Eine Lanze brechen für „Bedingungsloses Grundeinkommen“

Achtung:
Dieser Artikel gibt meine persönliche Meinung wieder.
Ideen über Finanzierbarkeiten sind Ideen und keine Fakten.

Mindestlohn = Augenwischerei

Zu viele in diesem Staat sind Hilfsbedürftig, sind auf sogenannte Transferleistungen wie beispielsweise ALG II angewiesen. Nicht nur diejenigen, die gar keine Arbeit haben, sondern auch diejenigen, die Tag für Tag für noch nicht mal ein übertragenes Butterbrot schuften gehen.

Die Parteien übertreffen sich in Aussagen wie: „Jeder der Vollzeit arbeiten geht, soll von seiner Arbeit leben können“ und dann erdreisten sie sich, einen erbärmlichen Mindestlohn von 8,50 € vorzuschlagen.

Mir ist nie ganz klar, wen die Politiker meinen, wenn sie von „jeder“ sprechen. Ist es die einzelne Person? Oder ist es die gesamte Familie? Im Prinzip sollte es doch möglich sein, wie zur Zeiten unserer Eltern, dass einer eine Familie ernähren kann.

Rechnen wir doch mal eine Vollzeitstelle mit einem Stundenlohn von 8,50 € durch.

Im Schnitt wird 173 Stunden im Monat gearbeitet.

Das macht brutto die stolze Summe von 1470,50 € brutto wohlgemerkt. WOW.

Nun können wir bei Nettolohn.de das Nettogehalt ausrechnen lassen.

Nehmen wir an, unser Arbeitnehmer lebt in Berlin, ist unverheiratet, in der Kirche drin.

Nach Abzug von Sozialabgaben (Renten-, Arbeitslosen-, Pflege und Krankenversicherung) von 300,37 € und Steuern (Lohnsteuer Klasse 1, Soli und Kirchensteuern) von 102,36 € bleiben unserem Mindestlohnverdienenden Arbeitnehmer noch satte1067,77 €. Für einen Alleinstehenden mag es reichen, aber große Sprünge kann auch er nicht machen. Zugegeben es ist schon mehr als 382 € Regelsatz ALG II und durchschnittlich 400 € Miete (Berlin). Allerdings muß unser Mindestlohnverdiener nun auch die volle Monatskarte zahlen und GEZ und natürlich auch die Nachzahlungen von Heizung und kalten Betriebskosten. Summa summarum steht er sich gar nicht soviel besser.

Kann er von seinem Einkommen leben? Wohl eher schlecht, als recht.

Wenn wir bei gleichem Bruttolohn, basierend auf den ominösen 8,50 € Mindestlohn, von einem Familienernährer ausgehen = Arbeitnehmer ist verheiratet, auch in der Kirche und hat 1 Kind, dann kommt ein Nettolohn von 1173,80 € raus. Durch das Kind und Lohnsteuerklasse 3 zahlt dieser Arbeitnehmer keine Steuern, aber die Sozialabgaben sind mit 296,70 € nur geringfügig niedriger als bei unserem Alleinstehenden. Wenn kein Kind vorhanden ist, dann ist der Nettolohn 1170,13 €-

Bei ALG II Bezug würde unser Ehepaar1190 € bekommen (Durchschnittmiete 500 € laut WAV) und die kleine Familie (ich habe ein Kind von 10 Jahren angenommen und 600 € Mietkosten) stünde mit 1545 € auf der Lohnliste des Jobcenters.

Soviel zum Thema: Mindestlohn läßt uns von unserer Arbeit leben! Es ist definitiv Augenwischerei. Und von einer zukünftigen Rente wollen wir nun gar nicht reden! Nichts desto trotz ist die Idee vom Mindestlohn wichtig und sollte umgesetzt werden!

Hilfsbedürftigkeit wird obsolet

Wie könnte dieses Problem aus der Welt geschafft werden?

Natürlich durch höhere Löhne, das ist klar. Ich kann allerdings auch gerade kleine Unternehmen verstehen, die mehr als genug Arbeit für zwei oder drei Kräfte haben, wo aber oft die Einnahmen gar nicht für die Kräfte reichen, zumindest nicht, um sie auf einem menschenwürdigen Level zu bezahlen.

Meiner Ansicht nach wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Schritt in die richtige Richtung.

Ganz wichtig ist mir hierbei der Ansatz, das ein bedingungsloses Grundeinkommen den Menschen in Würde leben lässt. Unser Grundgesetz sagt ja in Artikel 1

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Wir sind uns sicher alle einig, das die Hartz IV-Gesetzgebung auf das heftigste gegen diesen Grundsatz verstößt.

