Gedanken und Gefühle zum Tod im Jobcenter Rothenburg

Gedanken und! Gefühle?
Ja, durchaus.
Jedoch sind nurmehr die Gedanken noch (fast) identisch mit denen, die ich hatte, als in Neuss eine Mitarbeiterin des dortigen Jobcenters getötet wurde.
Meine Gefühle hingegen…

Da ist kein Erschrecken mehr, keine Fassungslosigkeit.Kein Entsetzen.Diese Emotionen sind weg. Sie sind einem, ich nenne es jetzt einmal so, rationalen Erklärenkönnen in bedauernder Resignation, gewichen.

Natürlich fühle ich mit den Angehörigen des Getöteten, so er sie hat. Einen geliebten Menschen zu verlieren ist immer schlimm, noch schlimmer, wenn es durch eine solch sinnlose Tat geschieht.
Den Getöteten zu betrauern, steht mir jedoch nicht zu, und es wäre zudem ziemlich heuchlerisch.
So bleibt es letztlich bei meinen grundsätzlichen Gedanken, denen, dass niemand das Recht hat, einem anderen, fühlenden Wesen Leid zuzufügen.
Dass es durch nichts zu rechtfertigen ist, einem Menschen das Leben zu rauben.

Genau das aber geschieht in jeder Sekunde, ständig und überall auf dieser Welt. Der Getötete Rothenburger ist somit lediglich ein weiteres Opfer „der Umstände“, welche ich eher als Geistesgifte bezeichnen möchte.
Diese „Umstände“ mögen zwar auf den ersten Blick die unterschiedlichsten Gesichter haben, die ihnen zugrunde liegende Ursachen aber sind immer dieselben und so alt, wie die Menschheit selbst: Gier, Neid, Verblendung und Hass.

Opfertäter/Täteropfer

Mich widert, mit Verlaub, die heuchlerische Stellungnahme einer Frau Nahles genau so an, wie seinerzeit die der von der Leyen (Neuss ) .
Damals schrieb ich meine Gefühle und Gedanken in einem offenen Brief an Letztgenannte.https://erbendertara.wordpress.com/2012/09/30/tod-im-jobcenter-offener-brief-an-ursula-von-der-leyen/

Ich flehte förmlich darum, Lehren zu ziehen aus der Bluttat. Ich appellierte an Mitgefühl (wie lächerlich, so im Nachgang betrachtet) und Verstand.
Jedem denkenden Menschen musste bereits weit vor den ersten Bluttaten, welche im Gegensatz zu den „stillen Opfern“ (Suizide im zumindest mittelbaren Zusammenhang mit „Hartz4“) medial entsprechend ausgeschlachtet wurden, klar sein, dass es nur eine Frage der Zeit sein kann, bis die durch „Hartz4“ ausgeübte, strukturelle Gewalt ihre Opfer fordert. Auf beiden Seiten.
Das ist einfachste Physik: Druck erzeugt Gegendruck.
Das ist biologisches Wissen: Fühlt sich ein Tier bedroht, in eine aussichtslose Situation gedrängt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit aggressiv.
All das, was geschieht – und noch geschehen wird – war und ist vorhersehbar. Nur:
Die, die den Druck aus dem Kessel nehmen könnten, interessiert es nicht!
Kollateralschäden – auf beiden Seiten! – werden billigend in Kauf genommen, so einfach ist das. Ob erschossene Leistungsbezieherin oder toter SB, diese „bedauerlichen Einzelfälle“ gehen den lobbygesteuerten Politdarstellern ganz gediegen am A*** vorbei. Anderslautende Lippenbekenntnisse sind Heuchelei, enthielten sie auch nur Fünkchen Wahrheit aka echtes Mitgefühl, würde man dieses Sozialgesetzbuch längst auf den Scheiterhaufen der Geschichte befördert haben!

