MainArbeit Offenbach – Die Sache mit dem Sack…

…oder: Manchmal ergeben sich recht merkwürdige Assoziationen 🙂
So auch meine, zugegeben etwas strange, gedankliche Verbindung MainArbeit vs. „Sack“.
Warum das so ist, ist eigentlich schnell erklärt. Und doch ist der Artikel einmal wieder lang geworden…

Die vergangene Woche war in Teilen sehr anstrengend. Nein, ich habe keineswegs erwartet, dass sich während meiner dreimonatigen „Einsatz-Pause“ irgendetwas im Offenbacher Jobcenter zum Besseren hin verändert hat. Aber soviel gebündelte ***** in so kurzer Zeit? Und im Hinterkopf dazu das Wissen, um wie viele Mißstände ich nichts weiß…
Kurz gesagt, einige der Mitarbeiter gingen mir ganz gehörig auf den (imaginären) Sack!

Machtspielchen

Da gibt es beispielsweise einen großen, weißen Vogel 😉 in der Beratung bei den U25ern. Diese Mitarbeiterin ist bei den jungen „Kunden“ zu Recht verschrieen. Ich hörte erstmals vor einem Jahr dergestalt von ihr – wollte das zunächst nicht glauben – dass sie von einer jungen, schwangeren Frau verlangte, ihren Bauch zu entblößen, weil die Schwangerschaft nicht erkennbar sei.
Nachdem ich als Beistand einer hochschwangeren, jungen Frau ihre – durchaus „beherrschte“ – aber spürbar abwertende, empathielose Art und die für mich deutlich erkennbare Geringschätzung, fast schon Angewidertsein wahrnahm, glaube ich die Geschichte mit dem Bauchzeigen“müssen“ jetzt auf’s Wort.
Das mit der Mimik sollten Sie noch ein wenig üben, Frau S., diese ist, neben Anderem, gar zu verräterisch….
Diese Koryphäe weiß sehr wohl, wer ich bin. Pures Machtspiel, dass sie einen Ausweis einforderte, der ihr selbstredend nicht zusteht.
Das ist eben der Unterschied zwischen Beistand und Bevollmächtigung…aber was schreib‘ ich da.
Den § 13 SGB X in der aktuell gültigen Fassung gibt es ja erst seit 2004, da darf man doch nicht erwarten, dass sich jetzt bereits eine Mitarbeiterin damit auskennt.
Und wenn gar die Teamleitung dieser Abteilung die erforderlichen Zweitschriften an mich mit „Frau Betreuerin“ adressiert, zeigt es nur, dass es noch ein sehr weiter Weg ist, bis vielleicht das „kleine 1×1“ in Sachen Sozialgesetzgebung in den Köpfen ankommt…

Become obdachlos, it’s fun

Da wird ein in Schichtarbeit erwerbstätiger Bürger, der – die Gründe spielen für mich keinerlei Rolle – obdachlos wurde, in eine Sammelunterkunft verwiesen, obschon es hinreichend bekannt ist, dass gerade dort an Schlaf kaum zu denken ist. Das dortige Klientel ist überwiegend suchtkrank, Polizeieinsätze sind keine Seltenheit, die Zustände sind erbarmungswürdig.
Die LeistungsSB weiß sehr wohl, dass der Mensch wohnungssuchend ist. Gut, er hatte seine vergebliche Wohnraumsuche nicht akribisch dokumentiert, er wusste nichts von dieser Pflicht. Und er ist „amtsbekannt“ keiner der wenigen OfW’ler, die überzeugt „Platte machen“. Die Dokumentation lässt sich im Übrigen spielend leicht nachholen.
Aber nein, es fielen Sprüche wie:
„Notunterkünfte seien kein Wunschkonzert“ oder „sie (die SB) sei nicht das Kindermädchen und müsse ihn schon gar nicht über die Obliegenheiten informieren“.
Hallo Frau O., sagen Ihnen die §en 13,14 und 15 SGB 1 so rein gar nichts?
Sie haben die Pflicht, aufzuklären, zu beraten und Auskunft zu erteilen!
Ergebnis meiner Vorsprache bei der Teamleitung war letztlich positiv, ob die veranlassten Dienst-und Fachaufsichtsbeschwerden für die Mitarbeiterin dies auch sein werden, weiß ich natürlich nicht…

Wundert es da noch irgendwen, dass Menschen nach derart (und leider oft häufigen) Erfahrungen der Meinung sind, die Mitarbeiter gehörten alle in einen großen Sack, mit dem Knüppel draufgeschlagen, es träfe ohnehin immer den Richtigen?