Natürlich höre ich immer wieder Leute, die gegen das bedingungslose Grundeinkommen sind. Ihre vorgegebenen Gründe sind, neben der angeblichen Nicht-Finanzierbarkeit, dass Menschen bitteschön zu arbeiten hätten, wenn sie Geld bekommen wollen.

Es wird überall auf der Welt Arbeit geleistet, die nicht entlohnt wird. Familienarbeit fällt beispielsweise darunter, Erziehungsarbeiten, familiäre Pflege. Die Liste lässt sich beliebig verlängern.

Viele von uns sind aufgewachsen in Familien, wo der Vater hinaus ins feindlichen Leben ging und die Brötchen für seine Lieben verdiente. Und die Mutter hütete als Hausfrau Heim und Herd. Sie hat auch hart gearbeitet und nicht einen Pfennig dafür gesehen.

Als Hilfsbedürftige und auch als sogenannte Aufstocker erleben wir es doch tag-täglich, dass wir diskriminiert und stigmatisiert werden. Arbeitslos und auf ALG II angewiesen zu sein ist schlimmer, als im Mittelalter an der Lepra erkrankt zu sein.

Von Menschenwürde brauchen wir da gar nicht reden.

Finanzierbarkeit

Ich bin kein Ökonom und kann nicht durchrechnen, ob ein bedinungsloses Grundeinkommen finanzierbar wäre. Ich denke mir aber, dass es das ist.

Warum?

Wir brauchen uns doch nur einmal anschauen wie viele Arten von staatlichen Leistungen es gibt. Ich bin sicher, ich schaffe es nicht, eine vollständige Liste zu erstellen.

Wir haben:

  • Kindergeld
  • ALG II
  • ALG I
  • Betreuungsgeld
  • Renten
  • Elterngeld
  • Wohngeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Kinderzuschlag
  • Unterhaltsvorschuß
  • Bafög
  • Bildung- und Teilhabe
  • Steuerfreibeträge
  • Sozialhilfe

Und nicht zu vergessen die Gehälter all derjenigen, die die obigen Transferleistungen verwalten und zuteilen, inklusive der ganzen Liegenschaften und Verwaltungskosten und auch die Firmen, die sich beispielsweise an Hartz IV gesundstoßen.

Ich glaube, da kommt schon ein hübsches Sümmchen zusammen!

Veränderung in der Gesellschaft

Ich denke eine Gesellschaft, die sich ein bedingungsloses Grundeinkommen gönnt, verändert sich zum Positiven. Der Wert des Menschen wird nicht mehr daran gemessen, was er arbeitet und verdient, sondern was er ist. Oder auch was er zur Gesellschaft beiträgt. Hier zählt nun aber nicht mehr der tolle Chefposten, sondern mehr die Felder, die uns weiter bringen. Menschen, die sich für Menschen engagieren. Oder auch Menschen, die in Feldern arbeiten, die für unser miteinander-leben wichtig sind.
Ich denke hier nur mal an die Müllabfuhr. Dreck gibt es auch in Gesellschaften mit bedingungslosem Grundeinkommen. Und es muss Leute geben, die ihn weg machen. Aber solche Arbeiten können dann wieder wertgeschätzt werden.

Wir ermöglichen es aber auch Menschen, sich so zu entfalten, wie sie es möchten, wie es ihrer Persönlichkeit dient. Es ist ok, wenn jemand sich entschließt mit dem Grundeinkommen zu leben und eben Künstler zu sein. Jeder nach seiner Fasson.

Natürlich haben einige Menschen Angst, dass dann niemand mehr arbeiten würde. Aber das glaube ich nicht. Die meisten Menschen wollen auf die eine oder andere Art arbeiten. Es ist aber auch interessant auszuprobieren, was macht einem Spaß, was bringt einen weiter.

Im Moment haben wir diese Möglichkeit nicht. Schon in jungen Jahren sollen sich Menschen entscheiden, was sie die nächsten 40 oder 45 Jahre ihres Arbeitslebens tun wollen. Und diejenigen, die von ALG II abhängig sind, die dürfen ja schon gar nicht mehr entscheiden. Hier gilt der Grundsatz, der zumutbaren Arbeit und das meint immer ein Sachbearbeiter des Jobcenters entscheiden zu können, was zumutbar ist.

Deswegen ist das bedingungslose Grundeinkommen für mich keine wunderbare Utopie, sondern Notwendigkeit, damit unsere Gesellschaft wirklich überleben kann.

