Eine Geschichte über den Hass ….

….und seine Folgen

Es gibt ein chinesisches Sprichwort, welches sagt, dass Hass die Substanz ist, die das Gefäß zerstört, in welchem sie aufbewahrt wird.
Und es gibt Tage, da fällt es mir schwer zu begreifen, dass es Menschen gibt, denen sich diese schlichte Wahrheit nicht erschließt. Warum nur schaden sie sich selbst, konservieren das, was ihnen abträglich ist?
Leben ist Veränderung, bedeutet immer,loslassen zu müssen. Warum also ausgerechnet an der negativsten aller Emotionen festhalten? Es ist so bedauerlich, so traurig, so unsinnig…und von „außen“ leider niemals beeinflußbar.

Die Last

Ein Lehrer fragte einmal seine Schüler, sie sollen doch bitte, einige Kartoffeln in einer Plastiktüte in die Schule mit bringen. Auf jede der Kartoffeln, sollen die Namen der Personen, die das Kind ablehnt aufgeschrieben werden. Für jede abgelehnte Person, sollen die Kinder eine Kartoffel beschriften.

An diesem Tag brachten die Kinder ihre Kartoffeln mit, die sie mit den Namen der Menschen beschrifteten, welche sie nicht mochten. Einige der Kinder, hatten zwei, drei und einige hatten sogar mehr als fünf Kartoffeln.

Die Kinder sollen diese Kartoffeln immer mit sich tragen, Tag und Nacht, überall hin mitnehmen und das eine Woche lang. Nach ein paar Tagen begannen die Kinder, sich  über den schlechten Geruch, der aus diesen Kartoffeln kam zu beklagen. Die Schüler die viele Kartoffel beschriftet haben, beschwerten sich auch noch über das Gewicht, das sie dauern mit sich herum tragen mussten.

Nach einer Woche, durften die Kinder alle Kartoffeln wegwerfen.

Der Lehrer fragte: ” Und wie fühlt ihr euch nach dieser einen Woche?“

Die Antwort der Kinder war, dass sie sich wegen dem Gestank und dem schweren Gewicht, schrecklich fühlen würden.
Und der Lehrer erklärte den Kindern:

Wenn euer  Herz mit Hass erfüllt ist, so tragt ihr,  genauso eine schwere und unangenehme Last, in eurem Herzen mit, wie der Sack mit Kartoffeln, von dieser Woche, der  Hass auf ungeliebte Menschen, vergiftet nur eure Herzen. Wenn ihr  den Gestank von verdorbenen Kartoffeln, nicht einmal für eine Woche aushaltet, wie viel schlimmer sind die Auswirkungen dieses  Hasses in euren Herzen, wenn ihr ihn ein ganzes Leben lang, mit euch herum tragen müsstet. Ohne Hass wird euer Herz wieder leicht.

Wir sind doch in vielem, wie diese Kinder und tragen unseren Sack voll von faulen Kartoffeln mit uns. Wenn wir den Hass loslassen können und Wut und Ärger, auf andere, wegschmeissen, wie die faulen Kartoffeln, dann wird es wieder unsagbar leicht um unsere  Herzen. Wenn wir dann wirklich aus tiefstem Herzen verzeihen können, dann wird sich unser Leben um einiges verbessern.

dazu Worte von Buddha die ganz genau dazu passen:

In dieser Welt hat Hass noch niemals Hass vertrieben

Nur Liebe besiegt den Hass.Dies ist das Gesetz, alt und unverbrüchlich.

Auch du wirst einmal sterben.

Weisst du dies, wie kannst du dann noch streiten?

Nacherzählt und übersetzt von zentao

Quelle

Advertisements

7 Kommentare zu “Eine Geschichte über den Hass ….

  1. Rache und – damit untrennbar verbunden – Hass sind genial. Gäbe es sie nicht, müssten sie sofort erfunden werden. Alle Menschen hält nur eines davon ab anderen noch größeren Schaden zuzufügen – die Angst vor der Rache (Strafe).

    Eine Menschheit ohne Rache und Hass kann es nur geben, wenn Niemand Niemandem auch nur das geringste Leid zufügt. Das wäre dann der vollkommene Mensch.

    Der Souverän

    • Nun, hier gehen wir völlig auseinander. Wut und Zorn können mächtige Antriebsfedern sein, auch zum Guten hin.
      Hass hingegen, so meine Überzeugung, ist immer negativ. Nebenbei…das „alle Menschen“ ist mir zu verallgemeinernd…
      Wenn der Unsinn von Rache begriffen würde, bräuchte es auch keine Angst vor Strafe mehr.
      Was nützt es, den Peiniger als Rachakt dann zu peinigen? Wird mein Leid, welches ich zuvor erfuhr, dadurch ungeschehen?
      Nein.
      Gibt mir Rache Befriedigung? Kurzfristig vielleicht. Langfristig (hierzu gibt es Studien über Rachetäter) bleibt Leere, und keinesfalls ein zufriedenes Gefühl.
      Wozu also dem „Instinkt“/Racheimpuls nachgeben, wenn er nichts nützt?
      Daran, dass Angst vor Strafe von Rachetaten abhält, vermag ich auch nicht recht glauben. Die Gefängnisse sind voll von Tätern, die sich nicht von Rachtaten abhielten ließen…

      Der perfekte Mensch…ja, wenn der Einzelne sich als Teil des Ganzen begreifen würde und dadurch den „Kant gäbe“ 😉 (was Du nicht willst, das man Dir tu…) wären wir ein gutes Stück weiter in dieser Richtung.

      • Wenn die Menschen die den Hass und die daraus resultierende Rache nicht fürchten müssten, hätten wir weltweit Zustände die 8im Vergleich) aktuell Syrien als ein Ferienparadies darstellte.