Die Verantwortung des Einzelnen

Zusätzlich zu Inge Hannemanns Ansicht, dass die Schuld im System zu suchen sei (ja sicher, aber mM nicht ausschließlich) oder der Stellungnahme Martin Behrsings, dass solche Taten auf den (zweifellos herrschenden) „Klassenkampf von oben nach unten“ zurückzuführen ist, sehe ich die Verantwortung aber auch in jedem einzelnen Mitarbeiter der Jobcenter. Dies ausblenden zu wollen, wäre aus meiner Sicht sowohl töricht als auch fatal…

Stellen wir uns vor, alle Mitarbeiter würden künftig „menschlichen Anstand“ zeigen und ihre persönlichen Befindlichkeiten nicht am (schwachen) Gegenüber ausleben.
Dies würde natürlich Zufallsopfer nicht generell ausschließen, leider (der Hass auf das System ist nicht eben klein seitens vieler Betroffener).
Es würde aber die Gefahr mindern.
Jeder Mitarbeiter hat daher zumindest – aus meiner Sicht – die Pflicht! , dieses ohnhin entwürdigende, unter Generalverdacht stellende, unsägliche SGB2 so einzuhalten, dass „man“ das daraus entstehende Leid ausschließlich! eben diesem Gesetz resp. den Gesetzgebern anlasten kann.

Die Realität sieht aber völlig anders aus!

Milgram lässt grüßen

Da werden Sympathie-und Antipathieentscheidungen getroffen, da werden persönliche Befindlichkeiten ausgelebt bis zum Exzess, es wird aus Freude schikaniert, es werden Menschen mit verächtlichen Worten (denen meist auch Taten folgen) tituliert, es wird in’s Gesicht gelächelt und hinterrücks das Messer gewetzt.
Von der ständigen Angst der Betroffenen in Bezug auf Leistungsentzug, verschlampte und falsche, zu geringe monetäre Leistungen, von der Angst um das Überleben also, schreibe ich hier nichts, dies ist nur ein weiterer Mosaikstein im großen Puzzle.
Der „Kunde“ wird, ich bedaure diese harten Worte, oftmals behandelt wie ein Haufen Scheißdreck. Mieseste Unterstellungen ohne Substanz werden den Betroffenen in’s Gesicht geschleudert, mit einem Handstreich die Zukunft versaut, selbst anwesende Zeugen werden (wenn sie Derartiges thematisieren) der Lüge bezichtigt.
Übergriffigkeiten, ausgelebte Allmachtsphantasien, Anbrüllen, Hinterfotzigkeiten, Lächerlichmachen, belügen, pathologisieren ff …all das ist (dreckiges) Tagesgeschäft.
Ist es jetzt unangemessenes „Nachtreten“ (der Getötete war Honorarpsychologe im Jobcenter), wenn ich schreibe, dass es hier sog. Psychologinnen im Jobcenter gibt, die sich in üblem, pathologisierenden und übergriffigen Gebaren üben? Vielleicht…und doch ist es Fakt.

Für das persönliche Verhalten  sind weder das Gesetz, noch der Gesetzgeber verantwortlich!

Diejenigen, welche ihr Mitgefühl noch nicht verloren haben, sind in der Minderheit und haben vermutlich unter den Kollegen nicht den besten Stand. Diejenigen, welche unkritisch alles „Vorgegebene“ abnicken und umsetzen, bilden die Mehrheit. Die Autorität gibt vor, der SB/AV/pAp setzt um…oder um bei Milgram zu bleiben, dreht den Schalter.
Die oben geschilderten Verhaltensweisen beim „umsetzen“ sind dann charakterabhängig.

Was bleibt?

Ich gebe es offen zu:
In weiten, und mir ehemals wichtigen, Teilen habe ich resigniert. Es war ein liebevoller Traum, eine Seifenblase, die zerplatzte.
Die, eher hilflosen denn wirkungsvollen, Versuche, in meinem Amts-Gegenüber den Menschen anzusprechen und damit für die Betroffenen künftig etwas mehr empathisches Eingehen auf sie zu bewirken, sind gnadenlos gescheitert.
Somit bleibt mir nur noch ein weiteres „Herumdoktern an Symptomen“, einschreiten, wenn es nicht gesetzeskonform läuft und somit „helfen“, wenn ich es denn vermag…

Diejenigen Mitarbeiter
(ja, trotz des Aufschlags auf dem Boden der Realität und der teils sehr persönlichen Enttäuschung über gewisse Spezies gibt es sie noch immer) welche ihre Empathie noch nicht eingekerkert haben, die zwar dem System zuarbeiten (das tun nun mal alle)
aber dennoch nicht zu „emotionalen Amöben“ mutierten, hatten meine Versuche, den inneren Menschen zu beleben, niemals nötig.
Diese Menschen hätten den Milgram-„Schalter“ ohnehin niemals gedreht.

