MainArbeit Offenbach – Von Koniferen und „Koryphäen“

Zugegeben, auf den ersten Blick haben Nadelgehölze wenig gemein mit den von mir so bezeichneten „Koryphäen“ (gerne auch „Experten“ oder „Fachkräfte“ genannt).
Mit ein klein wenig um-die-Ecke-denken jedoch drängt sich mir so mancher Vergleich förmlich auf…

Koniferen sind recht pflegeleicht, zumindest, wenn sie erst einmal angewachsen sind.
Die Koryphäen hingegen sind alles Andere als pflegeleicht, verursachen häufig (unnötige) Arbeit.

Manche Koniferen werden gigantisch groß, überragen jedes Haus und passen so gar nicht in den Reihenhausgarten.
Die Koryphäen hingegen wähnen sich sich lediglich als haushoch überlegen. Bei genauerer Betrachtung liegt der vermeintlichen Größe leider oft nur Größenwahn zugrunde.

Man muss prüfen, ob sich die Koniferensorte, welche man pflanzen möchte, auch für den vorgesehenen Standort eignet.
Die Koryphäen werden oftmals ungeprüft an noch so ungeeignete Orte gesetzt, im Offenbacher Jobcenter allem Anschein nach bevorzugt in die Abteilung U25 (junge Menschen unter dem 25ten Lebensjahr)

Koniferen sind winterharte Gewächse – überwiegend –
Die Koryphäen sind knallhart (hätte ich „knall“ jetzt groß schreiben müssen 😉 ? ) – ganzjährig –

Soviel zu den Vergleichen

Es ärgert mich ungeheuer, dass sehr häufig junge Menschen (U25) seitens „persönlichen Ansprechpartnern“ (pAP’s) und Leistungssachbearbeitern förmlich am Nasenring vorgeführt werden.
Beispiel gefällig? Bitte sehr:

Da behauptet ein/e Mitarbeiter/in im Gespräch, sie dürfe mit der Betroffenen eigentlich gar nicht reden, da sie ja eine Bevollmächtigte (mich) habe. Von „richterlicher Anordnung“ war gar die Rede…
Unfassbar!
Im Jahre 10 nach Hartz weiß  eine Koryphäe/Fachkraft also noch immer nicht um den Unterschied zwischen Bevollmächtigung (§13 SGB X) und Betreuungsrecht (im BGB verankert) ?

Da avisiert man an anderer Stelle, die KdU ggfs. für einen getrennt lebenden Elternteil einzustellen, weil die jungen Eltern eine BG darstellen würden…das aufgrund der Tatsache, dass beide ein unverheiratetes Paar sind, die sich einen Zusammenzug reiflich überlegen. Grundvoraussetzung für eine existierende Bedarfsgemeinschaft ist aber zunächst zwingend (!) ein Zusammenlebenleben.

An anderer Stelle schei*t man auf die Beratungs-und Auskunftspflicht (§§ 14,15 SGB1), pöbelt den unwissenden Betroffenen aber an, dass man „nicht das Kindermädchen sei und er sich gefälligst selbst über seine Obliegenheiten zu informieren habe“ (hier ging es Mitwirkungspflichten, die, wie so vieles im SGB2, nicht abschließend gesetzlich geregelt sind und im Ermessen der jeweiligen Jobcenter liegen. Einfach mal googeln ist da für die Betroffenen nicht angezeigt…)

Was soll mensch dazu sagen?

Vielleicht ist, um auf die Koniferen zurück zu kommen, der Mythos „Baumschule, Unterricht bei Lehrer Ast“ 😉 doch Realität.
Und bei der Einschulung wurden die „Koryphäen“ versehentlich den Koniferen zugeordnet und haben folgerichtig keinen wirklich guten Unterricht genossen?
Es wird wohl kaum in Erfahrung zu bringen sein…auf die Erklärung der Bereichsleitung (Fachaufsichtsbeschwerden wurden verfasst) bin ich daher umso mehr gespannt. Bislang durfte ich zumindest in dieser „Etage“ auf fachliche Kompetenz setzen (die gibt es aber durchaus auch -vereinzelt- bei den Menschen, die in der „Nahrungskette MainArbeit“ nicht oben angesiedelt sind, keine Führungsposition innehaben, sprich „normale“ pAP’s und SB’s 😉
Nur im Fachbereich U25 suche ich diese bislang eher vergebens)

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3 Kommentare zu “MainArbeit Offenbach – Von Koniferen und „Koryphäen“

  1. Ich freue mich auch sehr, eigentlich habe ich hier nur reingeschaut, um einen älteren Artikel von Dir nachlesen wollte.

  2. Angesichts der geschilderten Verhaltensweisen bleibt wohl nur die Flucht in den Humor. Holzköpfe, die reichlich Hartz absondern…

    • Hallo Jaques,
      ja, wenngleich es oft an Galgenhumor gemahnt…Schützt vor Verbitterung, habe ich mir sagen lassen 😉
      lG
      Ellen/“Tara“, wg.Probs mit wordpress jetzt als cvole kommentierend, aber noch immer die Blogbetreiberin

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