Aufruf, vorm Spiegel zu verweilen – Ein Ex-Fallmanager appelliert an seine Kollegen

Kurzes Vorwort/persönliche Meinung:

Inge Hannemann und Burhard Tomm-Bub (beide Ex-Mitarbeiter versch. Jobcenter) sind in der Erwerbslosen-Aktivisten-Szene nicht unumstritten. Vielfach werden ihnen eigennützige, monetäre,narzisstische oder sonstwie geartete negative Beweggründe unterstellt.

Ich teile diese Auffassung nicht, schlicht, weil ich diese Menschen nicht kenne und mir daher keine negative „Beurteilung“ anmaße!
Und ja, ich verstehe die Wut, den Zorn der Betroffenen, welche unter Kollegen dieser beiden Aussteiger unsäglich gelitten haben.
Für Hasstiraden aber, die diesen beiden Mitmenschen schon entgegenschlugen, habe ich keinerlei Verständnis.
Wir, die Aktivisten, haben in acht Jahren des Widerstandes wenig, zu wenig erreicht!

Es ist an der Zeit, über den Tellerrand hinweg zu schauen und diesen Aussteigern den Schulterschluß anzubieten!
Es ist an der Zeit, den Aussteigern ihre frühere „Naivität“ zu verzeihen!
Ja, Naivität – denn Überzeugungstäter steigen niemals aus!
Es ist an der Zeit, zu begreifen, dass „wir“ die eigenen Reihen nicht zu überzeugen brauchen, denn „wir“ wissen, wie der Hase läuft!
Vielmehr brauchen wir weitere Aussteiger, um die Noch-Nichtbetroffenen zu erreichen.
„Wir“ schaffen es alleine nicht, „wir“ sind (wahlweise) die Unpersonen, die Kommunisten, die Faulen, die Schmarotzer, die professionellen Jammerer…
„wir“ sind nicht glaubwürdig!
Bedanken wir uns dafür bei Politik und den willfährigen Medien.

„Amts-Menschen“, Insider oder wie man sie auch nennen mag, wirken per se glaubwürdiger auf die nicht betroffene Bevölkerung.
Das ist zwar schei**, aber leider Fakt!
Und diesen Fakt sollten wir uns zunutze machen!
Potentielle weitere „Whistleblower“ zu verprellen ist da schlicht töricht.

Suchten wir nicht jahrelang nach einer deutschen Fabienne? Und jetzt beäugen „wir“ Aussteiger mit Argusaugen und hauen ihnen verbal ihn in’s Gesicht?
Muss ich das verstehen?

Was  hindert „uns“, neue Wege zu probieren? Mehr als nicht funktionieren kann es doch nicht!

Zur Erinnerung: Solidarität und Tellerrand

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Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!

FallmangerInnen, ArbeitsvermitterInnen – KollegInnen!


Einige von Euch werde ich mit meinen Worten nicht erreichen, zumindest nicht ihre Herzen … (vielleicht aber doch ihren Verstand).

 

Einigen ist recht vieles egal, einige legen es sich so zurecht, dass Andere schuld sind, die Kunden, die Gesetze, die Chefs, …

 

Einigen ist es wichtig, ihre Ruhe zu haben, ein gutes Auskommen, Versorgung für die Kinder, evtl. sogar noch ein kleiner beruflicher Aufstieg. Das kann man verstehen.

 

DOCH VIELEN IST ES NICHT EGAL

 

Ich kann Euch hier nur Schlagworte liefern – doch sie sind belegt (s.u.).

 


 

  • Bei UNGÜNSTIGSTER Rechnung haben wir für JEDE (!) offene Stelle ZWEI verfügbare und topmotivierte ALG II – BezieherInnen. WARUM konzentrieren wir uns auf die Kontrolle und Sanktionierung von (angeblich) Unwilligen?

 


 

  • Ein ExistenzMINIMUM kann man schon vom Begriff her nicht mehr kürzen. Auf keinen Fall aber um 60% oder 100%. Das ist verfassungswidrig und unmenschlich, in einem reichen Land wie unserem allemal.

 


 

  • Das handling von Fallzahlen, EGV`s, Maßnahmezuweisungen, Sanktionsquoten, Bewerbungsnachweisen, u.ä. hat schon lange das Urkonzept vollständig verraten und wird immer sinnloser und absurder.

 

Schon diese wenigen Beispiele reichen völlig aus, finde ich.

 

Aufruf vorm Spiegel zu verweilen

 

Wir alle wissen, dass es stimmt, was oben beschrieben wird.

 

Wir alle stehen am Morgen vor dem Badezimmerspiegel.

 

Verweilt. Schaut Euch in die Augen.

 

Was kann ICH tun, um das zu geben, was ich ja auch selbst bekommen will?
Was kann ICH tun, um etwas mehr Würde, etwas mehr Gerechtigkeit, etwas mehr Menschlichkeit zurück zu bringen in die (jobcenter-) Welt?

 

Vielleicht etwas ganz Großes. Kündigen, Klage einreichen, etwas in dieser Art. Vielleicht etwas anderes. Im Alltag den MENSCHEN helfen. In Teamgesprächen diskutieren. In Foren im Internet mitreden. Leserbriefe schreiben. Mit Kollegen reden. Mit den örtlichen Hartz IV – Gruppen / Beratungsstellen Kontakt aufnehmen. Etwas noch ganz anderes, kreatives.

 

Und dann schaut wieder in den Spiegel. Ihr werdet schöner aussehen, stärker und stolzer – versprochen! Mein Wort darauf.

 

Unterstützt von / Unterstützend für:

 


Marcel Kallwass, Student a.d. Hochschule der BA (Bundesanstalt für Arbeit).

 

 

Norbert Wiersbin, (Dipl.-Päd., Dozent und Ex – Fallmanager)

 

 

Inge Hannemann, z.Zt. suspendierte jobcenter – MitarbeiterinBlog: http://altonabloggt.wordpress.com/

 

V.i.S.d.P.: Burkhard Tomm- Bub, M.A., 67063 Ludwigshafen, 

 

Mailto: ogma1@t-online.de
(Ex – Fallmanager)

 

BELEGE im Blog „tombbloggt“: http://tombbloggt.blogspot.de/

 

 

 

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35 Kommentare zu “Aufruf, vorm Spiegel zu verweilen – Ein Ex-Fallmanager appelliert an seine Kollegen

  1. Pingback: “Hartz4″ Konstruktiv im Schulterschluss – eine Utopie? | WIR Der ZeitBote Saarland

  2. Diskussion Konstruktives / Konkretes

    Guten Tag.

    Ich fände, es wäre an der Zeit zu schauen, ob man konstruktiv und konkret zusammenarbeiten kann.
    Es kann Zufall sein und / oder an mir liegen – aber ich vermisse ein wenig die Präsenz von ALG II – Betroffenen in den „normalen
    Netzen“, sprich auf facebook, Google plus, evtl. auch auf wkw, in gewisser Weise auch auf youtube und (quasi indirekt / verweisend)
    auf twitter. Und – warum eigentlich nicht und gerade – auch auf XING.
    Kleinere und exotischere Netze, wie etwa Second Life (SL) könnten hinzu kommen.
    Ich meine damit jetzt nur zum kleineren Teil (etwa bei XING und SL) die Begründung neuer „Gruppen“, womöglich noch recht ähnlich
    dem jeweiligen Elo – / Alo- / Hartz IV – Forum.
    Interessanter fände ich die Mischung / Einmischung / Untermischung unter die (noch) Nichtbetroffenen. Das Unterbringen von Themen, Meinungen, Argumenten und insbesondere Informationen an allen möglichen, vielleicht auch mal nur halbwegs passenden
    Stellen.
    In gewisser Weise also eine Art „Öffnung“, oder auch „individualisierte PR – Kampagne“.
    Wichtig fände ich dann JEWEILS, kleinere, informelle Netzwerke dort zu haben. Soll heißen: es sollten wenigstens eine handvoll, oder
    auch ein, zwei Dutzend Menschen voneinander wissen / miteinander fb- befreundet / gegenseitig gekreist / einander folgend / … / sein.

    Zwecks gegenseitiger Unterstützung und kommentierung, etc.

    Freue mich über Rückmeldungen dazu.

    Weiterhin würde ich auch gern mehr über meinen Blog sprechen.
    Wenn hier nur halb so umfangreich und lebhaft diskutiert würde, wie oft über meine Person, wäre ich heilfroh und es würde die gemeinsame Sache ungemein voran bringen.

    Als kleinste gemeinsamen Nenner würde ich als diese gemeinsame Sache definieren:
    „Dauerhafte Streichung sämtlicher Sanktionen im ALG II – System! Deutliche Erhöhung des Regelsatzes!“
    Punkt.
    Natürlich freute ich mich, wenn der Nenner größer würde.
    Z.B.: „Zugleich wird ein freiwilliges, qualifiziertes Fallmanagment angeboten.“
    Und / oder: „Für die Zukunft ist ein ausgereiftes Konzept für ein BGE auszuarbeiten und umzusetzen.“
    Und ähnliche Dinge.
    Doch die beiden genannten Forderungen sind IMHO der gemeinsame Kern.
    Sanktionen sind hier und heute unwürdig, sinnlos und auch unökonomisch. Sie müssen weg.
    Die Regelsätze sind hier und heute zu niedrig, erzeugen subjektives und teils objektives Leid und eine deutliche Erhöhung ist ohne
    Weiteres finanzierbar.

    Nun zu den Blogthemen. Ziehe ich Unterseiten zu meiner Person, die leidige Nazisprachenthematik, sowie disclaimer, u.ä. ab, bleiben
    zur Zeit übrig:

    KRITIK: Beispiele
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/test4.html

    KONSTRUKTIVES
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/test1.html

    ZEITARBEIT (Artikel)
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/zeitarbeit-artikel.html

    Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/est3.html

    ZAHLEN (Alo, Stellen,…) = „Rollenspiele“!
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/zahlen.html

    Bundesverfassungsgerichts-Urteil 2010 (BVerfG,BvL1/09 v.9.2.10,Abs.(1-220)
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/bverfg-1-bvl-109-vom-9.html

    !Stellungnahme Deutscher Verein ALG II -Sanktionen!
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/stellungnahme-deutscher-verein.html

    ALG II – „Kundengruppen“
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/alg-ii-kundengruppen.html

    Das Fachkonzept Fallmanagement (bFM) – 2005! (Und „eigentlich“ bis heute.)
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/das-fachkonzept-fallmanagement-bfm-2005.html

    Unterbewußte Moralisierungen in den jobcentern
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/unterbewute-moralisierungen-in-den.html

    Abkürzungen / kleines LEXIKON
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/abkurzungen-kleines-lexikon.html

    BERICHT:Inge Hannemann in Mannheim 10.09.2013 #HartzIV #ALGII #jobcenter #BGE
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/sonderseite-ihannemann-in-mannheim.html

    JOBCENTER: Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/blog-page.html

    Hier wären jeweils die Fragen:

    a) Ist etwas falsch?
    b) Fehlt etwas Wichtiges?
    c) Ist etwas unklar / mißverständlich beschrieben?
    d) Fehlen Themen / Unterseiten völlig?
    f) Gibt es technische, formale, optische Fehler / Optimierungsmöglichkeiten?
    g) Ist Sonstiges zu sagen?

    Die „Gretchenfrage“ ist aber eigentlich IMHO immer:
    Wie kann es konkret nutzen?

    Nutzen über reines lesen, schreiben, klagen, usw. hinaus?
    Der reale, anwendungsbezogene Nutzen, – was kann man in der Praxis damit machen?

    Bei ein, zwei Unterseiten ist die Antwort evtl. einfach. Das „Kleine Lexikon“ kann helfen, wenn ein Begiff, eine Abkürzung im sonstigen
    Blog unbekannt / nicht geläufig ist. (Geht man über den Blog hinaus, ist der Nutzen sehr begrenzt – da gibt es größere, bessere Fach –
    Lexika.)
    Ein andere Beispiel aber die „ZAHLEN“ – die sind konkret wirklich gut nutzbar, denke ich. Für Flugblätter, Plakate, in Diskussionen,
    real und virtuell, als Argumentationshilfe, usw. Zudem sind sie mit seriösen Quellenangaben belegt.

    Doch das nur als Beispiel.
    Freue mich über jede Rückmeldung.

    MfG
    Burkhard Tomm – Bub

    • Burkhard schreibt:
      „Es kann Zufall sein und / oder an mir liegen – aber ich vermisse ein wenig die Präsenz von ALG II – Betroffenen in den “normalen Netzen” […] Ich meine damit jetzt nur zum kleineren Teil (etwa bei XING und SL) die Begründung neuer “Gruppen”, womöglich noch recht ähnlich dem jeweiligen Elo – / Alo- / Hartz IV – Forum.“

      Quelle: https://erbendertara.wordpress.com/2013/09/28/aufruf-vorm-spiegel-zu-verweilen-ein-ex-fallmanager-appelliert-an-seine-kollegen/#comments

      Lieber Burkhard, ich denke den Betroffenen fehlt einfach die Muse, sich ausgerechnet auf einer Plattform wie Second Life zu tummeln um an einem virtuellen Leben zu basteln. Ich glaube, soweit geht dann doch bei den meisten Betroffenen die Selbstverleugnung und Realitätsflucht noch nicht.
      Allerdings verzeichnen ganz reale Berufssparten, wie z.B. Neurologen und Psychiater, eine ständige Zunahme an Patienten.