Die anderen hingegen habe ich nicht „erreicht“ und werde ich nicht erreichen, ergo versuche ich es auch nicht mehr. Das wäre töricht und „Perlen vor die Säue geworfen“.
Vielleicht begreifen sie irgendwann die Tragweite ihres persönlichen Handelns.
Wieviele Tote es bis dahin noch geben wird, sollte denn tatsächlich einmal ein Umdenken stattfinden, steht in den Sternen…

Nachtrag:
Ich schrieb von Täteropfern und Opfertätern.
Dies schließt die (mir) so gerne unterstellte (gehässige) Haltung des „die Mitarbeiter sind doch selbst schuld, wenn ihnen etwas zustößt“ aus.
So einfach, wie es manch promovierter Soziologe gerne und häufig unterstellt, mache ich es mir nicht…

 

 

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13 Kommentare zu “Gedanken und Gefühle zum Tod im Jobcenter Rothenburg

  1. Warum diese Tat in Rothenburg geschah wissen wir nicht, in die Gedanken des Täters können wir nicht hineinschauen, es gibt da wie immer Vermutungen. Man wird versuchen eine Klärung der Tat zu erreichen und sicher wird es Mord sein, nur glaube ich die ganze Wahrheit und die Hintergründe die zur Tat selbst geführt haben werden wir nie erfahren.
    Es ist ein Mensch bei einer Tat mit einer Waffe umgekommen in einer deutschen Behörde genannt Jobcenter, das ist schlimm genug für die, die ihn vermissen werden. Für mich steht hier die Frage, warum passieren diese Gewalttaten im Jobcenter, ich bekommen die Gedanken nicht weg, dass solche Taten von den späteren Opfern provoziert werden. Durch viele, viele Beistände und durch Erkenntnisse aus Gesprächen mit Betroffenen von Hartz IV, ist ein Termin im Jobcenter in vielen Teilen eine kriegerische Angelegenheit. Hier kann man sagen der Mitarbeiter des JC hat viele Waffen um Betroffene zu verletzen (da sind ja auch schon einige zu Tode gekommen), das geht bei Sanktionen los……..deren Prozente bis auf null Leistungen steigen und dann kommen Wohnung weg, Hunger, Familien gehen kaputt, Kinder leiden.
    Hier sollten endlich die abgestraft werden, die das Gesetz immer weiter ausweiten, das sind nicht nur die Politiker, aber deren Schuld ist auch jedes Opfer auf beiden Seiten. Die JC-Mitarbeiter haben es doch auch in der Hand ein miserables Gesetz so umzusetzen, dass es menschlich wird, aber was tut man???????
    Es gibt wenige die einen wirklich guten Job im JC machen, nur oft sind diese schnell verschwunden.
    Ein Mensch ist tot, eine Tat die niemand einfach abtun kann, nur das Warum sollte uns vielleicht wenn wir es denn erfahren, nachdenken lassen! Die wahren Täter sitzen in weichen Sesseln und haken das ab, diese Täter gehören vor Gericht.

  2. Mal eine ganz „blöde“ Erklärung für eine solche Tat … Wenn der Mensch nicht mehr weiß, wie er noch überleben soll … dann ist doch ein Gefängnisaufenthalt, bei dem man Kost und Logis frei hat, dem Dahinvegetieren und Verhungern vorzuziehen – oder?

    Was natürlich die Tat an sich absolut NICHT entschuldigt.

    Aber ich denke, unsere Regierung sollte auch einmal diesem Gedanken nachgehen und von daher die Hartz IV-Gesetze dringendst verändern!
    Denn sonst könnte bald eine Welle von Gewalttaten über unser Land gehen, einfach weil die Menschen sich anders nicht mehr zu helfen wissen und ihr Überleben nicht mehr anders sichern können.

