Pinocchios Erben

 

Es gibt Tage, da mag mensch schier an seinem Verstand zweifeln.
Oder an seiner Hörfähigkeit.
Vielleicht auch an seiner Fähigkeit, in deutsch vorgebrachte Sätze verstehen zu können.

Zweifeln sollte mensch jedoch niemals an:
Die Partei, die Partei, die Partei das Jobcenter hat IMMER Recht
.
Oder so... 😉

Um es kurz zu machen:
Dienst-und Fachaufsichtsbeschwerden  wurden kurzerhand abgebügelt. Nun, nichts Anderes hatte ich erwartet, denn man nennt diese Beschwerden ja nicht ohne Grund
f,f,f = formlos, fristlos, fruchtlos.

Die ausführliche Begründung hingegen hat mich doch, nicht nur ob der ihr innewohnenden Ausserachtlassung geltenden Rechts, etwas verblüfft.
Wäre die Angelegenheit nicht von grundsätzlicher Brisanz, könnte ich darüber lächeln, dass ein Geschäftsführer der Ansicht ist, geltendes Recht mittels „hausinternen Anweisungen“ einfach mal so aushebeln zu können.

Auch die Tatsache, dass, obwohl die Betroffene als auch ich mit eigenen Ohren eine getätigte, diskreditierende unwahre Behauptung vernahmen, dies „ausdrücklich bestritten“ wird, ist nichts Neues.

Bürgernah und außerordentlich kooperativ…

…jawoll 🙂 So, und NUR so verhält man sich im Offenbacher Jobcenter. Ganz besonders in dem einen, „besonderen“ und von mir vorgebrachten „Fall“.
Die Partei, die Partei das Jobcenter hat immer Recht, jawoll!
Konkret dreht es sich um das im letzten Abschnitt Geschilderten -> https://erbendertara.wordpress.com/2014/09/04/mainarbeit-offenbach-die-sache-mit-dem-sack/

Ethik und so

Zunächst einmal sei festgestellt:
Mein bereits vor Jahren freiwillig abgelegtes Gelübde beinhaltet – neben weiteren vier Grundsätzen, welche den christlichen Geboten sehr ähneln – auch die selbstauferlegte Verpflichtung, keine Unwahrheit zu sprechen!
Und nun liegt das Antwortschreiben des Herrn Dr. Schulze-Boeing vor mir, in welchem ich – indirekt – bezichtigt werde, zu lügen.
Denn nichts von dem von mir Vorgebrachten träfe zu, nichts Derartiges sei geschehen, im Gegenteil…o.k., es steht quasi Aussage gegen Aussage, und selbstredend wird weder Betroffenen noch ihren lästigen Beiständen „Glauben geschenkt“.
Im Westen nix Neues…

„Man“ behält sich Strafverfolgung wegen Verleumdung vor

Das hat nun doch eine besondere „Qualität“.
Statt einGespräch, die Klärung, eine Verbesserung anzustreben, wird offenbar versucht, mich mundtot zu machen.

Ich werde nicht schweigen angesichts der vielen Ungerechtigkeiten, niemals!

Und doch werde ich künftig etwas „behutsamer“ vorgehen müssen.
Nicht aus Eigeninteresse, keinesfalls!
Mein Augenmerk liegt auf den Betroffenen, welche – würde es gelingen, mich zum Schweigen zu bringen und/oder mich „handlungsunfähig“ zu machen – dem bürgernahen, kooperativen, rechtskonformen, kompetenten und äußerst fürsorglichen Verwaltungsgeschehen dann überwiegend allein ausgesetzt gegenüber stehen würden.

Und dann wären da noch die „Guten“

Damit meine ich die Mitarbeiter der MainArbeit, die sich durch Freundlichkeit, Empathie und den Willen zur Rechtskonformität auszeichnen.
Den **** werd‘ ich tun, diese als „Zeugen“ für getätigte und nunmehr bestrittene Aussagen zu benennen.

