Was hat Spiritualität auf einer linken Webseite zu suchen?

Dieser äußerst bemerkenswerte Artikel von Holdger Platta (erschienen auf der Seite von Konstantin Wecker) kommt  zum genau passenden Zeitpunkt!
Besser gesagt, zum genau für mich passenden Zeitpunkt.
Aus – somit durchaus auch (!) ein wenig „eigennützigen“ Motiven heraus 😉 ein ganz besonders herzliches Dankeschön an Holdger Platta an dieser Stelle.

Ich empfehle, insbesondere der „Entweder/Oder – Fraktion“, ein langsames und bedächtiges Lesen. Einen Teil, der aus meiner Sicht durchaus auch mein „widersprüchlich erscheinendes Verhalten“ wunderbar „erklärt“, nehme ich hier vorweg:

Hinter den Schlagzeilen

„…
5. Diese andere, diese neue „Spiritualität“ versteht sich in Augenhöhe mit anderen Menschen;
6. sie wendet sich der Welt mit ihren sozialen und sonstigen Problemen zu, nicht von ihnen ab;
7. sie bemüht sich um Empathie mit anderen Menschen – mit Unterdrückten, Niedergemachten, Gequälten und Gepeinigten zumal;
8. sie sieht sich, aufgrund der wahrgenommenen Verbundenheit mit der Welt und ihren Menschen, in der Verantwortung, beizutragen zu einer herrschaftsfreien und gewaltfreien Welt, zu einer Welt ohne Hunger, Ausbeutung, Unterdrückung, Unglück und Krieg;
9. sie sieht sich aufgerufen zu liebevollem Handeln, gerichtet gegen eine Welt des Profits und des Konkurrierenmüssens;
10. sie sieht sich aufgefordert, in Verbundenheit mit möglichst vielen anderen Menschen, die Zerstörung der Welt aufzuhalten und mit beizutragen zu einer Welt, für die Mitmenschlichkeit und Solidarität nicht mehr nur Schlagworte sind;
11. und sie will das alles nicht nur großpolitisch oder gar großmäulig realisieren, in Parlamenten, auf Podien und Kongressen, sondern nicht zuletzt auch Tag für Tag im eigenen ganz persönlichen Alltag.

Konstantin Wecker hat das in seinem Buch mit Bernard Glassman „Es geht ums Tun und nicht ums Siegen“ (herausgegeben von Christa Spannbauer) auf Seite 45 so ausgedrückt: „Was Albert Schweitzer ‚tätiges Mitgefühl’ nannte, ist für mich gelebte Spiritualität.“ Und wer Wecker und seine Lieder kennt, ebenso Bernard Glassman und Roland Rottenfußer, der weiß: das schließt sehr viel Zärtlichkeit mit ein, aber auch den Zorn, das nimmt den Nächsten ernst, aber auch die sogenannt-große Politik. Alle die genannten Autoren sehen sich da in der Mitte zahlloser anderer liebevoller Rebellen.

Ich wünschte mir, die Mitrebellen sähen es ebenso und ebenfalls liebevoll. Gibt’s Chancen dafür?

 

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7 Kommentare zu “Was hat Spiritualität auf einer linken Webseite zu suchen?

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