      Ein Kommentar in einem Clip auf Youtube aus den frühen Neunzigern zeigt dann auch eine gewisse Beliebigkeit. Da wird ganz zeitgeistig und der Profession als Erzieher Rechnung tragend, einem lokalen Fernsehmoderator gegenüber der Ego-Shooter Dome als: „eins der übelsten Spiele“ bezeichnet.

      Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=DGL5DlPaXJQ

      Mit dem ständigen herausstreichen von Deinem sozialen Engagement möchtest Du gerne Empathie vermitteln. Eine ehrlich empfundene Empathie für die Betroffenen der Hartz IV Gesetzgebung kann ich bei Dir allerdings nicht verorten. Pädagogik und Empathie geht eben nicht immer zusammen Burkhard.

      Dein Einstieg in die Materie Hartz IV wird denn auch zunehmend holpriger, je mehr Du deine behördliche Position verlässt. Dafür spricht auch Dein unreflektierter Verweis auf diverse Foren. Mittlerweile dürfte bekannt sein, zumindest auf Seiten der Betroffenen, dass einige Forenbetreiber, bzw. eV. ganz gut an der Armutsindustrie verdienen.
      Da kommst Du und möchtest einen totgerittenen Gaul satteln.

      Solange Dir deine ideologische Ausrichtung im Wege steht, dich auch ernsthaft mit den Nöten und Ängsten der Betroffenen zu beschäftigen, wird das nichts mit dem Brückenschlag zwischen behördlichen Insidern und Betroffenen. Von Solidarität wage ich gar nicht erst zu reden.

      Sollte Dein (un)eigennütziges Engagement jedoch für die Sache hilfreich sein, streichle ich gerne auch noch einmal dein Ego.

      Bis dahin belasse ich es damit, mich mit Dir näher zu beschäftigen. Ich möchte Dir ungern die Gabe bescheinigen, immer zur rechten Zeit auf einen vorbeifahrenden Zug aufzuspringen, um sich mal mehr oder weniger medienwirksam, in Szene zu setzen.

  3. da gibts doch solche sprüche „wer im glashaus sitzt „….oder „wer ohne schuld ist , der werfe den ersten stein „usw…ich denke, niemand, (auch ich nicht …ob nun in der vergangenheit bewusst und /oder heute vielleicht unbewusst )sollte sich zum „richter über andere „machen …denn , keiner ist , aus meiner sicht , heut zu tage mehr ohne schuld …unschuldig sind nur die kinder !

    anderen vorwürfe zu machen , was sie mal getan haben , als sie , in ein (arbeits)system eingebunden waren , um ihren lebensunterhalt zu verdienen ,hm….ich würde mir das nicht trauen , hätte angst , das ich meinen eigenen , moralisch hoch gesteckten zielen /erwartungen nicht entsprechen könnte, denn sind wir ehrlich , vor der moral kommts fressen (solange man eben nicht tiefer über dies /jenes nachdenkt )

    ausserdem , man kann auch „systemrelevante „arbeit gut /schlecht im sinne der kunden machen ..ich kenne einige mitarbeiter besagter hörden , die ihre arbeit so machen , wie man es als kunde erwarten darf ..mit beratung und allem „drum und dran „..offenbar scheints ja im rahmen des möglichen zu liegen ?

    Sicher, man sollte nur seinem gewissen verpflichtet sein …nur, sind wir das ?können wir das immer, unabhängig /zu jeder zeit …sein ?

    Ich selber habe auch schon aus gewissensgründen eine arbeit aufgegeben und diesen beruf nie wieder ausgeübt , owohl ich ihn bewusst gewählt habe …allerdings, bis ich den schritt vollzogen habe, hats jahre gedauert …jahre, in denen ich mit meiner eigenen wahrnehmung gekämpft habe und mich auch „belatschern „lassen habe…bis dann eben ein „schlüsselerlebnis „kam …dann war mir alles egal ., ich habe die konsequenz gezogen und die nachteile in kauf genommen -BEWUSST !

    Und nein..ich war bei keinem JC angestellt …es gibt viel harmlosere berufsbilder, bei denen man dem system wahrlich in die hände spielt mit seiner arbeit /engagement und alle erwartungen erfüllt , die ans „humankapital „gestellt werden …zum nachteil derer , die man zB. zu pflegen hat .

    Es ist das konstrukt der BA…der Jcs./optionskommunen .deren machtfülle gegenüber dem einzelnen betroffnen , die die „untermalung „der unmenschlichkeit mit Gesetzen mit leben füllt, dieses stümperhafte werk SGB irgendwie auslegt (klar , nach „interpretationshilfen wie arbeitsanweisungen zB) ..sicher sind das bevorzugte „spielwiesen „für menschen mit charakterschwächen (vermutlich werden die auch bevorzugt , um die effektivität der institution zu erhöhen )..obwohl, so kann mans auch nicht sagen , denn JEDER KÖNNTE anfällig sein , für den „rausch der macht „der einem da dargeboten wird…ist irgendwie wie bei hunden …normal, wenn ein hund sich unterwirft , hört der angreifer auf zu beissen …aber, eben nicht alle sind so gut sozialisiert , das sie die „sprache „ihres gegenübers erkennen und aufhören zu beissen, wenn die unterwerfungsgeste vom angegriffenen kommt .

    Das liegt in der natur der gattung mensch …hat schon jede menge unheil gestiftet und ist /wäre nur durch DENKEN zu bekämpfen …allerdings, nicht jeder denkt bei der arbeit …manche fühlen sich , durch so ne machtfülle, die ihnen gegeben ist auch aufgewertet ..

    nur..alle die hier schreiben gehören zur gattung „mensch „–also, sind /wären auch alle anfällig ..also:

    wer ohne schuld ist , werfe den ersten stein !

    Die BA/JCs und andere „datenkraken „/“verfolgungsbehörden „sind überflüssig wie ein kropf und dienen nur einem sinn /zweck …kein quentchen leben soll unbeobachtet /unkontrolliert sein /werden …immer und zu jeder zeit will man die stimmung im land /volk wissen/eingreifen /reglementieren /sanktionieren können …das könnte man auf militärischem wege nicht so perfekt ….das hat mit einem „rechtsstaat „, so wie ihn der normale mensch versteht , wenig zu tun .

    Aber, es beruhigt ..das es immer mehr menschen auffällt , das wunsch und wirklichkeit mehr und mehr auseinander driften und man dagegen was tun soll /muss …will !

    • Hallo Carola,

      ich habe Deine Beiträge in diesem Thema aufmerksam gelesen und irgendwo versteh Dich auch. Und ich habe nachgedacht. Nachgedacht, ob ich das schreiben soll, was ich nun schreibe. Ich will Dir antworten.

      Mir ist klar, dass meine absolut unversöhnliche Haltung irritieren kann. Ich kenne weder Deinen genauen Hintergrund, noch Deine persönlichen Erfahrungen mit der Hartz IV-Behörde. Ich vermute aber, dass ein unterschiedlicher persönlicher Hintergrund sehr unterschiedliche Blickwinkel hervorbringt.

      Ellen hat mich einmal – es muss mittlerweile Jahre her sein – auf einer ganz anderen Plattform gefragt, was denn mein ihr unverständlicher damaliger Nickname zu bedeuten hätte. Ich habe ein wenig ausweichend geantwortet. Nur in etwa soviel: Er bedeutete „vernarbte Oberfläche“.

      Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen und lasse sehr viele Details weg. Als ich zum ersten mal eine „Arge“ betreten musste, war ich ein vitaler und offener Mann „in den besten Jahren“ aus der sogenannten Mittelschicht. Sofort und absolut schockierend für mich, zeigte mir die arge Kreatur auf der anderen Seite des Schreibtisches, wo der „Barthel den Most holt“. Meine gesamte bisherige Lebensleistung wurde mit wenigen Sätzen vom Tisch gewischt und in den Dreck getreten. Fast wörtlich: Ich sei ein fauler Drückeberger mit Leichen im Keller. Sonst könnte jemand mit meinen angeblichen Qualifikationen gar nicht arbeitslos sein. Mir wurde entgegengekotzt, meine Arbeitszeugnisse seien gefälscht, mindestens aber unverschämt geschönt.

      Wenige – nicht ereignislose – Jahre und einige arge Menschenschinder später: Nach Boes´scher Rechenart war ich zu 210% totalsanktioniert. Bis zum völligen körperlichen und psychischen Zusammenbruch schikaniert. Unfähig, auch nur den Tag zu überstehen. Hätten sich nicht zwei, nein drei liebe Menschen (keine Ämterbrut!) meiner angenommen, wäre ich tot. Keine Übertreibung. Bin ich selbst schuld, habe ich es zu toll getrieben? Nein. In jahrelangen quälenden Klageverfahren haben Sozialgerichte ALLE gegen mich verhängte Sanktionen dieser sadistischen Sanktionsorgie als nicht rechtens verworfen.

      Heute – wiederum Jahre später – bin ich noch immer ein Wrack. Habe einen Wisch, der mir Schwerbehinderung bescheinigt, bin EM-Klein-Rentner, kann manchmal nicht einmal ohne Hilfe einkaufen gehen. An guten Tagen geht es.

      Ich gehe mit dieser Geschichte nicht hausieren. Hab sie wohl noch nie zusammenhängend erzählt. Ein Einzelfall? Ich denke nicht. Eine Million arge Sanktionen in einem Jahr, unzählige Berichte in verschiedenen Erwerbslosenforen sagen etwas anderes.

      Nein, ich bin niemand der nur seinen Hass und seine Verbitterung täglich hätschelt und streichelt. Aber wenn ich beispielsweise Ellens „Kampfberichte“ lese, bricht die vernarbte Oberfläche immer wieder auf. Und wenn dann so ein scheinheiliger ex-arger Kasper daherkommt, sich mit pathetischen und verschwurbelten Worten wichtig macht, aber nicht einmal der Ar… in der Hose hat, sich bei seinen eigenen Opfern zu entschuldigen …

      Ok, vielleicht liege ich falsch und Du und Ellen richtig. Vielleicht kann man die Pest nur bekämpfen, wenn man sich mit der Cholera verbündet. Ich kann das aber nicht. Es gelingt mir nicht, das System Hartz IV von den ausführenden Schergen getrennt zu betrachten. Ich will das auch gar nicht. Siamesische Zwillinge kann ich nicht auseinanderdenken. Taktisch sicher nicht sehr klug.

      • Guten Tag Herr Frank,
        ich fasse mich nur kurz, da Ellen darum bat, in der Zeit ihrer gesundheitlichen Einschränkung besonders höflich zueinander zu sein (in meinen eigenen Worten ausgedrückt).
        Anhand Ihrer Schilderungen verstehe ich Sie nun besser.
        Sie haben individuell sehr wichtige Gründe und emotional ist jetzt etliches auch sehr gut nachvollziehbar.
        Wenn sich das so wie geschildert abgespielt hat, z.B. das Erstgespräch (und ich habe keinen Grund an Ihrer Darstellung zu zweifeln) – dann schäme ich mich selbstverständlich für diesen absolut ungeeigneten und unfähigen Mitarbeiter des jobcenters. Er gehört sofort aus jedem Kundenkontakt entfernt.
        Eines bitte ich vielleicht aber doch zu bedenken. Von einem QUALIFIZIERTEN Fallmanager wird absolut zu Recht zwingend erwartet, dass er nicht von einem Menschen auf andere schließt. Heißt, überspitzt gesagt: wenn nacheinander fünf mißgelaunte und aggressive Kunden zum Termin kommen – ist der sechste offen und vorverurteilungfrei zu empfangen und zu behandeln.
        Nun hat (spekulativ) in Ihrem jobcenter in der Folge mutmaßlich später auch der TL, evtl. auch die FB böse „mitgespielt“, heißt: mehr als eine Person. Das ist mir schon klar und dazu könnte man einiges ausführen. Ich denke, mehr als ein oder zwei Fallmanager waren da aber nicht eingebunden.
        Es gibt aber tausende Fallmanager. Und sogar immer noch (sofern noch nicht geflohen) etliche qualifizierte unter ihnen.
        Alles Gute und
        mfG
        BUrkhard Tomm-Bub

        • lieber burkhard ,

          offen gesagt , ihr letzter post hat mich ein wenig zum grinsen gebracht …WIE es rechtlich /menschlich /ethisch korrekt /wünschnswert wäre , der umgang mitarbeiter der JCs/BA mit kunden , das wissen wir ..mal vom fachlichen abgesehen , aber es gibt sowas wie „gutes , respektvolles benehmen den mitmenschen gegenüber „und dies ist /soll sein (so hofft man ) anerzogen .

