Bombendrohung im kommunalen Jobcenter Offenbach – MainArbeit –

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Alles abgeriegelt, sehr viele Einsatzfahrzeuge…sobald ich weitere Info’s habe, mache ich ein update.

Randbemerkung:
So etwas geht natürlich gar nicht, Gewalt(androhung) hat noch niemals ein Problem wirklich gelöst!
Dennoch verwundert eine solche Drohung kaum…ich bin eigentlich sehr erstaunt darüber, dass es erst jetzt geschieht.
Das Maß an Schikane und Demütigung ist nicht erst seit heute übervoll, dem Grunde nach habe ich darauf „gewartet“, wann denn auch hier der erste Leistungsberechtigte austickt.Zwischen struktureller Gewalt und „echten“ Gewalttaten besteht nun einmal ein kausaler Zusammenhang…Aktion/Reaktion.

Und nochmals in aller Deutlichkeit:
Ich befürworte ein solches Vorgehen keinesfalls!!


„Verstehen“ ist hier nicht gleichzusetzen mit „Verständnis“ , sondern steht vielmehr für rationales Nachvollziehen bei Berücksichtigung allen Wissens um die grundlegende Perversion von „Hartz4“ und den teils demütigendsten Vorgehensweisen seitens vieler Mitarbeiter.
Nachvollziehbar (versetzt man sich in einen u.U. instabilen Leistungsberechtigten) ist es somit für mich…
Von „Verschwörungstheorien“ i.S.v. gefakter Drohung, um künftig rigidere Einlasskontrollen vornehmen zu können, distanziere ich mich (ich weiß, lieber K., die Vermutung kann sich aufdrängen, aber ich denke, dass es sich hier um eine echte Drohung handelt)

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10 Kommentare zu “Bombendrohung im kommunalen Jobcenter Offenbach – MainArbeit –

  1. Ich bin über den Artikel und die Kommentare entsetzt. Gewaltandrohung und damit Gewalt mit „verstehen“ und „Naturgesetzen“ zu verbinden ist geistige Brandstifterei.

    Kenne ich bisher eher von der politischen Rechten, die Zuwanderung als strukturelle Gewalt wahrnehmen und damit Gewalttaten als Reaktion legitimieren. Ich wusste bisher nicht, dass die so gute Lehrmeister sind, Aber ich gehe davon aus, dass ihr die auch „versteht“.

    Auch wenn die Argumentationsmuster die gleichen sind, habt ihr damit natürlich überhaupt nichts zu tun und seid frei von jeder Verantwortung.

    • Hallo Offenbacher Mensch,
      ich habe Ihren Kommentar nur aus einem Grund freigeschaltet:
      Bei mir gibt es keine Zensur (mit Ausnahme beleidigender Äußerungen, an welchen Sie haarscharf vorbeigeschrammt sind)

      Wenn Sie, Offenbacher Mensch, der Meinung sind, mich resp. „uns“ – da Sie sich auch auf die Kommentare von @Frank bezogen – ausgerechnet in die rechte Ecke stellen zu müssen bzw. Argumentationsnähe zu unterstellen…nunja, es sei Ihnen unbenommen. Es muss schließlich jeder selbst wissen, auf welche Art er sich eine Blöße gibt.
      Das gilt auch für den Terminus „geistige Brandstiftung“. Abgesehen davon, dass ich mit Frank’s Ansichten nicht immer konform gehe, ist das pauschalierende „ihr“ ohnehin nicht angezeigt, denn ich bin noch immer ich!
      Es hätte von Diskussionskultur gezeugt, sich zunächst mit dem Einen und dann mit der Anderen (Einlassung) auseinander zu setzen.
      Aber nee, „wir“ sind ja alle gleich, so dürfte wohl Ihr Credo lauten.

      Zu Ihrer unsachlichen Kritik am Artikel selbst kann ich , bezogen auf Sie, nur vermuten, dass Lesen und Verstehen nicht zwingend Hand in Hand gehen müssen.
      Es könnte aber (Vermutung!) auch durchaus sein, dass Sie ein Hardcore-Realitätsverweigerer sind.
      Oder dass Ihnen der Begriff Kausalität nicht geläufig ist.
      Vielleicht sind Sie auch ein (DER ?) Offenbacher Mensch, der in jedem Erwerbslosen(vertreter) einen latent Gewalttätigen vermutet?
      Wie auch immer, ich habe weder Zeit noch Lust, mich mit Ihren absurden Vorhalten intensiver zu beschäftigen.