Von derart Äußerungen distanziere ich mich ausdrücklich, Verallgemeinerungen sind aus meiner Sicht unklug, und dennoch sind sie zu verstehen <- im Sinne von: zu erklären…

Obdachlos = Schlampe?

Der bislang letzte „Einsatz“ dieser Woche war auch für mich eine Herausforderung, oder besser, eine Nagelprobe für meinen Pazifismus 😉
Eine junge, gut ausgebildete Frau gerät aufgrund „zwischenmenschlichen Irrtums“ in die Obdachlosigkeit. Nach mehreren Jahren gelingt ihr die Trennung von dem Partner, der sie in diese Exkremente hinein geritten hat.
Sie ersucht folgerichtig um eine Zuweisung zu einer anderen Notunterkunft, erhielt diese auch nach stundenlanger Warterei. Letztlich ist sie erschöpft und schläft bei einem Bekannten (der sich auch schützend vor sie stellte, als es zu Übergriffigkeiten seitens des Ex kam und bei dem sie ihre wenigen noch heilen Kleidungsstücke deponierte) ein.
Erst am Folgetag spricht sie im Hotel vor.
Nachlässig? Ja, aber das ist der Jugend geschuldet!
Nachdem sie dort abgewiesen wurde (ich war als Begleitung dabei) weil der Zuweisungsschein bereits am ersten Tag eingelöst werden muss – auf Anordnung der MainArbeit – da sonst der Hotelbetreiber seine Kosten nicht erstattet bekommt, erneute Vorsprache im Jobcenter.
Zunächst verweigerte man ihr diese Zuweisung, es wurde schwadroniert von „Polizeieinsätzen ihretwegen“ (die -auf Nachfrage bestätigt durch die Bullizei – nicht stattgefunden haben!) , es fielen Sprüche wie „letzte Chance vertan“ ect.
Letztlich stellte ich klar, dass ich es nicht zulassen werde, dass die junge Frau auf der Strasse steht und die Angelegenheit umgehend der Bereichsleitung vortragen werde. Diese hat sich – ich muss es erneut betonen – bislang immer sachlich-freundlich und rechtskonform gezeigt.
Wenige Augenblicke später wurde uns mitgeteilt dass ein neuer Zuweisungsschein ausgestellt wird, wir möchten uns doch bitte bei Frau SB einfinden 🙂

Auf sehr deutliche Nachfrage meinerseits – die Mitarbeiterin (mit dem frühlingshaften Namen und der sympathischen Ausstrahlung eines Novembertages) weigerte sich nahezu durchgängig, mit mir zu sprechen – wurde dann das bestätigt, was mir die junge Frau bereits am Tag zuvor sagte:

Kein Hotel wolle sie mehr haben aufgrund ihres häufigen Männerwechsels!
So die Aussage des N. (auf das Wort „Herr“ verzichte ich) Einweiser und einzig Zuständiger der vorgeschalteten ZVU (zentrale Vermittlung von Unterkünften).
Wir erinnern uns:
Die Dame trennte sich nach mehrjähriger(!) Beziehung von einem Partner und die SB übermittelt mit unübersehbarer Häme zum wiederholten Male den Vorwurf der Promiskuität – vulgodeutsch Vielfi**erei mit häufig wechselnden Partnern!

Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerden sind bereits raus, zum Strafantrag wg. des Verdachtes auf Vergehen nach den §en 185, 186 und 187 ( http://www.verteidiger-berlin.info/docs/beleidigung-verleumdung.php ) habe ich angeraten.
Ein Schuss vor den Bug sollte hier sein, wenngleich diese Anträge i.d.R. nicht weiterverfolgt werden.

Und warum nur…

…kommt mir beim Schreiben des letzten Absatzes urplötzlich das Wort Drecksack in den Sinn?
Ach ja, richtig, ich war ja heute irgendwie dem Wort Sack zugeneigt…

Die „Anderen“

Dass es auch Mitarbeiter gibt, die ihren Job
(und nein, ich werde jetzt nicht erneut lang und breit erklären, dass alle Mitarbeiter zwar dem System dienen, dennoch nicht alle Menschenschinder sind…)
innerhalb dieses menschenverachtenden Systems so gut wie möglich im Sinne der Betroffenen verrichten, habe ich diese Woche erneut erleben dürfen.
An dieser Stelle seien daher wohlwollend erwähnt:
Frau V. von der ZAS
– man sollte innerhalb ihres Namens das U durch ein I ersetzen und hoffen, dass sie dem Namen entsprechend ansteckend wirkt ( ich liebe diese Wortspiele 😉 ) –
Frau F. aus der Leistungsabteilung…liefe es doch nur immer so friedlich
Frau M. aus der Abteilung U25 – da bricht sich die Empathie immer mehr Bahn
und Andere…