Love Helen

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19 Kommentare zu “Eine Lanze brechen für „Bedingungsloses Grundeinkommen“

  1. komisch, beim bedingungslosen grundeinkommen wird eigentlich immer argumentiert, das es aus den verschiedensten gründen NICHT geht.
    es geht nicht, weil angeblich nicht finanzierbar
    es geht nicht, wegen europäischer freiizügigkeit
    es geht nicht, wegen staatenverbund
    es geht nicht, weil ein staat mit grundeinkommen andere neidisch macht und sich abschotten müsse

    gibt es argumente warum es geht?

    • „gibt es argumente warum es geht?“

      Auch wenn ich kaum aus den Augen gucken kann vor Müdigkeit:
      Diese Frage sollte den Cracks gestellt werden Für mich kann ich nur beantworten, dass ich bisher das Ganze wirklich und ausschließlich aus deutscher Sicht gesehen habe.Dieses „verneinen mit dem ora et labora Totschlag-Argument“ in Abrede gestellt habe.Auf’s Menschenbild abgestellt habe.
      Aber die EU (und damit Franks Weiterdenken) hatte ich keine Sekunde auf dem Schirm.

      Und ja, ich denke schon, dass es zu einer „BGE-Migration“ kommen würde. Wenn es in der Heimat nix mehr zu beissen gibt…
      Es gibt ja bereits jetzt eine „Arbeits-Migration“ aus den armen süd-ost-europäischen Ländern, obwohl es gerade für diese Menschen (weil generell zu wenig) keine Erwerbsarbeit gibt.

      Mensch, ich bin doch auch für ein BGE, schon aus dem grund, weil es nie mehr genügend Erwerbsarbeit für alle geben wird und die -aus welchen Gründen auch immer – Ausgeschlossenen ein Recht auf ein bescheiden-auskömmliches Leben haben!
      Ich blende aber auch (für mich) neuen input nicht aus…was meinste denn, warum ich nicht pennen konnte? Alle „Visionen“ waren von jetzt auf gleich zurück auf „los“ 😦

      • bin mir nicht sicher ob es zu einer migration kommen würde … wie gesagt an alg 2 kommen eu-bürger ja auch nicht so einfach dran.

        müde bin ich auch, konnte auch nicht recht schlafen … allerdings aus weniger altruistischen denn egoistischen gründen.

        • Zitat von helen: „bin mir nicht sicher ob es zu einer migration kommen würde … wie gesagt an alg 2 kommen eu-bürger ja auch nicht so einfach dran.“

          ALG II ist aber nicht „bedingungslos“. Es ist für Migranten im Sinne des „Gesetzes über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern“ (Freizügigkeitsgesetz/EU – FreizügG/EU) an Bedingungen geknüpft.

          Das BGE – so wie es gemeint ist – zeichnet sich aber dadurch aus, dass es eben jedem Menschen zusteht, ohne jegliche Vorbedingungen. Also käme jeder auch einfach dran. „Bedingungsloses“, dass an Bedingungen geknüpft ist, wäre ein Widerspruch in sich.

  2. Na, hier ist ja was los…

    Frank, die Rolle des Advocatus Diaboli beherrschst Du so gut, dass Deine Fragen aus dem Erstkommentar mich nicht haben schlafen lassen… 😉

    Zunächst kurz zu Burkhard’s Kommentaren hier.
    Ich habe mir erlaubt, ihn hierher „einzuladen“. Sehr bewusst und unter Anderem aus dem gleichen Grund, den er selbst angibt, wenn es um Kritik an seiner „massiven Eigenwerbung/Präsenz in einschlägigen Foren/Blogs“ geht:
    „Um zu zeigen, dass Frau Hannemann keineswegs die einzige ist, die gegen unlogische und inhumane Verhältnisse aufsteht.“
    …“die andere Seite hat Zeitungen, Fernsehstationen, Illustrierte, mächtige webpräsenzen.“
    Den Begriff „spammen“ unterschreibe ich daher nicht.
    Die Fragen, die Du Burkhard im Hannemann-Blog gestellt hast (ich lese nicht immer alle Kommentare, mir gingen sie daher wohl unter), sind natürlich berechtigt. Vielleicht schafft Ihr beide es hier, Euch dieses Themas nochmals anzunehmen?
    Du,Frank, hast eine Einladung als „Co-Autor“ vorliegen. Wie wäre es mit einem Beitrag, der genau diese Art Zweifel, Ressentiments,Vorbehalte aufgreift?
    Du, Burkhard, könntest Dich auf „neutralem Boden“ dann positionieren, wenn Du das möchtest.
    …und ich…nun, meine Meinung zum „Glauben an das Rest-Gute im Menschen“ und damit auch der Glaube an eine Läuterung/Abkehr/Einsicht – auch von (Ex)Dienern des (A)Sozialsystems – ist ja ebenso bekannt wie umstritten 😉
    Es könnte somit spannend werden…