      Herr Mensch, die Schuhe, die Sie – fast in arabischer Tradition – nach mir warfen, diese Schuhe passen nicht an meine Füße!
      Suchen Sie sich bitte Ihr persönliches Feindbild andernorts…

    • Applaus für Deine geniale rhetorische Meisterleistung. 😉 Derart ignorante Verdrehungen von Gesagtem oder Geschriebenem kenne ich bisher eher von argen Schreibtischtätern. Und natürlich darf eine Prise politische Gesäßgeographie nicht fehlen. Mit der nebeligen Unterstellung irgendwie dem politisch rechten Dunstkreis assoziiert zu sein, diskreditiert es sich nach wie vor prima.

      Ob auf „rechter Seite“ Zuwanderung als strukturelle Gewalt wahrgenommen wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Jenseits Deiner bloßen Behauptung fehlen mir da die Quellen. Anyway, nicht alles was hinkt ist eine Vergleich. 😉

      „Mensch“ ist also entsetzt über Gewaltandrohung und meint hier offenbar die Bombendrohung. Davon abgesehen, dass es sich dabei um einen Scherz gehandelt hat, scheint es „Mensch“ nicht weiter zu stören, wenn in argen Gebäulichkeiten tagtäglich Gewalt gegen Erwerbslose und Bedürftige mit geringem oder gar keinem Einkommen ausgeübt wird.

      „Mensch“ ist nicht entsetzt, wenn gewissenlose Schreibtischtäter Bedürftige – die sie euphemistisch-absurd „Kunden“ nennen – lustvoll herabwürdigen, demütigen und schikanieren, sie mit ganz oder teilweisem Entzug des Existenzminimums nicht nur bedrohen und in Überschuldung und Richtung Obdachlosigkeit treiben. Wenn einem der derart Ver-gewalt-igten der Gaul durchgeht, empört sich „Mensch“ scheinheilig und heuchlerisch … und kann natürlich keinen Zusammenhang erkennen und nichts verstehen. Schon gar nicht, dass der „Brandstifter“ immer derjenige ist, der zuerst Feuer an die Lunte legt.

      • Ganz lieben Dank, Frank.
        Gerade weil Du manchen Einlassungen von mir sehr kritisch gegenüberstehst (umgekehrt ja auch ab und an) freue ich mich, dass auch Du diesen Beitrag verstanden hast. Das habe ich aber auch nicht anders erwartet 😉

        slG
        Ellen

    • Ojeoje, oh Mensch:

      Mag ja sein, daß sich irgendwelche Neonazis inzwischen ebenfalls des Begriffspaares „strukturelle Gewalt“ bedienen, aber wie schon bei Ernst Bloch nachzulesen ist (unter anderem „Erbschaft dieser Zeit“): im Diebstahl waren die Ultrarechten immer schon groß, und zumindest mit Horst Mahler haben sie ja leider seit langer Zeit auch einen hellen verdunkelten Kopf in ihren Reihen. Jedenfalls stammt dieses Begriffspaar „strukturelle Gewalt“ von Herbert Marcuse, dem deutsch-jüdischen Sozialhhilosophen, der vor den Nazis fliehen mußte und für die APO eine nicht unwichtige Rolle spielte (neben Bloch, neben – zunächst jedenfalls – Adorno und Horkheimer, um nur diese zu nennen). Welch reaktionäre Begriffsgeschichte, welch nazistischer Begriffsinhalt, nicht wahr?

      Für Marcuse aber – wie für Ellen hier – war das Begriffspaar „strukturelle Gewalt“ eine analytische Kategorie, nicht aber eine Rechtfertigungskategorie. Was Ellen – wie Frank – ja ausdrücklichst in ihren Wortbeiträgen betont hatten. Es ging um Kausalitäten, nicht um Gewaltlegitimation.

