Beam me up, Scotty…

BEAM ME UP SCOTTY. THERE'S NO INTELLIGENT LIFE DOWN HERE T-SHIRT

Nein, so sehr lehne ich mich jetzt doch nicht aus dem Fenster, um zu behaupten, es gäbe hier so gar kein intelligenzbehaftetes Leben mehr.
Das gibt es noch – sogar unter der Spezies Mensch 😉 – und ich habe das Glück, einige dieser Spezies zu kennen und sogar zu meinen Freunden zählen zu dürfen.

Dennoch, wenn ich mir das große und kleine Geschehen rundum betrachte, kann ich Mr. Spock nur allzu gut verstehen…

Was um alles in der Welt geht hier auf dieser -eigentlich und aus der Ferne betrachtet – wunderschönen Erde ab?
Kriege, Unruhen, Hunger, Mord und Totschlag…tagtäglich auf’s Neue werden Auge, Herz und Hirn mit Unsäglichem konfrontiert.
Ausgelöst durch die Gier Weniger wird das Leid so Vieler produziert.
Natürlich, so wird der Geschichtskenner einwenden, gab es schon immer Kriege. Und Hunger. Und Mord.
Dem kann und will ich auch gar nicht widersprechen, aber ich bin davon überzeugt, dass das Ausmaß in den letzten Jahren rasant zugelegt hat, insbesondere, setzt man es in Relation zu den jetzt vorhandenen Möglichkeiten, die der Mensch entwickelt hat.

Mitgefühl, ein antiquiertes Relikt?

Den Eindruck habe ich gewonnen, leider.
Natürlich gibt es noch engagierte, mitfühlende Menschen, doch (bilde ich es mir ein?) es scheinen immer weniger zu werden.
Oder die kalten, selbstsüchtigen, egozentrischen Erdbewohner werden immer mehr.

Hamburg, Lampedusa und der Rest der Welt

Stadtväter, welche planen, „illegale“ Flüchtlinge mittels racial profiling schikanieren und sogar aus kirchlichem Asyl herauszureißen wollen  wie jetzt in Hamburg entsetzen mich.
Unmenschliche Gesetze, die das Retten von Flüchtlingen für Private unter Strafe stellen wie in Italien treiben mir Tränen in die Augen.
Der sich immer weiter ausbreitende Antiziganismus wie in Ungarn bereitet mir Übelkeit.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen…

Angst? Nein, nur Empörung und Ekel!

Dazu eine gehörige Portion Nichtverstehen-können, so möchte ich meine Empfindungen beschreiben.
Denn das „Große“ setzt sich im „Kleinen“ fort. Jeden Tag, auch in meiner unmittelbaren Nähe.
Sozialrassismus, Rassismus überhaupt, Neid, Verblendung…selbst innerhalb der vermeintlich gleichen Gruppen („Schichten“) gibt es immer noch einen, auf den eingedroschen werden kann, der „unter einem selbst“ steht.
Oder es wird sich „befehdet“ aus rein persönlichen Befindlichkeiten. Dafür wird Energie eingesetzt, im echten wie im virtuellen Leben.
Die Spaltung ist so tief und vielschichtig:
Alt gegen jung, Migrant gegen Teutsch, Arbeitsplatzbesitzer gegen Erwerbslose, Mittelstand gegen Prekäre, Fallmanager gegen Erwerbslose, Erwerbslose gegen Erwerbslose ect ect ect
Manchmal habe ich Lust, laut herauszuschreien:
„Menschenskinder, rafft Ihr denn nicht, dass wir nahezu alle in einem Boot sitzen“?
Nicht wir, die Ruderer der Galeere sollten uns bekriegen, der Focus sollte auf  den peitschenden Antreiber gerichtet sein.
Aber wer schreit, so sagt das Sprichwort, hat Unrecht.
Also spreche ich zwar deutlich, aber dennoch leise…

Das Raumschiff Erde und seine Kamikaze-Piloten

Nunja, alles was entsteht, vergeht. Völlig normal, dass dies auch für die Menschheit gilt. Anmaßend anzunehmen, wir wären  etwas so Besonderes, dass hier eine Ausnahme existierte.
Arrogant wäre es auch, anzunehmen, dass die Erde ohne menschliches Zutun sich nicht verändern könne. Die Vergangenheit hat es schließlich bewiesen.
So viel Einfluss haben wir nicht auf das universelle Geschehen und werden wir auch nie erlangen.

Aber müssen „wir“ denn mit aller Gewalt dazubeitragen, dass unser Planet möglichst früh die Grätsche macht?

Und müssen wir die uns verbleibende Zeit wirklich damit vertun, schädliche Handlungen zu begehen, die anderen fühlenden Wesen schaden?

Nein, niemand zwingt uns zu all diesem Unsinn!

Und doch habe ich den Eindruck, als sei dieser Planet eine Art riesige „Titanic“, am Steuer steht Hein Blöd und der Rest der Mannschaft wurschtelt tumb vor sich hin, stets auf den größtmöglichst eigenen Vorteil bedacht. Die wenigen, warnenden Stimmen werden entweder gekielholt oder unter Deck verbracht…

Müdigkeit

macht sich in letzter Zeit häufig in mir breit. Klar, ich mache weiter wie bisher, ich „kämpfe“, bleibe aktiv und dazu bewusst „naiv“, eine Träumerin, welche noch immer hofft.
Aber es fällt mir zunehmend schwer.
Ich will kein Trauernder sein, der Blumen niederlegt am Grab der Vernunft. Dass dieses Grab aber fast schon fertig ausgehoben scheint, der Gedanke stimmt mich traurig.
Und er macht müde…

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