  3. bei all dem quark den du manchmal schreibst – das meiste lese ich gar nicht – aber wo du recht hast, hast du recht.

    man liest es, und man empfindet es rein gar nichts mehr.

    auch denken tut man nicht mehr viel. irgendjemand wurde von irgendjemand anderem ermordet. in einer stadt, mit der man nichts zu tun hat. irgendwie traurig, aber irgendwie auch vollkommen egal.

    darüber hinaus waren täter und opfer vermutlich beide keine engel in ihrem bisherigen leben, denn sonst wäre das sicherlich nicht passiert.

    den sachbearbeiter hat es sicherlich nicht zufällig getroffen, und der täter neisgte sicherlich auch schon früher zu gewalt. ja, das ist ein vorurteil, aber irgendwie scheint es so am wahrscheinlichsten.

    leute wie du und ich versuchen durch unsere arbeit solche situationen zu verhindern.
    ob wir konkrete verdientste haben lässt sich allerdings nicht messen.

    leute wie du und ich haben immer gewusst, dass das irgendwann passiert.
    aber davon hat niemand etwas, nicht wir, nicht die täter, nicht die opfer.

    man fühlt nichts mehr, und wenn man versucht etwas zu denken, scheint jede frage und jede antwort vollkommen überflüssig.

    betrachtet man es im großen rahmen, ist es ohnehin irrelevant:

    denn die wahrscheinlichkeit, dass ein jobcentermitarbeiter während seines dienstes ums leben kommt, liegt statistisch gesehen – bei einer mutwillig festgesetzen konstante von durchschnittlich 5 jahren dienstzeit – bei circa 0,0000075 prozent.

    bei polizeibeamten liegt sie 10 mal so hoch, und bei bauarbeitern mehr als 250 mal so hoch.

    und die wahrscheinlichkeit im strassenverkehr ums leben zu kommen oder an krebs zu sterben liegt mehrere zentausend mal so hoch.

    wozu also sollten sich aktivisten aufregen?

    vor was sollten jobcenter mitarbeiter angst haben?

    warum sollte das überhaupt noch jemand zur kenntnis nehmen, und irgendwas etwas dabei fühlen oder denken?

    • edit:
      denn die wahrscheinlichkeit, dass ein jobcentermitarbeiter :::durch einen mord::: während seines dienstes ums leben kommt…

    • Knapp daneben, 110, ist leider auch vorbei…

      Davon ab, dass Deine einleitenden Sätze flüssiger als Wasser – überflüssig also – sind, ist Deine gleichgültig anmutende! Darstellung Deiner Empfindungen keinesfalls mit meinen Gefühlen gleichzusetzen.
      Das Ausbleiben von Fassungslosigkeit, Entsetzen usw bei mir ist nicht gleichzusetzen mit einem empfindungsarmen „so what“.
      Das aber erklären zu wollen, ist nicht (mehr) mein Ding…wer mich auch nur ansatzweise kennt, weiß, was ich meine.
      Mich stört auch Dein (erneuter) Hang zur Spekulation.
      Warum wird vermutet, was das Opfer, was der Täter vielleicht auf dem „Kerbholz“ hatte?
      Genau diese Haltung bestärkt aus meiner Sicht auch die Vorurteile eines gewissen Soziologen „uns Aktiven“ gegenüber und bestätigt nahezu dessen Ansicht, dass wir „latent gefährlich seien“ bzw. „Gewalttaten befürworten“ Wobei es mir mittlerweile ziemlich egal ist, was ein Dr. S-B so über uns denkt (er gehört nämlich zu denen, die emotional nicht erreichbar sind, daher habe ich es abgehakt).

      Dass „Leute wie wir“ wussten, dass es zu Todesfällen kommen wird, ist unstrittig.
      Der von mir vermutete Unterschied zwischen Dir und mir ist, dass ich mit aller Kraft – letztlich bis knapp vor meinem eigenen, körperlichen (und teils auch psychischen) Ruin – versucht habe, bei JEDEM amtlichen Gegenüber den „inneren Menschen“ zu erreichen. Das konnte aus den verschiedensten Gründen nicht gelingen.
      Diese Erkenntniss bedeutet aber keinesfalls innere Kälte oder Gleichgültigkeit, wie Du sie für Dich so beschreibst.
      Gerade weil wir letztlich allesamt – beide Schreibtischseiten – „vernachlässigbar“ sind für diejenigen, welche die eigentlichen Verursacher sind, gerade WEIL ich davon überzeugt bin, dass die Handlungen der anderen Seite auf Verblendung, Manipulation und menschlich nachvollziehbaren, nicht als solche erkannten Geistesgiften beruht, gerade WEIL wir letztlich ALLE Mitglieder der Menschenfamilie sind, bedaure ich das alles zutiefst.
      Nur: Es erschüttert mich eben nicht mehr, weil vorhersehbar.
      Dass der Mensch noch immer des Menschen Wolf ist, dass es – wenn überhaupt – noch lange lange dauern wird, bis eine „spirituelle Revolution“ stattfinden wird, diese Art der Erkenntniss machte mich unendlich traurig. Mittlerweile nehme ich es mit Gleichmut, jedoch nicht mit Gleichgültigkeit.
      Dazwischen ist ein kleiner, aber bedeutender Unterschied…