    BGE
    Zunächst nochmal: Die von Frank aufgeworfenen, zunächst „unspezifisch“ wirkenden Fragen haben mich – ohne Spaß – nicht schlafen lassen.
    Eine Lösung habe ich freilich nicht gefunden.
    Haben sich eigentlich die „großen Vordenker“ wie Werner,Boes ff diesbzgl. schon einmal geäußert?
    Wie sieht es bei den Linken und anderen kritischen Befürwortern/Selbstdenkern aus zum Thema Europa/EU vs. BGE? Die europäische Frage finde ich nicht und gebe zu, dass ich sie mir bis vorhin auch nicht gestellt habe!
    Selbst in dezidierten „Zerpflückungen“ http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=3274&Itemid=44 wird Europa in diesem Zusammenhang ausgeblendet.

    Zitat von Frank:“…Wir (Deutschland) sind also mitverantwortlich für die Krise der sogenannten “Schuldenstaaten”. Defizite sind ja nichts anderes als Schulden.
    Die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens ALLEIN in Deutschland hätte natürlich auch unmittelbare Auswirkungen. Es würde eine Art “Völkerwanderung” in anderen Ländern auslösen…

    Konsequent weitergedacht, Frank.

    Ja, diese Feststellung ging auch mir dann durch den Kopf, als ich grübelte. Eine von allem losgelöste „nationale Lösung“ durch ein BGE“ kann es also irgendwie nicht sein. Dazu müsste dann auch zunächst das EFA-Abkommen verfassungs/EU-rechtlich „sicher“ aufgekündigt werden (können).
    Auf gut deutsch müsste es mir dann aber auch egal sein, ob in Spanien,Italien,GR ect. noch mehr Leute verrecken – Deutschland dann real als „Insel der Glückseligen“?
    Nee, kann ich nicht gutheißen.
    Boahh, Frank, was haste mir da angetan… 😉

    Weiter
    Wie sähe eine Finanzierbarkeit eines „BRFGE“ = Bedarfsbezogenes repressionsfreies Grundeinkommen aus? Wäre hier anzusetzen? Oder drohte auch hier die Gefahr, dass notleidende Europäer in solch hoher Zahl hier Zuflucht suchten, dass Deutschland das nicht mehr stemmen könnte?
    Wäre interessant, wenn hier wirklich mit validen Zahlen gearbeitet werden könnte, zusätzlich Einkalkulierens der möglichen Faktoren X (unbekannte Zahlen/Schätzungen von Armutsflüchtlingen)

    Theorie: EU-weites BGE
    Hier sehe ich es dann doch etwas anders als Frank. Ich vermute, die „großen Völkerwanderungen“ blieben aus, auch wenn es -beispielsweise – in NL ein höheres BGE gäbe als in GR. Wenn das Grundeinkommen jeweils national so ausgerichtet wäre, dass es ein bescheidenes Leben ermöglicht und nicht nur pures Vegetieren, dann würde der Faktor „Heimat“ eine sehr große Rolle spielen, denk‘ ich mal.

    Weitere Gedanken? Gerne 🙂

    • kommen wirklich soviel menschen aus Staaten ohne Sozialhilfe nach Deutschland gewandert liebe ellen?
      der Faktor Heimat ist schon wichtig.
      und ist es nicht auch heute schon so, das Sozialhilfen bzw. ALG II nicht so ohne weiteres an menschen aus anderen EU Staaten gezahlt werden, Freizügigkeit hin oder her?
      alles klar Leute, begraben wir das grundeinkommen.
      bring eh nichts, außer das noch andere was vom topf abhaben wollen. also darf es ruhig allen schlecht gehen.

    • Zitat von Ellen: „Die Fragen, die Du Burkhard im Hannemann-Blog gestellt hast (ich lese nicht immer alle Kommentare, mir gingen sie daher wohl unter), sind natürlich berechtigt.“

      Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht: Ich kam auf dem Hannemann-Blog gar nicht mehr dazu, „Herrn Burkhard“ konkrete Fragen zu seinen persönlichen Verstrickungen zu stellen; er hat sich dem weiteren Austausch nicht gestellt.

      Ich habe aber in der Folge zu Inge Hannemann – die quasi stellvertretend für ihren Ex-Kollegen Stellung bezogen hat – sinngemäß gesagt, dass aus meiner Sicht eine Läuterung (Dein Begriff) dann glaubwürdig ist, wenn persönliche Verstrickungen aufgearbeitet werden. Inge hat sich bei ihren Sanktionsopfern (nach eigenen Angaben) entschuldigt. Deshalb ist sie für mich glaubwürdig.

