Ich weiß, dass ich nicht weiß…

…nein, kein Schreibfehler.

(…) Wörtlich übersetzt heißt der Spruch „Ich weiß als Nicht-Wissender“ bzw. „Ich weiß, dass ich nicht weiß“. Das ergänzende „-s“ an „nicht“ ist ein Übersetzungsfehler, da die Phrase „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ auf Altgriechisch οἶδα οὐδὲν εἰδώς (oîda oudén eidōs)[4] heißen würde.
Mit seiner Aussage behauptet Sokrates also nicht, dass er nichts wisse.
Vielmehr hinterfragt er das, was man zu wissen meint.
Denn dieses vermeintliche Wissen ist nur ein beweisloses Für-selbstverständlich-Halten, das sich bei näherer Untersuchung als unhaltbares Scheinwissen entpuppt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_wei%C3%9F,_dass_ich_nichts_wei%C3%9F

Rückzug in die Gedankenwelt

Der Artikel ist gleichwohl eine Entschuldigung bei meinen Freunden, welche seit geraumer Zeit auf ein „Lebenszeichen“, besser, eine Reaktion auf Kontaktversuche warten.
Mein Schweigen derzeit ist vielleicht eine Art „respektvolle Respektlosigkeit“. Es wäre nicht fair, es wäre respektlos, Euch gegenüber so zu tun, als könne ich mich derzeit auf Eure Belange einlassen.
Denn ich kann es momentan einfach nicht.
Eure Freuden erreichen mich nicht, Euren Sorgen vermag ich nichts Ehrliches und Hilfreiches entgegenzusetzen. Jede Reaktion käme mir also wie heucheln vor, das kann und will ich nicht, dafür seid Ihr mir allesamt zu wichtig.
Bitte nehmt meinen temporären Rückzug als das, was er ist, als eine Phase des Rückzugs in Selbstreflexion, in welche derzeit kein Mensch Zugang hat.
Phasen gehen vorüber…

Zuviel des Unguten

Wenngleich ich immer wieder meine Stimme erhebe gegen die Unsäglichkeiten, wenngleich ich in dem mir zu Gebote stehenden Maß gegen Mißstände ankämpfe, so bin ich doch alles Andere als eine gute Kämpferin. Denn obgleich ich „weiß“, wie wichtig Gelassenheit für einen „guten Kämpfer“ ist, so mangelt es mir doch daran. Zwar ist es mir möglich, meine eigene Situation gelassen durchzustehen, doch das, was ringsum geschieht – im Kleinen wie im Großen – es beutelt mich in zunehmenden Maße.
Ich habe mich testen lassen (dieses Testverfahren ist aber nicht empirisch erprobt , das Ergebnis also keinesfalls valide), auch, um psychische Erkrankungen wie Depression, Borderline ect. auzuschließen. Nimmt man das Ergebnis jedoch als zutreffend an (286 Punkte bei einer Obergrenze von 300), dann bin ich wohl hypersensibel. http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t
Dies würde Einiges erklären, auch an zwischenmenschlichen Konflikten in der Vergangenheit.

Was nutzt (vermeintliches) Wissen, wenn…

…Hirn und Herz keine Einheit bilden?
Beispielsweise Geistesgifte. Die buddhistische Logik hierzu ist (für mich) so klar, so schlüssig. Es fällt mir leicht, intellektuell nachzuvollziehen, dass und welche Auswirkungen diese Geistesgifte entfalten. Die Welt ist voll von diesen Auswirkungen der Verblendung, der Gier, des Hasses.
Zwar schützt mich persönlich dieses Wissen vor unheilsamen Handlungen (häufig zumindest)
Macht mich das Wissen um das „Warum“ aber weniger leiden am Zustand als solchem?
Klares Nein.
Eher das Gegenteil ist der Fall. Weil ich glaube zu wissen, warum die Dinge sind, wie sie sind und im Umkehrschluß es „eigentlich“ so einfach wäre, diese Umstände zu ändern, schmerzt mich der Ist-Stand um so mehr.
Im direkten Zusammenhang damit steht das Verzeihen. Wie unsinnig es ist, unversöhnlich zu sein, ist erneut eine (für mich) schlüssige „Weisheit“. Es fällt mir dementsprechend leicht, zu verzeihen.
Und doch lindert es nicht den Schmerz, den ich fühle.

Ich denke, die Überschrift war richtig gewählt. Dem Grunde nach bin ich ein Nicht-Wissender. Zumindest das ist es, was ich weiß…

 

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