          nun kann man davon ausgehen , nicht jeder SB ist mit der „rakete durch die kinderstube gerauscht „…

          ihre ausführungen helfen solchen „geschädigten „wie frank nur bedingt weiter muss er doch immer wieder erkennen , das realität vs. normales soziales verhalten aus diesen (amts)räumen offenbar verbannt scheinen und die frage ist „WARUM „..dies kann ja nicht nur am „neusprech „/medialer hetze gegen erwerbslose ..irgendwelchen arbeitsanweisungen von der „obrigkeit „, dem schlampigen /schwammigen gesetzeswerk des SGB liegen ?

          sicher …die summe aus allen machts (auch )…allerdings scheint mir das , als ursache für die menschenverachtende umgangsweise nicht ausreichend, sonst müssten ja ALLE ihrer „zunft „:) von derartigen symptomen betroffen sein und ..aus meiner erfahrung heraus ist es nicht so .

          unwissenheit ist eine der ursachen und die ist wahrlich erschreckend…es ist für mich ein phänomen , das , meines wissens nach , in keiner anderen verwaltungsstelle,-amt so viele fachlich fremde /quereinsteiger zu werke sein können /dürfen, wie gerade in einer institution , die sich mit menschen in existenziellen notlagen befinden , die am rande der existenz leben müssen befassen .

          fluktation durch arbeitsüberlastung /befristete verträge usw. dürften nur die eine seite der berühmten medaille sein …ich denke , man meint eher „auf einen groben klotz , gehört ein grober keil „und bei der philosophie „sozial ist was arbeit schafft „finden sich genug „kalfaktoren „(sorry , für den ausdruck )

          • Guten Tag carolastoehr1963,
            ja, ich kann da bei fast allem nur absolut zustimmen.Genauso sieht es aus, mit leider steigender Tendenz.
            Dass besonders „grobe Menschen“ ausgesucht werden … nicht unbedingt.
            Aber: schon jüngere, billigere. Welche mit Zeitverträgen, denen glasklar gesagt wird, dass die KENNZAHLEN wichtig sind und absolute Priorität haben.
            Machtlosigkeit, Angst vor Nichtverlängerung und Überlastung tun ein übriges …
            Und die Qualifizierten … fliehen oder werden rausgedrängt.
            MfG
            BTB

            • werter burkhard ,

              „Dass besonders “grobe Menschen” ausgesucht werden … nicht unbedingt.
              Aber: schon jüngere, billigere“

              junge menschen sind nicht per se respektlos , schlecht erzogen …ich bitte dich , auch ein mangel an (lebens)erfahrung ist kein grund für ein menschenverachtendes /repektloses verhalten …ich denke, du und ich und viele andere kennen die antwort auf die frage , warum sich junge menschen , in „amt und würden „älteren so gegenüber verhalten …die zugestandene MACHT über die menschenleben (und den tod )ist nur ein aspekt …gerade wenn man psychologisch gebildet ist , kann man sich die frage beantworten und ich denke, sie gehört zur wahrheit (wie der mechanismus funktioniert )zwingend dazu …und wer die wahrheit weiss /kennt kann gewappnet sein (auch ohne psycholgiestudium )

              kennzahlen usw. sind nur EIN mittel , untereinander in konkurrenz zu treten /zu sein (im erwerbsleben )besser, in „pseudokonkurenz „, denn es verbessert ja die weiterkommenschancen nicht /nicht zwingend , trägt also nicht zur verbesserung der lebensperspektive bei ..die „entseelung „der jungen menschen hat aber schon weit aus früher eingesetzt …das , was wir in form junger mitarbeiter in ämtern(besonders in DEN Institutionen , von denen wir hier sprechen ) erleben ist nur ne auswirkung (eine von vielen )

              ich denke, wenn man das HARTZIV-system bekämpfen will, aus welcher motivation herraus auch immer , muss man auch gegen den mangel /das sparen bei der bildung /freizeitangeboten /lebensperspektiven der jungen menschen kämpfen /sein …denn ein kluger kopf sagte mal, man muss mit der jugend sorgsam umgehen , die suchen uns mal das pflegeheim aus(oder bearbeiten unsere weiterbewilligungsanträge , üben ermessensentscheidungen aus..und wie können sie das objektiv tun , mit wut im bauch , wegen verlorener (lebens)chancen/,-möglichkeiten ..verlorener familien …heimat /“zu hauses „…usw.)

              ürigens…carola reicht …:)

            • „Und die Qualifizierten … fliehen oder werden rausgedrängt.“

              ich sags mal so, aus meiner erfahrung :

              die qualifizierten mitarbeiter schienen mir immer ältere mitarbeiter zu sein , ich würde sagen, viel zeit bis zur regelaltersrente blieb sicher nicht ..deswegen könnte ich mir vorstellen , das durch die neuerungen in ihrer arbeitswelt (nicht zum positiven )sie nicht ganz unglücklich sind , verdrängt zu werden , denn diese mitarbeiter erwiesen sich in den gesprächen /“mediationen“ , die ich führen durfte , als die , mit gewissen/gesunden menschenverstand …die haben innerlich schon lange gekündigt , ich denke, für die ist ihr arbeitsalltag wahrlich keine freude .

              die konsequenz des , unter umständen früheren renteneintritts nehmen sie sicher ohne weiteres in kauf …der gedanke, weiter arbeiten zu müssen /sollen dürfte bedeutend schlimmer /angst erzeugender sein , als die aussicht auf lebenslange abschläge bei der rente (und ich finde , trifft die tatsache zu , sagt das ungemein viel aus )

              wie in jedem berufsfeld …hat man ein gewisses lebensalter wird arbeit auch anstrengend ..auch wenn man meint „schreibtischtäter “ 🙂 halten sich eh nur an bleistiften fest 🙂 ..allerdings , ich denke , die arbeitsbelastung in ämtern /behörden hat sich , trotz (relativ )moderner technik nicht zum guten entwickelt , weil eben die bürokratie zu einem „monster „wurde, was sogar die bürokraten erschlägt .

              der stetig angezettelte konkurrenzkampf über irgendwelche vorgaben dürfte ein übriges tun ..nur mal an dem beispiel gezeigt : der kapitalismus frisst seine „kinder „!

              nicht mal die , die den staat (als organisationsform ..denn der „staat „sind /wären ja wir, das volk, als souverän )repräsentieren /vertreten /durchsetzen sollen , werden verschont (das trifft für alle berufsgruppen zu , die direkt den staat vertreten sollen )/bevorzugt ….eine tatsache , die eigendlich jedem bürger zu denken geben müsste /sollte über den zustand des staates , im inneren ..jenseits der , von wahlplakaten grinsenden fassade .

              .

      • Lieber frank ,

        ich dank dir für deine offenheit .

        Ich kann durchaus nachvollziehen , das das erleben , was ich jeden tag in diversen foren lese /was ich auch als beistand /mitläufer mit erleben /mediatieren musste /durfte ..den menschen körperlich /seelisch verändert und das man auch hassen lernt ./lernen kann …es nahe liegt , zu hassen .

        Denke bitte nicht , lieber frank, ich bin weltfremd , auch wenn ich sowas , an meiner person ,nicht erleben musste …ich weiss nicht , worans lag …vielleicht an meiner person ?

        Vielleicht bin ich das , was man ne natürliche autorität nennt(eher nich ) …vielleicht habe ich auch nur die (falsche )ausstrahlung dessen …vielleicht hat auch mein selbstvertrauen nie grossartig gelitten , so sehr man mir auch ein „ohr „abgekaut hat …an mir isses immer „abgeperlt „..vielleicht hat auch die bekanntschaft mit diesem /jenem namhaften bürger meiner stadt geholfen ..all dies weiss ich nicht , ich kann nur sagen , ich habe solche „argen typen „nicht erleben müssen in meinen angelegenheiten ..als beistand /mitläufer hat man ja ne andere perspektive ..

        ich denke, mir hat auch viel geholfen , das ich , auf grund meiner krankheit , die ich ja schon immer hatte , immer schon anders war , wie alle anderen und immer kämpfen musste (kinder können grausam sein )..ohne selbstbewusstsein wäre ich schon lange „baden „gegangen und wer hat mir das selbstbewusstsein vermittelt ?

        Ich will nicht sagen , lieber frank , du bist schuld an deiner situation …nein, ich bitte dich , das nicht falsch zu verstehen , aber, ich frage mich immer wieder :

        wenn ich weiss , wer ich bin , was ich kann …wieso kann da irgendein „schreibtischfuzzi „das mit einem streich vom tisch wischen , der mich nicht kennt ..von mir nix weiss …ausser das, was nichtssagend über meine person /charakter /leben …in irgendwelchen akten steht …das sind irgendwelche sachlichen daten , die einen nutzen /ziel haben , aber MICH als person in gänze nicht mal annähernd wieder geben ?

        Kann man dir wirklich deine verdienste /deinen wert für dich nehmen und ich frage mich „warum „????du allein weisst , was du geleistet hast /kannst …du warst ja dabei 🙂 .niemand sonst , du weisst , ob du stolz auf deinen werdegang /leben sein kannst …niemand sonst ..

        wie /über was ….definierst du dich? (die frage ist keineswegs spöttisch gestellt )

        ich frage dich :

        welchen sinn hat hass ?ausser, das du dir den tag /die tage sauer machst …nee, hass habe ich nich …manchmal verachtung /manchmal mitleid ..aber „hass „?????der schadet eigendlich nur mir selber, denn er macht mich kaputt …züchtet misstrauen /isolation und wem schadet das ?

        Ich will dich nicht belehren …ich rede nur , wie ich es sehe …deswegen kann ich mir, an meiner situation doch noch was positives ersehen , auch wen ich für den rest meines lebens zu armut verdammt bin , als behinderter EM-rentner …aber, ich denke, es gibt schlimmeres..nämlich noch kranker zu sein /zu werden (auch durch hass )und verbittert /einsam den tag zu verbringen , weil ich keinem mehr trauen kann /will …

        genau das gefühl, was du beschreibst , haben viele …deswegen wehren sich die meisten auch nicht (mehr )sondern verbittern (mit den folgen )..und wer hat den nutzen ?

        Angesichts deines posts fällt mir „über sieben brücken musst du gehen „von den „karat „ „ein ..hier der songtext :

        http://www.golyr.de/karat/songtext-ueber-sieben-bruecken-678505.html

        ob ich und /oder ellen recht haben ?

        Das wird sich raus stellen ….

        allerdings , ICH schere erstmal nicht alle über einen „kamm „..ich warte , ob aus worten taten werden und dann welche .

        Ich weiss aber…es muss was passieren ..es muss sich was ändern und da alle in diesem system involviert sind , mehr weniger …ich denke, wer aktiver täter is, das stellt sich raus ., wenn dieses system , wie viele andere , in /mit der geschichte aufgearbeitet wird /werden soll /muss ….AKTIVE täter können sich nicht verstecken …am wenigsten vor sich selbst !

        • Liebe Carola, nun muss ich auch ein bisschen grinsen. Wie unterschiedlich man die Dinge doch betrachten kann, bzw. worauf man fokussiert.

          Meine Geschichte ist gerade nicht die eines Menschen, dessen Selbstbewusstsein man in einem „Erstgespräch“ (da ist sie wieder, die Sprache des menschenfernen Apparatschiks/arger Neusprech) das Rückgrat gebrochen hat. Ich habe den Teil nur erwähnt, weil ich mir bis dahin nicht vorstellen konnte, dass so etwas in einem deutschen Amt möglich ist. Und es war Programm für die felgenden Ereignisse. Ich weiß sehr wohl, was ich im Leben geleistet habe. Das hat mir auch nie eine arge Kreatur nehmen können.

          Unverschämtes Benehmen von Ämtlern wird auch ziemlich schnell zur unwichtigen Nebensache, wenn man durch Sanktionen an Leib und Leben bedroht wird. Das meine ich wortwörtlich.

          Der Verlauf dieses „Erstgesprächs“ und der Ungeist der darin steckt, ist aber kein Einzelfall, wohl mehr die Regel. Du erwähntest Deine Tätigkeit als Beistand. Wozu braucht es denn Beistände? In Berlin, in Hamburg, Köln, München, Offenbach … überall? Weil die argen Kreaturen mehrheitlich einen guten Job machen und respektvoll mit den Hilfeempfängern umgehen?

