Von MainArbeit bis Klinik – Rückblick auf eine turbulente Woche

 

Ich „liebe“ sie , diese emotionalen Achterbahnen…sorgen sie doch dafür, dass mir niemals langweilig wird 🙂

So/Mo vergangener Woche


Noch immer haderte ich mit den ganz privaten Folgen der durch die ReGIERenden veranlassten/voran getriebenen/wissentlich in Kauf genommenen „Spaltung des Volkes“.
Dieses elende „Jeder gegen Jeden“ durchzieht die Gesellschaft und macht natürlich auch vor meinem Umfeld nicht halt. Das ist belastend, insbesondere wenn mensch Menschen mag, unabhängig von deren „Status“, unabhängig davon, ob diese sich nun wiederum gegenseitig mögen und unabhängig davon, dass manche dieser Menschen zur „dunklen Seite der Macht“ 🙂 gehören.

Die Vorbesprechung zur Geburt des Kindes „meiner“ jungen Mama im Sana-Klinikum Offenbach (privatisiertes und ehemals hochverschuldetes Stadtkrankenhaus) verlief sub-optimal. Die Rotstift-Politik dort macht sich überdeutlich bemerkbar, ungehörig lange Wartezeiten, überfordertes, genervtes und, wohl (auch) daraus resultierend, unhöfliches Personal sind nur eine der Folgen…

Dienstag…

stand ganz im Zeichen von Yani’s Geburt

Mittwoch

Diese Arbeitgeber…. 😦
Gleich 2x wurde ich gebeten, mich um „Unregelmäßigkeiten“ bzgl. Gehaltsabrechnungen zu kümmern.
In einem Fall ergab sich eine schnelle Klärung des Problems.Im „Team-Work“ konnte eine Lösung für die (noch minimal) aufstockende Arbeitnehmerin gefunden werden.
Mein ausdrücklicher Dank geht hier sowohl an den zuständigen Arbeitsvermittler für den schnellen „klärenden Einsatz“ als auch an den LeistungsSB ob seiner „Anwendung gesunden Menschenverstandes jenseits der Bürokratie“ 🙂 . Wenn es nur immer so liefe…

Am Nachmittag in der Klinik dann lernte ich eine Familie kennen, die dringend der Unterstützung bedarf. Hier hat sich „die MainArbeit“ leider einmal wieder von ihrer häßlichsten Seite gezeigt. Inwieweit hier auch Rechtsverstöße vorliegen und ob/wie ich der Familie helfen kann, wird sich klären.

Donnerstag

Rentner haben ja niemals Zeit 🙂 , so wird gerne gelästert.Stimmt!
Dieser Donnerstag ist der Beweis. Gleich in der Früh‘ Termin in der „Leiste“ der MainArbeit…und leider auch sofortiger Frust:
Unterlagen, welche ich einreichte für eine Betroffene (im System auch vermerkt) waren und blieben verschwunden.Das übliche Chaos halt, möchte man meinen, wenn der eigentliche SB langfristig, die Vertretung dazu kurzfristig erkrankt sind und ein Dritter einspringen muss.
Davon abgesehen, dass die „Vertretung der Vertretung“ sowohl recht souverän eine akzeptable Lösung anbot als  auch sich für den Vorfall entschuldigte, ist es dringend an der Zeit, endlich eine zufriedenstellende Lösung für dieses immerwährende Problem zu finden.
Ideen hierfür hätte ich genug, vielleicht dringe ich ja doch damit irgendwann durch (ich habe ja die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, dass seitens gewisser Mitarbeiter meine oder gemeinsam erarbeitete Lösungsansätze bei Team-Meetings vorgebracht werden 😉 )

Um 11.00 Uhr war ein kurzer Interviewtermin in der Klinik. Der Extra-Tipp berichtete ja mehrfach über  „meine“ ehemals wohnsitzlose Schwangere.
Klar, dass jetzt ein „Ende gut-Alles gut“-Artikel erscheinen sollte.
Wie der ausschaut, könnt Ihr hier lesen Mutterglück nach Hartz4-Albtraum

Um 13.30 Uhr dann Beistandstermin im Jobcenter Hanau.Kurzgefasst: Eine glückliche Betroffene verließ mit mir nach knapp 2 Stunden das Gebäude, denn binnen dieser kurzen Zeit wurde unter Einbindung der Bereichsleitung und eines Arbeitsvermittlers mehr Positives erreicht als in einem 3/4 Jahr sog. „Fallmanagements“.
Wobei ich mich noch immer frage, wieso man in Hanau auch eindeutig „marktnahe Kunden“ einem Fallmanager überstellt.Laut Auskunft der Bereichsleiterin „sei das hier so üblich, Jeder (!) habe einen FM“…naja, wenn da mal nicht im Vorfeld doch selektiert wurde nach irgendwelchen, hausgemachten Kriterien…

Der Rest des Tages bestand aus Beratung, Erklärung und Schriftverkehr…same procedure as every day 😉 und zwei langen, überaus angenehmen Telefonaten…

Freitag

Die frischgebackene Mutter darf die Klinik verlassen, das Kind wird von Tag zu Tag niedlicher 🙂 und mich hat Montezumas Rache erwischt…
Dennoch muss ich mich um Anfragen aus dem Landkreis kümmern, die ProArbeit Dietzenbach spielt zulasten Betroffener mal wieder nach eigenen Regeln…ob die nun „nur“ aus Rechtsunkenntniss resultieren oder ob man einmal mehr ganz dreist auf Dummfang setzt, klärt sich nächste Woche.