Selbst dann nicht, wenn die Androhung Überlegung, mich strafrechtlich zu belangen, realisiert wird!
Ich bin froh und dankbar, dass es diese Mitarbeiter gibt und werde nichts unternehmen (wie beispielsweise anzuregen, diese unter Eid aussagen zu lassen) was ihnen schadet.
Eine solche Handlung wäre gleichwohl egoistisch als auch kontraproduktiv für die Leistungsberechtigten.
Und: Ich wertschätze diese Mitarbeiter – m/w/Plural! – also werde ich ihnen nicht im Ansatz Probleme bereiten!

Schlußüberlegung zum Strafgesetzbuch:

Wenn die Dinge nicht mehr beim Namen genannt werden dürfen, wenn ich mit jeder drastisch und polemisch formulierten Schilderung wahrer Ereignisse künftig Gefahr laufe, strafrechtlich belangt werden zu können nach § 187 StGB, dann lohnt sich doch direkt ein Blick auf das zu verhängende Strafmaß.

Im Vergleich:
Bei einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren wegen „Verleumdung“ und einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren wegen eines Vergehens nach § 201 StGB erscheint mir Letzteres in zweierlei Hinsicht als das geringere Übel:
Zum Einen, die Strafe ist geringer.
Und zum Anderen könnte ich, wenn ich wollte, dann den (leider gerichtlich nicht verwertbaren) Beweis für meine „Behauptungen“ antreten…

Da ich im Knast aber so gar niemandem mehr nützlich sein kann (oder doch?) , bleibt es bei diesem Gedankenspiel… 😉

 

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7 Kommentare zu “Pinocchios Erben

  1. ich hoffe du läßt dich nicht entmutigen und die angekündigten strafanzeigen sind erfolgt?
    denn seit „adolf“ den amtsmissbrauch aus dem strafkatalog entfernt hat, ist es nicht so einfach die „saubeutel“ zu belangen, man sollte also über jede gelegenheit froh sein.
    die „in aussicht gestellte“ verleumndungsklage erscheint mir (ohne genaue kenntnis der umstände) wie ein aufplustern -> drohgebärde ohne tatsächliche substanz, denn für die „taten“ gab es ja 1? zeugin. es macht auch wenig sinn, jemand der letztlich den antrag bewilligt hat mit einer nicht zutreffenden beleidigungsklage zu überziehen.
    leider ist das spekulatius, da du z.t. den denkwürdigen 😉 stil pflegst die dinge nur anzudeuten, zu umschreiben – feststellung, keine kritik.
    problematisch wird es, wenn als muster erkennbar wird, das handlungen „nur“ angedeutet und nicht vollzogen werden, das ermuntert den gegner geradezu seinerseits immer dreister zu agieren.
    übrigens schon erwogen gegen s.-b. eine duf-beschwerde wegen mangelhafter dienstaufsicht einzureichen?
    bekanntlich wird nach oben die luft immer dünner und evtl. ist ausgerechnet der zuständige reg.-präsident NICHT sein freund.
    bzgl. deiner „schlussüberlegung zum stgb“ befindest du dich leider gleich mehrfach im irrtum. zum einen würdest du, bei einem mitschnitt den du als beweis angibst (und wozu sonst macht man einen mittschnitt?), bei unterliegen gleich doppelt verknackt, „sowohl als auch“ und nicht „entweder – oder“, das aber nur am rande.
    zum anderen gilt, wie üblich, keine regel ohne ausnahme.
    zwar sind nicht authorisierte mitschnitte -grundsätzlich- nicht gerichtsfest sondern im gegenteil, verboten und strafbewehrt…aber, gerade im strafprozess gilt, war eine bedrohung, beleidigung, nötigung, etc. pp. zu erwarten!!!, und das gilt beim jc-„verkehr“ ebenfalls -grundsätzlich-, dann ist ein mitschnitt durchaus als legales! und nicht strafbewehrtes beweismittel zu würdigen.
    das steht, wie so vieles, natürlich nicht im gesetz, ist aber mehr denn minder ständige rechtsprechung.
    auch eine „knasterfahrung“, erst recht nicht mit der höchststrafe, wirst du mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit nicht machen, da müßte schon einiges auf dem „kerbholz“ stehen.

    also viel glück

    • Herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.Ich zitiere mal in kursiv und antworte 😉

      und die angekündigten strafanzeigen sind erfolgt?