          Fallmanager? Dummes Geschwätz, Neusprech! Nicht nur in meinem Fall wurde das Fallen gezielt gemanaged. Ich rede hier nicht von irgendwelchen unverschämten „Erstgesprächen“ (die vermutlich manchen Menschen auch schon ziemlich zusetzen können), ich rede von der gezielten Schädigung durch Sanktionen. Der Bub höhnt, seine Sanktionsopfer könnten sich ja bei ihm melden, wenn sie sich ungerecht behandelt gefühlt hätten. Das Wort „ungerecht“ muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Es kann also gerecht sein, einem Menschen das Existenzminimum teilweise oder ganz zu entziehen? Eine Million Sanktionen in 12 Kalendermonaten, das ist für mich das eigentliche Thema. Und die vielen Schicksale, die dahinter stehen.

          Ok, sicher nicht in jedem Fall steht da so ein blanker Vernichtungswille dahinter, wie in meinem. Aber ein Stückchen davon steckt in jeder Sanktion. Und eine Portion mieser Charakter des „Sanktionsvermittlers“. Das Argument, manche dieser argen Typen sanktionierten ja nur, weil sie Sorge um ihren eigenen Lebensunterhalt hätten, kann ich nicht gelten lassen. Mit der selben Argumentation könnte auch ein Straßenräuber seine Taten rechtfertigen.

          Nein, mit Sanktionen werden Menschen geschädigt, um sie gefügig zu machen. Das fängt schon mit den ersten 10% an. Wer charakterlich bereit ist, den ersten Stromschlag auszulösen, geht auch meistens (irgendwann) weiter. Das Milgram-Experiment zeigt das in erschreckender weise. Aber was mir, was uns in argen Ämter begenet, geht ja weit über das Milgram-Experiment hinaus. Während dort lediglich die direkten Anweisungen einer Autoritätsperson ausgeführt wurden, schießen viele arge Kreaturen weit über die tatsächlichen Anweisungen hinaus. Die pure Lust am quälen, ggf. bis zur Vernichtung.

          Übertreibe ich? Jedenfalls nicht sehr, wenn wir uns die Erfolge von Klägern vor den Sozialgerichten ansehen. Ok, bei weitem nicht alle Klagen richten sich gegen Sanktionen. Aber wenn rund jede zweite Klage zumindest teilweise Erfolg hat, sagt das schon eine Menge über die Kreaturen aus, die in argen Ämtern tätig sind. Das SGB II ist ja schon ein Schandwerk, aber in jedem zweiten Klagefall haben Ämtler gegen dieses geltende Recht verstoßen. Alles nur Rechtsunkenntnis und Überforderung? Die Dunkelziffer dürfte zudem sehr hoch sein, denn insgesamt klagen ja die Wenigsten gegen Rechtsverletzungen. Oft, weil sie es nicht besser wissen oder es gar nicht hinkriegen.

          In meinem Fall haben sich verschiedene arge Kreaturen regelrecht in einen Sanktionsrausch hineingesteigert, das war keine „fehlerhafte Rechtsauslegung“. Man wollte mich zerstören und hat das zwar nicht ganz, aber doch weitgehend geschafft.

          Und die Täter der Vermittlungs- Leistungs- und Rechtsabteilungen sitzen noch heute in den Amtsstuben, die inzwischen selbst hier auf dem friedlichen Land Hochsicherheitstrakte geworden sind (warum wohl?). Die hören auch nicht auf. Nichts ändert sich. Nachdem man mich erfolgreich geschlachtet hat, kamen die nächsten Opfer dran. Den selben Gestalten bin ich später noch öfters begegnet, als ich (im Rahmen meiner gesundheitlichen Möglichkeiten) als Beistand und Unterstützung bei Ämterschriftwechsel, etc. tätig war. Ein Beispiel: Einem etwas unbedarften Herrn wurden – alles im Leistungsbescheid und zahlreichen Änderungsbescheiden nachlesbar aber nicht nachvollziehbar – so viele Beträge hin und her, gegengerechnet und abgezogen, dass ihm in manchen Monaten sage und schreibe 25 komma irgendwas Euro ausgezahlt wurden. Davon sollte er dann leben und noch seine Gasrechnung bezahlen. Es ging da wohlgemerkt noch nicht einmal um Sanktionen. Änderungsbescheide erstellen sich nicht automatisch. Da hatte immer ein gewissenloser Apparatschik seine Finger drin. Die Geschichte ging tatsächlich vor Gericht, erst dort wurde der Quälerei abgeholfen.

          Nein, um im einem solchen Amt arbeiten zu können und zu wollen, muss man menschliche und charakterliche Defizite von Haus aus mitbringen, sonst geht das gar nicht.

          • Lieber frank,

            „Liebe Carola, nun muss ich auch ein bisschen grinsen. Wie unterschiedlich man die Dinge doch betrachten kann, bzw. worauf man fokussiert. „

            bei deinen zeilen habe ich mir gerade vorgestellt , wie es wäre, wir würden alle das gleiche sehen /an dem gleichen interesse haben …auf das gleiche focussiert sein (naja, mir scheint , das ist ja das „hehre „ziel ..alle sollen auf „arbeit „focussiert sein /werden )..das wäre doch echt langweilig und mehr als einseitig .

            Da würde ja auch ein mensch auf erden ausreichen , oder ? 🙂 der arme „hund „ 😦 🙂 🙂

            Sicher, ich denke /vermute , das über dieses medium „schreiben „auch nicht alles so rüber kommen kann …es fehlt ja was wichtiges zur 100%-igen verständigung : die gestik /mimik des gegenübers …vielleicht habe ich meine gedanken nicht so unmissverständlich rüber gebracht, wie ich dachte /meinte ..irgendwie scheint mir, du meinst mit deinem post eher nicht mich , sondern unseren mitschreiber @burkhard tomm-bub .

            Denn ich führe solche worte wie „fallmanager „erstgespräch „…eher nicht auf den lippen …weder ich , noch sonst wer sind im meinen augen „fälle „…es sind schicksale /ereignisse , die in not /krankheit /besondere lebenslage(en) führen …weiss ich , aber „das wort „fall „ist doch sehr kurz gegriffen und auch , für meine begriffe sehr entmenschlicht /versachlicht …denn ein „fall „hat nen namen/ne geschichte /e schicksal …und ob der /das e „manager „braucht , wage ich echt zu bezweifeln.

            Denn e „manager „, der so ne miese arbeit abliefert , wie die meisten fallmanager …mensch , den kann ja nicht mal „feuern „..also, isser überflüssig …die geschichte/vergangenheit eines menschen hat der schon selber „gemanagt „und die zukunft …na, die muss man auch selber managen , mit den mitteln /möglichkeiten , die einem zu verfügung stehen/zugestanden werden , da brauchts keinen „manager „vs. „pseudoerzieher „ 😦

            ich halte solche „fallmanager „bestenfalls für ne „arbeitsbeschaffungsmassnahme „zu gunsten des „wasserkopfes „der BA /Jcs…immer wieder werden neue tätigkeitsfelder erfunden , die ne notwendigkeit suggerieren …auch ne art, die arbeitslosenstatistik zu beschönigen .

            Nur, mehr personal bei der institution und weniger geld für die erwerbslosen /leistungsempfänger allgemein kontakariert sich , „erfolgstechnisch „eh …

            Und ein „gespräch „ist bei mir e gespräch …ob nun das erste /zweite …x-te mal …ich spreche mit menschen /unterhalte mich ..über lustiges /trauriges ..sachverhalte .

            Ich denke, lieber frank , wir beide vermuten , mit wem wir es (gegenseitig )zu tun haben (könnten )und ich denke, ich kann beweisen (in den beiträgen in /aus foren )das ich solche termini nicht benutze …ich pflege noch das gute /alte deutsch …“hart aber herzlich „..mitunter auch gewöhnungsbedürftig …geschrieben in dialekt …

            „Ich habe den Teil nur erwähnt, weil ich mir bis dahin nicht vorstellen konnte, dass so etwas in einem deutschen Amt möglich ist. „

            naja…ich sage es mal so :

            wir „ossis „bekamen bei zeiten (nach der wende )zu spüren , zu was die deutsche bürokratie (un)fahig ist ..wir hatten schon kurz nach der wende , das gefühl, da arbeitet in behörden nur die „3-te garnitur „, die , die beim besten willen sonst keine chance gehabt hätten , die wurden in den osten geschickt …nee, gloobs, lieber frank, mich konnte nix mehr erschüttern , was aus amtsstuben kam /in amtsstuben passierte …

            Vermutlich ist bei den „wessis „das „licht „erst später aufgegangen , wähnten sie sich doch in einem „rechtsstaat „, dessen dämme aber mit der wiedervereinigung brachen und deren flut sich ergoss..in form einer zügellosen bürokratie ..

            viele kapitulierten bei zeiten vor den , im „rechtsstaat „schlummernden „bürokratiemonstern „denn „da „waren sie bei den deutschen immer , nur eben gezügelt , durch die , bis zur wiedervereinigung geltenden bedingungen im westen …der osten wurde zum rauben /“brandschatzen „frei gegeben …jede grauzone wurde genutzt ..

            nee…mich konnte nix mehr erschrecken , was aus amtsstuben kommt /kam…ich war nach der wende „streetworker „in meiner damaligen stadt …ich habe die (negativen )auswirkungen des überschwappens des westens /seines systems /kriminalität hautnah miterleben dürfen .

            Da kriegt man e dickes fell , kannste glooben 🙂

            „Wozu braucht es denn Beistände? In Berlin, in Hamburg, Köln, München, Offenbach … überall? „

            lieber frank …beistände brauchts nicht nur bei der ARGE …die brauchste eigendlich an jeder ecke ,dem „bürokratiemonster „geschuldet , welches nicht in der lage ist , ein ordendliches deutsch zu sprechen /zu schreiben (absichtlich ..denn wenn jeder versteht , was er fordern kann /ihm zu steht aus x-töpfen , die keiner kennt /kennen will und WIE ..einfach , wie e „bierdeckel 🙂 „)……eines, das man auch versteht , ohne unbedingt studiert zu haben …wenn man zB. Urteile liest …gott , das sind mitunter wortschöpfungen !!!!!!!!!!!!!!

            und…das was man meint verstanden zu haben steht ja so nich da …die bedeutung ist , wenn man pech hat , ne ganz andere !!!!!!!!

            oder, einfach nur mal e bewilligungsantrag für ALG2 ….da soll man , um was nachzuweisen , noch die urne der oma mitbringen , die vor jahrzehnten gestorben is, aber e DNS-abgleich mit dazu …und dann wird kontrolliert , ob die asche in der urne auch die DEINER oma is und wenn nich wird….abgelehnt !

            Dazu brauchts beistände !

            Wir haben uns in der ehemaligen DDR über den „wasserkopf „aufgeregt , soll heissen , über die bürokratie …ach gott , mit wehmut denke ich dran zurück , wie simpel /einfach doch manches war und man war schon überfordert 🙂 …aber jetzt ??????????????

            das war doch mit der jetzigen bürokratie /dem „moloch „gar nicht zu vergleichen …davon abgesehen , das die „ämterbesuchsdichte „um einiges geringer war …ich war 2 mal in der ehemaligen DDR bei e amt ..bei der polizei .
            Einmal, als ich meinen ausweis beantragt habe(mit 13 ½ ) und einmal , weil ich ihn verloren hatte ..mehr hatte ich mit ämtern nicht zu tun .

            Wenn man sich anträge an KK /rentennträge …weiss ich mal durchliest …da weisste , wozus „wissende laien „gibt …und wenn du mit kriegst , das die bürokraten von der bürokratie genauso überfordert sind, wie die , die mit der bürokratie kämpfen müssen , weisste , wozus beistände gibt /geben muss .

            Lieber frank,

            sanktionen kenne ich aus eigenem erleben(gott sei dank )nicht …die angst hat mich aber vor meinem renteneintritt immer davor begleitet .

            Nun war ich sicher nicht das , was man „gehorsam „nennt ..vielleicht sogar noch im „vorauseilendem gehorsam „…nee, ich war immer wissend …und /oder habe „wissen „verkauft (als person ) was ich gar nicht hatte ..aber, es sah aus , „als ob „..:)
            vermutlich hat mich das vor sanktionen gerettet , ich kann es nur vermuten .

