MainArbeit – An zynischer Empathielosigkeit kaum zu übertreffen…

…sind die Aussagen des Geschäftsführers zu der Situation einer durch Wohnungsbrand obdachlos gewordenen Familie.

Zitat (…)

Bis die Wohnung wieder bewohnbar ist, werden Wochen vergehen. Die fünfköpfige Familie hat ihren ganzen Besitz verloren. Zum Glück sind alle gesund geblieben. Zwar wurde die Mutter, die von der Feuerwehr mit einer Drehleiter vom Balkon gerettet werden musste, mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht, konnte es aber am selben Abend verlassen.

Angelika Fromm, eine gute Freundin der Familie, fasste angesichts der Notlage einen spontanen Entschluss: Über das soziale Netzwerk Facebook bat sie um Sachspenden für die Brandopfer. „Der Zuspruch war unglaublich, damit hätte ich nie gerechnet“, ist sie begeistert.

Soviel zur Hilfsbereitschaft, das ist natürlich wunderbar

(…) Nach dem Feuer wurde die Familie fürs Wochenende in einem Hotel untergebracht. Die Hoffnung, schnell eine Notwohnung zu bekommen, blieb bisher unerfüllt. „Unsere Baugenossenschaft hat keine frei. Das Arbeitsamt bietet uns Hotelzimmer an, aber nicht zusammen und nur ein paar Nächte ohne Frühstück“, so P. Deshalb haben sie diese Woche „verteilt“ bei Verwandten übernachtet. Für einen längeren Zeitraum sei das für alle zu eng. „Die Familie ist obdachlos“, formuliert Fromm. „Alles, was sie will, ist eine feste Bleibe.“

Und jetzt kommts knüppeldick 😦

(…) Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Notunterkunft gibt es nicht. „So hart das klingen mag, für die Lösung seiner Probleme ist der Bürger selbst zuständig“, sagt Matthias Schulze-Böing, Leiter der Mainarbeit und in Offenbach zuständig für die Vergabe von Wohnungen und Notunterkünften. „Der normale Weg sollte sein, dass man sich in so einer Notsituation selbst hilft und Verwandte und Freunde an seiner Seite hat.“ Bei nachgewiesener Bedürftigkeit übernimmt die Stadt – in einem dem Sozialgesetzbuch II angemessenen Umfang – die Unterkunftskosten. „So wurde auch hier vorgegangen“, so Schulze-Böing. „Dass es sich um keine Fünf-Sterne-Hotels handelt, versteht der Steuerzahler.“

Mit Verlaub, ich könnte grad ko****

Es ist eine Dreistigkeit sondersgleichen, eine solch falsche Behauptung öffentlich abzugeben. Selbstverständlich ist die Kommune in der Pflicht (!) für die Unterbringung ihrer obdachlosen Bürger zu sorgen!
Verankert ist dies im Polizeigesetz – Stichwort Gefahrenabwehr!
Hier ein passendes Urteil
Ganz übel wird mir bei dem Spruch mit den 5Sterne-Hotels.
Wie eiskalt muss ein Mensch sein, wie sehr muss er emotional einer Amöbe gleichen, um sich angesichts einer solchen Notsituation derart zu äußern?

Pfui Teufel, Herr Dr. Schulze-Boeing

Die Familie ist gewiss traumatisiert, es ist Winter, Weihnachten steht vor der Tür, betroffen sind auch kleine Kinder!
Der Geschäftsführer weiß sehr wohl, wie es um die bewussten Offenbacher „Hotels“ bestellt ist.
Es sind zum Teil übelste Buden, die dort untergebrachte Klientel ist häufig suchtkrank. Und dass Kinder ein Frühstück brauchen, dürfte auch unstrittig sein!
Angesichts der Gesamtumstände wagt es dieser Mensch, von „5Sterne-Hotels“ zu schwadronieren?
Unfassbar, eine derartige Gesinnung…

Gretchenfrage: Warum gibt es keine Notwohnung?

Insgesamt werden in Offenbach 6 Häuser mit Notunterkünften vorgehalten. Diese sollen einer kurzfristigen Unterbringung bei Wohnungsverlust dienen.Keine dieser Wohnungen ist frei.

