Fehdehandschuh? Danke, nein! Oder…

…bleibt mir am Ende doch keine andere Wahl, als ihn aufzunehmen? Alternativlos, sozusagen? Ich befürchte es…

„Jemandem den Fehdehandschuh hinwerfen“ bedeutet, ihn herauszufordern oder mit ihm Streit beginnen zu wollen. Von „Den Fehdehandschuh aufnehmen/aufheben“ spricht man, wenn jemand eine Herausforderung annimmt.(Wiki)

Streit? Nicht wirklich mein Ding

Und doch ist es leider Realität, dass aufgrund meiner (nunmehr stark reduzierten) Tätigkeit als „Anti-Hartz-Aktive“ Auseinandersetzungen Tagesgeschäft sind. Das ist, wie so vieles andere Unschöne, systemimmanent.
So weit, so unangenehm, so „normal“.
Ein Fehler wäre es daher, würde ich jedwede (!) Anfeindung von Mitarbeitern der MainArbeit persönlich nehmen.
Ich vertrete nun einmal die „Gegenseite“, bin somit häufig Sand im Getriebe der trögen Entrechtungsmaschinerie. Wer ich bin, spielt dabei keine Rolle.
Ob eine Frau Vaudlet oder irgend ein Herr Meier, letztlich ist es nur das Agieren, welches bei denjenigen, denen auf die Finger geschaut (und geklopft) wird, Ärger auslöst.
Namen und Personen sind hingegen völlig austauschbar und damit unwichtig…

Persönlich nehmen? Persönlich nehmen!

Dies ist zu meinem Bedauern die häufige und leider sehr unprofessionelle Reaktion auf meine Aktivitäten. Kritik an den Handlungen (!) und am bisweilen extrem unethischen Verhalten mancher Jobcenter-Mitarbeiter wird überwiegend als „Angriff“ gewertet.
Ich habe es mittlerweile aufgegeben, klarmachen zu wollen, dass ich lediglich Fehler anprangerte, in der Hoffnung, die Menschen mögen aus den aufgezeigten Fehlern lernen.
Dieses Vorgehen hat  leider, wie so viele andere Versuche zuvor (auch die anderer „Hartz-Aktivisten“), keine nachhaltigen Erfolge gebracht.
Doch bislang zumindest hat es noch kein MainArbeiter für folgerichtig befunden, sich deswegen an „meinen Schützlingen“ abzuarbeiten, weil sie ihren Ärger über mich nicht an mir auslassen konnten. Bislang.

Und dabei soll es bitte auch bleiben!

Den neuralgischen Punkt in’s Visier nehmen

Wie jeder Mensch, so denke ich, habe auch ich „Schwachstellen“.
Und damit sind nicht nur meine angegriffene Gesundheit und die damit einhergehende Tatsache, dass starke Aufregung äußerst negative Folgen für mich haben könnte, gemeint.
„Man(n)“ kann durchaus  auch subtil  Attacken auf mein Herz starten.
Das Herz steht ja symbolisch auch für Liebe, und was schmerzt wohl mehr als zu bemerken, dass offenbar versucht wird, genau dem Menschen zu schaden, der seinen festen Platz im Herzen hat?

Es ist zutiefst beschämend, so denke ich, wenn aus offenbar rein persönlichen Befindlichkeiten heraus nun augenscheinlich zum Hallali geblasen wird.
Wenn überhaupt, hätte die „Treibjagd“ in diesem Fall im Hinblick auf mich (!) eröffnet werden müssen und nicht (!) auf denjenigen, der tief in meinem Herzen ist.
Das wäre auf Augenhöhe! Das wäre „angemessen“! Das zeugte im Übrigen auch von cojones!

Fehlende öffentliche Präsenz = geschwächte Vaudlet?

Es wäre eine verfrühte (Fehl)Interpretation meines Verhaltens, zöge man derartige Rückschlüsse aus meiner derzeitigen Zurückhaltung in Sachen Öffentlichkeit.
Von daher ist es aus meiner Sicht schon ein gewisses „timing mit G’schmäckle“, gerade zum jetzigen Zeitpunkt „Machtspielchen“ mit mir spielen zu wollen, bar jeden Wissens um meine Verfassung.

Könnte es nicht auch durchaus so sein, dass ich gerade dabei bin, mich still und leise in die Startlöcher zu begeben für die nächste, „größere“ Aktion?
Stille Wasser sind bekanntermaßen tief…

Ein eindringlicher Appell

Mit allem Verständnis für persönliche Befindlichkeiten, Zorn gegen meine Person ff, appelliere ich jetzt eindringlich an das, was ich flapsig als das „Rest-Gute im Menschen“ bezeichnen möchte.
Ich appelliere auch an die Fairness resp. an das, was von ihr übrig blieb!
Wir alle haben „Unzulänglichkeiten“.
Von daher wäre es unangebracht, eine vermeintliche (!) Machtposition zum Schaden derer anzuwenden, welche „unschuldig“ in einen Strudel aus persönlichen Befindlichkeiten Zweiter/Dritter geraten sind!
Ein solches Verhalten wäre/ist schlicht unanständig!
Daher appelliere ich auch an den menschlichen Anstand…

Er kleidet mich nicht, dieser Fehdehandschuh…

…und doch bin ich bereit, ihn aufzunehmen!
Höchst widerwillig! Mit sehr starken Bauch-und Herzschmerzen!

