MainArbeit/ProArbeit – Reaktionen auf „Kritik“ und mehr

Dem Grunde nach wäre ich als „Hartz-Helferin“ ja allzu gerne entbehrlich. Bedeutete dies doch, dass Rechtsbrüche, Dreistigkeit – kurzum: Schweinereien – nicht mehr nach meiner Intervention „schreien“ würden…es gäbe sie schlicht nicht 😉

Genug der Tagträumerei.
Solange es dieses unsägliche SGB2 gibt, solange Menschen mit ihren teils höchstbefremdlichen „Ambitionen“ dieses Gesetz qua Gutsherrenart umsetzen können, werden wir Helfer/Aktiven gebraucht werden. Leider.

Die MainArbeit…

…hat mich die letzte Zeit etwas häufiger zu Gesicht bekommen. Dennoch weiß ich momentan nichts wirklich Verwerfliches zu berichten.
Ein Begleittermin war zwar nicht wirklich angenehm – trotz aller Sachlichkeit – denn die Mitarbeiterin wollte partout in eine Eingliederungsvereinbarung Floskeln einbauen wie (sinngemäß): „X kümmert sich weiterhin um gesundheitliche Stabilisierung“.
Davon ließ sie sich leider nicht abbringen
Das Ding geht jetzt als Verwaltungsakt raus, und solange der Betroffenen keine Unannehmlichkeiten daraus entstehen…jo mei, wenn’s schee macht (oder der EinV-Statistik dient 🙂 )
Positiv war, dass der Dame endlich der seit einem Jahr (!) verweigerte Deutschkurs genehmigt wurde.

Ein weiterer Termin hat mich im Vorfeld mit Neugier erfüllt. Es war eine – natürlich sanktionsbewehrte – EinVorladung zur Schwangerenberatung, für mich etwas völlig Unbekanntes bis dahin, obschon ich bereits die vierte Schwangere berate binnen kurzer Zeit.
Frau P. war mir in positiver Erinnerung und so lief dann auch das sehr kurze Gespräch ab. Angenehme Atmosphäre, kurze Erklärung, welche Anlaufstellen es für Schwangere in OF so gibt, das Ganze von Lächeln begleitet…war o.k.
Das grundsätzlich Rechtswidrige und Demütigende an diesen Vorladungen zur Schwangerenberatung wollte ich mit ihr nicht groß thematisieren, die Ansprechpartner hierfür sind ohnehin in der Bereichsleitung zu Hause. Zu gegebener Zeit werde ich darauf noch zu sprechen kommen…

Ein  Kritikpunkt jenseits „Hartz4“ ist noch erwähnenswert. Im Gang des ersten Stockwerks der MainArbeit hängt der Feuerlöscher in Griffweite kleiner Kinder. Damit nicht genug, hat man an genau dieser Stelle intelligenterweise den Kleinkindertisch mit zwei Stühlchen plaziert.
Vor etwa zwei Wochen ist ein kleines Mädchen um Haaresbreite an einer Verletzung vorbeigeschrammt. Die Kleine stürzte in dieser „Kinderecke“ und ihr Kopf verfehlte den Feuerlöscher um nur wenige Zentimeter.
Es wäre eine Sache von nicht mal einer Minute, Tisch und Stühle auf der anderen Seite des Gangs zu plazieren, das schlug ich auch der – wie immer sehr entgegenkommenden – Assistenz der Bereichsleitung vor ( ich wollte ja nicht „übergriffig“ werden und die Möbel eigenhändig umstellen 😉 ). Sie sicherte mir Abhilfe zu und dankte  für die Aufmerksamkeit…doch geschehen ist bis dato leider…NIX.

Mitlesende Mitarbeiter 🙂 dürfen hier nun sehr gerne selbst Hand anlegen, denn der Sicherheitsbeauftragte ist wohl derart im Stress, dass er hierfür noch keine Minute erübrigen konnte…oder so.

ProArbeit und die EGV für ein Kind

Heute rief mich der Journalist Körtge an. Er hatte nachgefragt und der Pressesprecher der ProArbeit, Herr Kambs, teilte ihm mit, dass „man sich vielmals entschuldige bei Mutter und Sohn, dass die EinV selbstverständlich ungültig wäre, blablubb“.
Aller Voraussicht nach wird der Artikel dennoch erscheinen 🙂 denn wie Körtge es auf den Punkt brachte:
„Ohne Eingreifen von Außen und dementsprechenden Druck hätten die weitergemacht“.
Sowohl die Mutter als auch ich warten noch auf die Stellungnahme/Entschuldigung…

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Engagierten bedanken!
Einige von Euch haben meinen Brief kopiert und ihn selbst der ProArbeit zugänglich gemacht, Andere haben selbst, teils sehr eloquent, Kritikschreiben verfasst.
Ich bin mir sicher, dass diese Art der Solidarität ihren Teil zum schnellen „Einknicken“ beitrug.

Nochmals daher: Herzlichen Dank 🙂 !

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