Zitat (…) Der Mainarbeits-Chef verweist auf laufende Gespräche, die die Familie mit der GBO bezüglich einer Übergangswohnung führt. Zahlungsfähigkeit muss erst mit einem Bürgen nachgewiesen werden, nächste Woche steht ein weiterer Termin an. „Das ist das übliche Vorgehen“, sagt Schulze-Böing (…)

Antwort auf die Gretchenfrage: Das ist größtenteils ein hausgemachtes Problem

Wenn Familien teilweise über 4 Jahre in einer Notunterkunft hausen müssen, weil die MainArbeit (bis April mit rechtswidrigen Mietobergrenzen) reguläre Mietangebote wegen „Unangemessenheit“ ablehnt – sogar bei Minimalstüberschreitungen von 2,70 €!! –
wenn sog. Maklerscheine grundsätzlich zunächst verweigert werden
wenn es speziell im Sektor Großwohnungen kaum Angebote gibt, die den ( in Teilen noch immer unrealistischen)Mietobergrenzen entsprechen…
dann muss man sich nicht wundern, dass die Häuser voll sind und bleiben.
Und wieso braucht es eigentlich einen Bürgen für Wohnungen der Baugesellschaft?
Angesichts der Notlage und der nachgewiesenen Bedürftigkeit übernimmt die MainArbeit sowohl die Genossenschaftsanteile darlehensweise als auch die Miete!
Zumindest sieht es so das Gesetz vor!

Ich wünsche grundsätzlich keinem Menschen Schlechtes…

…allerdings könnte es bei manchen Menschen durchaus hilfreich sein, Not am eigenen Leib erfahren zu müssen. Vielleicht begriffen sie dann, was sie anderen fühlenden Wesen antun.

Ziate/Quelle Offenbach Post

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9 Kommentare zu “MainArbeit – An zynischer Empathielosigkeit kaum zu übertreffen…

  1. Wie war das doch gleich mit den getroffenen Hunden…?

    Hier der Kommentar des Geschäftsführers in der OP online:
    Ich bin hier nicht ganz richtig zitiert worden. Ich bezog mich auf das Jobcenter und das Sozialgesetzbuch II, auf dessen Grundlage das Jobcenter arbeitet. Dort gibt es in der Tat keine gesetzliche Grundlage zur Wohnraumbeschaffung durch die SGB-2-Stelle. Ich habe sogar besonders darauf hingwiesen, dass es für diese Probleme sehr wohl eine andere gesetzliche Grundlage gibt. Wenn man im konkreten Fall urteilen will, muss man alle Hintergründe kennen. Die gehen aus dem Arikel nicht hervor. Erst mal genau hinschauen, bevor man zur Verbalkeule greift!

    • Aber bitte, er ist doch kein Hund. Er ist ein lupenreiner Sozialdemokrat! 😉

      „Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

      • Das ist nicht so ganz richtig. Er ist und bleibt, solange er seinen Monatsbeitrag entrichtet, Mitglied der SPD. Deswegen ist er noch lange kein Sozialdemokrat.
        Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den aufschlußreichen Webblog „Sozialdemokraten in der SPD“, der leider nicht mehr weiter geführt wird…;-)

          • Ich geh schon davon aus das Frank mit dem „geflügelten Wort lupenrein“ einen Sarkasmus einleiten will. Dennoch wollte ich die Sache allgemein mal klarstellen.
            Ein SPD-Mitglied oder ein Beitragzahler ist noch lange kein Sozialdemokrat, da gehört schon erheblich mehr dazu…;-)

            • Zitat von Carlo: „Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den aufschlußreichen Webblog “Sozialdemokraten in der SPD”, der leider nicht mehr weiter geführt wird…;-)“

              Es machte ja auch wenig Sinn einen solchen Blog zu betreiben, wenn es Sozialdemokraten in der SPD nicht mehr gibt. 😉

              Frage an Ellen: Wäre „Das Erbe der Sozialdemokratie“ nicht ein wunderbarer Untertitel für einen gewissen Blog? 😉

            • Frank, das ist um’s mal verschwurbelt zu sagen so eine schlechte Idee nicht.
              Einen offenen Blog,untertitelt als „Das Erbe der SPD“, fände ich ganz brauchbar.
              Ich habe in meinem Giftschrank Bücher von etablierten SPD’lern. Das schlimmste ist von 1946 und sogar in Offenbach gedruckt worden. So eine Blogauflage könnte ich bestens unterstützen.