Um ein Vielfaches größer als dieser Widerwille ist hingegen meine Bereitschaft, diesen Handschuh nicht anzuziehen!
Ich möchte, besser, ich WILL keine völlig unnötige Auseinandersetzung, die auf dem Rücken Unschuldiger ausgetragen wird!

Braucht es neben all den aktuellen, realen und grauenvollen Kriegsschauplätzen dieser Welt noch obendrein „semi-private Klein-Kriege“?
Ich denke, nein!

Irgendwann einmal hörte ich die Worte:
„Frau Vaudlet, ich möchte Sie nicht zum Feind haben“
Seinerzeit erwiderte ich sinngemäß, dass ich zwar stur im Durchsetzen der Rechte „Hartz4-Betroffener“ bin und mich auch der bissigen Polemik bediene, um anzuprangern, zu beschämen, zum Nach/Umdenken anzuhalten…dass ich jedoch niemals eine feindliche Haltung einnehme und keine „Feindbilder per se“ pflege.
Es war wohl reichlich naiv von mir, anzunehmen, dass mein Denken, Fühlen und Handeln intellektuell und/oder auf der Ebene der emotionalen Intelligenz wirklich verstanden wurde.
Um „verstehen“ zu können, muss mensch auch verstehen wollen. Und diesem „Wollen“, wiederum ist ein echtes Interesse am menschlichen Gegenüber vorgeschaltet.
Ist dieses (wie auch immer basierte) echte Interesse nicht vorhanden, gibt es keine Notwendigkeit, zu reflektieren.
Dann bleibt es beim oberflächlichen spiegeln…
Mittlerweile bin ich zu müde geworden, meine (Lebens)Einstellung erklären zu wollen, es ist meist doch nur verschwendete Energie…denn hören und verstehen (wollen) waren halt schon immer zwei Paar Schuhe.
Dies gilt übrigens für „beide Seiten des Schreibtischs“.

Alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel…

werden meinerseits ausgeschöpft, wenn die – von mir als kleinliche Schikaneversuche definierten – Handlungsweisen zulasten eines wunderbaren Menschen fortgesetzt werden.
Das ist viel Schreibkram, nicht nur für mich. Unnötig obendrein.

Mein Angebot, ein klärendes Gespräch zu führen, um eine (juristische) „Schlammschlacht“ zu vermeiden, steht dementsprechend nach wie vor.
Meine Adresse 🙂 E-Mail-Adresse  ist bekannt, das Gleiche gilt für meine Rufnummer.
Sie zu nutzen, wäre aus meiner Sicht eine Vernunftshandlung.

Daher nochmals:
Ich habe keine Lust, mich „stellvertretend zu zoffen“ und appelliere – ergänzend zu oben – somit auch an die Vernunft.
Auch im kleinsten „Krieg“ gibt es  keine Gewinner, wozu ihn also austragen?
Mir auszumalen, dass es Menschen gibt, die sich gerne in völlig unnötige, vermeidbare Auseinandersetzungen begeben, übersteigt mein Vorstellungsvermögen. „Meine“ Vernunft sollte vielleicht unser aller Vernunft sein…

* Dieser Artikel mag für die allermeisten Leser ziemlich „kryptisch“ daherkommen.
Dafür entschuldige ich mich.
Er wurde verfasst in der Hoffnung, dass er von der Seite, an welche sich insbesondere mein Appell richtete, gelesen UND verstanden wird…

 

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2 Kommentare zu “Fehdehandschuh? Danke, nein! Oder…

  1. Liebe Ellen, gerne kommentiere ich Dein Gedanken zu diesem Federhandschuh. Weil ich aber nichts hinschludern will, brauchts etwas mehr Zeit. Aber zur Kategorie „Gedanken ohne Schranken“ füge ich hier meine Worte aus der Zeit des Kosovokrieges bei.
    Die Gedanken, die Gedanken,
    die Gedanken, sie ranken, sie ranken.
    Sie ranken um zu drehen zu drehen,
    zu drehen und zu sehen, zu sehen,
    zu sehen die Schranken, die Schranken.
    die Schranken die ranken, die ranken.
    die Schranken die ranken.
    die Gedanken drehen um zu sehen,
    die Gedanken, sie ranken in ihren Schranken,
    die Schranken die Ranken in den Gedanken, den Gedanken,
    die Gedanken, sie ranken, sie ranken.
    Ranken kaum nach innen, nach innen.
    Nach innen in die Gedärme, in die Gedärme,
    nur kein Gelärme, nur kein Gelärme.