      • alles klar, es gibt also einen unterschied zwischen nichts mehr fühlen und nichts mehr fühlen.
        nun, wo auch immer der liegen mag.

        aber es scheint nicht nur mehrere sorten von nicht mehr fühlen zu geben, sondern ebenfalls mehrere sorten von buddhismus, denn den, den ich bisher kannte, kennt weder einen alleinigen wahrheitsanspruch noch die pflicht zur selbstzerstörung. und wenn wir schon dabei sind, auch keine schuld.

        was spekulation angeht:
        dabei handelt es sich lediglich um eine tendenz.

        was gewisse soziologen angeht:
        versucht haben wir es ja alle mal, aber mir war da nach dem dritten gespräch klar, da da nichts mehr geht. nicht weil leute wie ich immer ein feindbild brauchen um zu funktionieren :), sondern weil ich meine zeit und kraft nicht im lotto gewonnen habe.
        und wer so mit seinen mitarbeitern umgeht wie diese person, hat sich ohnehin jedes recht verwirkt, mit dem finger auf andere zu zeigen.

        • Be akarsz ugratni?

          DAS, 110, verstehst Du nicht?
          Macht nix, denn auch wenn ich deutsch/sanskrit oder arabisch schriebe, wäre es so 🙂 …

          Ich gebe es langsam, aber sicher auf und werde – widerwillig, aber dennoch – von meinem virtuellen Hausrecht künftig Gebrauch machen und somit weder bewusst beleidigende, noch bewusst! am Thema der „Sache“ vorbeigehende Kommentare künftig mehr freischalten.
          Das wird mir doch langsam zu albern.

          Da ich weiß, dass Du intellektuell leistungsfähig bist, sind Deine – ständig! auftretenden – „Fehlinterpretationen“ des von mir Geschriebenen als dauerhafte Versuche zu werten, mich in einem Licht (besser:Schatten) darzustellen, welches nicht angebracht ist. Du drehst mir die Worte förmlich „im Mund herum“, bewusst und in voller Absicht!
          WAS soll das, frage ich mich immer wieder aufs Neue.
          Musst Du andere Menschen abwerten, um Dich selbst aufzuwerten? Ich weiß es nicht…

          Du interpretierst (Dein gutes Recht, fragen erachte ich dennoch für besser) stellst danach Behauptungen auf (kein guter Stil), geschmückt mit einem Touch Spekulation (sollte mensch tunlichst vermeiden, will er seriös wirken), greifst mich mit abwertenden Worten an (warum?) und wenn ich dann richtig stelle, setzt Du noch einen drauf (Sinn dessen?)
          Ist DAS Deine Auffassung von sachlichem (politischen) Diskurs??

          Schrieb ICH von „keinen Gefühlen“? Nö. DU behauptest das. Meine Einlassung war lediglich, dass mich derartiges nicht mehr entsetzt, fassungslos ect macht. Von KEINE Gefühle war niemals die Rede, nur von veränderten…

          Schrieb ICH auch nur ein Wort von „Schuld“? Nö. DU behauptest das. Ich schrieb von den – aus meiner Sicht! – identischen Ursachen für den ganzen Müll, den die Menschheit so veranstaltet.

