsequenzen – ein SEHR deutliches Zeichen der Solidarität ist. Was KONKRET könnte sie denn noch tun?

          Nee, ich fürchte, da kommen wir nicht zusammen.
          Frau Hannemann hat -meiner Meinung nach mit Sicherheit- in sehr vielen Kollegenköpfen für Nachdenken gesorgt. Nachdenken zieht ggfs. verändertes Handeln nach sich, ist das Nichts?
          Deinen „Vorwurf“, dass sie sich solidarisch mit der verletzten Kollegin zeigt anstatt mit den Betroffenen, kann ich nicht nachvollziehen, lies noch einmal den Brandbrief, der ist an Schärfe wohl kaum zu überbieten.
          Einen ähnlichen Vorwurf bekam sie übrigens auch von einem Aktivisten. Dieser monierte in einem Kommentar, dass sie mit keiner Silbe der Anerkennung auf die Arbeit der örtlichen Initiativen eingeht.
          Man kann es auch wirklich übertreiben, finde ich, oder mit den Altvorderen gesagt:
          „Wer einen Hund treffen will, findet auch einen Stein“
          Meine Güte, diese Frau ist eine ehemalige Arbeitsvermittlerin, sie heißt nicht Spindler oder Butterwegge, ist nicht Professorin.
          Deswegen DARF sie aus meiner Sicht auch „Fehler“ machen, „Fehler“, welche wohl daraus resultieren, dass ihr Herz, ihr Gerechtigkeitssinn sie führen…

          Mitgefühl – nein, da gibt es für mich kein zweierlei Maß!
          Ich las im „Elo“, dass sich die meisten dort ähnlich äußern aka …“mein Mitgefühl hält sich in Grenzen“…
          Es hat mich zutiefst erschreckt, das muß ich sagen. Das „Feinbild“ ist – ich denke, das ist deutlich daraus zu entnehmen – so verfestigt, dass es den Betroffenen oft scheißegal ist, was mit „dem Feind“ geschieht.
          Hallo, der Feind hat einen Namen – MENSCH – !!
          Weißt Du, im Buddhismus heißt es zurecht, dass es für eine Umkehr nie zu spät ist, selbst Reue auf dem Sterbebett ist sinnvoll.
          Die „Logik der Härte“…also ein -> „was nutzt es denen, die gelitten haben“ ist nicht meine.

          Natürlich wird der erneute Vorfall genutzt werden, „die Hartzer“ zusätzlich zu schmarotzend,ungebildet, faul ect. nun als vermehrt gewaltbereit zu verunglimpfen.Aber das WARUM zu hinterfragen von der Gegenseite (also SB), dazu öffentlich, ist ein -wenngleich noch kleines- Gegengewicht.

          Mal andersrum gefragt:
          Konkret WIE kann ein einzelner Mensch etwas bewirken? Was sollte aus Deiner (und der der mitlesenden Kritiker Frau Hannemanns, die sich gerne äußern dürfen ;)) Sicht Frau Hannemann anders/besser machen?
          Wie, außer an die Menschlichkeit und Vernunft der „kleinen, ausführenden Organe“ (also SB) zu appellieren, kann man Mitarbeiter der JC zur Umkehr bringen, zum Remonstrieren, zur „Befehlsverweigerung“?
          Wie??

          • liebe ellen ,

            es dürfte nicht sinn und zweck der sache sein , immer, in jeder hinsicht , EINER meinung zu sein /zu werden ..es wäre auch wenig zielführend und auch langweilig 🙂

            kritik an einer sache /person zu üben , ist in meinen augen eher nichts schlechtes..ich denke , das sie (so sie ernst genommen wird )einen eher voranbringen wird /kann …deswegen freue ich mich über KONSTRUKTIVE kritik, die an mir geübt wird…sind es doch neue denkansätze, auf die ich vermutlich nicht gekommen wär, sonst bräuchte ich die kritik ja nich 🙂

            also…man fasse meine kritischen äusserungen nich als „nölen „/“nörgeln „auf …schon gleich gar nicht an der privatperson der frau hannemann (das steht mir nicht zu , denn ich kenne sie ja nicht )..sondern eben an der sache , die sie initiert hat /initieren möchte…NICHT an ihrem ziel …eher an ihrem weg dahin .