    Über den Felsen da hinkt es, das Bein, das Bein.
    Das Bein , das übel zugerichtet, zugerichtet,
    zugerichtet vom Schreien der Kehlen, der Kehlen.
    Der Kehlen im Dunkeln, im Dunkeln.
    Es lässt sich an zu munkeln, zu munkeln.
    Zu munkeln vor der Sonne
    Und am Abend die Wolken verladend,
    da sind sie, die Gedanken, die Gedanken,
    die Schranken, die Schranken.

    Die Zeit, die Zeit.
    Es ist so weit.
    Die Gedanken, die ranken,
    Das Bein, das Bein, über den Felsen da hinkt es das Bein.
    Auch die Arme die helfen, die helfen.
    Die helfen zu bestehen die Prüfung der Lüge, der Lüge.
    Die Lüge, da hinkt sie, da hinkt sie,
    über den Felsen da hinkt es , das Bein, das Bein.
    Das Bein das übel zugereichtet, zugerichtet.
    Zugerichtet vom Wühlen, vom Wühlen,
    Vom Wühlen nach Fühlen, nach Fühlen,
    Fühlen die Freude, die Freude,
    die Freude von Morgen, von Morgen.
    Morgen nicht heute, nicht heute.
    Heute die Knochen schmerzen, die Knochen die schmerzen,
    schmerzen wie die Zeit, die Zeit,
    die Zeit, die verflogen und betrogen, betrogen,
    betrogen die Liebe die Liebe.
    Die Liebe verreckt verreckt,
    verreckt wie das Herz, das Herz
    Das Herz es soll es wagen, es wagen
    es wagen, sich zu Plagen, zu plagen,
    zu erstreben die Zeit, die Zeit,
    die Zeit sie ist bereit, bereit
    bereit, Sahne in die Wunde zu lassen,
    und zu Hassen, zu Hassen,
    zu hassen die Gedanken, die Gedanken,
    die Gedanken sie ranken, sie Schranken
    die Zeit die Zeit,
    sie ist bereit, bereit,
    bereit mit Schrecken das Eis zu lecken, zu lecken,
    eitel mit Hammer und Beitel ihren Namen zu vermessen,
    einen Turm daraus bauen,
    Ehre zu verhauen und zu klauen und zu klauen,
    Vermessen, vergessen, vermessen, vergessen, vergessen.
    Vergelten zu scheinen in Dollar und Dollar in Händen, in Händen.
    Es schluckt sich recht und Recht
    Recht und schlecht und Schlecht die Pein, die Pein.
    Über den Felsen da hinkt es das Bein, das Bein.
    Die Zeit, die Zeit,
    Die Zeit sie ist bereit,
    die Schritte zu dämmen zu dämmen, zu hemmen, zu hemmen.
    Sieh nur die Hände, die Hände,
    Sieh nur die Hände die Hände,
    Die Hände, sie seifen und schwingen die Reifen, die Reifen,
    den Schmach, den Schmach.
    Sieh nur die Herzen, die Herzen,
    den Schmach, den Schmach.
    Kerzen erleuchten die Herzen, die Herzen,
    sieh nur den Schmach, den Schmach.
    sieh nur die Hände, die Hände,
    sieh nur die Hände, die Hände.
    Und der Holunder blüht in Nachbars Garten so schön, so schön.
    Für den Schredder, den Schredder.
    Übern Berg da hinkt es das Bein, zu feiern die Ankunft, die Ankunft.
    Die Ankunft der Herzen, der Schmerzen, der Schmerzen.
    Der Schmerzen der Hände, der Hände.
    der Hände voll Löwenzahn für Mama, für Mama.
    Für Mamas Vase, Mamas Vase,
    für Ostern und den Tisch,
    den Tisch zu Weihnacht, zu Weihnacht,
    zu Weihnacht den Teller mit Goldrand und den Baum, den Baum.
    Der Baum der liegt da, das Bein das Bein,
    da hinkt es, über den Felsen da hinkt es, das Bein,
    Die Zeit, die Zeit,
    sie ist bereit, sie ist bereit.
    Die Zeit, sie ist bereit,
    zu vergeben, zu vergeben
    zu vergeben die Plätze, die Plätze,
    Die Plätze neu zu belegen, neu zu belegen,
    neu zu belegen die Herzen, die Herzen,
    die Hände die Hände
    in die Mitte zu heben, zu heben,
    Zu heben die Wunden, die Wunden, die Wunden zu heilen, zu heilen,
    zu heilen die Zeit, die Zeit,
    Die Zeit sie ist bereit.
    Sieh nur die Hände,
    sieh nur die Hände.
    Sieh nur die Hände,
    sieh nur die Hände.
    Sieh nur die Hände,
    sieh nur die Hände.

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