          Schrieb ICH von „Selbstzerstörung“, gar als „Erfordernis“ für gelebten Buddhismus? Nö.
          Du entstellst BEWUSST mit solchen Einlassungen meine Erklärung zum „gewisse Dinge nicht mehr fühlen können“…hätte ich das Ganze psychologisch abgehandelt und von „notwendiger, emotionaler Abrenzung aufgrund Erkennens dieser Notwendigkeit aus gemachter, leidvoller Erfahrung“ geschrieben, naja, ich bin mir sicher, dass du auch DAS nach Deinem, eigenwilligen Gusto uminterpretiert hättest.
          Hauptsache, mal was Despektierliches absondern, gut verborgen in der „Anonymität“ und wohlwissend, dass ich Dich nicht „oute“, gelle?
          Wäre ich auch nur im Ansatz „gehässig“, spräche ich Dich jetzt mit Deinem Klarnamen an (oops, gaaaanz versehentlich natürlich und vielleicht später wieder löschend mit dem Ausdruck des Bedauerns)…und ob das Deinem (Dir offenbar wichtigen) Image als (selbsternannt? oder den von der Presse geprägten Begriff nur wohlwollend angenommen?) Sozialberater so zuträglich wäre?
          Aber, Du baust zurecht auf meine Verschwiegenheit 😉 wenngleich ich es als „cojones vorhanden“ ansehen würde, bezeichnetest Du Dich nicht mit einer schon seltsam anmutenden Zahlenkonstellation (DIE Rettung?), sondern zeigtest offen „Gesicht“…

          Was DICH verleitet, mir zu unterstellen, ich beanspruchte „alleinigen Wahrheitsgehalt“ für mich, muss ich auch nicht verstehen.Alle Überlegungen von mir sind eingeleitet/eingebettet in: „ich denke/ich meine/ich sehe das so und so“.
          Wenn ICH also in MEINEM Blog MEINE Gedanken, Überlegungen, Empfindungen niederschreibe, deutlichst! gekennzeichnet als „MEINS“, woraus leitest Du ab, dass ich „MEINE Wahrheit“ als etwas anderes empfinde als eben genau MEINE!! Wahrheit?
          Das muss nicht Deine sein, nicht die von Klaus und nicht die von Paula!
          MIR erscheint! sie logisch, bietet rationale Erklärungsansätze, ist nicht „Mystisch“ und daher von jedem Einzelnen zu zerpflücken, zu durchleuchten…anders als es Glaubenslehren abverlangen.
          Vor allem aber ist sie eines:
          Sie ist MEINE Wahrheit! Nicht mehr, nicht weniger!

          DU bist hier „Gast“, und jeder Gast ist mir herzlich willkommen. Allerdings erwarte ich von meinen Gästen (ob im echten oder virt. Leben) ein Mindestmaß an Anstand.

          Oder um es völlig brutal zu beschreiben:
          Ich bin niemandem böse, der Durchfall hat und mir versehentlich in die Küche scheißt! Das würde ich sogar noch aufwischen, sollte der Gast zu krank dafür sein.
          Ich habe aber keine Lust auf Gäste, die sich in voller Absicht ’ne Flasche Rizinusöl reinziehen, gucken, wo mein Klo ist und dann bewusst in meine Küche kacken!

          Lbnl, auch solchen „Gästen“ bin ich nicht böse (ursächlich ist ja leider immer das ein o. andere Geistesgift) aber ich muss sie nicht mehr willkommen heißen. Es gibt so viele Toiletten…

          • ich habe weder irgendwas „abgewertet“ noch wollte ich einen „diskurs“ mit dir führen, ich hatte dir, wenn überhaupt irgendeine wertung in meinem kommentar steckte, zunächst sogar beigepflichtet.

            dabei muss ich wohl den unterschied zwischen „Diese Emotionen sind weg“ (ellen) und „man fühlt nichts mehr“ (roman) tatsächlich nicht verstanden haben, denn für mich ist das definitiv gleiche.

            warum dich das dann so provoziert, dass du so reagierst wie du es tust, und diesen offenbar bestehenden feinen unterschied zwischen „Diese Emotionen sind weg“ und „man fühlt nichts mehr“ als „mir die worte im mund herumdrehen“ bezeichnest ist mir mehr als unklar.

            genau so wie auch unklar ist, dass dies angeblich „ständig“ geschehe.
            wir kennen uns seit 8 jahren und haben in dieser zeit 2 mal für je 10 minuten eine online diskussion gehabt. wenn das für dich „ständig“ ist, dann haben wir auch hier eine unterschiedlichen sprachgebrauch – oder eine unterschiedliche wahrnehmung.

            und was meine „spekulationen“ über täter und opfer hier und im allgemeinen angeht, verstehe ich auch diese kritik von dir nicht. jedenfalls nicht, wenn ich bedenke, was „moni“ zu diesem komplex an menschenverachtung losgelassen hat, und was von dir unkommentiert blieb.