    • @ Ellen:
      Wenn der von Ihnen so geschilderte Sachverhalt einer Überprüfung standhält -woran ich bei Ihrem Engagement keinen Zweifel habe- sollte gegen den Verantwortllichen, Herrn Dr. Schulze-Boeing, umgehend eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim zuständigen Vorgesetzen, Dr. Felix Schwenke, Dez. III, Stadtverwaltung Offenbach, mit Kopie an die Fachaufsicht -Regierungspräsidium Darmstadt- und Rechtsaufsicht – Hess. Ministerium für Soziales- eingereicht werden. Ferner ist das Verhalten ebenfalls im Rahmen eines Strafantrages -u.a. Verstoss gegen § 357 StGB- der zuständigen Staatsanwaltschaft Darmstadt, z. Hd. Behördenleitung (!), bekannt
      zu geben und um Überprüfung zu bitten.

      Aus der Verfolgung seiner bisherigen Äusserungen zu verschiedensten Vorgängen -und seiner Neigung sich selbst immer als „missverstanden“ nachträglich rechtfertigen zu wollen, wie auch dem gerne genutzten Hinweis auf „Einzelfälle“- ist der o.g. Kommentar über seine „Hauspostille“ nicht unerwartet. Aber man darf ihn natürlich nicht als Lügner bezeichnen! Alle bisherigen Äusserungen die sich nachträglich als falsch erwiesen haben, waren nur „Missverständnisse“!

      Angesichts des Umstandes dass gegen die genannte Person bereits mehrere
      Strafanträge in diesem Deliktbereich (Amtsdelikt; Strafrahmen nicht unter 1 Jahr
      Freiheitsstrafe = Entfernung aus dem Dienst unter Aberkennung sämtlicher
      Persionsansprüche!) vorliegen, sollte das eine Reaktion erfahren.

      Insgesamt sollte gegen JEDEN Mitarbeiter der Mainarbeit, der sich bei seinen er-
      kennbaren falschen Entscheidungen auf konkrete Anweisungen des Geschäfts-
      führers beruft, vorsorglich Strafantrag gestellt werden; sofern es sich dabei tatsächlich um eine vorsätzlich falsche und damit rechtswidrige Entscheidung handelt.
      Man kann an dieser Stelle nur wiederholend dazu aufrufen sich als Betroffener
      rechtswidriger Bescheide oder Handlungen eines Mitarbeiters der Stadt Offenbach oder der Mainarbeit nicht „bluffen und austricksen“ zu lassen und sofort juristisch gegen die Betreffenden vorgehen. Die immer offener praktizierten und häufiger werdenden Rechtsbrüche bei den genannten Ämtern lassen keine andere Reaktion mehr zu! Nur wenn den Herrschaften die Staatsanwaltschaft auf den Pelz rückt und sie namentlich in den Fokus der Öffentlichkeit (öffentliche Strafprozesse) gestellt werden, wird sich -vielleicht- wieder etwas ändern.

      Aus einer anderweitigen Quelle ist bekannt, dass derzeit gegen mind. 4 Mitarbeiter der Mainarbeit, neben der Behördenleitung, massive Strafanträge bei der Staatsanwaltschaft vorliegen sollen: u.a. wegen des Verdachts mehrfach versuchten Prozessbetrugs, Datenmissbrauch, Nötigung im Amt etc. Sollten alle oder auch nur einzelne Verfahren zu einer Aburteilung führen, kann die Stadtverwaltung, namentlich der verantwortliche Oberbürgermeister, nicht mehr an einem korrierenden Eingriff im Sinn eines Saustall-Ausmistens vorbei! Das wäre auf jeden Fall das Ende der Ära „Dr…“ (die längst überfällig ist!). Sollte der
      gegenwärtige Oberbürgermeister planen sich der nächsten Wahl noch einmal
      stellen zu wollen, ist die Altlast „Dr…….“ in jedem Fall hinderlich!

      Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle Kraft und Stehvermögen sich weiter im Sinn
      der „Mainarbeit-Geschädigten“ zu engagieren! Solche Menschen wie Sie sind
      in der heutigen Zeit dringender den je nötig der Misswirtschaft der Verwaltung
      entgegenzutreten!

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