  3. Jetzt möchte dann doch ein wenig Wein in´s Wasser gießen. 😉 Zum „Bedingungslose Grundeinkommen“ (was ich von Herrn Tomm-Bub halte, der z.Zt. möglichst viele Foren und Blogs mit solchen „dezenten“ Links zu seiner Spielwiese vollspammt, habe ich an anderer Stelle schon gesagt).

    Meine provokative These: Die Einführung des bedingungslose Grundeinkommens ist im Prinzip von heute auf morgen möglich. Und zwar in Nordkorea.

    Meine Logik dazu (man möge mir gerne widerprechen): Ein einzelnes Land allein kann das bedingungslose Grundeinkommen nicht einführen, nicht in einem freizügigen Europa. Was passieren würde, brauche ich sicher nicht näher zu beschreiben. Ein Einmauern + weg von Europa ist weder wünschenswert noch überhaupt denkbar.

    Also bliebe nur die Möglichkeit einer gesamteuropäischen Lösung. Will wirklich jemand sagen, eine europäische Union, die sich noch nicht einmal auf eine vernünftige Bankenregulierung einigen kann, würde einheitlich (Achtung: Vetorecht!) ihr gesamtes Wirtschaftssystem vollständig umstellen können oder wollen? Wie wahrscheinlich ist das – jenseits von schönen Wunschvorstellungen wirklich?

    Aber noch einen Schritt weiter: Selbst wenn das schier Unmögliche wirklich vereinbart werden könnte, wäre aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse in den Ländern kein einheitlich hohes bedingungsloses Grundeinkommen möglich. An der Stelle beisst sich die Katze wieder in den Schwanz. Riesige Unterschiede im Niveau des Grundeinkommens und Freizügigkeit …

    Vielleicht kann mir ja jemand die Ausgangstür aus meinem Gedankengebäude zeigen.

    • lieber frank,
      was das spammen oder auch nicht spammen anbelangt, da trifft ellen als blogeignerin sicher die für sie richtigen Entscheidungen, was sie zuläßt und was nicht.
      ist es nur in nordkorea möglich?
      kann ein einzelnes land nicht die gesellschaft verändern?
      ist bedingungsloses grundeinkommen nur mit einmauern möglich?
      und was hat es mit Banken zu tun?

      mir kommt es gerade so vor wie die gedanken einiger Leute, das ALG II die Menschenwürde klaut … was sicher richtig ist … und die ab dann den kopf in den sand stecken und sagen, das alles Mist ist.
      ich denke wir sollten lieber bei der Menschenwürde auf Artikel 1 GG verweisen und beim bedingungslosen grundeinkommen nicht immer den Finger in die Richtung: „geht doch gar nicht“ stippen. es geht! und es sind nicht nur Wunschvorstellungen.
      und so wie wir die unterschiede in einzelnen menschen akzeptieren können sollten, können wir auch die unterschiede in den Wirtschaftssystem einzelner Länder akzeptieren. es ist sowieso ein Unding, wenn Länder, deren Wirtschaft ehr vom Ackerbau und Tourismus geprägt sind, mit den gleichen Maßstäben wie Industrienationen gemessen werden. aber das ist eine andere Geschichte.

      zum Ausgang immer dem grünen licht „exit“ folgen …

      • Hallo Helen,

        der Hinweis auf das „Spam-Verhalten“ von Herrn Tomm-Bub war lediglich … ein Hinweis. 😉

        Zitat von Dir: „ist es nur in nordkorea möglich?“

        Nordkorea ist für mich das Synonym für ein absolut abgeschottetes, nahezu autarkes Land. Und ich denke in der Tat, dass nur so ein Land ALLEIN das bedingungslose Grundeinkommen einführen könnte.

        Ein europäisches Land, das sich in einer Art Staatenverbund befindet, muss immer die Wechsel- und Rückwirkungen auf die verbundenen Staaten bei seinen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigen. Wir sehen das beispielsweise gerade sehr drastisch in der Eurozone: Wer permanent hohe Exportüberschüsse innerhalb des Verbundes anstrebt und auch hat, schadet den anderen Partnern. Die Überschüsse des Einen, sind zwangsläufig die Defizite des Anderen. Wir (Deutschland) sind also mitverantwortlich für die Krise der sogenannten „Schuldenstaaten“. Defizite sind ja nichts anderes als Schulden.

        Die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens ALLEIN in Deutschland hätte natürlich auch unmittelbare Auswirkungen. Es würde eine Art „Völkerwanderung“ in anderen Ländern auslösen. Wir haben eine weitgehende Freizügigkeit innerhalb Europas, und das ist auch gut so.

