MainArbeit und Obdachlosigkeit – ich bitte herzlich um allgemeines „Daumendrücken“

Ein kurzes (den Temperaturen angemessenes 😉 ) update bezüglich „meiner“ schwangeren Wohnsitzlosen

Mittels „Maklerschein“ hat sich die Möglichkeit zur Anmietung einer entzückenden Wohnung ergeben. Die bisherigen Versuche sind gescheitert, die Konstellation aus gerade volljährig, schwanger und Leistungsbezieherin lassen Makler und Vermieter allgemein dankend abwinken.
Diese Wohnung betreffend jedoch sind sowohl Maklerin als auch die Vermieter Menschen mit Empathie und nur minimalem Mißtrauen.
Ohne Makler und über „Vitamin B(eziehung)“ steht am Samstag eine weitere Besichtigung an. Mit etwas Glück hat die junge Frau also in wenigen Tagen wieder ein Dach über dem Kopf.
Daher bitte ich Euch, liebe Leser, um kollektives Daumendrücken…schaden kann es keinesfalls.

Frustrierende Erfahrungen

Da ich selbst bislang nur private Vermieter mit maximal 2-3 Objekten hatte , war mir der Umgang mit großen Gesellschaften nicht vertraut. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie seitens solcher mit wohnungssuchenden Menschen umgegangen wird.
Es werden Wohnungen inseriert, Sammelbesichtigungen terminiert – nur zum Termin erscheint niemand der Wohnungsbau-Gesellschaft –
Da werden Daten gesammelt, Schufaauskünfte eingeholt – nur der Wohnungssuchende bekommt keine Information, ob er überhaupt „im Rennen“ ist.
Die telefonische Erreichbarkeit ist katastrophal, die fernmündlich gegebenen Auskünfte (so man jemanden erreicht) widersprechen sich.
Ganz „witziges“ Geschäftsgebaren einer bekannten Gesellschaft ist es, Termine kurzfristig per SMS zu canceln.
Das Ganze dann in Verbindung mit Jobcenter-Abhängigkeit kann mensch schon ganz schön irre machen…

Der Sozialdezernent und das Schweigen im Walde

Bezüglich der Mißstände rund um das Thema Obdachlosigkeit/Notunterkünfte in Offenbach schrieb ich ja vor geraumer Zeit den OB und den Sozialdezernenten an, klick.
Der OB anwortete zeitnah und verwies auf die Zuständigkeit von Herrn Dr. Schwenke.
Warum sich dieser in beredtes Schweigen hüllt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Spekulativ, daraus etwas schließen zu wollen, egal ob Positives (er kümmert sich um die Mißstände) oder Negatives (aussitzen). Da werde ich wohl nachhaken müssen…oder es zum Thema im nächsten Sozialausschuß machen.
Respektvoller Umgang mit kritischen Bürgern geht auf jeden Fall anders…

 

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8 Kommentare zu “MainArbeit und Obdachlosigkeit – ich bitte herzlich um allgemeines „Daumendrücken“

  1. Meine Tochter hat nun auch endlich nach 3 Jahren Kampf und Unterbringung in Hotels und Notunterkunft einen Maklerschein bekommen. Nun das nächste Problem: wir finden keinen Makler in Offenbach, der mit der Mainarbeit was zu schaffen haben möchte. Kennt jemand einen Makler in OF der mit diesem Maklerschein vermittelt? Wäre unendlich dankbar für Hilfe.

    • Hallo Gabriele,

      3 Jahre sind Wahnsinn…aber leider kein „bedauerlicher Einzelfall“, wie man seitens der MainArbeit immer aufs Neue verbreitet.
      Mein Vorschlag: Nicht nur nach Offenbacher Maklern schauen, sondern alle Wohnungen, die in Frage kommen und prov.pflichtig sind, notieren und den Makler kontaktieren.
      Die Maklerin im vorliegenden Fall ist sprichwörtlich aus der Pampa 😉 hat aber Kunden in OF.
      Sie hat keinerlei Vorbehalte gegen Leistungsbezieher, ob sie derzeit allerdings Wohnraum frei hat….?
      Einfach anrufen mit einem lieben Gruß von mir (die jüngere wird sich erinnern) http://www.bohlander-immobilien.de/

      • Dann mal herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Habe meiner Tochter auch schon gesagt, dass sie einfach nach entsprechenden Wohnungen schaun soll. Leider hat die Mainarbeit Immobilienseiten bei ihren Internetangeboten gesperrt und so können Hilfeempfänger nicht einmal mehr dort nach Wohnungen suchen. Man macht es also unnötig schwer und das ist mal wieder typisch für OF. Und telefonieren kostet ja auch jedes Mal und ruckzuck ist das Guthaben schon wieder weg.Also bleibt es mal wieder an den Angehörigen hängen sich zu informieren. Werde berichten falls sich was getan hat.

        • Eine Möglichkeit wäre da noch die Wohnraumhilfe der Caritas (gleich am Anfang der Bieberer Str. rechts)Dort werden die Angebote aus der Presse gelistet und – soweit ich weiß – hat man auch Zugang zu den einschlägigen Portalen wie ImmoScout usw.Hat die MainArbeit das nicht angeboten/Zuweisungsschein dahin erstellt?
          Zu typisch Offenbach in Verbindung mit Obdachlosigkeit passt das, was im link steht:
          http://www.die-linke-of-stadt.de/2014/03/20/antrag-auf-zentrale-anlaufstelle-fuer-wohnungslose-abgesetzt-stadtverordnetenversammlung-ignoriert-kosten-fuer-uebernachtungen-in-notunterkuenften/

          • Danke für den Hinweis von der caritas. Was meinst du mit Zuweisungsschein? Den Artikel kenne ich schon. Einfach unglaublich das alles. Sie sind bei allen Gesellschaften und auch beim Wohnungsamt gemeldet. Waren erst knapp 1 Jahr in einem Hotel Nähe Mainufer, dann über 1 Jahr in einer 1-Zimmer Notunterkunft im Odenwaldring um dann im Oktober wieder in ein Hotel in der Ludwigstrasse einquartiert zu werden.Und ohne feste Wohnung keine Arbeit. Ein Teufelskreis…………

            • Das ist in der Tat ein Teufelskreis. Respekt übrigens an Deine Tochter, 1 Jahr Hotel Europa und nicht durchgedreht, das zeugt von Nehmerqualitäten.
              Der Zuweisungsschein wird von der MainArbeit ausgestellt, das wird normalerweise vor Ausgabe des Maklerscheines gemacht.Wie geschrieben können Menschen sich da über aktuell verfügbaren Wohnraum informieren. Ob man seitens dieser Stelle auf einer Zuweisung besteht, weiß ich nicht. Wenn die drauf bestehen (immerhin kann sie da aktuelles aus den Immo-Anbietern im I-Net erhaschen) dann das Ding einfordern bei der MainArbeit…auch da geht es um Geld, welches die Caritas erhält und wohl ungerne drauf verzichtet.
              Probiert es auch mit dem Landkreis, bitte. Da sind die Chancen etwas größer, Offenbach ist im Niedrig-Preis-Sektor rappelvoll.
              Ich drück ganz fest die Daumen

              Wenn Dein Post nicht gleich erscheint, keine Sorge 😉 Ich habe den Blog so eingestellt, dass ich jeden Kommentar freischalten muss. Und ich bin halt nicht immer im Netz, da kann es sich auch mal um nen halben Tag verzögern.

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