 

 

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13 Kommentare zu “MainArbeit Offenbach – Die Sache mit dem Sack…

  1. @Christof Bieker: Es hat seinen Grund, warum dieser Blog von den Lesern sehr geschätzt wird. Möge Ihr Ableben Ihnen den Frieden bringen den es braucht, um Ihr Karma im nächsten Leben aus vollen Zügen genießen zu können. Ich bin fies genug, Ihnen das von Herzen zu gönnen!

    @Patrick Oberthür

    „Ihre Darstellung ist einseitig. Der o.g. Kundin wurde schließlich geholfen und dies wäre wohl auch ohne Ihren “Einsatz” erfolgt. Sie sprechen von “Pazifismus”, doch nutzen Sie diesen Blog um verbal zu attackieren.“

    Es gibt immer zwei Seiten. Eine davon ist „wahr“. Ob der „Kundin“ tatsächlich ohne Beistand geholfen worden wäre erscheint angesichts der Schilderung zumindest zweifelhaft.

    „Da ich bei dem Gespräch als unbeteiligte Person anwesend war, wundert es mich doch sehr, o.g. Sachbearbeiterin “Häme” vorwerfen….. Alternativ: ein Mangel an Empathie und situativem Feingefühl.“

    Frau Vaudlet stellt ihr Feingefühl und ihre Empathie hier seit langem unter Beweis, und es gibt viele, sehr viele Menschen, die beides mit aufrichtiger Freude bestätigen würden. Ich persönlich erlaube mir schon aufgrund Ihrer Anwesenheit Zweifel daran, daß Sie „unbeteiligt“ waren.

    „Ein paar Gegenfragen:“

    Auch von mir, wenn Sie gestatten: Wie lange hat ein Mensch, der Fehler macht, Anspruch auf Unterstützung in existenziellen Notlagen? Einen Tag, zwei Tage… oder nur bis der Fehler gemacht wurde? Es gibt einen AUFTRAG, den Sozialbehörden zu erfüllen haben, und der definiert sich nicht durch Verschulden. Ich nehme an, wenigstens das ist Ihnen bekannt. Und sicher hätten sie eine „gute Lösung“ parat, wie mit Menschen, die nicht nur in Not sind, sondern auch noch Fehler machen, zu verfahren ist, gelle?

    „Offenbar (ohne den Fall genau zu kennen – aber ich nehme einfach male Ihre Schilderung als die richtige an) ist es zu (hangreiflichen?!) Auseinandersetzungen zwischen dem Bekannten Ihrer Mandantin und des Exfreundes gekommen. Würden Sie als Betreiber eines Hotels (oder einer Notunterkunft) solche Auseinandersetzungen dulden? Ich nicht.“

    Sicher nicht. Sie würden notleidenden Menschen die Übergriffe anderer anlasten? Verstehe ich das richtig? Bestimmt sind Sie ein Musterbeispiel an Civilcourage, wie sie unser Herr Bundespräsident so gern thematisiert…

    „O.g. Sachbearbeiterin hat sie am Gespräch nicht beteiligt. Haben Sie sich vorgestellt? Nein. Haben Sie Ihre Rolle in der Geschichte geschildert? Nein.“

    Augenscheinlich ist Ihnen nicht bekannt, daß ein Beistand in seiner Funktion anonym bleiben kann, und trotzdem, so er zum sachlichen Vortrag befähigt ist, für Betroffene sprechen darf. Es hat seinen Grund, warum der Gesetzgeber das so geregelt hat! Das muß Ihnen nicht gefallen, ist aber so.

    „Sie haben suggestive Fragen gestellt und die Kollegin (ohne Not, denn die Angelegenheit war ja schon geregelt) in die Defensive zu drängen versucht. Finden Sie das höflich? Menschlich? Empathisch, vielleicht auch für die Situation der Sachbearbeiterin? Nein. Konnten Sie Ihrer Kundin so helfen? Ich wage zu behaupten: Nicht wirklich!“

    Es ist bestimmt gut, daß die „Angelegenheit“ „schon“ geregelt war. Ich lese:

    Zunächst verweigerte man ihr diese Zuweisung, es wurde schwadroniert von “Polizeieinsätzen ihretwegen” (die -auf Nachfrage bestätigt durch die Bullizei – nicht stattgefunden haben!) , es fielen Sprüche wie “letzte Chance vertan” ect.
    Letztlich stellte ich klar, dass ich es nicht zulassen werde, dass die junge Frau auf der Strasse steht und die Angelegenheit umgehend der Bereichsleitung vortragen werde. Diese hat sich – ich muss es erneut betonen – bislang immer sachlich-freundlich und rechtskonform gezeigt.
    Wenige Augenblicke später wurde uns mitgeteilt dass ein neuer Zuweisungsschein ausgestellt wird, wir möchten uns doch bitte bei Frau SB einfinden.