            Allerdings habe ich als beistand , bei anderen die auswirkungen von sanktionen erlebt ..mir ist dabei immer der film „nackt unter wölfen „in den sinn gekommen .

            http://de.wikipedia.org/wiki/Nackt_unter_W%C3%B6lfen

            ich schrieb ja schon , in anderen posts , das ich , die machtfülle, die einer einzelnen person gegeben wird , mit /übers SGB , über leben und tod durchaus dafür geeignet sehe , das die schlechten eigenschaften , die jemand in sich trägt , zum tragen kommen ..ich denke, keiner wäre davor gefeit …das ist eine eigenschaft der gattung „mensch „.

            http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-87997167.html

            http://www.zeit.de/2012/42/Toeten-Mord-Psychologie-Kriminalistik

            http://www.zeitenschrift.com/magazin/43-filmindustrie.htm

            wie du siehst ..zu diesem „gericht „, um einen menschen wirklich zu töten , brauchts nicht allzuviele zutaten …e bissel narzismus …e bissel sadismus ..schlichte unzufriedenheit …

            ganz klassisch in dem zusammenhang das „milgram-experiment „(von dir genannt )

            http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

            Das Argument, manche dieser argen Typen sanktionierten ja nur, weil sie Sorge um ihren eigenen Lebensunterhalt hätten, kann ich nicht gelten lassen. „

            mir ist dieses argument auch ein wenig „platt „..sicher , mags ne rolle spielen , das glaube ich gerne , allerdings …auch im überlebenskampf wird nicht jeder zum kannibalen …und wenn man sich mal betrachtet , das es im strafrecht tatbestände gibt , die im SGB de facto nicht vorkommen /nicht strafbar sind ..nicht mal ne ordnungswidrigkeit darstellen …das muss doch was zu bedeuten haben !?es ist /bleibt ein einseitig rechtsfreier raum ..denn die mitarbeiter der Jcs sind strafrechtlich kaum belangbar …auch schadensersatzansprüche /schmerzensgeld alles fruchtlos in keinem anderen rechtsgebiet kann man als privatperson /angestellter /arbeitnehmer/firma ..weiss ich so straffrei , ohne echte konsequenzen befürchten zu müssen , „wüten „.

            Wie sonst kann es sein , das offenbar hilfsbedürftigkeit /mittellosigkeit heut zu tage kein grund mehr sind /ist, staatliche leistungen , wenigstens als nothilfe (SOFORT)zu erhalten , um somit das überleben /nicht hungern /nicht verhungern zu garantieren …aber, bei der „tafel „kriegste eigendlich auch nischt , ohne gültigen leistungsbescheid .

            ok..vielleicht steht dahinter der gedanke, man verhungert ja nicht so schnell :(….dursten ist /wäre schlimmer.und würde den tod schneller herbei führen …nur, wer hunger hat /hatte , weiss, wie weh hunger tun kann (und es wird ja auch nicht vor kindern halt gemacht , wie wir ja hier, in diesem blog auch schon lesen konnten 😦

            Wieso , ist das aushändigen eines lebensmittelgutscheines ne KANN-entscheidung (man hat keinen rechtsanspruch/muss ihn beantragen )?noch dazu auf darlehensbasis ?

            Alles mittel , um die MACHT eines einzelnen , in der „hackordnung „zu festigen /zu ermöglichen und wer in so einer position sitzt , wird die auch nutzen , da bin ich sicher, weil die machtfülle auch den blick auf die realität verstellt (naja…vernebelt durch die jahrelange „gehirnwäsche über /durch die medien …den rest erledigt die indoktrination /die loyalitätsforderung des arbeitgebers , mit allen konsequenzen )

            das vielzitierte /gedorderte „gewissen „was doch sprechen müsste /sollte …ist aber auch dem zeitgeist unterworfen

            http://de.wikipedia.org/wiki/Gewissen

            beispiele gabs in der geschichte zu hauf …wie konnte es sein , das familienväter/-mütter sich liebevoll um ihre familien /kinder kümmerten und trotzdem in Kzs ihr menschenverachtendes werk taten ?an alten /kindern …die hatten aber auch kinder /grosseltern zu hause und wären entsetzt gewesen , bei den gedanken , all dies ihren EIGENEN angehörigen antun zu müssen /zu sollen , wenns verlangt wurden wär .

            http://de.wikipedia.org/wiki/Amon_G%C3%B6th

            http://www.amazon.de/meinen-Lebensgeschichte-Tochter-KZ-Kommandanten-Schindlers/dp/3821839147

            • Hallo Carola,

              Zitat: „bei deinen zeilen habe ich mir gerade vorgestellt , wie es wäre, wir würden alle das gleiche sehen /an dem gleichen interesse haben …auf das gleiche focussiert sein …“

              Was ich mit fokussieren meinte, war: Ich beabsichtigte mit meinem „Outing-Beitrag“ in erster Linie das Sanktionsthema anzusprechen. Du aber hast mehr die allgemein übliche ämterseitige Respektlosigkeit im Vordergrund gesehen.

              Meine Antwort war schon an Dich gerichtet, auch wenn Seitenhiebe auf die widerliche arge sprachliche Subkultur enthalten waren.

              Dass man seinerzeit besonders die öffentlich bediensteten Flachpfeifen und Verhaltensgestörten Richtung Osten entsorgt hat, und dass der Kontakt mit denen einen Abhärtungsfaktor hatte, glaube ich Dir unbesehen. Und ich argwöhne, dass diejenigen, die man sich noch nicht einmal im Osten zu verklappen getraut hat, später in den Argen gelandet sind. 😉

              Ansonsten sind wir in der Einschätzung der Sachlage ja kaum auseinander. Halt nur in dem Punkt, ob es angeraten ist, mit argen Menschenschindern – ob noch aktiv oder nicht – Bündnisse einzugehen.

            • aber lieber frank ,

              „Ansonsten sind wir in der Einschätzung der Sachlage ja kaum auseinander. Halt nur in dem Punkt, ob es angeraten ist, mit argen Menschenschindern – ob noch aktiv oder nicht – Bündnisse einzugehen.“

              ich gestehe jedem menschen lernfähigkeit zu …teilweise ausgelöst durch „lernen durch erleben „…teileweise durch einen denkprozess ausgelöst …ich gehe da von mir selber aus:

              auch ich habe gelernt /lernen müssen …

              aber , wie schon erwähnt , ich lasse mich nicht nur durch „schöne worte „beeindrucken …ich will taten sehen (liefere auch selber welche ).

              und nach seinen taten beurteile ich menschen …nicht nachdem , was sie labern /nach ihrer vergangenheit …das kann sehr trügerisch sein .

              „bündnisse eingehen „hm….definiere „bündnisse „?

              es gibt so viele , die sich (ob ehrlich oder nicht )dem kampf gegen hartzIV verschrieben haben ..nicht jede vorgehensweise teile ich /würde ich selber machen /bevorzugen …ich glaube auch , das so mancher „kämpfer fürs gute „eher der sache einen „bärendienst „erweist ..sicher , in guter absicht , allerdings , durch den falschen weg und ist auf dem weg erstmal ein urteil geprochen ….

              allerdings halte ich die summe von mitteln /methoden in dem zähen kampf gegen hartzIV perspektivisch für vielversprechend(sonst würde ich mich nicht anschliessen )…jede veränderung hat mit dem ersten schritt angefangen .und wurde von menschen unterschiedlicher auffassungen /denkrichtungen /motivationen getragen .

              sicher …ein „bündnis „in form von tiefgehender freundschaft usw. kann es schon , aus der motivlage herraus nicht geben ..man wird immer „bündnisse „mit menschen eingehen , die einem ideologisch /gefühlsmässig ….am nächsten stehen , aber, das ziel sollte einen /befrieden ….für mich zählt nur das ziel , mehr nicht !

              aber, für sachliche debatten stehe ich jederzeit zur verfügung ..und die kann ich ich eben ohne (betroffenheits )emotionen führen (fällt mir auch schwer, aber , es geht )

              und ich denke, wir können /sollten /müssen auch vom „gegner „lernen …das ist dringed notwendig ..und den einblick in die gedankenwelt des „gegners „können eben nur die liefern , die „büttel „waren und die aus was für einem grunde auch immer „ausgestiegen „/“geläutert „..vom gegenteil überzeugt wurden ..geben .

              “ in erster Linie das Sanktionsthema anzusprechen. Du aber hast mehr die allgemein übliche ämterseitige Respektlosigkeit im Vordergrund gesehen. “

              weil ich denke, das ist ein klassischer fall von ursache /wirkung ,,,ohne die repektlosigkeit /menschenverachtung ,,den ganzen bütokratieapparat würde es keine sanktionen des existenzminimums geben ..deswegen ist immer das ganze zu betrachten .und zu analysieren (will man ggf. verschlimmerungen verhindern /vermeiden ..)

              das für die betroffenen diese schon erlebt haben , sanktionen an erster stelle stehen , ist mir schon klar ..aber, es gibt ja noch genügend andere schikanemechanismen , die eben in sanktionen enden /enden können !ich sehe nicht nur die „sanktion „(ausgeprochen und verkündet )als sanktion an …auch die vielen kleinen schritte dazwischen /davor …danach …eben „ursache -wirkung „dieses perfiden systems ..in gänze (betrifft auch andere leistungsarten , wie zB. die grundsicherung im alter /bei erwerbsminderung usw. )

            • lieber frank,

              noch ein nachtrag …ich persönlich finde es gut , das burkhard tomm -bub hier (und anderswo )postet , wenn ich seine meinung auch nicht in jeder hinsicht teile , ich lese seine einlassungen aber immer aufmerksam .

              ich denke,bei aller nachvollziehbarkeit einer traumatisierung durch sanktionen …aber, die menschen auf der anderen seite des schreibtisches NUR als „feinde „/“täter „zu sehen , ist zwar , aus der persönlichen (betroffenheits)sicht naheliegend ..allerdings bringen „feindbilder „keinen so recht weiter .

              jeder „feind „/“täter „ist ein opfer seiner zeit /der ideologie , der er „anheim „gefallen ist , das entschuldigt die taten NICHT ..erklärt aber,wie sie dazu kamen , die taten zu begehen .und das ist aus meiner sicht wichtig , um die taten beurteilen zu können /sie unter umständen vermeiden zu können (in gänze ..im system )

              „gerichtet „werden die täter an ganz anderer stelle …ich denke , mir steht es nicht zu , über einen menschen den „stab „zu brechen …deswegen halte ich mich für den dialog mit diesen menschen offen …

              ich bin kein anhänger der theorie , das ne „schlechte kindheit „nun für alles /jedes ne entschuldigung ist /sein darf ..allerdings sollte man immer an den ursprung einer erziehung /indoktrination gehen , denn sie setzt die grundvorraussetzungen , bis man eben in der lage ist selbst zu denken und daran liegts aus meiner sicht :

              den menschen ist das denken aberzogen wurden , systematisch ..sie sind „roboter „/maschinen „..die eben irgendwas machen , ohne zu hinterfragen und das hat URSACHEN …also, man sollte /muss immer alles im kontext betrachten (können ) und dies „nicht denken „aufzubrechen kann man eben nur durch gute argumente /seine eigene geschichte erzählen ….und ich weiss, das viele menschen dann ins grübeln kommen , allerdings nur soweit „wie der schwung reicht „..lässt der nach , hörts denken meist auf , fällt lles ins reich des vergessens ..zieht monotonie ins denken /handeln ein , jeder kehrt zurück , in seine kleine welt .

              deswegen ..geben wir jedem den „schwung „den er zum „weiterdenken „dringend braucht …erfolge meine ich zu sehen ..viele schliessen sich , wenigstens gedanklich unserem ziel an(sicher aus angst , vor der eventuellen „selbst betroffenheit „in der zukunft ) ..wenn auch noch ZUVIELE im „stillen kämmerlein „, wenns aber das handeln beeinflusst , solls recht sein .

              und das auch ein burkhard tomm-bub (und andere )den dialog wünscht /sucht …er weiss, das ers nicht einfach hat /haben wird , durch die (durch erfahrung entstandenen feindbilder …

              wir /ich müssen ihn nicht „lieben „…aber, mit respekt behandeln …ich denke, da haben wir , seinen(den meisten ) kollegen in den ämtern was vorraus .

  4. Liebe Ellen, hier muss und will ich Deinem Vorwort sehr deutlich widersprechen!

    Allein Inge Hannemann und Burhard Tomm-Bub in einem Atemzug zu nennen, ist nicht angemessen. Ein wenig Unterscheidung anhand von Fakten muss schon sein, auch wenn wir uns alle wünschen, dass möglichst viele arge Gesellen endlich wach werden und „die Seite wechseln“.

    Inge Hannemann hat sich mit ÖFFENTLICH gemachter Kritik an den argen Verhältnissen in die Schusslinie begeben, obwohl sie persönliche Nachteile befürchten, ja erwarten musste. Der „Bub“ hat das nicht getan. Er wurde erst „mutig“, nachdem ihn das arge Amt gegen seinen Willen vor die Tür gesetzt hatte.

    Du sagst: „Es ist an der Zeit, den Aussteigern ihre frühere “Naivität” zu verzeihen!
    Ja, Naivität – denn Überzeugungstäter steigen niemals aus!“

    Da könnte ich – unter Magenschmerzen – noch mitgehen. Der „Bub“ ist aber nicht ausgestiegen, er wurde ausgestiegen. Und das nicht, weil er ein ach so großer Revoluzzer war.

    Inge Hannemann hat – wenn auch erst nach einigen Geburtswehen – das Sozialgesetzbuch II als verfassungswidrig gebrandmarkt. Der „Bub“ hat das nicht getan.

