Widerwärtiger Agit-Prop der BA:Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter

Es ist unglaublich…unglaublich widerlich, was die Bundesagentur in ihrer Pressemitteilung da so vom Stapel lässt.Wider besseres Wissen, unterstellend, verunglimpfend, despektierlich!
Und verlogen!
Ich bitte meine Leser, den Satz …“
Weder gibt es eine Anweisung oder eine Zielvorgabe, über Sanktionen Geld einzusparen“ mit Seite 12 der nachstehenden PDF abzugleichen.

http://www.bundeskongress-sgb2.de/foren-doku-content/forum_d4/downloads/D4_4_Hempfling%20%28Praesentation%29.pdf

Meine Oma pflegte zu sagen: „Getroffene Hunde bellen“

Bevor sogar bei mir der Geifer trieft (die vielen Unsäglichkeiten fallen mir derzeit schwer, sie zu ertragen) belasse ich es zunächst hierbei. Die meisten Leser meines blogs sind ohnehin „insider“ und Selbstdenker…auch das unsägliche „Hartz4“ betreffend.

Ein offener Brief an die BA wird noch verschickt und wer von den geschätzten Lesern hier seiner Empörung ebenfalls Luft machen möchte, nachstehend die mail-Adresse der BA

E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de

Leiter Presse und Marketing: John-Philip Hammersen

Stv. Leiterin Presse und Marketing: Ilona Mirtschin

Ansprechpartner: Anja Huth; Frauke Wille; Susanne Eikemeier; Paul Ebsen

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Presse Info 035 vom 14.06.2013

Angesichts der anhaltenden öffentlichen Attacken der (inzwischen freigestellten) Mitarbeiterin des Hamburger Jobcenters Inge Hannemann sieht sich die Bundesagentur für Arbeit gezwungen, Stellung zu nehmen – allein schon zum Schutz der vielen tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch die Äußerungen von Frau Hannemann beleidigt, herabgewürdigt und in Gefahr gebracht werden.

Die Behauptungen von Frau Hannemann sind falsch und führen die Öffentlichkeit in die Irre. Weder widerspricht die Grundsicherung („Hartz IV“) dem Grundgesetz, noch verletzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter durch ihre tägliche engagierte Arbeit die Würde der Kunden. Weder gibt es eine Anweisung oder eine Zielvorgabe, über Sanktionen Geld einzusparen, noch gibt es „tausende von Selbstmorden“ unter Kunden der Grundsicherung. Und in den Jobcentern arbeiten auch keine seelenlosen Maschinen, die nur Zielvorgaben, nicht aber die Menschen im Blick haben. Die Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern arbeiten Tag für Tag daran, Menschen in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen.

Frau Hannemann missbraucht ihre angeblichen Insider-Ansichten, um sich in der Öffentlichkeit als einsame Kämpferin für Entrechtete darzustellen und behauptet dabei auch noch, für die Mehrheit der Jobcenter-Mitarbeiter zu sprechen. Darüber hinaus gefällt sie sich in der Rolle der Märtyrerin, die von ihrem Arbeitgeber (der Freien und Hansestadt Hamburg) „kaltgestellt“ werden soll.

Dazu drei einfache Feststellungen:

  • Frau Hannemann spricht bei ihrer Kampagne gegen die Grundsicherung, die Millionen von Menschen die Existenz sichert, nicht für die Belegschaft der Jobcenter. Im Gegenteil: Sie bringt ihre Kolleginnen und Kollegen in Gefahr, die sich zunehmend Aggressionen von Seiten der Kunden ausgesetzt sehen.
  • Frau Hannemann ist keine „Whistleblowerin“, die Missstände aufdeckt, denn die behaupteten Missstände gibt es nicht – sie kann daher auch keine „Hartz IV-Rebellin“ sein.
  • Wer in einem Jobcenter arbeitet, hat sich an Recht und Gesetz zu halten. Es kann nicht sein, dass eine Mitarbeiterin nach Gutdünken handelt und persönliche, politische Vorlieben auslebt.

Frau Hannemann hat sich den falschen Beruf ausgesucht. Sie sollte nicht ihre Kolleginnen und Kollegen darunter leiden lassen.

http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2013/Presse-13-035.html

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4 Kommentare zu “Widerwärtiger Agit-Prop der BA:Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter

  1. es gab zu ddr-zeiten einen begriff „schund,–und schmutzliteratur „..das fiel mir ganz spontan ein, beim lesen dieses „machwerkes „(selten so ne unprofessionell verfasste pressemitteilung gelesen , ich vermute, die musste e leiharbeiter /praktikant 🙂 verfassen ..sollte die aus den obersten etagen der BA , von einem der was zu sagen hat kommen …hm ????????????????????)

    eigendlich bleibt einem da nur zu sagen :

    Schlagworte: Politik, Widerstand

    „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

    Mahatma Gandhi“

    „getroffene hunde bellen “

    und was es zu diesem thema noch alles für sprüche gibt ..:)

    • Weißte, liebe Carola, ich bin eh sehr dünnhäutig und die ganzen Sauereien und Katastrophen zerren derzeit ein wenig an meinem Nervenkostüm…da kam mir dieses Pamphletchen grad recht.
      Jetzt ist der Dampf erst mal raus, genauso wie die mail an die BA.
      Naja, was mich angeht und die Politik:
      Ich versuche mich grad in ersten, kommunalen Schritten, bin aber noch ziemlich tapsig. Widerstand fängt wie alles Andere im Kopf an, da kann ich nur vorleben und selbst machen…weil durch predigen kriegste die Mitmenschen nicht auf den Zug, leider.
      Aber, vielleicht sind wir ja wenigstens ein klein wenig Vorbild.

  2. In der von Dir verlinkten PDF finde ich noch etwas anderes: Ebenfalls auf Seite 12 wird unterschieden nach „erwerbslosen erwerbsfähigen Hilfebedürftige (eHb) und […]
    arbeitslose eHb“ – das müßte mir mal einer erklären 😉

    Die PM ist schon sprachlich unter aller Kanone und sachlich einfach falsch. Siehe die Gegendarstellung bei Inge Hannemann.

    • Stümmt, Emil, ich habe da auch erst 2x hinschauen müssen.Sind eben alles Koniferen…heißt doch so, oder 😉 ?
      Das sprachliche Desaster der PM war mir einen „üblen Vergleich“ wert in meinem Brief an die BA

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