    Wäre der Zuweisungsschein bereits ausgestellt gewesen und die „Angelegenheit“ so geregelt, wie Sie das hier darstellen, hätte es die hier strittige Kommunikation doch gar nicht gegeben! Verkaufen Sie uns doch bitte nicht für dumm!

    • Lieber Piedro,
      zunächst mal danke für die Rückenstärkung!
      Eines aber muss ich korrigieren:
      Beim Eintreffen im Büro der Leistungs-SB war die Zuweisung i.d.T. ausgestellt.
      Wir sprachen ja zunächst in der ZAS (zentrale Anlaufstelle) vor, die dort tätige, empathische MA übermittelte uns, nachdem sie zuvor 2x in unserer Anwesenheit mit der zuständigen SB telefonierte, letzlich (wir waren dann kurz vor der Tür), dass die junge Frau die neue Zuweisung doch erhalten wird.
      Mein „Vergehen“ war dann genau ein Satz:“ Frau X, ich möchte von Ihnen bitte hören, ob der Vorwurf des Eigenverschuldens aufgrund Promiskuität seitens der „Kundin“ von Ihnen stammt, oder ob sie lediglich die Worte des N. wiedergaben“
      Klar ist, dass das Mädel auf der Gasse gestanden hätte, denn zuvor verweigerte sie den Schein konsequent, dies ließ sie, mit den entsprechenden Sprüchen bzgl. Polizei usw – durch die Mitarbeiterin der ZAS am Telefon in unserem Beisein übermitteln.

  2. Hallo Frau Vaudlet,

    zunächst einmal von mir -wenn auch mit einiger Verspätung- ein „schön das Sie wieder da sind“!

    Ein Herr Oberthür lässt mit seinem Kommentar klar erkennen, dass S.-B. einen
    neuen Wasserträger hat! Inhaltlich muss das nicht weiter kommentiert werden;
    mit jedem Satz erschreckende Ahnungslosigkeit gepaart mit intellektueller Diar…!

    Zu dem angesprochenen Mitarbeiter der ZVU -diesem Herrn N.(falls Sie dessen
    „dienstliche“ oder private E-Mailadresse benötigen sollten……) Eigentlich behauptet er sich als „Sozialarbeiter“, allerdings ist er beredetes Beispiel davon, dass in Einzelfällen Menschen einen Beruf ergreifen für den sie gänzlich untalentiert und
    charakterlich defizitär sind. Bei Herrn N. ist erkennbar der Wunsch über andere Macht ausüben zu können der Antrieb. Dazu kommt dazu noch eine massive Empathie-Unterdeckung. Klassische Kombination: hart und mitleidslos gegen Hilfebedürftige, aber als Betroffener div. DAB´s und Anzeigen voller Selbstmitleid und sich keiner Schuld bewusst. In den noch ausstehenden Verfahren wird er ausreichend Gelegenheit erhalten sich zu erklären. So wie auch einige andere Mitarbeiter der Mainarbeit seit dem letzten Jahr mit Erstaunen feststellen mussten, dass sie für den Arm des Gesetzes -auch wenn ihnen der Geschäftsführer anderes erzählt haben sollte- greifbar sind und auch gegriffen werden!

    Danach wird es Zeit die faulen „Geschäfte“ der Mainarbeit mit der Vermittlung von
    „Notunterkünften“ – durch Vorschalten der Diakonie nur minimalst den Anstrich
    der Seriösität und Rechtskonformität gebend- näher unter die Lupe zu nehmen.
    An diesem Geschäft verdienen einige Personen aus den nahen Umkreis des Hr.
    Dr. ein nettes Sümmchen extra!

    Wir bleiben dran -versprochen!!!!!

