Veranstaltungstip: „Water Makes Money“ – Dokumentarfilm zum Thema Wasserversorgungs-Privatisierung…

…mit anschließender Podiumsdiskussion.

Wer in der Nähe von Offenbach wohnt und an diesem so wichtigen Thema interessiert ist, der kann sich am 12.06.2013 um 19.00 im kultigen „Hafen2“ (Nordring Offenbach am Hafen) einfinden, der Eintritt ist frei.
Der Film kam zwar bereits auf Arte, aber ggfs. bin ich nicht die Einzige, die ihn versäumt hat.

Worum geht’s?

Im Zentrum der Kritik stehen die französischen Wasserversorgungsunternehmen GDF Suez und Compagnie Générale des Eaux (heute Veolia Environnement).[1] Anhand von Beispielen, vornehmlich aus Frankreich und zum Teil aus Deutschland, werden die wirtschaftlichen Folgen von Privatisierungen im Bereich der Wasserwirtschaft aufgezeigt. Wiederholt klagen die Filmemacher undurchsichtige Finanzierungsverträge[2] zwischen Kommunen und privaten Versorgern an.[3] Der Film kritisiert zudem steigende Wasserpreise bei geringerem Wartungsaufwand. Angebliche Erlöse der Kommunen bei der Vergabe (sogenanntes Eintrittsgeld) werden als Kredite der Kommunalpolitiker bei den Vorsorgern erwiesen, deren Kosten von den Versorgern vereinbarungsgemäß auf die Wasserpreise aufgeschlagen werden.

weiterlesen bei Wikipedia

Getroffene Hunde bellen

Der französische Wasserkonzern Veolia fühlt sich durch den Film verleumdet und hatte am 28.09.2010 Klage erhoben. Schon vor der Premiere von „Water Makes Money“ hatte es Hinweise gegeben, dass Veolia versuchen werde, den Film mit einer einstweiligen Verfügung am Erscheinen zu hindern.

Am 28.März erging in Paris das Urteil im Strafprozess  des privaten Wasserkonzerns Veolia gegen den Film „Water Makes Money“ . Aus der mündlichen Urteilsverkündung  geht im Wesentlichen Folgendes hervor: In der Hauptsache wurde die Klage Veolias abgewiesen:
Die im Film genannten Fakten werden nicht angezweifelt und dürfen in Water Makes Money weiterhin als „Korruption“ bezeichnet werden.
Die Zeugenaussagen vor Gericht und auch Beispiele aus dem Film haben laut Urteil eine ausreichende Faktenlage,  um die Bezeichnung „Korruption“ als gerechtfertigt und nicht diffamierend zu beurteilen.  Hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang u.a. auf die im Film gezeigten Interessenskonflikte zwischen Politik und Wirtschaft; die Korruptionsbeispiele aus Grenoble und Montpellier und das Eintrittsgeld in Toulouse (…)
(…) Deshalb ist dieser Film mit seiner Problematisierung der “Private Public Partnership” (PPP) – oder wie es bei uns inzwischen meist heißt, einer “Öffentlich-Privaten-Partnerschaft” (“ÖPP”) politisch so wichtig – und deshalb wird der Prozess zum “Lackmus-Test” für die Möglichkeiten einer kritischen Auseinandersetzung in einer Demokratie mit solchen Großkonzernen, die anscheinend ein großes Interesse daran haben, eine solch kritische Auseinandersetzung durch horrende Schadensersatzforderungen richtiggehend abzuwürgen.

Vor dem Hintergrund einer neuen EU-Richtlinie zur Wasser-Privatisierung ist dies natürlich besonders brisant

Quelle Labournet

Wasser ist Menschenrecht, keine Handelsware – klick zur Unterschrift

Vielleicht sieht „man sich“  …

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