Wahlplakate…und Goethes Faust ;)

Da sind sie wieder, und ein Entrinnen ist nicht möglich!

Die Wahlplakate

Stumpf, bedeutunglos, Worthülsen…scheint es nur mir so oder sind die großen, bunten Teile dieses Jahr mit noch sinnbefreiteren Sprüchen versehen als die Jahre zuvor?
Soll bunte Größe ablenken von Inhaltslosigkeit?
Ich kann dabei noch fast aufatmen, die Offenbacher „Bronx“ 😉 ist von SPDCDUFDP weitestgehend verschont geblieben, im Nordend dominieren die Plakate der Piraten und die der Linken.

Ansonsten…

…fällt mir dazu  noch Goethe ein 🙂

Daran erkenn ich den gelehrten Herrn!
Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz und gar,
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr,
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.

Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Faust II, Vers 4917 ff. / Mephistopheles)

Einfach mal sacken lassen…

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5 Kommentare zu “Wahlplakate…und Goethes Faust ;)

  1. Die allermeisten Menschen können nicht wirklich für sich selbst Verantwortung übernehmen und freie Entscheidungen treffen – denn stets haben das irgendwelche Autoritäten (Regierung, Gott, Polizei, Gerichte, Schulen, Eltern) für sie übernommen, sie mussten ihnen ja nur brav folgen.

    Eine wahre Revolution, hin zur Freiheit, wird es erst geben, wenn die Menschen sich mehrheitlich aus ihrer inneren Sklaverei befreien d.h. Verantwortung für ihr Selbst übernehmen können. Ja – wenn sie überhaupt erst wieder in die Lage kommen, Kontakt zu ihrem eigenen Inneren herzustellen. Geschieht das nicht, wird jede Revolution nur dazu führen, dass “äussere Feinde” bekämpft werden und sich anschliessend die Menschen der nächstbesten verführerischen Autorität vor die Füsse werfen, um sich von dieser erneut beherrschen zu lassen.

    • Ich stimme völlig mit Dir überein.
      Die Schwierigkeit jedoch, dies erst einmal überhaupt zu erkennen, dürfte die größte Hürde sein. Das „Innere Selbst“ wird überlagert (seit Jahrtausenden wohl) von Blendwerk. Ich fürchte, die Neigung, Verantwortung abzugeben – teilweise auch entgegen des „Bauchgefühls“ – ist ein Stück weit auch in der Bequemlichkeit zu suchen.
      Selbstdenken ist unbequem. Das innere Selbst (kann mensch auch vielleicht Spiritualität nennen) auch noch zu erfühlen und entgegen der Masse dann auch entsprechend zu handeln, scheint (!) schier unmöglich…
      „Die Wahrheit ist ein Land ohne vorgegebene Wege“, keine Methode, keine Religion, kein Lehrer kann zur Wahrheit führen. Jeder ist für seinen Weg selbst verantwortlich.”
      Krishnamurti

      Danke für das Video. Leider funktioniert der „Tongeber“ (wie heißt das Ding nur?) in meinem Laptop nur noch mit Schleif-und Krächzgeräuschen. Ich werde mir die 5 Stunden Zeit nehmen, wenn ich mir den Film andernorts störungsfrei anschauen kann.

    • Zitat:“ Die allermeisten Menschen können nicht wirklich für sich selbst Verantwortung übernehmen und freie Entscheidungen treffen – denn stets haben das irgendwelche Autoritäten (Regierung, Gott, Polizei, Gerichte, Schulen, Eltern) für sie übernommen, sie mussten ihnen ja nur brav folgen.“

      Womit wir bei dem Thema „erlernte Hilflosigkeit“ wären. Dazu gibt es übrigens auch ein sehr interessantes Video, und einmal mehr sind auch da die Info-Krieger mit daran beteiligt…
      Die ersten Schritte in die sog. erlernte Hilflosigkeit http://www.irwish.de/Site/Biblio/Psychologie/Seligman1.htm finden ja mehr oder weniger bereits im Säuglingsalter statt.
      Die Fragen, die sich mir stellen, sind also:
      Gibt es einen (verschiedene) für „Alle“ praktikablen Weg(e), sich von der von Beginn an währenden Manipulation und Indoktrinierung frei zu machen?
      Wieso gelingt es einigen (in Relation: wenigen) Menschen, und andere Viele hingegen „schaffen“ nicht einmal den ersten Schritt, den der Selbstreflexion? Trotz ständig zunehmendem „unangenehmen Bauchgefühls“…

      Das Video sagt – zu Recht – aus, woran „es klemmt“. Die Ursachen sind benannt. Der Weg aus diesem Dilemma hingegen kann nicht benannt werden. Ich vermute, dass dies deshalb nicht möglich ist, weil es keinen wirklichen „Weg“ gibt.
      Es muss wohl jedes Individuum zunächst spüren/fühlen, dass der bisher gegangene Weg untauglich ist, in friedlicher Koexistenz mit anderen Menschen, Tieren und der Natur leben zu können.
      Die Tatsache,dass dieses Fühlen aber von (künstlich geschaffenen) Scheinbedürfnissen überlagert wird, macht es nicht eben einfacher.
      Ich denke, es bleibt nur, dass diejenigen, die die Wichtigkeit der inneren Freiheit erkannt haben und entsprechend (versuchen,zu) leben, von anderen Menschen als so befriedet/zufrieden wahrgenommen werden, dass eben diese anderen Menschen danach streben, auch „so zu sein“. Das allerdings wird dauern.

      Das mal so als erste Gedanken…

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