Studie zu Vorurteilen „Menschenfeindlichkeit ist weitverbreitet in München“

Vorweg:
Ein wenig kritisch sollte mensch derart Studien schon beäugen. Etwas mehr als 1100 Münchner wurden befragt, ob das nun ein wirklich repräsentativer Schnitt ist?
Fraglich auch, ob man die „Münchner Sicht“ bundesweit verallgemeinern kann/sollte. In Bayern war und ist es ein wenig „anders“ als im Rest der Republik (böse Zungen behaupten ja noch immer, die Bayern hätten siebzehn Knochen mehr, da bei ihnen das Gehirn noch mechanisch funktioniere 😉
)
Nix für ungut, liebe Bayern, das war jetzt natürlich nur Spaß!

(…)  Arbeitslose, Homosexuelle, Obdachlose – wie kommen Münchner mit solchen Gruppen zurecht?

Insbesondere Langzeitarbeitslosen stehen viele Münchner feindselig gegenüber. Fast die Hälfte der Befragten zeigte sich skeptisch. Bei Obdachlosen sind es immerhin noch 23,5 Prozent. Dagegen haben sich nur 8,2 Prozent der Münchner frauenfeindlich geäußert. 9,1 Prozent ausländerfeindlich. Das sind natürlich immer noch zu viele. Auffällig ist: Feindseligkeit wird vor allem dann geäußert, wenn Themen salonfähig sind. Seit der Einführung von Hartz IV ging es beispielsweise viel um angeblich faule und arbeitsscheue Arbeitslose. Und über Muslime wird vor allem in Zusammenhang mit Terror berichtet (…)

Quelle und weiterlesen bei der Süddeutschen

Bedenklich und gleichzeitig nachvollziehbar

Vermutlich sind die Ressentiments insbesondere gegenüber „den Hartzern“ auch in Restdeutschland ähnlich stark ausgeprägt. Der Sozialrassismus ist seit Clement wieder salonfähig, Pamphlete wie Sarrazin’s „Werk“ fanden sich kurz nach Erscheinen in der Bestseller-Liste wieder.
Liz Mohn und Friede Springer (Bertelsmann/Bild ect.) – die als beste Freundinnen von – und mit Merkel fast schon Nornengleich die Meinungsbildung beeinflussen – sei dafür „gedankt“.
Andere Medien sind auf den (Hetz)Zug der Zeit aufgesprungen, ebenso wie diverse Vorder und Hinterbänkler aus den politischen Kreisen.
Eine Sammlung von diskriminierenden Äußerungen findet man u.A. bei Andreas Kemper
Wen wundert’s da noch, wenn der deutsche Durchschnittsmichel rechtsherum im Rückwärtsschritt tanzt, wenn doch überall der Takt vom Vorurteils-Orchester vorgegeben wird?

Einmal mehr sollte darüber nachgedacht werden, wie diesen Vorurteilen entgegen zu treten ist. Dass dies durch jeden einzelnen Menschen mit Hirn und Herz geschehen sollte, daran besteht kein Zweifel…

 

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2 Kommentare zu “Studie zu Vorurteilen „Menschenfeindlichkeit ist weitverbreitet in München“

    • Hättest Du alles perfekt im Griff, wärst Du gewiss kein Mensch, vielmehr…ja was eigentlich? Roboter und Computerprogramme sind auch nicht fehlerfrei…

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