        Stell Dir doch einmal vor, Du hast nichts mehr zu beissen und lebst in bitterer Armut. Für Dich ist keine (Erwerbs-)Arbeit da. Kein Sozialstaat, der Dich auch nur annähernd auffängt. Und jetzt stell Dir vor, in Österreich gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen von dem man anständig leben kann, sagen wir in Höhe von 1500 €. Was würdest Du wohl tun? Was würden andere bittere Not Leidende tun? Auch die aus anderen Ländern? Österreich wäre innerhalb einer Woche bankrott. Und so würde es jedem Land gehen, das in einem freizügigen Staatenverbund allein ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen würde.

        Zitat von Dir: „kann ein einzelnes land nicht die gesellschaft verändern?“

        In manchen Dingen ja, da kann man Vorbild sein. In anderen nicht. Da geht es nur zusammen.

        Zitat von Dir: „und was hat es mit Banken zu tun?“

        Das war nur ein Beispiel dafür, dass selbst bei sehr sehr viel kleineren Projekten als dem bedingungslosen Grundeinkommen, keine Einigkeit herzustellen ist. Traurig, aber wahr. Wie soll es dann bei einem wirklich großen gehen?

        Zitat von Dir: „und so wie wir die unterschiede in einzelnen menschen akzeptieren können sollten, können wir auch die unterschiede in den Wirtschaftssystem einzelner Länder akzeptieren. es ist sowieso ein Unding, wenn Länder, deren Wirtschaft ehr vom Ackerbau und Tourismus geprägt sind, mit den gleichen Maßstäben wie Industrienationen gemessen werden. aber das ist eine andere Geschichte.“

        Richtig, das ist eine andere Geschichte. Und deshalb, weil eben diese Unterschiede nunmal da sind, können wir sie nicht ignorieren.

        Nebenbei gesagt, ich bin von der Sache her kein Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens. Ich möchte die Sache nur zuende gedacht haben. Inklusive der Nebenwirkungen.

        • guten morgen,

          eigentlich viel zu früh um so heftig zu diskutieren, aber später wenig zeit.

          im Prinzip sagst du doch, lieber frank, BGE ist einfach nicht möglich wegen
          nicht abgeschottet genug
          zuviel länder drum herum
          und reitest auch noch auf den schuldenstaaten herum.

          damit springst du doch auch auf die Themen der Regierung ein. ungefiltert?
          ich mag diese was wäre wenn szenarien nicht, die im Prinzip nur eine kleinlaute Antwort wie „oops gar nicht bedacht, aber so hungernde Rumänen oder Bulgaren wollen wir ja hier nicht haben“ zulassen sollen.
          damit werden jegliche Utopien und Visionen zerredet, und es wird nicht mal möglich gemacht einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, weil ja angeblich damit die Freizügigkeit abgeschafft würde, oder zuviel hungernde eingeladen würde oder oder oder.

          ihr vergesst, das auch in einem land mit bedingungslosem grundeinkommen eine funktionierende Wirtschaft existieren muß. denn auch ein land mit bedingungslosem grundeinkommen muß seine Güter produzieren und es spricht nichts dagegen, das auch güter exportiert werden.
          mit Argumenten wie „schau mal wenn es Staat x besser geht als Staat y und die Leute in x mehr verdienen als in y, dann wollen alle in x leben“
          in der EU gibt es zig Staaten, wo gerade auch untere Einkommensklassen wesentlich mehr verdienen als wir hier in Deutschland, wo nicht so eine verkommen moral besteht mit armen umzugehen … ich denke einfach mal an Skandinavien … und wenige zieht es in die Richtung, ich denke nicht nur wegen der hohen alkoholpreise.
          ich glaube auch nicht, das es nur „zusammen geht“ – mitnichten.
          siehe oben, jedes land mit grundeinkommen braucht eine Wirtschaft.

          deine Argumente sagen einfach: es geht nicht, wir brauchen es gar nicht erst zu versuchen.

          thread closed weil nicht möglich. hört auf zu träumen bringt eh nichts.

          btw. ich habe zu beginn des Artikel geschrieben, das ich nur meine eigenen Gedanken aufstelle.
          und was du zuende denken nennst, ist für mich eher ein „erschießen wir doch das grundeinkommen“.
          nach deinen Gedanken dürfte es schon gar nicht möglich sein in der eu Länder mit Sozialhilfen zu haben und eben auch Länder ohne Sozialhilfen oder mit minimaoistischen … glaube auch auf dem gebiet bestehen hier unterschiede oder?
          es ist nicht immer notwendig was „zuende zu denken“ …

          • Zitat. von Helen: „und reitest auch noch auf den schuldenstaaten herum.

            damit springst du doch auch auf die Themen der Regierung ein. ungefiltert?“

            Lies meinen Beitrag doch bitte nochmal genau. Ich reite weder auf den Schuldenstatten herum (man beachte die Gänsefüßchen), noch agiere ich hier ungefiltert. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Ich kritisiere die schwachsinnige Propaganda der Regierung und das bewusste (staatlich geförderte) Niederkonkurrien anderer Länder durch die deutsche Wirtschaft. Denn das hat ja erst zu deren massiven Problemen geführt.

