Zwischen angenehm und angewidert oder: Wieviel Achterbahn verträgt ein Mensch?

Nicht, dass irgendwer denkt, ich sei zu Gast auf einer Kirmes gewesen 😉 die Achterbahn in der Überschrift ist bezogen auf psychisch-physische Hochs…und „Runters“

Nachdem die Kosten der Weiterbildung für meine Bekannte nach langem Hin und Her endlich in trockenen Tüchern war, stand am Sonntag der Anreise nach Braunschweig nichts mehr entgegen.Auch die Unterkunft war gebucht – und bestätigt – und mit einer Freundin  aus Hannover hatte ich ausgemacht, sie nun endlich zu besuchen. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
Tja, dass das Hotel am Sonntag geschlossen hatte und niemand erreichbar war (klingt unglaublich, ich weiß, ich habe das auch noch niemals erlebt), brachte bei meiner Bekannten das Fass zum Überlaufen. Sie zu beruhigen und auf eine Lösung zu sinnen, wäre mir gewiss nicht so schwer gefallen, hätte nicht die Kupplung des Autos da schon fast den Geist aufgegeben. Entsprechend angespannt war auch meine Stimmung…
Retterin in der Not war meine Hannover’sche Freundin, sie bot uns an, dass wir beide bei ihr übernachten können. Ich fand das ausserordentlich hilfsbereit, schließlich kannte sie meine Offenbacher Bekannte ja nicht.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank, ohne Dich, liebe C. wären wir „aufgeschmissen gewesen“.

Ich glaube, ich werde alt…

…denn früher hätte mich so etwas psychisch kaum belastet und körperlich war Autofahren niemals anstrengend. Aber die verzweifelte Bekannte hat mich mehr mentale Kraft gekostet als erwartet und eine Kupplung, die das Schalten zum Kraftakt macht, war alles andere als meinen kaputten Knochen dienlich.
Dass der Hotelbesitzer (Hotel ist wohlwollend, Monteurabsteige trifft es eher) sich für seinen Fauxpas nicht entschuldigte und die mir dadurch entstandenen Mehrkosten verweigerte, dass dazu trotz „Notreparatur“ das Auto auf der Rückfahrt erneut Mucken machte, war nicht geeignet, meine Stimmung zu verbessern.

Erfreuliches aus dem Jobcenter und eine verzweifelte Nachbarin

Irgendwann Montag Nacht war ich dann endlich zu Hause. Am Dienstag erfolgte ein angenehmes Telefonat mit dem Arbeitsvermittler des jungen Burschen, welchem eine Sanktion erspart, klick  blieb. Es lässt sich gut an, mehr solche Arbeitsvermittler und die Frustquote wäre auf beiden Seiten des Schreibtisches wesentlich geringer…
Meine Nachbarin hingegen hat es nicht einmal geschafft, zu ihrem SB vorzudringen. Sie hat sich abwimmeln lassen und war verzweifelt, da bereits seit Monaten zuwenig Geld fließt und sie nicht einmal einen Bescheid erhielt. Ich sicherte ihr zu, mich dahinter zu klemmen.

Unverhohlene Antipathie und empathische Mitarbeiter

Der heutige Tag war die „Krönung der Achterbahn“. Um 9.00 Uhr war ich mit einem Freund bei der ProArbeit Dietzenbach. Seine pAP hat noch niemals aus ihrer Abneigung gegen Beistände einen Hehl gemacht, entsprechend frostig war die Atmosphäre. Aber gut, das ist nicht mein Problem und der Termin verlief dennoch kurz und sachlich.
Weiter ging es zur MainArbeit Offenbach. Ein junger „Kunde“ hat seinen Fortzahlungsantrag nicht rechtzeitig gestellt und nach einem vorangegangenen Telefonat hat Frau K. aus der Bereichsleitung freundlich und kompetent reagiert, die Unterlagen entgegen genommen und vor meiner Nase der Leistungs-SB weitergeleitet. Das (!) ist vorbildlich und kundenorientiert.
Auf dem Flur sprach mich eine Mitarbeiterin an, mit der ich vor einem Jahr „aneinander gerasselt“ bin.
Dieses kurze Gespräch war auch insofern angenehm, als dass sie sich sehr „menschelnd“ zeigte und ihre damalige Unhöflichkeit mit großer Unsicherheit erklärte. Nach so langer Zeit den Dialog zu suchen und auch „Fehler“ einzuräumen, nötigt mir Respekt ab. Jenseits der damaligen „Angstbeißerei“ 😉 sagt mir mein Bauch heute, dass Frau L. eine ganz Liebe ist…

Der Mailkontakt mit der Leistungsabteilung meine Nachbarin betreffend, gestaltete sich dann wieder als sehr unfreundlich und abweisend. Da hat Stufe 1 meines „wie- gehe- ich- als- Bevollmächtigte- mit -den- Mitarbeitern- um – Planes“ leider nicht funktioniert.
Trotz Dringlichkeitshinweises auf vollständige Mittellosigkeit und drohender Wohnraumkündigung hat der Mitarbeiter „keine Zeit für eine persönliche Vorsprache“ und verwies auf das normale Procedere.
Tja, dann eben Stufe 2, Vorsprache morgen bei der Teamleitung samt Überprüfungsantrag. Die TL ist mir in positiver Erinnerung, evtl. kann ich der Nachbarin eine eA ersparen.
Nun bin ich gespannt, wie diese Woche morgen enden wird…von enormer Hilfsbereitschaft über Megastress, von äußerst angenehmen Mitarbeitern im Jobcenter bis hin zu emotionalen Amöben war ja bisher alles vertreten…

 

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