        Der Souverän

  2. Ich dachte mir schon, dass hinter dem G´schichterl ein konkreter Anlass steckt. Deshalb meine provokante Frage. 😉

    Auch wenn Du das Wort GRUNDLOS (wie kann ich eigentlich etwas in Fettschrift schreiben?) „grundloser Hass“ in Gänsefüßchen gesetzt hast, nimmst Du damit eine Differenzierung möglicher Hassgründe vor. Und das finde ich gut so.

    Was den Zorn angeht, halte ich es mit Papst Gregor und Georg Schramm 😉 ; er ist kopf- und meist vernunftgesteuert und kann durchaus hilfreich sein. Aber er ist kein menschlicher Urinstinkt. Ich vermute, beim Hass ist das anders. Genau wie große Angst einen Fluchtreflex auslöst und damit das eigene Überleben zu sichern versucht, kann auch Hass das selbe Ziel haben. Das ist ein Hass, den ich angemessen finde. Und dann kann er von der stinkenden Kartoffel zum wertvollen kleinen Goldnugget werden.

    Der Mensch ist zwar kein Tier (oder doch?), aber er verfügt über die gleichen Urüberlebensinstinkte. Manchmal mehr, manchmal weniger ausgeprägt. Wenn sich ein Tier bedroht fühlt, wird es zunächst die Flucht wählen, um sich der Bedrohung zu entziehen. Werden aber alle Fluchtwege versperrt, wird es trotz der Gefahr des eigenen Untergangs die Bedrohung frontal angreifen. Der Urinstinkt dahinter: besser eine sehr kleine Überlebenschance als gar keine. Ob die Einschätzung der Bedrohung immer richtig ist, sei dahingestellt.

    Jedenfalls tut man gut daran, weder Tier noch Mensch zu sehr in die Ecke zu drängen. Letztlich sagen beispielsweise die von Dir ganz oben fixierten „10 Gebote für die Sicherheit von Jobcentermitarbeitern“ nichts anderes.

    Btw. der von mir gemeinte Hass wird natürlich absolut kontraproduktiv, wenn man ihn in unverminderter Stärke konserviert und den Kapitän Ahab gibt.

    • Fettschreiben kann leider nur ich (oder ich raffe die Admineinstellungen nicht )

      Dass die teils verschütt‘ gegangenen Urinstinkte eines Menschen (Flucht, Angriff als erste/letzte Option ect.) durchbrechen können, ist ganz klar richtig.
      Wobei ich denke, das was Du beschreibst, eher als Wut zu bezeichnen ist denn als Hass. Die Wut als „heißere Schwester des Zornes“. Hass ist immer irgendwie „Ahab-mäßig“, während Wut verschiedene Phasen durchlebt (und niemals losgelassen, sie zu Hass mutieren kann).
      Aber was schreib ich da…es gibt da ein Buch mit einer einzigartigen Diskussion über dieses Thema, und beide Diskutanten sind um so viel weiser bzw. gebildeter als ich…Ich kann es jedem nur empfehlen, meine Sicht beispielsweise auf „diese Dinge“ (Emotionen) hat sich ein ganzes Stück -für mich im positiven Sinn- verändert.
      Gerade weil der Diskurs stattfindet zwischen zwei Akademikern (Prof. Paul Ekmann und der Dalai Lama), von denen der Eine aber zusätzlich (!) die Betrachtung aus dem spirituellen Blickwinkel vornimmt, machte es für mich so spannend.
      http://www.springer.com/springer+spektrum/sachbuch/book/978-3-8274-2810-3
      Das Faszinierende ist, dass manche Dinge so einfach „sind/scheinen“, die Umsetzung/Umdenke aber irrsinnig schwer ist.
      Das beispielsweise ist (in meinen Augen) schlichte Logik:
      „Können wir jemanden hassen, der Sklave seiner eigenen verstörenden Emotionen ist, anderen deshalb schadet und sich schließlich selbst zugrunde richtet? Verdient er nicht eher unser Mitgefühl?
      Dalai Lama“

      Wie im Artikel geschrieben, ich fühle mit solchen Menschen…wieviel vom „restverbliebenem Schönen“ (ist eh schon wenig genug) nehmen sie wohl nicht mehr wahr, weil ein Anhaften an Zerstörerischem die Sicht verstellt? Das ist doch, mit Verlaub, traurig und besch**** genug.
      Das ist aber lediglich die mir persönlich richtig erscheinende Haltung, meine eigene Wahrheit eben.
      Und seine ganz eigene Wahrheit hat wohl jeder von uns…

    • Meinem???
      Frank, Du irrst.
      Ich empfand und empfinde teilweise noch immer heftigen Zorn (insbesondere, wenn Menschen ihrer Verblendung folgend anderen Wesen schaden) aber Hass? Nein, ich hasste und hasse nicht.

      Die Geschichte bezog sich auf einen Menschen, von dem ich leider erfuhr, dass er an seinem Hass auf einen anderen noch immer so sehr festhält, dass es ihn nicht daran hindert, dadurch sogar unbeteiligten Dritten zu schaden.
      „Grundloser“ Hass zudem, durch nichts zu begründen als durch eben Verblendung, völlig falscher Wahrnehmung von Umständen, in sich selbst und nicht in Anderen zu suchen.
      Da ich dachte, dieser Mensch habe mittlerweile von diesem (sich)schädigenden Verhalten abgelassen, war ich umso verblüffter, als ich davon erfuhr, dass da der Hass förmlich „gepflegt“ wird.
      Bedauerlicher Anlass genug für mich, meine Gedanken mittels einer Geschichte auszudrücken…

      lG
      Ellen

Teile uns deine Gedanken mit:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s