            Zitat:“ btw. ich habe zu beginn des Artikel geschrieben, das ich nur meine eigenen Gedanken aufstelle.
            und was du zuende denken nennst, ist für mich eher ein “erschießen wir doch das grundeinkommen”.“

            Schade, dass Du das so siehst. Unter „zuende denken“ verstehe ich, möglichst alle Wirkungen und Wechselwirkungen in meine Überlegungen einzubeziehen. Egal um welche Sache es geht.

            Wir erleben derzeit in Europa eine Situation, die durch Zuendedenken zu vermeiden gewesen wäre: Man wollte unbedingt eine gemeinsame Währung. Dass man nicht Länder mit völlig unterschiedlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen in ein starres Währungskorsett verschnüren kann, ohne dass es schwere Verwerfungen geben MUSS, hat man einfach ausgeblendet. Ideologie und Wunschdenken statt Ratio. Das Ergebnis können wir heute in Griechenland, Spanien, Portugal, etc. sehen.

            Und genausowenig wie die seinerzeitige Euro-Euphorie ökonomische Gesetzmäßigkeiten einfach aufzulösen vermocht hat, könnte das das BGE.

            BGE, von Herzen gerne, aber nur, wenn es in diesem Sinne wirklich zuende gedacht ist.

    • Guten Tag Herr Frank.

      Zitat:
      „… Jetzt möchte dann doch ein wenig Wein in´s Wasser gießen. 😉 Zum “Bedingungslose Grundeinkommen“ (was ich von Herrn Tomm-Bub halte, der z.Zt. möglichst viele Foren und Blogs mit solchen “dezenten” Links zu seiner Spielwiese vollspammt, habe ich an anderer Stelle schon gesagt) …“

      Wie überaus spannend. Gäbe es denn wenigstens KLEINE Hinweise, wo genau?
      Wenn es Ihnen denn derart zuviel Mühe ist, das nochmals schnell hierher zu kopieren?
      Tja – der Spammer ist immer der Andere, klar.
      In der Tat mache ich den Blog auch auf diese Art bekannt – darum habe ich ihn ja eingerichtet.
      Um zu zeigen, dass Frau Hannemann keineswegs die einzige ist, die gegen unlogische und inhumane Verhältnisse aufsteht.
      Das Thema hier ist das BGE. Es gibt wenig, was besser zueinander passt.
      Sollte die Bloggerin anderer Meinung sein – wird sie meinen Post nicht freischalten, oder mich gleich ganz bannen / ignorieren.
      Ich meine – die andere Seite hat Zeitungen, Fernsehstationen, Illustrierte, mächtige webpräsenzen.
      Ich habe nur meine Tastatur und meine 10 Finger …
      Es ist eine Menge Arbeit, kostet Zeit und Nerven.
      Und – wie gesagt -ich bin in keiner Partei, Sekte, Kirche, etc. Ich will nicht kandidieren und kein Buch verkaufen.
      Vergessen Sie doch mal ihre Ressentiments und gehen Sie auf Inhalte ein.
      Oder brauchen Sie das so?
      MfG
      Burkhard Tomm-Bub, M.A.
      – Ex – Fallmanager –

      • Zitat von Burkhard Tomm-Bub: „Vergessen Sie doch mal ihre Ressentiments und gehen Sie auf Inhalte ein.
        Oder brauchen Sie das so?“

        Auf Inhalte Ihrerseits bin ich bereits eingegangen (auf dem Hannemann-Blog), leider haben Sie sich dann wortlos aus dem Austausch verabschiedet. In der Folge warte ich immer noch auf eine Aussage von Ihnen, wie Sie PERSÖNLICH Sanktionen zum Nachteil Ihrer „Kunden“ im Jobcenter gehandhabt haben. Noch klarer: Haben Sie sanktioniert oder Sanktionen vorbereitet oder dazu beigetragen? Wenn ja, bedaueren Sie dies? Wenn ja, haben Sie sich, so wie Inge Hannemann, bei Ihren Opfern entschuldigt?

        Nach Beantwortung dieser Fragen bin ich gerne bereit, über meine „Ressentiments“ nachzudenken.