            „Das grundlegend Neue an Frau Hannemann ist, dass sie eben als “Gegner” Solidarität zeigt“

            hm..ist das NEU ?

            nee..isses nich , es ist eventuell ein „novum „das es medienwirksam passiert , aber , da ist auch zu fragen „wem nützt es „?

            solidarität zeigen die „gegner „(welch schlimmes wort ..welch fatale wirkung beim gebrauch dieses wortes ), welche nich völlig verroht sind durchaus…indem sie eben ihren (durchaus gegebenen )ermessens,/-interpretationsspielraum nutzen ..vorallem DENKEN (offenbar denken mehr, als man denkt :), ) zeigt es doch die zahl der „ausgelaugten „in den amtsstuben …ohne DENKEN und registrieren der ursachen /wirkung gäbs die nicht …allerdings ziehen nicht alle die richtige /nachhaltige konsequenz (oder haben die kraft /möglichkeit dazu , denn auch SBs sind lohnabhängig ) durch TÄTIGE hilfe /solidarität ….

            also, ich kenne einige , dieser solidarischen /denkenden „schreibtischinhaber „..die , sicher immer konsequenzen fürchtend , im rahmen ihrer (sicher eng gesteckten )möglichkeiten helfen …allerdings eben still /unauffällig …

            „.Und welche Interna kann sie schon verbreiten,…“

            „hilfe zur selbsthilfe „ist das „zauberwort „und /oder zu jedem gift gibts e gegengift …ich denke schon , das dies von ihr , als INSIDER erwartet wird …ich meine, MICH entäuscht sie nich , ich weiss mir zu helfen , aber, wenn man sich so die kommentare auf ihrer FB -seite ansieht …

            „Frau Hannemann hat -meiner Meinung nach mit Sicherheit- in sehr vielen Kollegenköpfen für Nachdenken gesorgt. Nachdenken zieht ggfs. verändertes Handeln nach sich, ist das Nichts?“

            es ist zu hoffen /zu wünschen …allerdings , bei der form der „kriegsführung „..auch von der politik /den medien …forciert /unterstützt …denke ich , ist ein schneller erfolg nicht zu erwarten .

            wie gesagt , meine kritik richtet sich nicht gegen frau hannemann als person ..aber, den brief an den gabriel ..echt …wie im vorherigen post begründet ..hätte sie sich sparen können …der richtige brief ,, der falsche adressat , ist meine meinung und somit eher ne unfreiwillige wahlkampfhilfe !

            „Dieser monierte in einem Kommentar, dass sie mit keiner Silbe der Anerkennung auf die Arbeit der örtlichen Initiativen eingeht.“

            nun ja….es wäre wirklich wünschenswert , wenn sie ggf. die erfahrung diverser initiativen nutzen könnte /würde /sollte ..ich kann mir schwer vorstellen , das ihre kampagne OHNE die unterstützung jahrelang aktiver initiativen erfolgreich sein kann /wird..
            ich meine, die pure „lobhudelei „bringt eher nix …allerdings , e verbund /ne kooperation ..könnte durchaus was bringen , nach dem motto „gemeinsam sind wir stark “

            „Das “Feinbild” ist – ich denke, das ist deutlich daraus zu entnehmen – so verfestigt, dass es den Betroffenen oft scheißegal ist, was mit “dem Feind” geschieht.“

            liebe ellen …

            also, das ist eine folge der ENTMENSCHLICHUNG der gesellschaft , die du selber schon angeprangert hast , die schon mit dem „neusprech „beginnt …und nun verwundert dich das ??????????

            das es nicht meine einstellung ist , dürfte dir bekannt sein ..allerdings …ich empfehle dir , dich mal mit „psychologischer kriegsführung „zu befassen …da findest du das von dir beschriebene „phänomen „lang /breit …ausgeführt , in ursachen /wirkungen .
            also, mich wunderts nicht …allerdings findet es nicht meine billigung !

            „Konkret WIE kann ein einzelner Mensch etwas bewirken? Was sollte aus Deiner (und der der mitlesenden Kritiker Frau Hannemanns, die sich gerne äußern dürfen 😉 ) Sicht Frau Hannemann anders/besser machen?“

            ein EINZELNER mensch bewirkt wenig …das wissen wir, als „einzelkämpfer „..aber, frau hannemann hat ne plattform /e rückhalt …sympathie …allerdings habe ich den eindruck ,, sie MÖCHTE eventuell einzelkämpfer bleiben(ist ja ihr recht ) …denn es ist nichts bekannt darrüber, das sie ggf. den zusammenschluss /kooperation mit anderen gruppen /initiativen ….sucht , um ggf . ihre „schlagkraft „zu bündeln /zu erhöhen …zu koordinieren ..

Teile uns deine Gedanken mit:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s