Positive Nachrichten kamen aus der Wetterau. Ich berichtete ja über den jungen Mann, dessen Mutter verstarb und die drohende 100%Sanktion wegen angeblich selbstverschuldeter Kündigung. Entweder hat meine Reaktion auf das Anhörungsschreiben Wirkung gezeigt oder „man“ hat sich unabhängig davon für einen kurzen Moment dazu entschlossen, sowohl rechtskonform als auch mitfühlend zu handeln.
Mir kann es egal sein, Hauptsache ist: Die Sanktion ist vom Tisch!
Und es kommt noch besser, ab August hat der junge Mann einen Ausbildungsplatz. Einen „Brücken-Mini-Job“ hat er jetzt auch. Prima, einmal ad acta legen ist angezeigt 🙂

Samstag/Sonntag

Ich habe mich entschlossen, „den System-Symptomen“ verstärkt den Stinkefinger zu zeigen.Schluss mit Mind-F*cking, Schluss mit „Seite und Gegenseite“, Schluss mit Anfälligkeit für geschickte Manipulation, Schluss mit Ablenkung vom (für mich) Wesentlichen.
F*ck you, divide et impera – nicht mit mir!
Mir war es -mit Verlaub- schon immer scheißegal, ob ein Mitmensch dünn oder dick, elo oder arbeitend, schwul oder Hete, teutsch oder „Ausländer“ ist, Aufzählung unvollständig.
Hauptsache, dass das Herz dieses Menschen ein „gutes“ ist…
Und doch habe ich mich eine Zeitlang von der gewollten Spaltung einnehmen lassen.Ich ließ sie zu, diese Schere im Kopf , dieses „vor und hinter dem Jobcenter-Tisch“.
Nunja, zudem tragen viele Mitarbeiter täglich mit ihrem Verhalten dafür Sorge, dass diese Art Schere auch  weit geöffnet bleibt, von daher sehe ich  meinen „Fehler“ sehr gelassen…

Für die Zukunft gilt mehr denn je:
Jeder Mensch sei mir im Herzen willkommen, solange er die „Regeln des Menschlichseins“ halbwegs beherrscht. Und ich habe ein (nicht nur krankheitsbedingt 😉 ) großes Herz mit sehr viel Platz darin…
Hat er/sie diese „Regeln“ nicht (mehr) drauf, lebt er/sie somit in Verblendung, bleibt mir nurmehr bedauerndes Mitgefühl. Die Konsequenzen mangelnder Mitmenschlichkeit müssen diejenigen ohnehin selbst tragen, mangelnde Empathie und gelebte „Boshaftigkeit“ machen sehr schnell einsam…
Drohen aus irgendwelchen Verblendungen aber Schäden für Mitmenschen zu erwachsen, versuche ich Alles, um dies zu verhindern…unabhängig davon, ob der „Schädigende“ vor oder hinter dem Schreibtisch eines Jobcenters sitzt.
Tja, diese Haltung dürfte einmal mehr für Stirnrunzeln sorgen und/oder auf Unverständnis stoßen. Mir muss es egal sein, ich habe auf „Feindbilder“ einfach keinen Bock mehr.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht weiterhin mit aller zu Gebote stehenden Härte gegen (Jobcenter)Schweinereien vorgehe, denn leider ist es Fakt, dass Hilfe zum Widerstand, Hilfe zur Selbsthilfe und sonstige Unterstützung zu 99% von den Leistungsberechtigten benötigt wird.
Mitarbeiter der MainArbeit werden demgemäß weiterhin kaum bis nie zu „meinen Protegés“ gehören… 🙂

 

 

 

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2 Kommentare zu “Von MainArbeit bis Klinik – Rückblick auf eine turbulente Woche

  1. Hallo Oma! 😉

    Zu Dienstag:

    Yani-Ianut … Warst Du an der Namensfindung beteiligt? Also ich persönlich hätte Kevin-Maurice, Pascal-Gerome, Wolf-Rüdiger oder Yeti-Iniuit auch hübsch gefunden … 😉

    Btw. mir geht ein alter Song von Johnny Cash nicht aus dem Ohr …

    Sonntagsgrüße von Evil-Frank 🙂

    • Badboys mag ich gerne 😉

      Lieber Frank,
      neiiien, ich war bei der Namensfindung aussen vor! Mir fiel ja nix ein, weil ich mich so auf Mädchennamen fixiert hatte…aber leider wurde es ja nun nix mit dat Schantall-Cleopatra oder dat Päris-Yasemine 🙂 🙂
      glG
      Ellen

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