    • Guten Abend,
      schön, dass auch Sie mich nicht während meiner Auszeit „vergessen“ haben.
      Ich denke, es ist i.d.T. an der Zeit, das nachzuholen, was seit vielen Monaten im Raum steht.
      Meine Festnetznr. ist unverändert, ich bitte herzlich um baldige Kontaktaufnahme.
      Sehr erfreute Grüße
      Ellen
      PS „Empathie-Unterdeckung“ ist ab sofort eine meiner favorisierten Bezeichnungen 🙂

    • Danke für die Richtigstellung, immerhin etwas. Es ist einfach ungeheuerlich, wie manche Sesselwärmer agieren, obwohl sie den Auftrag einer Fürsorgepflicht zu erfüllen haben. Kein Elend ist groß genug, um nicht noch verschlimmert zu werden, Gründe braucht es dazu nicht, nur Gelegenheit… Und was ich hier über diese Unterkünfte lese… Daß Gemeinden für sowas auch noch zahlen, stadt die Eigner in die Pflicht zu nehmen, erschließt sich mir auch nicht. Für verschimmelte Dreckslöcher noch zu kassieren ist eine Sache, Gier und Charakterlosigkeit sind schließlich nicht verboten, aber sowas auch noch durch Zahlung zu fördern ist erbärmlich.

    • Guten Tag, werde mich in den nächsten Tagen wieder mal per Telefon bei Ihnen
      melden – meine Handynummer ist übrigens auch noch die alte.
      Lesen Sie bei Gelegenheit einmal die Kommentare vom 05./06. Okt. zu einem
      Bericht in der FR -Online-Ausgabe vom 28. Sept. unter dem Titel „Reförmchen
      bei der Mainarbeit“! Beachten Sie dabei auch speziell die letzten Wortmeldung von
      TR. Alles Weitere zu diesem Thema werden wir in den nächsten Tagen in Ruhe be-
      sprechen!

      Noch im November stehen insgesamt 5 Strafverfahren gegen Mitarbeiter der Main-
      arbeit -Urkundenfälschung, Postunterdrückung, Rechtsbeugung und Verdacht
      auf Prozessbetrug- im ersten Verfahrenszug an. Des weiteren geht es auch beim
      LSG wieder hoch her!

      Und die div. DAB´s sind auch noch offen. Wegen der Geschichte mit den Hotel-
      unterkünften ermittelt noch eine Fachabteilung im Ministerium!

      • Hallo,

        ich habe mir sowohl den Artikel als auch die Kommentare durchgelesen, und da ich vermute, dass es auch hier Leser gibt, welche die Kommentare verfolgen, erst einmal der link zum Artikel ->

        Bezugnehmend auf den Hinweis zum letzten Kommentar des TR, muss ich gestehen, ich stehe völlig auf dem Schlauch.
        Offenbar kommentierte da da jemand unter dem Pseudo „Hoeschele“ (Kommentar gelöscht, falls es einen screenshot gibt, gerne zumailen 😉 )
        Und diese Person wurde von TR unter Hinweis auf „wechselnde Pseudos mit identischer IP“ als MainArbeiter „geoutet“ ?
        Da auch google mich mit dem Namen nicht weiterbrachte (ich fand lediglich regional eine Frisörin und nen Wetterfrosch 😉 ) , ein anderer Kommentator aber den echten „Hoeschele“ als Schulze-Boeing-kritisch einstufte, habe ich überhaupt keinen Durchblick.
        Bringen Sie Licht in mein Dunkel?

        Die anstehenden Verfahren interessieren mich sehr. Über baldige Kontaktaufnahme freue ich mich dementsprechend…nicht nur, aber auch deswegen.
        Ihre Handynr. habe ich mir nie notiert, nach diversen Anrufen war sie für mich aber zuzuordnen, sobald ich sie sah. Aufgrund der recht langen Zeit des Nichtaustausches habe ich sie leider nicht mehr in Erinnerung, mea culpa.
        Vielleicht schicken Sie mir die Rufnummer via Mail?

  3. Ihre Darstellung ist einseitig. Der o.g. Kundin wurde schließlich geholfen und dies wäre wohl auch ohne Ihren „Einsatz“ erfolgt. Sie sprechen von „Pazifismus“, doch nutzen Sie diesen Blog um verbal zu attackieren.
    Sie stellen Sachverhalte auch einfach falsch dar. Da ich bei dem Gespräch als unbeteiligte Person anwesend war, wundert es mich doch sehr, o.g. Sachbearbeiterin „Häme“ vorwerfen. Auch hat die o.g. SB zu keiner Zeit „Promiskuität“ vorgeworfen. Woher diese Wahrnehmung stammt, ist mir ein völlig Rätsel und ist ein Zeichen verzerrter, subjektiver Wahrnehmung. Alternativ: ein Mangel an Empathie und situativem Feingefühl.