    Inge Hannemann hat das Sanktionsregime in toto klar und unmissverständlich als nicht menschenwürdig/menschenfeindlich gebrandmarkt. Der „Bub“ faselt heute noch (auch in diesem Aufruf) wachsweich und in sich unlogisch:

    „Ein ExistenzMINIMUM kann man schon vom Begriff her nicht mehr kürzen. Auf keinen Fall aber um 60% oder 100%. Das ist verfassungswidrig und unmenschlich, in einem reichen Land wie unserem allemal.“

    Ich frage: Ist es nun zlässig, ein Minimum zu kürzen oder nicht? Sind 10 oder 30-prozentige Kürzungen vom „ExistenzMINIMUM“ für Sie in Ordnung? Legen Sie sich endlich mal fest, Herr Bub?!

    Inge Hannemann hat sich öffentlich und nach eigener Aussage bei ihren Sanktionsopfern entschuldigt. Der „Bub“ hat das nach meinem Wissen bis heute nicht getan.

    Ich zitiere aus der von ihm selbst auf seinem „Blog“ öffentlich gemachten Leistungseinschätzung seines ehemaligen argen Arbeitgebers vom 08.09.2011:

    (In Bezug auf seine Arbeitsweise) „Bei Meldeversäumnissen wird zeitnah eine Folgeeinladung bzw. Anhörung versandt. …“ (Nein, ich verlinke das nicht, ich will nicht dazu beitragen, sein Google-Ranking zu verbessern.)

    Zumindest was die Vorbereitung von Sanktionen angeht, war der Bub offensichtlich ein eifiger und gehorsamer Diener seines argen Herrn.

    Inge Hannemann hatte es – bei aller Kritik die ich teilweise auch an ihren Aussagen habe – nie nötig, ihre „Jodeldiplome“ aus mehr als 20 Jahren zu veröffentlichen, um das eigene „Gewicht“ zur Schau zu stellen, wie der Bub es auf seiner Webseite getan hat.

    Für mich ist Tomm-Bub ein wenig glaubwürdiger Trittbrettfahrer, der sich auf peinliche Weise an Inge Hannemann „anwanzt“. Wer nicht bereit ist, zunächst seine eigenen Verstrickungen im System aufzuarbeiten, ist für mich nicht glaubwürdig.

    • Guten Tag.
      Ach, Herr Frank. Dass Sie mich – warum auch immer -auf den Tod nicht ausstehen können – das wußten doch nun mittlerweile schon wirklich alle.
      Aber dass Sie selbst sich soviel Arbeit machen würden … Und damit auch mir. Denn wer schweigt, stimmt zu, klar.
      Sie haben da schön Zitate zusammen getragen, sehr gezielt. Auf die jeweiligen Zusammenhänge hinzuweisen, haben Sie aber vergessen. Nun ja.
      Fangen wir mal von vorne an.
      Kollegin Hannemann riskiert im üblichen Sinne genau soviel (Unbeliebtheit) oder -wenig, wie ich.
      Sie möchte weiter „U25“ betreuen. Das finde ich auch gut, dazu ist sie sehr gut geeignet.
      Wenn alles schlecht für sie ausgeht – wird sie wieder bei ihrer „entsendenden Stelle“ landen, der Stadtverwaltung. Genau da, wohin ich schon abgeschoben wurde.
      Ich habe in der Tat anfangs noch den Versprechungen geglaubt, die man den Fallmanagern gemacht hatte. Einige Zeit darauf merkten wir langsam, was gespielt wird und initiierten zu Dritt die interne Petition. Womit wir uns sehr unbeliebt machten. Das ist nichts, was ich offen belegen kann. Wenn Sie Wert darauf legen: ich kann die beiden Kollegen fragen, ob Sie – Ihnen gegenüber – das bestätigen möchten.Unter der Zusicherung, dass sie die Namen nicht veröffentlichen.
      Ebenso wenig kann ich belegen, dass ich schon zuvor in fb und G+ mich in Threads anderer Menschen öffentlich kritisch äußerte. Das ist länger her.
      Wir erinnern uns -ich war zwischendurch 16 Monate „raus“, wg.Krebs.
      Mein Leben liegt post privacy öffentlich im Netz, auf meiner website, bei youtube (!), etc.
      Dem kann man den Hinweis entnehmen, dass ich IMMER sozial engagiert, antifaschistisch, humanistisch, etc. „unterwegs“war.
      So, Inge Hannemann hat „das“ SGB II als verfassungswidrig gebrandmarkt. Wüßte ich nicht. Und wenn – ist das so falsch formuliert, bei allem Respekt vor Inge.
      Verfassungswidrig – sind wichtige, entscheidende Paragraphen. Nicht mehr. Insbesondere die Sanktionsparagraphen.
      Hierzu habe ich mich mehrfach geäußert, z.B.hier:
      http://tombbloggt.blogspot.de/p/test4.html
      Zu Ihrem Vorwurf in meinem Aufruf sei ich da zu lasch: ich weiß nicht welche Qualifikationen Sie haben. Im psychologisch -pädagogischen Bereich wohl eher nicht.
      Will man Menschen wirklich erreichen und sie überzeugen: muß man sie DA abholen, wo sie stehen.
      Vorwürfe, Beschuldigungen, Beschimpfungen helfen da genauso wenig wie überzogene Formulierungen. Ich weiß, wie meine Kolleg_innen zum großen Teil „ticken“: „Wenn es WIRKLICH verfassungswidrig WÄRE – wäre es uns schon längst verboten.“ DAS sind die Gedanken …
      Per se JEDE Kürzung definitiv als verfassungswidrig klar zu bezeichnen – wäre hier sehr ungeschickt gewesen. Daher ließ ich es.
      Sie schreiben dann:
      “ … ein eifiger und gehorsamer Diener seines argen Herrn. …“
      Das was Sie da heraus greifen, ist eine Beurteilung in den wirklich KNOCHENHARTEN 5 Monaten, die ich nach der Krebsbehandlung versuchte Stand zu halten.
      Ich wollte SELBER gehen, nicht mich „rausbossen“ lassen. Leider gelang es nicht.
      Fragen Sie einen beliebigen FM / AV warum die Sanktionszahlen im Bereich „Einladungen“ WIRKLICH so hoch und angestiegen sind …!
      Ich weiß es.
      Als ich zurück kehrte hatte man das Subsystem / Regelwerk „Einladungen – Nichterscheinen – Anhörung – 10 % – Sanktionierungen“ in erstaunlichem Maße neu strukturiert. Mit extremem Controlling. Da geht auch für die etlichen gutwilligen FM fast nichts mehr, wenn der TL ein gehorsamer ist.
      Ganz anders, btw., in vielen anderen Fällen. Wir haben da teils mehr Zeit. Und den Joker „wichtiger Grund“ …
      Entschuldigen soll ich mich.
      Ok, ich habe nie jemanden um 60% oder 100% gekürzt. Um 30% oder 10% wenn es nicht anders ging. Z.B. wenn Schriftstücke anderer Abteilungen vorlagen.
      Ich habe das auch stets so transparent gemacht.
      Alle meine Kund_innen können hier mitlesen. Wenn ich jemandem Unrecht tat – und er / sie MIR die Schuld dafür gibt: gern bei mir melden!
      Eine öffentlichen General -Kotau erzwungen von Herrn „Frank“ – bevorzuge ich nicht. Das ist richtig.
      Meine “Jodeldiplome” habe ich aus gutem Grund eingestellt, dies habe ich auch oft erläutert. Und das wissen Sie auch. Das ist reine Polemik von Ihnen.
      Die dienen keineswegs dazu dem Herrn Frank zu imponieren. Die untermauern schlicht, dass die Systemkritik nicht von „Irgendwem“ kommt!
      Jeder Mensch ist gleichwertig. Völlig klar.
      Aber innerhalb des Systems „ALG II – jobcenter“ wird mir NIEMAND nachsagen können, dass ich „keine Ahnung habe“, wovon ich spreche. Das wird damit nachhaltig und glasklar ausgeschlossen. Nun verstanden? Endlich?
      Btw. hat auch Inge etliche „Jodeldiplome“. Nicht so sehr im theoretischen Bereich und nicht in allgemeinen Praxisfeldern – aber in Hinsicht auf ihre Berufserfahrungen. Darüber hat sie auch z.B.in Mannheim berichtet. Die bürgerliche Presse verschweigt dies erstaunlich umfassend und konsequent.
      Ich habe so gut es ging darauf hingewiesen:
      http://tombbloggt.blogspot.de/p/sonderseite-ihannemann-in-mannheim.html
      (Dies auch über twitter, G+ und fb multipliziert.)

      Wenn Sie mich für so einen üblen „Bub“ halten (Sie sind ganz schön beleidigend und verletzend, wissen Sie das? Ja, Sie wissen es. Und es macht Ihnen Spass.)
      – dann „melden“ Sie mich doch an Inge Hannemann, als schlimmen „Trittbrettfahrer“.

      Außer Ellen hier und etlichen anderen Menschen, haben Prinz Chaos II, Ralph Boes und der „kritischekommilitone“ Marcel Kallwass meinen Aufruf unterstützt. Ralph Boes tat dies auch mit einer Verlinkung auf einer seiner Seiten.
      Ach ja und Inge Hannemann – die hat etwas mehr gemacht. Die hat mich mit einem längeren, kommentierten Reblog bestärkt.
      http://altonabloggt.wordpress.com/2013/09/28/aufruf-vorm-spiegel-zu-verweilen/#comment-9057

      Wissen Sie was, Herr Frank: rufen Sie mir doch einfach immer mal wieder ein paar gehässige Schimpfworte zu!
      Das würde Sie vielleicht genauso erleichtern.Und den Betrieb nicht so aufhalten.
      Ich möchte mich positivem Engagement widmen.

      Ihr
      unglaubwürdiger, faselnder, wachsweicher, „eifiger“ und gehorsamer Diener seines argen Herrn, Trittbrettfahrer, sowie peinlicher Anwanzer und mit zahlreichen Jodeldiplomen versehene
      Burkhard Tomm -Bub

      P.S.: Praktizierte Solidarität und gemeinsamer Einsatz für etwas positives -ist `ne feine Sache, oder? Nein? Schade.

      • Zitat: „Ach, Herr Frank. Dass Sie mich – warum auch immer -auf den Tod nicht ausstehen können – das wußten doch nun mittlerweile schon wirklich alle.“

        Natürlich, die ganze Welt weiß das inzwischen! 😉 Warum mich Ihr Spiel so nervt? Ich mag keine „Helden“, die sich todesmutig aus der Deckung wagen, wenn der Zug für sie bereits abgefahren ist.

        Wie scheinbar üblich, wenn Kritik an Ihnen geäußert wird, versuchen Sie die mit einem Wortschwall zu erschlagen. Das tun Sie ja nicht nur hier. Auch anderswo gibt es so einige böse Herren Frank, deren Kritik Sie mit den immer gleichen G´schichterln beantworten. Natürlich darf auch die Rührgeschichte mit dem Krebs nie fehlen. Weil die ja so wichtig ist, wenn es um Ihre Verstrickungen in einem verbrecherischen System geht.

        Ihr Versuch sich mit „Kollegin Hannemann“ auf eine Stufe zu hieven, ist einfach nur peinlich.

        Zitat: „Kollegin Hannemann riskiert im üblichen Sinne genau soviel (Unbeliebtheit) oder -wenig, wie ich.“

        Hannemann hat den Mund aufgemacht und muss genau deswegen mit der Abschiebung zur Stadtverwaltung rechnen, während Sie mutig wurden, als man Sie bereits aus anderen Gründen abgeschoben hatte. Erkennen Sie den kleinen Unterschied? Natürlich. Aber man kann es ja mal probieren.

        Zitat: „“Wenn es WIRKLICH verfassungswidrig WÄRE – wäre es uns schon längst verboten.” DAS sind die Gedanken …“

        So geistig simpel sind Ihre „Kolleg_innen“ gestrickt? Dann sind sie im argem System genau richtig, das denkfaule Mitläufer braucht, um überhaupt funktionieren zu können. Dann wird auch Ihr Aufruf garantiert nichts bewegen.

        Zitat: „Fragen Sie einen beliebigen FM / AV warum die Sanktionszahlen im Bereich “Einladungen” WIRKLICH so hoch und angestiegen sind …!
        Ich weiß es.“

        Ich weiß es auch: Weil Schreibtischtäter willfährig „Befehle“ befolgt haben, statt zu sagen: Mit mir nicht! Die Verantwortung auf ein „Controlling“ zu schieben, finde ich erbärmlich.

        Vermutlich sind Sie auch noch stolz darauf, „nur“ mit 10% und 30%-Kürzungen vom Existenzminimum Menschen gequält zu haben. So klingt es jedenfalls. 30%, das bedeutet 3 Monate lang Hunger für den Betroffenen. Übertreibe ich? Nein! Der Regelsatz ist so knapp bemessen, dass man eine 30%-Sanktion nur durch Einsparungen bei den Lebensmitteln „kompensieren“ kann, da man auf fixe Kosten wie Strom, Medikamentenzuzahlungen, etc. keinen Einfluss hat.