      Ihr Beitrag funktioniert nur auf der Basis einer schon gewaltsam zu nennenden Begriffsverdreherei.

      Und da wir schon bei einigen Philosophen waren: si tacuisses…

      • Herzlichen Dank für die Erläuterung der Herkunft dieser Begrifflichkeit (strukturelle Gewalt), lieber Holdger.

        si tacuisses…das werde ich künftig abgutten 😉 denn seit Dieter Nuhr sich sehr offensichtlich zu seiner Systremtreue „bekennt“, zitiere ich ihn nicht mehr.
        Jetzt habe ich einen intellektuellen Ersatz für seinen, früher von mir verwendeten, flapsigen Spruch: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die…..“

        Ich bin froh, dass mein Beitrag hier von intelligenten Mitmenschen als das verstanden wurde, wie er angedacht war.
        Das bestätigen auch div. Mails…

        lG
        Ellen

  2. Ich hatte einen irritierenden Traum … und benötige etwas Unterstützung bei der Deutung. 😉

    Ich träumte, zu diesem Artikel gäbe es eine Fortsetzung. Einen Nachtrag, der sich in rührender Weise um das Wohl von argem Personal bei Bombendrohungen sorgte. Der gar schreckliche Szenarien an die Wand malte:

    Arge Mitarbeiter, die unter geistiger Diarrhoe litten, könnten so entsaftet sein, dass der Ruf zu lebensnotwendigen Evakuierungsmaßnahmen gar nicht mehr ins kraftlose Hirn vordringen könnte. Die Blindheit für die Not von Arge-Opfern könne sich derart verselbständigt haben, dass optische Warnungen auf den Bildschirmen der Schreibtische nicht mehr wahrgenommen werden könnten. Und das Schlimmste von allem: Flüchtende Schreibtischtäter verhielten sich bei Bombendrohungen ihrem Mittätern gegenüber genauso, wie sonst nur gegenüber ihren „Kunden“: Schietegal was aus Dir wird, Hauptsache mein Ar… ist in Sicherheit.

    Ich träumte, jener Nachtrag habe mit einem Appell an irgendeinen Typen geendet (sein Name war glaub ich Schmutzig-Boshaft oder so ähnlich), solch schreckliche Szenarien nie Realität werden zu lassen und darum Vorsorge zu betreiben.

    Dieser Traum war wirklich sehr realistisch. So realistisch, dass ich nach dem Erwachen sofort meinen PC hochfuhr. Danach war ich erleichtert. Es war nur ein Traum. 😉

  3. Zitat Ellen:

    „Zwischen struktureller Gewalt und “echten” Gewalttaten besteht nun einmal ein kausaler Zusammenhang…Aktion/Reaktion.

    Und nochmals in aller Deutlichkeit:
    Ich befürworte ein solches Vorgehen keinesfalls!!“

    ——————————————————————————–

    Wenn man einen Gegenstand aus der Hand gleiten lässt, fällt er zu Boden.

    In aller Deutlichkeit:
    Ich befürworte das keinesfalls und distanziere mich ausdrücklich von den Gesetzen der Schwerkraft!! 😉

    • Jeder Schuss ein Treffer… 😉
      Frank, ohne Deine treffsichere, spitze Feder wäre mein Leben um Einiges ärmer.Btw, es wäre vielleicht mal wieder an der Zeit für einen Artikel aus dieser „Feder“ (das war kein Zaunpfahl mehr, das war schon ein ganzer Gartenzaun, ich weiß 😉 )
      Zur Sache:
      Klar ist es irgendwie doof, zu betonen, dass man Gewalt nicht gutheißt, wenn man um die potentiellen Ursachen/Auslöser/Hintergründe für Derartiges weiß…und ebenso genau weiß, wer damals als Erster „Feuer frei“ rief.
      Verbuche es einfach unter Verantwortung der Bloggerin oder Einfach-Sprech für schlichte Gemüter, die gerne mal in solche Beiträge „Befürwortung von Gewalt gegen JC-MA“ hinein interpretieren…bei uns tragen solche Gemüter einen Doktortitel und sind kommunal auf Führungsebene tätig 😉

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