    Ein paar Gegenfragen:
    – Wie lange sollte Ihrer Meinung nach eine Notunterkunft offen gehalten werden, wenn Betroffene diese nicht aufsuchen? Einen Tag? Zwei Tage? Vier Wochen? So lange wie nötig? Wie lange ist das? Hier gibt es eine große Divergenz zwischen Wunsch und Machbarkeit/Finanzierbarkeit. Sie haben aber sicher eine gute Lösung parat.
    – Offenbar (ohne den Fall genau zu kennen – aber ich nehme einfach male Ihre Schilderung als die richtige an) ist es zu (hangreiflichen?!) Auseinandersetzungen zwischen dem Bekannten Ihrer Mandantin und des Exfreundes gekommen. Würden Sie als Betreiber eines Hotels (oder einer Notunterkunft) solche Auseinandersetzungen dulden? Ich nicht.
    – O.g. Sachbearbeiterin hat sie am Gespräch nicht beteiligt. Haben Sie sich vorgestellt? Nein. Haben Sie Ihre Rolle in der Geschichte geschildert? Nein. Sie haben suggestive Fragen gestellt und die Kollegin (ohne Not, denn die Angelegenheit war ja schon geregelt) in die Defensive zu drängen versucht. Finden Sie das höflich? Menschlich? Empathisch, vielleicht auch für die Situation der Sachbearbeiterin? Nein. Konnten Sie Ihrer Kundin so helfen? Ich wage zu behaupten: Nicht wirklich!

    • Guten Tag, Herr Oberthür
      ich darf Ihnen zunächst meinen Respekt dafür aussprechen, dass Sie sich hier mit Ihrem Klarnamen zu Wort meldeten und sich nicht hinter einem Pseydo versteckten.
      Das erleichtert mir einen sachlichen Diskurs, welchem ich im Übrigen JEDERZEIT offen gegenüber stehe.
      Zu Ihren Fragen/Einlassungen (nachfolgend kursiv hervorgehoben:

      Der o.g. Kundin wurde schließlich geholfen und dies wäre wohl auch ohne Ihren “Einsatz” erfolgt.

      Mit Verlaub, das halte ich für eine Fehlannahme. Die Ablehnung des erneuten Unterbringungswunsches der Betroffenen wurde seitens Ihrer Kollegin mehrfach wiederholt, telefonisch gegenüber der sehr sym/empathischen Frau V. (ZAS) Dass die „Kundin“ völlig verzweifelt war und weinte, bestärkte mich darin, die Angelegenheit sofort an die Bereichsleitung herantragen zu müssen. Dies machte ich unmißverständlich klar.
      Erst DA wurde nach kurzer Wartezeit die Zusage erteilt und wir suchten Ihre Kollegin auf.

      Sie sprechen von “Pazifismus”, doch nutzen Sie diesen Blog um verbal zu attackieren.

      Ich attackiere nicht, ich berichte – in zugegeben teils sehr scharfem und polemischen Duktus – über Mißstände. Gäbe es keine, könnte ich „schweigen“…ergo?

      Da ich bei dem Gespräch als unbeteiligte Person anwesend war…

      Was eindeutig einen von mir NICHT monierten Verstoß gegen das BDSG darstellt, denn nur involvierte Mitarbeiter und deren Vorgesetzte dürfen bei Gesprächen mit den „Kunden“ anwesend sein. Aber selbst ich bin nicht päbstlicher als der Pabst…

      wundert es mich doch sehr, o.g. Sachbearbeiterin “Häme” vorwerfen

      Nun, offenbar entging Ihnen dann das Lachen/Kichern und die eindeutige Mimik dabei, als ich Ihre Kollegin auf den Vorhalt der Promiskuität, die „Kundin“ betreffend, ansprach.

      Wie lange sollte Ihrer Meinung nach eine Notunterkunft offen gehalten werden, wenn Betroffene diese nicht aufsuchen?

      Ich weiß zur Genüge um die (teils hausgemachte) Not bzgl. der Unterbringungen. Mein Vorschlag wäre hier klares Zeitfenster von 24 Stunden zwischen Vorsprache und Eintreffen im „Hotel“.
      Das Bett im Hotel war im Übrigen noch frei, doch auf Anweisung des N (ZVU) durfte es nicht mit dieser „Kundin“ belegt wegen, da die Zuweisung vom Vortag war.
      Hier sollte das Formular dringend überarbeitet werden, anstelle des „ab xx.xx.2014“ sollte ein „am xx.xx.2014 – bis auf Weiteres“ stehen.
      DAS wäre ebenso unmißverständlich wie auch ein seitens der Mitarbeiter zwingend notwendig zu erfolgender Hinweis á la: „Sie MÜSSEN dort HEUTE noch vorsprechen“.