        Dass Sie eine öffentliche Entschuldigung bei Ihren Opfern als unzumutbaren Kotau empfinden, sagt schon was über Sie aus. Nein, die Opfer sollen sich bei Ihnen melden. Geht´s noch ein wenig zynischer?

        Es gäbe noch einiges zu sagen, aber damit täte ich Ihnen dann wirklich zuviel der Ehre an.

        • Guten Tag Herr Frank,
          leider beherzigen Sie meinen Rat nicht und produzieren weiterhin halbwegs filigran gestrickte, aber im Kern grobe und falsche Angriffe.
          * Seufz *
          Nun gut. Dann mal wieder der Reihe nach.
          Zitat:
          „Ich mag keine “Helden”, die sich todesmutig aus der Deckung wagen, wenn der Zug für sie bereits abgefahren ist.“
          Wie bitte? Habe ich mich irgendwann, irgendwo auch nur ansatzweise als „Held“ dargestellt? Belege bitte. Und: welcher „Zug“? Wohin? Eine unklare Formulierung.
          Aber da Sie ja so verzweifelt auf der Suche nach negativen Charaktereigenschaften von mir sind. Hier eine Steilvorlage: ein klein wenig „heldisch“ fühle ich mich schon, wenn ich „Anti – NPD / Nazi – Demos“ im Film dokumentiere und veröffentliche. Da ich stets und immer nicht anonym auftrete, tue ich das auch bei diesen Gelegenheiten nicht.
          Beispiele:


          Da habe ich durchaus Angst, dass so ein brauner Bursche mal einen „Hausbesuch“ bei mir macht …überwinde diese aber.
          Gleichwohl.
          Ich antworte also mit einem „Wortschwall“. Na ja – Sie müssen es ja nicht lesen.Ihre Meinung steht ja ohnehin schon völlig fest, so mein intensiver Eindruck.
          Da müssen Sie sich ja nicht durch Tatsachen beirren lassen.
          Andere würden es vielleicht als gründlich und gut erläutert ansehen. Geschmackssache.

          Zitat:
          “ Auch anderswo gibt es so einige böse Herren Frank, deren Kritik Sie mit den immer gleichen G´schichterln beantworten.“
          DAS finde ich ja nun fast schon witzig. Mit den „immer gleichen“? :-)) Ja – was denn sonst? Wenn mich jemand fragt, wieviel 2 + 2 ist -antworte ich: 4. Egal ob Sie mich fragen, oder jemand anders. Egal ob hier, ob dort, ob heute oder Übermorgen. Albern, mit Verlaub, ehrlich ..

          Zitat:
          „Natürlich darf auch die Rührgeschichte mit dem Krebs nie fehlen. Weil die ja so wichtig ist, wenn es um Ihre Verstrickungen in einem verbrecherischen System geht.“
          Tja. Mir wäre es auch lieber, dieser Aspekt würde nicht vorhanden sein.
          Und in der Tat ist wichtig zu erfahren, dass ich 16 Monate „raus war“. Das ist keine kurze Zeit. Es gibt auch in anderen Foren „Verhörspezialisten“, die genaueste Auskunft über meinen Werdegang fordern.
          Weiter ist auch wichtig zu erfahren, WELCHE Krankheit es war. Sonst hätte dies nämlich zu den abenteuerlichsten Spekulationen geführt, so gut kenne ich die Menschen …
          Auch ist es wichtig, weil in meiner Abwesenheit viel passierte, auf mehreren Ebenen.
          Aber das habe ich alles hier und andernorts schon ausführlich erläutert.

          Zitat:
          „Ihr Versuch sich mit “Kollegin Hannemann” auf eine Stufe zu hieven, ist einfach nur peinlich.“
          Habe ich das versucht? Wann und wo? Belege bitte.
          Ah ja, vielleicht mit diesem veröffentlichten Bild?

          Ich habe tombbloggt stets als „kleinen Bruder“ von „altonabloggt“ erklärt. Neben Informationen sollte er stets zur Unterstützung von Inge dienen.
          Das Verhältnis der Blogs steht da etwa 1:10 zur Zeit, momentan etwas steigend.
          Aber, wissen Sie – ich bin kein Spekulant, kein Spieler und kein „Ranking – Fetischist“ (wie manche in den jobcentern).Ich mache diese Blogarbeit, weil es richtig ist sie zu tun und so gut ich kann um der guten Sache, um den Menschen zu dienen.

          Zitat:
          „Ich weiß es auch: Weil Schreibtischtäter willfährig “Befehle” befolgt haben, statt zu sagen: Mit mir nicht! Die Verantwortung auf ein “Controlling” zu schieben, finde ich erbärmlich.“
          Na ja. Ein Held wie Sie, der nie fehlt und immer sofort drastische Konsequenzen zieht: der darf natürlich so urteilen.
          In den Büros, außerhalb der Meldeproblematik – haben die FM / AV Möglichkeiten, den „wichtigen Grund“ und anderes. Und nutzen die zum guten Teil auch.
          Durch das perfektionierte System hinsichtlich Meldeversäumnis -gibt es nur zwei Möglichkeiten: wenn sich jemand auch nach der zweiten Einladung inkl. Anhörung nicht meldet, oder wenn er nicht wenigstens ansatzweise beim zweiten Termin einen wichtigen Grund für das Versäumnis nennt, um 10% kürzen. Oder: Anweisungsverweigerung. Arbeitsverweigerung. Nutzt niemandem – der TL wird die Kürzung innert spätestens einer Woche selbst veranlassen. Für den Mitarbeiter bedeutet es die Kündigung, unehrenhaft. (Da ja mittlerweile viele nur mit Zeitverträgen, als neue Mitarbeiter_innen, als Angestellte da sind.) Bei Beamten und mehr als 15 Jahre ununterbrochen tätige Angestellte bedeutet es disziplinarische Maßnahmen und anderweitige Versetzung – dann kann ich GAR nix mehr tun, für die Kunden.
          Das alles ist nicht gut und nicht richtig. Aber so einfach und simpel wie Sie es stricken, ist es nicht. Ich würde mich übrigens wirklich über Beispiele aus Ihrem Leben freuen, bei denen Sie so radikal – konsequent handelten, wie Sie es von Anderen barsch fordern.
          In unserer Gesellschaft ist fast niemand mehr ohne Schuld. Dafür muß ich nicht Beschäftigte in Rüstungsbetrieben heran ziehen. Auch wer Luxusgeräte konzipiert, baut, verkauft – was tut er Menschen in der Dritten Welt an, die verhungern?
          Kaufen Sie bei amazon? Bei Kik? Nun, ich denke man weiß was gemeint ist.

          Zitat:
          „Zitat: ““Wenn es WIRKLICH verfassungswidrig WÄRE – wäre es uns schon längst verboten.” DAS sind die Gedanken …”
          So geistig simpel sind Ihre “Kolleg_innen” gestrickt? Dann sind sie im argem System genau richtig, das denkfaule Mitläufer braucht, um überhaupt funktionieren zu können. “
          Sie gehen mal wieder Ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Menschen beschimpfen.
          Und demonstrieren wiederum, dass Sie keinerlei Kenntnisse in Richtung Psychologie, u.ä. haben.
          Es gibt tatsächlich Menschen, die, behütet in der Mittelschicht aufgewachsen, noch daran glauben, dass wir in einem Rechtsstaat leben. Einem mit Fehlern und Problemen. Aber insgesamt halt doch.
          Denkfaul – falscher Schluß. Ein jeder braucht Verdrängungen, Stereotype, etc. um im Alltag handlungsfähig zu bleiben, um eigenes fragwürdiges Tun erklärbar und aushaltbar zu machen. Selbst ein Held wie Sie!
          Schauen Sie: Sie beleidigen und kränken mich in einer Tour. Machen mich lächerlich und beschimpfen mich. Dabei sind Sie doch gegen „arge“ Methoden, sind doch gegenüber z.B. den jobcentern der moralisch – ethisch haushoch Überlegene.
          So müssen Sie irgendeine Rechtfertigung haben, um so perfide und verletzend gegen einen Menschen zu sein. Gegen mich.
          Ich kann mir diese Begründung wirklich absolut nicht vorstellen – aber SIE müssen für SICH eine haben. Sonst würden Sie es nicht tun. Doch dies nur als Beispiel.

          Zitat:
          „Vermutlich sind Sie auch noch stolz darauf, “nur” mit 10% und 30%-Kürzungen vom Existenzminimum Menschen gequält zu haben. So klingt es jedenfalls.“
          Falsch. Aber froh bin ich, dass es nie zu mehr kam. Ich fand Sanktionen schon immer sinnlos und falsch.
          30% gab es selten. Ich kann mal zwei der wenigen Fälle berichten, das tat ich auch schon andernorts.
          Jemand verrichtete mit seinem Einverständnis einen 1,- Euro -Job. Kontakt nahm er derweil nicht mit mir auf, obwohl ich das bei Problemen immer empfehle.
          Irgendwann bekam ich schriftlich Bescheid von der Einsatzstelle. Es habe Probleme gegeben. Man habe mehrere Gespräche geführt. Es gab keine Verhaltensänderung. Es wurde abgemahnt. Es gab keine Verhaltensänderung. Nun habe man „schuldhaft kündigen“ müssen. Passt soweit noch in Ihr Schema, richtig?
          Doch weiter. Schuldhafter Abbruch ist Sanktionsgrund. Bei der Anhörung gab der Kunde keinerlei wichtigen Grund an, war im Gegenteil der Ansicht alles was er getan habe, sei völlig richtig gewesen.
          Worum es konkret ging:
          Einige der langjährigen Vorarbeiter sind dort fest angestellt. Der Kunde hatte seinem Vorarbeiter gegenüber stets verweigert, dessen Aufträgen zu folgen. Die Begründung war, dass ein türkischer Mann sich von einem Neger nichts sagen lassen muss – ein türkischer Mann wisse da selbst besser, was und wie er zu arbeiten habe … Grund war also massiver Rassismus, ohne jede Einsicht, ohne jedes Einlenken.
          Ein im Ablauf sehr ähnlicher Fall bezog sich auf fortgesetztes Rauchen am Arbeitsplatz -und zwar an einem DEFINITIV feuergefährlichen Arbeitsplatz.
          Selbst in solchen Fällen hätte ich EVENTUELL noch etwas machen können – bei einem Minimum an Entgegenkommen seitens der Kunden. War aber nicht, leider.

          Zitat:
          „Dass Sie eine öffentliche Entschuldigung bei Ihren Opfern als unzumutbaren Kotau empfinden, sagt schon was über Sie aus. Nein, die Opfer sollen sich bei Ihnen melden. Geht´s noch ein wenig zynischer?“
          Wunderbar aus dem Zusammenhang gerissen. Wirklich perfide, IMHO.
          Um mal das Original von mir zu zitieren:
          „Eine öffentlichen General -Kotau erzwungen von Herrn “Frank” – bevorzuge ich nicht. Das ist richtig.“
          Sie machen sich da zum Generalstaatsanwalt von Menschen, von denen Sie gar nicht wissen, ob es sie gibt. Mit welchem Recht? Ob sich jemals jemand als MEIN Opfer gefühlt hat? Ich denke nicht. Ich habe stets transparent gemacht, was und warum ich es tue.
          Vielleicht fühlt sich der oben erwähnte Herr, der Rassist, als mein Opfer. Das kann sein. Sobald er sich bei dem farbigen Vorarbeiter entschuldigt hat, werde auch ich mich bei ihm entschuldigen. (Obwohl ich auch da anhand der schriftlichen Beweismittel und seiner völligen Nicht -Kooperation nicht anders handeln konnte. Aber darauf ziehe ich mich nicht zurück, klar.)

          Und, Herr „Frank“ – schreiben Sie doch bitte nichts mehr über Ehre. Sie haben keine. Sonst würden Sie andere Menschen nicht so beschimpfen, beleidigen, kränken und herabsetzen. Kritik und Frage kann man auch ganz anders vorbringen.