  4. Liebe Helen,
    herzlichen Dank für Deinen Artikel.Ähnliches schrieb ich ja auch bereits vor einiger Zeit, der Anlass war die ätzende Polemik (unter Nutzung von NaziSprech wie „parasitär“) eines gewissen Gero Jenner
    https://erbendertara.wordpress.com/2013/02/15/bedingungsloses-grundeinkommen-gero-jenners-atzende-polemik-und-ein-paar-gedanken-dazu/

    Du schreibst, Zitat:“…Natürlich haben einige Menschen Angst, dass dann niemand mehr arbeiten würde. Aber das glaube ich nicht. Die meisten Menschen wollen auf die eine oder andere Art arbeiten. Es ist aber auch interessant auszuprobieren, was macht einem Spaß, was bringt einen weiter….“

    Nun, Dein Menschenbild ähnelt meinem.Und auch dem des geschätzten Prof. Götz Werner (Gründer der DM-Drogerie-Kette) Verfechter des BGE und Gegner „der ersten Stunde“ von Hartz4.

    Zitat Götz Werner: Hartz4 ist offener Strafvollzug!

    Hier ein Ausschnitt aus einem Interview mit Götz Werner. Es ist aus meiner Sicht klar zu erkennen, dass sein/mein/unser „Menschenbild“ gewiss nicht „verklärt“ ist…

    Sie haben ein sehr positives Menschenbild, Sie gehen davon aus, dass sich die Leute dann nicht auf die faule Haut legen?

    Werner: Nein, die Menschen machen dann das, was sie für richtig halten. Das hat mit einem besonders positiven Menschenbild nichts zu tun, das ist genau das, was ich auch als Unternehmer beobachte. Anders könnten Sie auch kein Filialunternehmen führen mit über 20000 Kolleginnen und Kollegen.

    Die arbeiten doch nicht bei Ihnen, weil sie nichts anderes zu tun haben, sondern weil sie Geld verdienen müssen.

    Werner: Sie wollen unter Menschen sein. Die Menschen streben von sich aus über sich hinaus, sie sind ja bereit etwas zu tun. Dieses Bedürfnis würde auch bei einem bedingungslosen Grundeinkommen nicht auf null sinken, ganz im Gegenteil, sie würden endlich das machen können, was sie wirklich wollen. Diese Zusammenhänge nimmt nur niemand wahr.

    das ganze (aufschlussreiche) Interview -> http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberg/staat-soll-grundeinkommen-fur-alle-zahlen-1.567557

    • ein ähnliches interview mit götz werner, den ich auch sehr schätze und der mir in artikeln und interviews dem gedanken des grundeinkommens nahegebracht hat, habe ich in der hauseigenen zeitschrift seines unternehmens gelesen.
      ich habe auch dieses menschenbild.
      menschen wollen gebraucht werden und nützlich sein. und hey, es arbeiten doch schon unglaublich viele unentgeltlich. schau dir doch nur deine arbeit an, die du für betroffene in offenbach leistest.

      sicher wird es immer menschen geben, die sagen: nöö ich will nicht.
      das ist aber ok so, jeder sollte das recht haben, auszeiten zu nehmen, auch wenn die auszeit bei dem einen oder anderen evt. das ganze leben dauert.
      da ich auch fest an reinkarnation glaube, denke ich mir, das evt. ein leben mit auszeit vom sogenannten arbeiten sinnvoll sein kann.

      hier stellt sich ja auch die frage: was ist arbeit?
      die meisten denken „wenn ich geld dafür kriege, dann ist es arbeit … keine kohle = keine arbeit“.
      ist das so? ich glaube nicht. das ist unser weltbild von arbeit, gepaart mit der these, das arbeit auf keinen fall spaß machen darf.

      ich bekenne: mir macht meine arbeit spaß.
      unter bedingungslosem grundeinkommen haben viel mehr menschen die chance eine tätigkeit zu finden, die ihnen spaß macht.

      ein lieber freund erzählte mir mal, wenn es ihm nach gegangen wäre, dann hätte er sich einen LKW gekauft und wäre müllfahrer geworden. er durfte nicht, er mußte ins rathaus und verwaltung lernen. war auch bei der familie besser angesehen.

      und es ist doch toll, wenn ich chancen ausloten kann. mal als bäckereiverkäuferin arbeiten oder in einem blumenladen. kochen in der schule … oder oder oder …

      • ach ja und als unternehmer habe ich auch gelernt, wenn ich menschen freiheiten lasse auf ihrem gebiet zu entscheiden, ihnen verantwortungen übertrage, sie nicht gängele sondern ernst nehme, als MITarbeiter und mitMENSCHEN, dann setzten sie sich freudig für das unternehmen ein und identifizieren sich damit.

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