Getreten, geprügelt, mit Reizgas bekämpft: Blockupy Frankfurt, drei Erlebnisberichte

Vorab: Ich selbst war diesmal nicht dabei.
Der Erlebnisbericht ist die sehr emotional geprägte Verschriftlichung der persönlichen Eindrücke eines 64jährigen Ökonomen.

Normalerweise hätte ich auch dieses Jahr wieder an der Demo teilgenommen. Warum mein Sohn mich eindringlich warnte und regelrecht ängstlich wirkte bei dem Gedanken, ich könne wie so oft für unsere Rechte auf die Strasse gehen, weiß ich nicht. Bauchgefühl, Vorahnung?
Ich habe ihn noch ein wenig veräppelt ob seiner Eindringlichkeit, sah selbst die Gefahr eher für den Tag zuvor (Blockade der EZB) und keinesfalls für die Demo.
War ich doch der irrigen Meinung, die hessische Führung hätte aus dem Desaster der letzten  Blockupy-Tage gelernt, denn die Ohrfeige des Verwaltungsgerichtes zu den damaligen grundrechtswidrigen Aktionen war doch schallend. Und dieses Jahr war schließlich alles genehmigt, einschließlich der Route…
Da ich mich dann am Samstag körperlich alles andere als fit fühlte, habe ich dem Drängen meines Nachwuchses schließlich nachgegeben, eher etwas verärgert darüber, mich nicht stabil genug zu fühlen für den Marsch.
Tja, ob das vielleicht eine – für meine Restgesundheit vermutlich positive – Entscheidung war, die mir da von meinem Körper abgenommen wurde? Ich weiß es nicht….

Diesen „schwarzen Samstag“ zu bewerten, erspare ich mir. Das Netz ist voll mit Berichten und Videostreams, der (ab)geneigte Leser kann sich sein eigenes Bild davon machen und selbst beurteilen, ob unser Grundgesetz noch das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht…

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Um 12 Uhr herum setzte sich der Zug in Bewegung. Nur 20 Minuten später und lediglich dreihundert Meter weiter, ging nichts mehr. Die Demonstration stand in einer öden Hochhausschlucht.

Was war passiert? Eine Armada von hochgerüsteten und vermummten Polizeikriegern hatte im ersten Teil der Demonstration den Block der Interventionistischen Linken aus dem Nichts heraus brutal überfallen und eingekesselt. Mit FreundInnen stand ich unmittelbar an der Nahtstelle. Vor mir fünf dichtgedrängte Reihen schwarzer Repressionskräfte. Dahinter der Kessel mit vielen hundert DemonstrantInnen und einem Lautsprecherwagen. Links und rechts vielgeschossige Häuserwände, davor schließlich das Ende der Demonstrationswelt in Form einer massiven Wand von furchterregend mit Helm, Schlagstöcken, Chemiesprayern, Pistolen etc. bewaffneten Hundertschaften.

weiterlesen auf  Demobericht Ffm 1.6.13

passend dazu http://wkaffo.blogsport.eu/2013/06/02/blockupy-ffm-erster-kurzbericht-eines-aktivisten/

zum heulen  ericht eines Demo-Sanitäters

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