Mein Freund – Der Fallmanager

 

Er ist kritisch, zu kritisch bisweilen nach Lesart seines Arbeitgebers.
Er agiert ähnlich wie Inge Hannemann, lässt „Interna“ extern werden.
Er hat Rückgrat. Wurde durch kollegiales mobbing und bossing noch nicht gebrochen.
Viele seiner Informationen waren mir schon sehr nützlich.
Er hat seinen „inneren Menschen“ noch nicht beerdigt.
Ein – aus meiner Sicht – mutiger Mensch.

Und jetzt, liebe Jobcenter-Mitarbeiter, bitte ich um Einstellung der evtl. eingesetzten Schnappatmung, denn:


Ich schrieb zwar im Präsens, doch das Geschilderte ist Vergangenheit
, mit Ausnahme der Charakterisierung!

Er ist Ex-Fallmanager. Und er ist in Rheinland-Pfalz zu Hause. Auch ist er bislang „nur“ ein Facebook-Freund (das wird sich in Kürze wohl ändern, hoffe ich 😉 ).
Sein Name ist Burkhard Tomm-Bub
Nein, ich beschrieb also kein in der MainArbeit ansässiges U-Boot.
Hätte ich gerne, aber in Ermangelung dessen/deren Existenz geht das leider nicht.

Weshalb ich Burkhard diesen Artikel widme?

Der Grund dafür ist sein nachfolgend stehender Artikel. Dieser gibt ziemlich punktgenau auch meine Einstellung wieder. Und, nicht ganz uneigennützig 😉 , möchte ich mich  damit auch – zum wiederholten Male – gegen die Unterstellung, ich sei in irgend einer Form „radikalisiert“, verwehren. Den ein oder anderen Mitarbeiter sehe ich vor meinem „geistigen Auge“ nach Lesens des Artikels zustimmend nicken…


 

Montag, 8. September 2014

Niemand ist schließlich gezwungen im jobcenter zu arbeiten!

 
HEROES
„I, I will be king
And you, you will be queen …“ (David Bowie)

Niemand ist schließlich gezwungen im jobcenter zu arbeiten!
– so hört man es immer wieder einmal aus der radikalkritischen Ecke der Bewegung gegen HARTZ IV.
Damit verbunden ist dann in der Regel eine strikte Ablehnung und Aburteilung eines jeden Menschen, der in einem jobcenter arbeitet, einmal gearbeitet hat, oder der für Menschen dieser Art auch nur irgendein Verständnis zeigt.
Da nützt es auch nichts, wenn man (wie unter anderem auch Inge Hannemann) mittlerweile selbst zu den scharfen Kritikern des Systems gehört. Dies wird dann als unwahr, vorgeschoben, usw. angesehen, bzw. werden auch völlig andere, schlimme und eigensüchtige Motive krampfhaft hinein gedeutet.

Nein – Weltbild und Feindbild müssen klar, sauber, übersichtlich und gut handhabbar in Schwarz und Weiß sortiert sein – und bleiben! Da gibt es kein Vertun, da gibt es nichts zu verstehen und auch nichts nachzuvollziehen.
Wo kämen wir denn da sonst hin?!

Vielleicht sogar in einen Dialog, vielleicht mit einigen sogar in eine Kooperation, in ein breites Bündnis gegen einzelne, üble Punkte und Auswüchse des HARTZ – Systems?
Doch wer könnte so etwas schon wollen!
Das riecht doch nach Fraternisation, nach Verbrüderung und Verteidigung und nach Verständnis für die „Meute der Systemschergen“, die „dickfälligen Beamten auf Lebenszeit“, die mit ihren „faschistoiden Schikanen“ lediglich eine und wirklich nur eine Freude im Leben haben: Menschen zu sanktionieren und in Hunger und Selbstmord zu treiben …!

Doch nun zu etwas völlig anderem. Der Realität.
Doch eins vorab: richtig – es gibt sie. Wie überall.
Bei vielen Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – da sind dann auch diese und jene dabei. Menschen mit sozialen Defiziten, unreife Persönlichkeiten, Choleriker, etc. pp.
Und ja – auch Beamte auf Lebenszeit gibt es.
Alles kein Thema.
Besondere Entgleisungen dieserart Typen sollten mit möglichst kaltem Blut akribisch dokumentiert und sodann formal korrekt an die zuständigen Beschwerdestellen, notfalls auch an die Öffentlichkeit gebracht werden. Sollte da manchmal Geduld und Beharrlichkeit notwendig sein – sollten wir diese aufbringen.

