Gustl Mollath – Die scharfzüngige, pardon, scharfsinnige Analyse der Juristin Wolff

Als die Wiederaufnahmeanträge durch das LG Regensburg abgeschmettert wurden, äußerte ich bereits den Wunsch, dass Koryphäen wie Oberstaatsanwälitin a.D Wolff oder R.A. Garcia diese Begründung fachlich fundiert zerpflücken mögen.

Beide haben nun, nach der Entscheidung aus Nürnberg zur umgehenden Freilassung Mollaths, sich dieses Themas angenommen. Und noch viel mehr:
Die Presseberichte (Auszug weiter unten) wurden ebenso detailliert durchleuchtet. Denn  einige Journalisten waren sich nicht zu schade, noch einmal auf das Widerwärtigste nachzutreten.

Messerscharfer Verstand gepaart mit scharfer Zunge

Bisher waren die Analysen zum „Fall Mollath“, welche Frau Wolff bloggte, eher „nur“ mit unterschwelligen Seitenhieben und Sarkusmus versehen.
Der nachstehend verlinkte Beitrag hingegen übertrifft aus meiner Sicht alles bisher Dagewesene, ich lege ihn Euch (trotz oder wegen seiner Länge) sehr an’s Leserherz.
Prädikat: Brilliant!

(…) Die verzweifelte Hilfestellung des Generalstaatsanwalts Nerlich zugunsten der Regensburger Ablehnungskünstler nützte nichts.Das Oberlandesgericht beschied kühl und knapp (…)

(…) Wir werden es nicht erfahren. Ich habe von Frau Merk noch nie so etwas wie ›Wahrheit‹ gehört. Sie ist Politikerin. Da darf man so etwas nicht erwarten (…)

http://gabrielewolff.wordpress.com/

Carin Pawlak für den Focus – eine Anwärterin auf den „Lakotta-Ehrenpreis“?

Der Spiegel ,in Form der Journalistin Beate Lakotta entblödete sich seinerzeit mit einem qualitativ unterirdischen Hetz-und/oder Sensationsjournalismus.
Will Frau Pawlak in ihre Fußstapfen treten? Das Nachtreten beherrscht sie zumindest…

(…) Mollath hat bei „Beckmann“ die Möglichkeit, sich als Held mit weißem Hemd zu zeigen. Alle Gutachter hätten ihre Berichte geschrieben, ohne ihn je persönlich untersucht zu haben. Was er wegredet: Nie hat er einer Begutachtung zugestimmt. Man habe ihn vielmehr, so sagt er in gestelzten Worten, „über die perfideste Klinge springen lassen“ (…)

focus-ein weißes Hemd für den Helden

Frau Wolff dazu in köstlicher Überlegenheit:

(…) Mit der Frau Pawlak will ich aber gnädig sein. Sie hat an der am 14.8.2013 erfolgten Freistellung („mit sofortiger Wirkung“) als stellvertretende Chefredakteurin des FOCUS genug zu knabbern.
Man hätte sich nur gewünscht, daß sie auch als Schreiberin mit sofortiger Wirkung freigestellt worden wäre. Denn persönlicher Frust ist ein schlechter Ratgeber (…)

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3 Kommentare zu “Gustl Mollath – Die scharfzüngige, pardon, scharfsinnige Analyse der Juristin Wolff

  1. o.k., dann „teile ich mal meine Gedanken“ mit : Dieses ganze Theater kann man erklären mit den „stammesgeschichtlichen Grundlagen der Vernunft“, die keineswegs immer verfassungskonform sind sondern nach anderen Kriterien funktionieren, nämlich nach biologischen. Vor rund 30 Jahren hat Prof. Riedl hierüber ein wissenschaftliches Werk ( ISBN : 3-489-60734-1)darüber verfasst, wie die „Vernunft“ des Menschen, folglich auch des Herrn Professors oder anderer Menschen-Krähen, die sich keine Augen gegenseitig aushacken, funktioniert. Das betrifft die Art und Weise der „Wahrheits“-Findung., welche nämlich Spekulationsbasis erfolgt, die sich an biologischen Interessenkonflikten und an Zweckmäßigkeits-Bewertungen orientiert, nicht unbediungt aber an den objektiven Tatsachen. Die biologischen „Computer“ der Psychiater selber, insbesondere der Herren Leipziger, Kröber und Pfäffflin, deren „ratiomorpher Apparat“ und deren Produkte bedürfen m.E. dringend einer wissenschaftlichen Kontrolle. Mit Beschluss v. 26.8.2013 hat wenigstens das BVerfG es gewagt, mit einer solchen Kontrolle zu beginnen.

    • Hallo Mathilde,

      das Thema „Mollath’s Psychiatrisierung“ unter dem Gesichtspunkt der Erkenntnisstheorie ( Woher wissen wir, was wir zu wissen glauben? Und wie wahr ist das, was wir – vermeintlich – wissen? ) zu beleuchten, ist hochinteressant.
      Ob ich allerdings in der Lage bin, ein wissenschaftliches Werk wie das von Dir benannte Buch des Prof. Riedl wirklich zu verstehen?Die klugen Köpfe des Club of Rome haben mich mit Publikationen bereits teilweise überfordert, warum sollte es bei einem der Köpfe des „Club of vienna“ anders sein?
      Ich halte es da ganz gerne mit „Schuster(in Ellen), bleib bei Deinem Leisten“ 😉

      Deiner Schlussfolgerung, Zitat:“…Die biologischen “Computer” der Psychiater selber, insbesondere der Herren Leipziger, Kröber und Pfäffflin, deren “ratiomorpher Apparat” und deren Produkte bedürfen m.E. dringend einer wissenschaftlichen Kontrolle. Mit Beschluss v. 26.8.2013 hat wenigstens das BVerfG es gewagt, mit einer solchen Kontrolle zu beginnen.
      schließe ich mich an, zu offensichtlich war selbst für den interessierten Laien unter Anderem die Selbstreferenzialität.Und auch jenseits aller Verschwörungsspekulation sind die von Dir genannten Herren in keiner Form als wissenschaftlich neutral zu bewerten, mMn. Mich erinnerte die Art der Erstellung dieser „Gutachten“ teilweise stark an das, was mir vor Jahren ein Haitianer über „Voodoo“ erzählte.Auch hier berichtet das Umfeld des „Erkrankten“ dem Heiler über die Symptome und dieser diagnostiziert, bevor er den Kranken zu Gesicht bekommt…

      Für Interessierte hier der Beschluss des BVerfG im Text:http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg13-056

      Danke für Deinen aufschlussreichen Kommentar.

  2. Pingback: Gustl Mollath – Die scharfzüngige, pardon, scharfsinnige Analyse der Juristin Wolff | WIR Der ZeitBote Saarland

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