          Gruß
          Burkhard Tomm-Bub

    • Lieber Frank,
      ich melde mich dazu in gewohnt schwurbel-deutlichen Worten, wenn es mir wieder besser geht.Derzeit (Sonntag,7.irgendwas Uhr) bin ich zu platt.In wenigen Stunden mag es anders aussehen…

      • Lieber frank,

        Bei aller kritik an beiden (hannemann und tomm-bub) aber, ich denke/vermute, mit ihrer,, namen&und hausnummer-kritik,, haben sie ihrem leben sicherlich keine allzu gute wende gegeben, falls sie auf eine weitere anstellung im oeffendlichen dienst und somit auf ne bessere bezahlung hoffen/hofften.
        Weder hannemann noch der,, boese bub,, 🙂 duerften nach den kritischen worten an ihren bisherigen arbeitgebern, ungeachtet ihrer,, jodeldiplome,, noch eine chance haben…vermutlich durch ihren bekanntheitsgrad generell, in arbeit zu bleiben/wieder zu kommen, denn sie gelten vermutlich als illoyal/querulatorisch…und welcher arbeitgeber will so jemand, denn, ne,, leiche,, hat heute jeder im keller, die, bei bekanntwerden zwar nich immer,, kopp und kragen,, kostet, aber fuer unruhe allemal sorgt…auch unter umstaenden durch die straforgane.

        von der seite ist der mut, an die oeffendlichkeit zu gehen, mit respekt zu sehen, sind sie sich doch der konsequenzen bewusst (setze ich bei dem bildungsniveau vorraus), nehmen es der sache wegen in kauf und tun somit mehr, als die, die aus angst vor konsequenzen lieber in der anonymitaet verbleiben wollen/muessen.
        Dies, denke ich sollte man, trotz aller ideologischen differenzen auch anerkennen…ueber sachfragen kann man sicher streiten/diskutieren…aber, die person als solche in fage stellen…ich weiss nich???
        Jeder hat eine andere motivation fuer den kampf, das,, umkehren,,…ich finde, einzig sollte zaehlen, DAS es passiert..denn, so weiter gehen kanns/sollte es ja auch nich…und alles beginnt mit dem ersten schritt

        • Hallo Carola,

          „Dies, denke ich sollte man, trotz aller ideologischen differenzen auch anerkennen…ueber sachfragen kann man sicher streiten/diskutieren…aber, die person als solche in fage stellen…ich weiss nich???
          Jeder hat eine andere motivation fuer den kampf, das,, umkehren,,…ich finde, einzig sollte zaehlen, DAS es passiert..denn, so weiter gehen kanns/sollte es ja auch nich…und alles beginnt mit dem ersten schritt“

          Das kann man natürlich so sehen, ist ja grundsätzlich auch nicht falsch. Aber ich tue mir damit schwer. Besonders wenn es Ex-Schreibtischtäter betrifft, die ohne jeden erkennbaren Selbstzweifel der Meinung sind, persönlich doch alles richtig gemacht zu haben.

          • Guten Tag Herr Frank,
            sieh mal an, wenn Sie mit Anderen reden, können Sie auch in normalem Tonfall agieren …
            Ich zitiere Sie mal wieder:
            „… die ohne jeden erkennbaren Selbstzweifel der Meinung sind, persönlich doch alles richtig gemacht zu haben. …“
            Was verleitet Sie zu diesen beiden Annahmen? Beide sind nämlich falsch.
            Gruß
            B. Tomm-Bub

            • Zitat: „sieh mal an, wenn Sie mit Anderen reden, können Sie auch in normalem Tonfall agieren …“

              Ich pflege die Dinge da hinzutun, wo sie jeweils hingehören.

              Zitat: „Was verleitet Sie zu diesen beiden Annahmen? Beide sind nämlich falsch.“

              Nun drehen wir uns aber wirklich im Kreis. Ich sag´s mal anders: Der freundliche Ralph Boes bezeichnete Leute wie Sie als „Sanktionsvermittler“. Ich habe da weniger freundliche Worte.

              Warum keine erkennbaren Selbstzweifel, aber Selbstgerechtigkeit? Muss wohl daran liegen, dass ich Ihren ganzen ausladenden Texten bisher nur eine seltsame Sprachlosigkeit gefunden habe, wenn es um die moralische Bewertung Ihrer eigenen Mittäterschaft geht. Die „das System hat mich getäuscht, ich bin doch auch ein Opfer“-Nummer überzeugt mich nicht wirklich. Das verhöhnt die wirklichen Opfer.

            • Zu: Herrn „Frank 29. SEPTEMBER 2013 @ 16:43“

              Guten Tag Herr Frank.
              Ah ja. Hm.Wenn Sie da nur eine „Sprachlosigkeit hören“ … Was Sie irgendwo hineinlesen, bzw. eben nicht wahrnehmen – dafür kann ich nur bedingt etwas.
              Ich kann zwei, drei mal ausführlich versuchen zu erklären – aber irgendwann muß ich aufgeben. Denn da sieht es dann danach aus, als wenn der Andere nicht verstehen KANN – oder nicht WILL.
              Konstruktive Selbstzweifel sind ein Merkmal von mir. Hätte ich diese Eigenschaft nicht, würde ich mich vor mir selber fürchten, bzw. das Gefühl haben, ich sei bereits innerlich tot. Man lernt es auch in den Ausbildungen, die ich durchlaufen habe, btw.
              Ich soll denken, ich habe immer alles richtig gemacht? Bin ich Gott? Oder zumindest Superman? Welch` seltsame Unterstellung.
              Selbstgerechtigkeit. Ein sehr großer, umfassender Begriff. Letztlich aber auch ein unklarer. Sie bewerten Ihre eigenen Taten im Nachhinein nicht? Das sollte man, finde ich. Daraus kann man lernen.
              Tja, der Herr Boes, der freundliche.
              Der muß mich dann wohl wirklich verachten, usw.
              Seltsam, dass er in Berlin bei der Demo so nett mit mir sprach.

              Und komisch, dass er meinen Blog immer mal auf facebook erwähnt.
              Noch seltsamer, seine Verlinkung der neuen Aktion von mir.
              http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/BUKA-berichte-ereignisse.htm
              Auch auf twitter retweeted er mich.
              http://www.twitlonger.com/show/n_1rp2pe1
              Tja, die Welt ist schon seltsam.
              Ich staune selber immer wieder.
              Gruß
              B.Tomm-Bub

          • Lieber frank,

            Wer mich kennt, weiss, ich bin weit entfernt von kritikloser lobhudelei..,, anschlusswuenschen und /oder das fuer mich der zweck die mittel heiligt..

            Mir faellt es auch schwer, an ein,, erweckungserlebnis,, bei menschen zu glauben, die diesem system dienen/dienten und dieses system bisher umsetzten, egal ob nun mit 10/30% sanktion, weil ein ,, existenzminimum,, fuer mich eben unverfuegbar ist…allerdings stehts eben nicht hinreichend definiert in irgendeinem gesetzestext..von daher..gut, menschenverstand wuerde reichen, um sich der konsequenz fuer die betroffnen vor augen zu fuehren.

            Allerdings…man muss auch zugestehen, bei allem misstrauen,,, erweckungserlebnisse :),, koennen nur aus eigner betroffenheit und dem damit verbundenen nachdenken erwachsen und somit die ,, umkehr,,/richtungsaenderung,, und bis was anderes erwiesen ist, muss man es demjenigen abnehmen, das er vom,, saulus,, zum ,, paulus,, werden will/kann und aus neuer ueberzeugung handelt, von welchen motiven auch immer sie getragen wird

            • Guten Tag carolastoehr1963,

              … das ist so nicht ganz richtig mit der „Saulus -Paulus – Geschichte“. Ich habe es schon oft erklärt.
              Uns wurde seinerzeit etwas ganz anderes versprochen und gesagt, als das was dann eintrat. Ich weise da mal auf zwei offizielle Quellen hin (auch in meinem Blog verlinkt):

              Und:

              http://tombbloggt.blogspot.de/p/das-fachkonzept-fallmanagement-bfm-2005.html

              DAS war unsere Arbeitsgrundlage! Ganz offiziell.
              Da steht viel lesenswertes. Ich zitiere nur einen ganz kleinen Ausschnitt:
              “ … Erfolgskritisch zu bewerten sind Verfahrensweisen wie
              • „Verschiebebahnhöfe“ zu anderen Sozialleistungsträgern oder
              • Leistungsausschluss durch Maximierung von Leistungskürzungen, die als Erfolgsgrößen markiert werden.
              S.36 …“

              Eine Sanktion stellte also eher ein Anzeichen des VERSAGENS des Fallmanagers da.
              Und das ist ja auch so.

              So war ich keineswegs ein „Saulus“ der sich „wandeln“ mußte. Das Konzept war verbesserungsfähig. Aber gut.
              Ich wies bereits darauf hin, dass ich auch früher schon kritisch kommentierte im Netz. Ich wies ebenso auf unsere Petition hin. Mit der wir uns wirklich unbeliebt machten.
              Naivität, Verdrängung, … mag sein.
              Versprechungen, langsame Desillusionierung, Petition, Resignation, persönliche Probleme im Privatleben, dann die Krankheit, das bossing, die Folgen dessen, …
              Das alles zog sich zum Teil sehr lange hin. Aber ok. Trotz alledem – es sind etliche Jahre vergangen. Zu viele womöglich. Ich kann es nicht mehr ändern.
              Saulus – Paulus? Die große Wandlung / Erweckung? Nein, sicher nicht.
              Aber eine stärker werdende Entwicklung. Ich bin de facto alleinstehend. Mein Krebs kann jeden Tag zurück kommen. Mein kleines Vermögen habe ich de facto verschenkt, seit 2007.
              Um nach Berlin auf Demos zu fahren und an andere Orte. Veranstaltungen zu besuchen. Um einen gescheiten Blog einzusetzen ins Netz, etc. Da braucht es schon etwas Geld, Zeit, Kraft und viel Arbeit.
              Ich habe auch sonst noch ein wenig ein Leben, unterstütze soziale Projekte im Netz, fördere die Verbreitung kostenloser Literatur, usw. Auch das ist mir wichtig.
              Ich tue was ich kann, so gut wie ich kann.
              Trotz Herrn Frank. Er wird mir meine letzte Energie nicht „absaugen“, so sehr er sich darum auch bemüht!
              Gruß
              Burkhard Tomm-Bub

            • Werter ,, boeser bub,, 🙂

              Mir gegenueber muss sich keiner rechtfertigen/richtigstellen, warum/weshalb er umdenkt und/oder auf die votaeuschung falscher tatsachen rein gefallen ist..ich denke, das ist jeder schon mal..fuer mich zaehlen nur taten, denn, ich sags mal so:

              Schreiben und reden kann man viel, das alleine ist kein ueberzeugender beweis furs,, anders denken/sein wollen,, deswegen lasst taten folgen, das ist alles, was zaehlt!

  5. … wie eben schon auf fb und G+ gesagt:

    „… sie nimmt kein Blatt vor den Mund, die Ellen!
    In keine Richtung.
    🙂
    Dank für diesen fundierten, unterstützenden Beitrag!
    MfG
    BTB „

    • Ich gehe davonlaufen aus, das dem,,, boesen bub,, (sorry, das ich das so nutze )..die erkenntnis, das der fehler generell im system liegt kam, durch/mit seiner erkrankung, denn er waer der erste, der nicht das gefuehl entwickelt hat (durch erkrankung) nur noch e kostenfaktor zu sein und nun sein leben in den dienst der buerokratie stellen zu muessen…eine erfahrung, die er mit vielen teilt…sicher auch ein grund, das system zu hinterfragen, welches die arbeitkraft/motivation/ressourcen zwar nimmt, ist aber alles aufgebraucht, durch krankheit, sein ,, humankapital,, als nutzlos entsorgt und nun gegen buerokratische windmuehlen rennen laesst, bis der letzte,, hauch,, kraft auch noch aufgezehrt ist und sich das problem rein natuerlich loest 😦

      Sicher, das ist meine spekulation, in anlehnung an die motive, die mich,, erwachen,, liessen

      Die motivation duerfte eher nebensaechlich sein, das ,, tun,, zeichnet aus, oder auch nicht…und ich denke, mal ne andere, wie bei den leistungsempfaengern eingeschliffene (wunsch) sicht, die mitunter aus ner recht laienhaften betrachtungsweise stammt, genaehrt von,, es kann nicht sein, was nicht sein darf,, kann nicht schaden und schaerft die sicht fuer die realitaet…und die duerfte sein, das wir uns, als gesellschaft auf einem weg befinden, den wir glaubten, abgeschlossen zu haben.
      Denn, wie sonst wuerde sich erklaeren, das viele buerger zwangsarbeit fuer leistungsempfaenger begruessen wueden, sanktionen nicht verwerflich finden usw.?

      Eine andere sichtweise zu sachverhalten kann aus meiner sicht eher nicht schaden..man kann sie ja auf sachlichen inhalt hin ueberpruefen/hinterfragen…

      Lieber frank…sicher wird der,, boese bub,,:) aus eigener, negativer erfahrung mit/durch das system und die dadurch verursachte enttaeuschung zum,, kaempfer,, geworden sein, aber bitte, ist das nicht bei jedem der grund?

      Ich oute mich:bei mir wars der grund, waere ich nicht durch krankheit aus meiner,, wolke,, gefallen..

      Lieber frank…man muss niemanden lieben…respektieren reicht fuer ein gemeinsames eintreten fuer eine sache…das ziel sollte, aus meiner sicht einen….auch, wenn ich denke, das der,, boese bub :),, und auch inge hannemann ,, zieltechnisch,, nicht bis zum ende gehen wollen…aber, den grossteil des weges haben wir eine richtung, nur das zaehlt….der rest des weges wird/wurde fuer die, die bis zur generellen abschaffung von hyrtzVI gehen wollen und /oder zum grundeinkommen, dann einfacher.

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