Ende 2004 begannen (im Detail durchaus hektisch) die Vorbereitungen auf die Umstellung Sozialhilfe / Arbeitslosenhilfe —> HARTZ IV / ALG II.
Die jobcenter (damals ARGEn) verfügen bis heute über kein eigenes Personal.
Um es (nur scheinbar) grob verkürzt zu sagen: ein „arg bunt durcheinander gewürfelter Haufen“ war das, der nun in Arbeitsämtern, in den Kommunen und auch extern rekrutiert wurde. Sowohl was den Bereich Leistung (Geld), als auch was den Bereich Arbeitsvermittlung / Fallmanagement betraf.
Berufliche Ausbildung, Vorerfahrung, Motivation, Befähigung, etc. waren in hohem Maße unterschiedlich ausgeprägt. Auch beruflich völlig fachfremd qualifizierte und gänzlich für einen Wechsel  unmotivierte Menschen waren reichlich dabei. Eine wirkliche Wahl hatten aber die wenigsten.
Zudem wurde das neue Vorhaben „SGB II / ALG II“ gänzlich anders verkauft, als es sich dann später entwickelte. So seien von den Fallmanager_innen „etwa 75 Menschen“ zu betreuen und zu  beraten. Die Sanktionen seien nur unwillig und auf Wunsch der Politik mit ins Konzept genommen worden. Sie würden auch nur das letzte „pädagogische Mittel“ darstellen – und eigentlich eher ein Hinweis darauf sein, dass der Fallmanager seine vorherige Arbeit vielleicht nicht wirklich optimal gemacht habe. Und das waren alles keineswegs nur mündliche Beteuerungen – die entsprechenden Konzepte lassen sich sogar heute noch  im Internet schriftlich auffinden!
Von 300 – 400 Fällen, einer grotesken und immer mehr ausufernden EDV (inklusive umfangreicher Dokumentationspflichten), von verschärftem Controlling, vom Druck der Maßnahmelobby, von Sanktionquoten und vielem mehr war also keineswegs die Rede.
Im Laufe der ersten Jahre begann man sich einzuarbeiten und einzuspielen aufeinander. Einige „flüchteten“ bereits jetzt, bewarben sich immer wieder auf auch nur halbwegs in Frage kommende Stellen außerhalb des jobcenters – oder wurden gar dazu gedrängt. Vieles wurde schlimmer und schlimmer, erste Widerstände regten sich – und wurden beschwichtigt, vertröstet, versandeten.  Auch gebrochen wurden sie dann später zum Teil.
Ein neuer Trend zeichnete sich anschließend klar ab: „Frisches Blut, dynamische, engagierte Menschen in die jobcenter!“ – so der OFFIZIELLE Text. Der offizielle.

Um es anders herum anzugehen.
Wen finden wir heute in den jobcentern als Mitarbeiter_innen vor?

Etliche von diesen Menschengruppen:

– Quereinsteiger_innen, die woanders „schnell weg mussten“ (oder wollten)
– Alleinerziehende
– Menschen mit (mehreren) Zeitverträgen (hintereinander) und ungewisser Aussicht auf Verlängerung
– Menschen in Teilzeitbeschäftigung (mit Interesse an und vager Aussicht auf spätere Umwandlung in Vollzeit – Arbeitsverhältnisse)
– Berufsanfänger_innen
– Angehörige junger, eigener Familien mit Kleinkindern (und ggfl. „Häusle – Hypothek“)
– „Umsiedler_innen“ aus anderen Bundesländern, die beginnen, hier eine neue Existenz aufzubauen

Sowie:
– Ältere und / oder gesundheitlich angeschlagene Menschen, die bei Kündigung sicher in diesem Leben keine andere Arbeit mehr fänden

Und zugegeben auch:
– gleichgültige, verbeamtete Menschen, die emotional eher als „schwingungsarm“ zu sehen sind
– ältere, resignierte Menschen kurz vor der Rente / Pension
– jüngere, aufstrebende Kräfte (Stichwort: „Karriere“) .

Ein Großteil dieser Gruppen ist durch selbstbewusstes Auftreten und Druck durch die Vorgesetzten gut lenkbar und formbar. Eigenständige ethische Überlegungen werden nicht gefördert, im Gegenteil durch subtile, einseitige Informationen unterminiert und manipuliert. Wo dies nicht reicht, „kommen Zahlen auf den Tisch“, wird Druck gemacht und mit vagen Versprechungen operiert (ein bisschen „Zuckerbrot“ muss ja auch sein). Ein immer ausgefeilteres, computergestütztes Controlling optimiert diese Abläufe deutlich.