      Auch hat die o.g. SB zu keiner Zeit “Promiskuität” vorgeworfen.

      Und genau DAS war mein einziges Anliegen an Ihre Kollegin:
      Da diese Unterstellung auch bereits am Vortag geäußert wurde, wollte ich lediglich von ihr wissen, ob das ihre eigenen Worte waren oder ob sie „nur“ die Äußerungen des N (ZVU) wiedergab.
      Letzteres hat sie letztendlich, wenngleich widerwillig, bestätigt.
      Dass diese dreiste Lüge des N. nicht die einzige war, lässt sich unschwer nachweisen.

      ist es zu (hangreiflichen?!) Auseinandersetzungen zwischen dem Bekannten Ihrer Mandantin und des Exfreundes gekommen.

      Nein, es wurde „nur“ nahezu vollständig das wenige Hab und Gut der Betroffenen zerstört. Der „Schutz“ war dergestalt, dass der Bekannte die letztverblieben Tüten rasch an sich nahm.Zu einem weiteren Eklat kam es nicht.

      Würden Sie als Betreiber eines Hotels (oder einer Notunterkunft) solche Auseinandersetzungen dulden?

      Sie haben gewiss bemerkt, dass ich der Diplomatensprache nicht zugetan bin, daher Klartext:
      1. Würde es mir im Traum nicht einfallen, mir mit heruntergekommenen, teils nach Urin riechenden/teis mit Fäkalien versauten Bruchbuden eine goldene Nase zu verdienen!
      2. Keine Rose ohne Dornen! Wenn man schon an der Not der Menschen verdient, MUSS man bei Obdachlosen damit rechnen, dass es zu Konflikten kommt. Dies ist schon der Tatsache geschuldet, dass sehr viele dieser Menschen alkoholkrank sind und es zudem innerhalb engster ZusammenPFERCHUNG! (ein Polizeihund hat mehr m² Anspruch als ein OfW’ler!) immer wieder zu Auseinandersetzungen kommen MUSS!

      Zum letzten Absatz:
      Ich musste mich nicht vorstellen, da Frau V. (ZAS) Ihrer Kollegin bereits am Telefon mitteilte, dass die „Kundin“ MIT Frau Vaudlet als Beistand vorspricht.
      Auch die Betroffene hat erwähnt, dass ich ihr Beistand sei!
      Die „suggestive“ Frage – Singular, nicht Plural! – war nur eine Einzige:
      Ich fragte, ob die Äußerung „bzgl. Eigenverschulden der Kundin aufgrund häufigen Männerwechsels“ von Ihrer Kollegin stamme oder ob sie lediglich das wiederholte, was N (ZVU) erlog!
      Mit Mitgefühl konnte Ihre Kollegin – nach deren zuvor abweisendem Verhalten inkl Wiedergabe der erlogenen Vorhalte des N. – daher gewiss nicht mehr rechnen.
      WER hatte denn zuvor Mitgefühl mit der jungen Betroffenen?? Doch wohl nur Frau V. und meine Person!
      Dazu kommt:
      Auch wenn ich nicht freudestrahlend jede Despektierlichkeit abnicke, ist der Mitarbeiter dennoch verpflichtet, professionell und rechtskonform zu handeln!
      Gem. § 13 SGB X gilt das gesprochene Wort des Beistandes als das vom „Kunden“ geäußert, sofern dieser nicht unverzüglich widerspricht.
      Die simple Frage (welche ich erst nach mehrfacher, namentlicher Ansprache an die Kollegin hervorbringen konnte, da sie mich schlicht ignorierte [soviel zum Thema Höflichkeit] ) hätte sie mit einem Satz beantworten können/müssen.
      Zusammengefasst:
      Eine derartige Konfrontation war von mir weder geplant, noch beabsichtigt.Dass ich durchaus umgänglich bin, zudem NICHT dem SGB2 Dialog (welcher ja für sein eher sehr offensives Auftreten bekannt ist) angehöre, wird Ihnen eine nicht geringe Anzahl von Kolleg_Innen bestätigen können.
      Allerdings lasse ich nicht „unkommentiert“ zu, dass hilfesuchende Menschen abfällig, despektierlich, rechtswidrig ff abgefertigt werden.
      Ich verweise gerne noch einmal auf meine Beiträge https://erbendertara.wordpress.com/?p=5210&preview=true und https://erbendertara.wordpress.com/2014/09/05/ganz-kurz-in-eigener-sache-meine-scharfzungigkeit/ .
      Ich hege keine Feindbilder, aber auch für mein Gegenüber gilt:
      Für den ersten Eindruck gibt es bei mir keine zweite Chance.