      Nein. Wie ich schrieb, riet ich der Betroffenen eindringlich dazu, aber wie so oft hat da wohl die Angst vor Reperessalien obsiegt – Feststellung, vorwurfsfrei – sie hängt ja nach wie vor am Tropf der MainArbeit und hat die Hoffnung, jetzt zügig in Arbeit zu kommen. Ihr AV scheint (hörensagen) „ganz in Ordnung“ zu sein.
      Nun hätte ich können selbst die Anzeige machen (gibt es nicht sogar die Pflicht, bei Kenntniss einer Straftat dies zu tun?), aber das wäre übergriffig, schließlich ist die Betroffene eine erwachsene Frau.Und gegen den Willen meiner Mitmenschen mache ich nichts, auch wenn es „juckt“
      Dazu kommt:
      Falls ich zu einem „neuen Ereignis“ (die Menschen besuchen mich am Mittag) eine eidesstattliche Versicherung bekomme, dass sich dieses tatsächlich SO abgespielt hat, wie mir geschildert wurde, dann werde ich höchstselbst Strafantrag stellen.
      Sollte es sich also bewahrheiten (das ist derart heftig, dass ich es kaum glauben kann) dann ist „Beleidigung“ dagegen Kleingeld!
      Dann ist es auch gut, dass ich mir den Strafantrag im Fall der jungen Frau verkniffen habe, gar zu leicht geht die Querulantenschublade auf…
      Womit wir beim nächsten Punkt wären 😉 ->

      …die dinge nur anzudeuten, zu umschreiben

      Nunja, ich schrieb ja, dass ich dazu riet, nicht, dass es erfolgen wird/erfolgt ist.
      Klar, pure Androhungen ohne Umsetzung machen auf Dauer unglaubwürdig.Ich denke aber schon, dass man mich seitens der MainArbeit mittlerweile sehr ernst nimmt…
      Insofern hoffe ich fast schon, dass das „neuerliche Ereignis“ sich tatsächlich so zugetragen hat.
      Dann liest auch Du richtigen Klartext von mir.

      die “in aussicht gestellte” verleumndungsklage erscheint mir (ohne genaue kenntnis der umstände) wie ein aufplustern -> drohgebärde…

      Das sehe ich (mittlerweile) auch so. Dennoch, wer mich kennt, der weiß, dass ich mich mit so haarsträubenden Ungerechtigkeiten/Schweinereien sehr schwer tue. Ich kann (will?) einfach nicht begreifen, dass Lügen immer stärker sein sollen als die Wahrheit, dass kein Fünkchen Anstand oder eine minimale „Erkenntniss“ in den (Führungs)Köpfen vorhanden ist.
      Nur bin ich ja in solchen Sachen auf die Mithilfe/den Mut der Betroffenen angewiesen, ich muss Aussagen ja „verifizieren“ und darf nicht spekulativ vorgehen.
      Es hat mich schon etwas betroffen gemacht, hoffte ich doch, dass auch in emotionalen Amöben wie dem Dr. S-B noch ein kleines Stück Ehrlichkeit wohnt…
      Ich lerne dazu, meine „Naivität“ reduziert sich zusehends. Return to innocence (wie in meinem Bin-wieder-da-Beitrag angedeutet) ist LEIDER ein Trugschluss gewesen

      war eine bedrohung, beleidigung, nötigung, etc. pp. zu erwarten!!!, und das gilt beim jc-“verkehr” ebenfalls -grundsätzlich-, dann ist ein mitschnitt durchaus als legales! und nicht strafbewehrtes beweismittel zu würdigen.