Ein kleine Exkurs noch:
Auch das Kontingent der Beamten kann es sich nicht wirklich ohne Weiteres leisten „aufzumucken“. Im Gegenteil ist es fast schon erstaunlich, wie offen diesen im Falle des Falles gedroht wird.

Bei wem die Karte „Karrierestop“ nicht (mehr) sticht – dem wird dann die Zuweisung „unterwertiger Arbeit“ signalisiert. Und – vor allem – kommt eine „Karte“ zum Einsatz, über die hier nur die BA als Bundesbehörde verfügt. Eine „bundesweite Erprobung“ wird offiziell für unerwünschte Verhaltensweisen angekündigt.
Wer:
– nicht zu sehr an seiner derzeitigen Arbeit und seinen Kolleg_innen hängt
– gesundheitlich gut fit ist
– gern reist und Abwechselungen genießt
– keine Kinder und Partner_in hat,
etc. …
Dem mag es vielleicht nicht so viel ausmachen, z.b. ein Jahr lang kreuz und quer durch die Republik geschickt zu werden, jeweils zur Arbeit für einige Wochen oder wenige Monate an diesem und dann wieder am entgegen gesetzten Ende des Landes …
Aber nur dem.

Wie dem auch sei.

Einem Druck kann man widerstehen, subtile Beeinflussung kann man als solche erkennen, eigenständiges Denken lässt sich erlernen, eine ethisch – moralische Selbsterforschung ist ebenso grundsätzlich Jeder und Jedem möglich.

Doch wie steht es mit anschließenden substanziellen Schritten / Konsequenzen? Wie steht es mit ihren Folgen und mit der damit verbundenen Verantwortung?

Ich brauche nun hier nicht alle oben genannten Gruppen „durchzudeklinieren“. Da liegt vieles auf der Hand, denke ich. Der fitte, junge Mensch der „geschaßt“ würde – fände nach einiger Zeit evtl. wieder etwas neues. Der ältere kranke Mensch jedoch nicht. Dafür steht beim Jüngeren aber ggf. die Mitverantwortung für ein Kleinkind, oder zwei an. Usw.

Ja. Ja, eine Heldin, einen Helden kann man sich ausmalen.
Eher jünger. Gesund. Noch ungebunden. Jedoch nicht zu jung, aber mit guten Qualifikationen und Berufserfahrung. Nicht karrierefixiert. – Ja. Ich denke, das wäre es in etwa. Wenn diese Person im jobcenter arbeitet und durchschaut, was da alles eigentlich wirklich so gespielt wird. Und wenn sie dann noch ein Hirn im Schädel, ein Herz in der Brust und einen Hintern in der Hose hat …!
Dann wird sie hingehen und heftigst auf den Tisch klopfen. Und sich auch weder drohen, noch sich beschwichtigen lassen. Sie wird öffentlich machen, was öffentlich zu machen ist – und erhobenen Hauptes das so genannte „jobcenter“ verlassen.

So eine Heldin, so einen Helden – kann ich mir vorstellen.

Bei allen anderen Menschengruppen, die ich weiter oben schilderte, fällt mir das schwerer. Und zum Teil VIEL schwerer!

Wir alle sind uns, denke ich darüber hinaus,  ja wohl vollkommen darüber im Klaren, dass eine offene Arbeitsverweigerung im jobcenter keinem einzigen Kunden, keiner einzigen Kundin auch nur das geringste bringen würde. Der Teamleiter und die Kolleg_innen bekämen die Kunden “umverteilt”, bis man einen neuen AV / FM gefunden hätte, der „erst mal mit Zeitvertrag“ die Fälle weiter bearbeiten würde.
Es wäre also eine rein symbolische Geste.

Ich sage:
Die qualifizierten, guten Fallmanager_innen vor Ort erreichen da IM Büro, wenn kein Chef zuguckt, wesentlich mehr, durch passiven Widerstand. Wahrlich!
Ich weiß:
Es gibt nicht wenige Mitarbeiter_innen, die – noch anonym – in Foren und Blogs kritisch aktiv sind.
Ich weiß:
Es gibt so einige, die verdeckt interne Informationen an die Hartz IV – kritische Szene zuliefern.

Dennoch freue ich mich natürlich über Jede und Jeden, der noch mehr tut, die Deckung verlässt, offen kritisiert, etc.!