      mfG
      E. Vaudlet

    • Sehr geehrter Herr Oberthür,

      ich sitze hier mit angeschwollenen Halsvenen so dick wie meine Daumen und kann nur fassungslos den Kopf schütteln über so viel Selbstgefälligkeit und Impertinenz.
      Sie kennen noch nicht einmal den allerkleinsten Hauch der ganzen Geschichte dieser jungen Frau, aber maßen sich an vollmundig zu kommentieren.

      Sie haben mit einem halben Ohr nebenbei ein paar Dinge aufgeschnappt, ohne wirklich zu wissen was Sache ist. Würden teilweise die Mitarbeiter der MA ihre Entscheidungen mit Hirn und nicht völlig sinnfrei veranlassen, hätte es nicht der Hilfe von Frau Vaudlet bedurft. Als die junge Frau wegen der endlich vollzogenen Trennung von ihrem Freund um eine andere Unterkunft angefragt und hier das Hotel Kaiserhof vorgeschlagen hat (welches ja gerade mal ein paar Meter von der alten Unterkunft ist), hiess es, dass Notunterkünfte kein Wunschkonzert sind. Das ist sicher richtig, aber sinnvoller wäre es allemal gewesen da dort noch Zimmer zur Verfügung standen.
      Kennen Sie die Notunterkünfte in den Hotels Europa, Atlas oder Axa? Zum Teil verschimmelte Zimmer, 2 x Wasserschaden ( es wurde selbstverständlich nichts ersetzt an Bekleidung, Wäsche etc.), kein Kühlschrank um wenigstens etwas Brot, Butter und Wurst lagern zu können ohne, dass man es am nächsten Tag wegen Schimmelbefall entsorgen muss, für Fernsehen 20 € extra jeden Monat, warme Mahlzeiten nur ausserhalb möglich, da keine Kochmöglichkeit. Wäsche waschen nur im Waschsalon und dies alles selbstverständlich vom üppigen Regelsatz.

      Ich würde Ihnen wirklich wünschen wenigstens mal 4 Wochen dieses Leben leben zu müssen und dann noch den ständigen Druck der MA im Rücken zu haben. Hut ab vor den Menschen, die dabei nicht zerbrechen.

      Erst durch den Beistand von Frau Vaudlet ist es gelungen doch ein Zimmer im Kaiserhof zu bekommen mit Kühlschrank und kostenlosem WLAN, so dass man wenigstens ein paar Lebensmittel horten und nach Wohnungen schauen kann. Warum ging das vorher nicht?
      Warum erst mit Beistand?

      Wenn Sie jetzt noch wissen möchten warum mich das so aufregt: ich bin die Mutter der jungen Frau und ich bin manchmal mehr als entsetzt über die mehr als idiotischen Entscheidungen mancher Mitarbeiter. Und bevor Sie sich zukünftig in Dinge hängen, von denen Sie keinen Schimmer haben……………….halten Sie es wie Dieter Nuhr immer so schön sagt: einfach mal die Fr………e halten.

  4. Manche Menschen sind einfach unterirdisch. Da passt der Artikel mit den Koniferen treffend dazu. Wenn mir was nicht passt, dann lese ich es einfach nicht. Aber nichts in der Welt würde mich dann auch noch dazu bewegen, einen derart sinnfreien Kommentar abzugeben Herr Bieker

  5. Tara Deine „dreimonatige Einsatzpause“ solltest Du verlängern bis zu Deiben Ableben wenn Du gutes tuen willst,es bekäme Deinen Mitmenschen deutlich besser!
    bye bye

    • Christof,
      ich habe auch diesen Kommentar freigeschaltet – letztmalig –
      Zwar weiß ich nicht, was Dich antreibt, solche Schmähposts zu verfassen (und es interessiert mich auch nicht wirklich) aber dennoch:
      Du tanzt gerade auf sehr dünnem Eis!
      Sachliche, konstruktive Kritik nehme ich gerne an und diskutiere auch darüber, solcher Schmarrn allerdings findet künftig keinerlei Würdigung mehr.
      Lass derartige Dinge bitte zu Deinem eigenem Vorteil künftig sein, tobe Dich auf Deiner Facebook-Seite aus oder sprich mit Freunden über Deine offenbar vorhandenen Probleme. Besser ist das…

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