      Das finde ich richtig spannend!Hast Du zufällig links zu Verhandlungen parat, in denen diese Art der Beweiswürdigung zugelassen wurde?
      Du, viele Andere und ich sehen es natürlich so, dass man im JC per se mit solchen, wie von Dir benannten, Vergehen rechnen muss. Ich habe dennoch ein wenig Bauchweh, da „unsere“ langjährige Erfahrung nicht unbedingt deckungsgleich sein muss mit der Einschätzung des Richters, sollte es zu einer Verhandlung kommen.
      Übrigens, da ich gerade den letzten im Beitrag Satz mit Smileys betonte , überlasse ich meinen Lesern die Einschätzung, wie ich mich künftig wappnen werde 😉 😉
      Und klar, Angst vor dem Gefängnis habe ich keine, das war eher flapsig angedacht…

      Nachtrag
      An eine DAB gegenüber Herrn Dr. S-B habe ich gedacht. Allerdings ist der Sozialdezernent der „politische Ziehsohn“ des Geschäftsführers, und ich kann mir ausrechnen, wie wirkungsarm eine Beschwerde da sein wird.
      Nebenbei, der „Kölsche Klüngel“ ist Dir sicher ein Begriff. Köln ist auch hier…

  2. Liebe Ellen,

    ich versuche, Dich seit heute Spätnachmittag über Deine beiden mir bekannten Mailanschriften zu erreichen (= die eine von ihnen ist die aus dem Impressum hier). Leider kommen meine Mails immer wieder als unzustellbar zurück. Frage: Mailanschriften geändert? ‚Funkt‘ einer dazwischen? (Ergeht’s also anderen auch so?)

    Tja, was tun?

    Fragt sich ratlos
    Holdger

    • Lieber Holdger,
      ich denke, ich muss eine Säuberungsaktion durchführen. Bitte versuche es morgen nachmittag nochmals oder PN via FB, lieben Dank für Deine Geduld 🙂
      herzlichst
      Ellen

    • …war eine bedrohung, beleidigung, nötigung, etc. pp. zu erwarten!!!, und das gilt beim jc-“verkehr” ebenfalls -grundsätzlich-, dann ist ein mitschnitt durchaus als legales! und nicht strafbewehrtes beweismittel zu würdigen.

      Das finde ich richtig spannend!Hast Du zufällig links zu Verhandlungen parat, in denen diese Art der Beweiswürdigung zugelassen wurde?

      Nein, ich weiß nur das es so ist. Einfach mal mit „Gesprächsaufzeichnung“, „Strafprozeß“, „Beweismittel“, googlen und Dich dann durch „Tonnen von Seiten“ wühlen 😉
      Dabei kommt es, neben der Schwere der zu beweisenden Tat!!!, vor allem auf eine sorgfältige Begründung für den 201-Verstoß an.
      Beispiel: es ist mehrfach passiert das Leistungsempfänger, selbst in Deinem Beisein, herabwürdigend behandelt und/oder beleidigt wurden. Die folgenden DuF-Beschwerden verlaufen im Sande, sind aber dokumentiert!!! (sic!)
      Zu einem neuerlichen, ähnlich gelagerten „Fall“ bei der/den SB eures „Vertrauens“ nimmst du ein Band mit und zeichnest auf.
      Begründung: Natürlich nicht „…beim Jobcenter ist das immer so (emotional verschwommene Erfahrung)…“ sondern aufgrund mehrerer ähnlich gelagerter Fälle (s.v.) ist eine wirksame Rechtspflege! ohne die Zulassung als Beweis in diesem Bereich nicht mehr gegeben.
      Ein Restrisiko besteht immer, das allerdings durch eine gute anwaltliche Beratungshilfe, PKH gibt es leider nicht, noch weiter minimiert werden kann.

      DuF – auch gegen den Sozialdezerenten ist eine solche möglich 😉

  3. Hi Ellen ich finde es gut was du für andere getan hast, weil ohne deine Hilfe wern die Leute einfach vom Amt bei den meisten Sb über den Tisch gezogen. Die Spielregeln vom Herrn Schulze Bohm sind unter aller Menschenwürde und das die meisten Sb das befolgen ist unter aller Sau na ja Herz und Hirn lässt man wohl an der Garderobe.Mit anderen Worten las dich nicht Mundtot machen
    Es müssten mehr von Inge Hanemann geben
    Mit freundlichen Grüßen Nives Neugebauer

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