Es ist jedoch weit gefehlt, Menschen die den hohen persönlichen Mut hierzu noch nicht fassen konnten, zu verurteilen! 
(Dieser Mut beinhaltet oftmals ja nun mal zusätzlich die Fähigkeit, auch die Interessen der Partner_innen und eigenen Kinder, etc. hintanzustellen.) 
Beschimpfungen als Feigling und „Mitläufer wie bei den Nazis!“ – sind da völlig fehl am Platze! 
Von jedem, der sich zu solch` Beleidigungen hinreißen lässt – verlange ich zumindest kategorisch vorab einen belegten Beweis, dass er ähnliche Heldentaten bereits selbst vorzuweisen hat.

„Niemand ist schließlich gezwungen im jobcenter zu arbeiten!“ Richtig.
Aber – ganz so leicht kann man sich die Sache nicht machen, ganz so leicht läßt sich dieser Themenkreis eben NICHT vom Tisch wischen!

Ich persönlich plädiere für Kooperationen, für Bündnisse, für gegenseitige Unterstützung – im engagierten Einsatz gegen das unlogische, unwirtschaftliche und inhumane System Hartz IV!

DANN können wir, immer wieder und immer öfter sagen:

„Though nothing will drive them away
We can beat them, just for one day
We can be Heroes, just for one day
We can be Heroes, for ever and ever“!


MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A. 

67063 Ludwigshafen
Ex – Fallmanager

Quelle und andere Artikel von BTB unter http://kopfmahlen.blogspot.de/2014/09/niemand-ist-schlielich-gezwungen-im.html?spref=tw
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4 Kommentare zu “Mein Freund – Der Fallmanager

  1. Egal wer oder was der Verfasser alles in Augen anderer sein kann -in einem hat er
    einen entscheidenen Wissensvorsprung: der internen Erfahrung als ehemaliger
    Mitarbeiter eines Job-Centers! In seiner Aufzählung der Einstellungskriterien hat er -bezogen auf die Erfahrungen mit den Mitarbeitern der MainArbeit Offenbach- einige Beschreibungen leider nicht ausreichend dargelegt:

    Neben „Dipl.-Pädagogen“ (wo hat der seinen Hochschulabschluss geschossen?) ***, „Tanzlehrer“ (***), „Hinterwäldlerbauer“ (mit geifernder Obrigkeitshörigkeit) gibt es noch jede
    Menge Pseudo-Juristen (Dipl.-Jurist; kein vollwertiger Juraabschluss, nur für die
    Verwaltungslaufbahn zu gebrauchen), verkrachte Sozialarbeiter und -pädagogen
    mit Kontrollwahn (aus kirchlich-caritativen Einrichtungen übernommen) und jede
    Menge „Verwaltungsmitarbeitern“ osteuropäischer Herkunft (Motto; kenn ich nicht,
    haben wir nicht und kriegen wir auch nicht rein) im Stil russischer Etagenwärterin- nen grosser Hotels oder ehemaliger HO-Verkäuferinnen. Gerade Letztere fallen -neben einer generell als grenzwertig zu wertenden Grundqualifikation- gerne dadurch negativ auf, dass sie den eigenen, sprachlich hilflosen Landsleuten mit einem knarzigen „hier ist sich die Amtsprache deitsch“ gegenübertreten und selbst
    für den popelligsten Schmierzettel erst eine offizelle Übersetzung einfordern.
    Sind selbstverständlich keine Beamten, faseln aber gerne beim kleinsten Widerspruch gleich von „Widerstand“ und „Beleidung“ eines Amtsträgers!

    • Hallo,

      so gerne ich Ihre drastischen, wenngleich die Realität wiedergebenden, Formulierungen lese ( Polemik kann durchaus ein Stilmittel sein), hier musste ich leider 2x Sternchen einsetzen.
      Tit for tat, wie es der Engländer formuliert 😉
      Will heißen:
      Wenn ICH öffentlich nicht als *** bezeichnet werden möchte und dies als Beleidigung verstehe, dann muss ich dieses Recht auch meinen „Kontrahenten“ zugestehen.
      Dazu: Auch wenn Mitarbeiter der MainArbeit sich häufig so einbringen, dass man ihnen ruhigen Gewissens grundlegende menschliche Qualifikationen absprechen kann, möchte ich mich mit solchen Menschen nicht auf eine Stufe stellen und beleidigend werden resp., Beleidigendes zulassen.

      Generell hat Ex-Fallmanager Burkhard ebenso Recht wie Sie. Sie sprechen von der Situation hier vor Ort, er von eher allgemeinen Kriterien.

  2. Burkhard Tomm-Bub – den Du hier adelst – ist alles Mögliche, aber gewiss kein mutiger Mensch. Er irrlichtert seit Jahren durch die Online-Welt, stets nach Aufmerksamkeit und Anerkennung heischend. Dabei ist ihm jede Thematik recht, seien es seine lächerlichen „Mahnwachen“ vor Filialen eines Telekommunikationsanbieters, dessen Rechnungen er nicht bezahlen konnte oder wollte, sei es seine Aktivität in der Scheinwelt von „Second Life“ … oder eben seinem „mutigen Kampf“ gegen Hartz IV, den er erst begonnen hat, nachdem ihn das System selbst ausgespien hat und er nicht mehr davon profitieren konnte. Der sich nicht zu schade ist, seine gesundheitlichen Probleme immer und immer wieder für seine gerade aktuellen PR-Nummern zu instrumentalisieren.

    Es mag ja sein, dass Du Dich mittlerweile zu solchen Typen und ihren schwülstigen Texten hingezogen fühlst, nichtsdestoweniger finde ich es traurig. Traurig, dass Du auf derartige Selbstdarstellungskünstler (mit, wie ich meine, pathologischen Zügen – Du erinnerst Dich? – da waren wir uns auch einmal nicht ganz uneinig) hereinfällst.

    • Hallo Frank,

      Ich falle auf niemanden MEHR! herein und pathologische Züge unterstelle ich mangels Ausbildung UND Kenntniss der Person ebenfalls nicht.
      Dass manche Dinge, die andere Menschen so veranstalten, vielleicht „befremdlich/strange“ wirken, ist die eine Seite. Das gilt für mich, das gilt für Dich, für den Rest der Menschheit, also auch für Burkhard.
      Wer sind wir aber, Andere aburteilen zu dürfen?
      Die andere, viel wichtigere Seite aber ist:

      (Auch) in dieser Sache gebe ich Burkhard völlig Recht!

      Nebenbei:
      Ich weiß selbst nur zu gut, wie es ist, Menschen nützen – und nicht schaden! – zu wollen und dabei zwischen „die Fronten“ zu geraten, genau WEIL ich nicht gewillt bin, einseitig Position zu beziehen.Eben WEIL ich es mir nicht einfach (gut/böse , richtig/falsch ect) mache, und auch nicht machen kann und will.
      Das sollte einfach mal so akzeptiert werden.
      Wir alle sind Menschen, machen Fehler, tun Gutes, verhalten uns bescheuert oder auch klug.Manchmal gar im „fliegenden Wechsel“… so what?
      Das Ziel sollte sein, einen Weg zu finden, diesen Hartz-Irrsinn zu beenden. Da dies nicht ad hoc geht, sollten Wege in klein-klein „vor Ort“ beschritten werden…auch „ungewöhnliche Wege“ wie die Wahrnehmung „der anderen Schreibtischseite“ als fehlbare Menschenwesen.
      (Schon witzig irgendwie, dass dann ausgerechnet mir von „beiden Seiten“ Einseitigkeit vorgeworfen wird)
      Meine Einstellung bedeutet aber NICHT, dass nicht in aller zulässigen Härte gegen Mitarbeiter, welche Recht und Anstand mit Füßen treten, vorgegangen werden MUSS!
      Das hört sich kontrovers an, ist es aber nicht.
      Aber mach Dir mal keinen Kopf, nicht nur Du verstehst offenbar nicht, was ich meine, denke, fühle und warum ich so handele, wie ich es tue. Vielleicht bin ich ja mit meiner Einstellung (welche sich in Burkhards Artikel wiederfindet), auch „krank“/pathologisch? Wer weiß das schon…seltsam nur, dass die anderen Versuche (Hardcore-Aktionen gegen die Jobcenter/Gesetzgebung) auch keine wirklichen Erfolge nach sich zogen, siehe u.A. künftige Rechtsvereinfachungen…
      Die schwarz-weißen Darstellungen, die Angriffe auf mich, weil es offenbar kaum einer schnallt, WAS genau meine Einstellung ist und weshalb ich in einem Atemzug sowohl „angreifen als auch verteidigen“ kann UND will, ermüden mich zusehends.
      Ich denke, es macht Sinn, sich auf „die Sache“ zu konzentrieren, Wege anzutesten, die jenseits schwarz-weiß liegen und das Persönliche rauszunehmen.
      Ob derartige Wege funktionieren, bleibt abzuwarten.

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