            • Kurz mal Dich zitiert, aus div. Kommentaren. Über hinterlistiges „Gelästere“ in einem Forum, von dem Du weißt, dass ich da nicht mehr zugange bin, schreibe ich nichts.Über div. Spitzen, live geäußert, ebensowenig.Auch nicht darüber, dass Du nicht nur direkt (siehe unten) „ungastlich“ bist, sondern in nahezu jedem Kommentar subtil/unterschwellig.
              Müßig, Roman, ich habe keine Lust mehr auf solch Geplänkel. Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, nächtlich „dissen“ zu können, sie dient der themenbezogenen (!) Meinungsäußerung und dem sachlichen Diskurs. Gerne auch korrigierend, denn entgegen Deiner Unterstellung bin ich durchaus kritikfähig, halte mich gerade NICHT für fehlerfrei.
              Ich stehe lediglich nicht auf Boshaftigkeit (nicht! auf Dich bezogen) und Unterstellungen/Vermutungen grenzwertiger Art.
              Das ist mir zu albern.
              Man möge mir „Zensur“ nachrufen, ich mache künftig von meinem Hausrecht Gebrauch.
              Von Moni las ich übrigens nichts menschenverachtendes, lediglich Erfahrungswerte.

              So, um den Beweis nicht schuldig zu bleiben 😉 hier mal eine Auswahl aus Deinen „bonmots“ zulasten meiner Person. Ist DAS noch sachlich-konstruktiv?
              Daher – Hausrecht!

              …bei all dem quark den du manchmal schreibst…
              …aber die sache mit dem lohnersatz und/oder wertersatz ist doch träumerei
              …problematisch wird allerdings dann, wenn man dem politischen gegner mehr menschlichkeit bescheinigt als seinen mitstreitern…
              …ich werde nicht deinem schlechten beispiel folgen und…
              …es sie dir unbenommen, dich über die anderen zu stellen
              …gleichzeitig versuchst du dir illegal die akten von der mainarbeit zu besorgen
              …ich bin gerade per zufall auf deine ergüsse im blitztipp in sachen tafel gestossen. zuerst hab ich gedacht, aha, sie geht mal wieder auf jemanden los, wie schön, dass ich nicht der einzigste bin…

    • Lieber Holdger,
      gerne, ich schicke es Dir gleich. Wobei ich diesen Beitrag eher „rausgehauen“ habe, da gibt es gewiss oddogravieh 😉 und ähnliche Schwächen. Bitte daher um die notwendige Korrektur, gelle.
      herzlich
      Ellen

    • ich wusste nicht, dass es plötzlich um irgendwelche forenposts von vor zwei jahren geht, ich dachte, du antwortest mir auf das, was ich hier und jetzt gesagt habe.

      so ist das eigentlich üblich in einem gespräch. diese sprünge verwirren mich und sie bringen auch dir nichts.

      geixxt Derartiges grenzt an üble Nachrede.
      Die Blogbetreiberin

      • Sag mal, gehts noch? Essen/Trinken funktioniert noch, ja?
        DU monierst meine Formulierung des „ständig“, ich beweise es Dir, dass Du sehr wohl kontinuierlich über einen nicht geringen Zeitraum versuchst, Dich an mir abzuarbeiten und dann kommst Du um die Ecke mit „Gedankensprüngen“?Es geht um die Summe der Dinge!

        Ja meinste denn, ich trenne da noch zwischen „Fiesigkeiten als Kommentator meines Blogs“, „Hinterfotzigkeiten in einem Forum“ und „seltsamen“ Sprüchen (direkt als auch hinter meinem Rücken) im echten Leben?
        Wie und wo Dein merkwürdiges Gebaren sich äußert, ist ohne Relevanz, wichtig allein scheint mir doch die Tatsache, dass es so ist.

        Mit Deiner dreisten Lüge, welche ich zensiert habe, hast Du Dich jetzt endgültig disqualifiziert. Das hätte ich Dir nun doch nicht zugetraut.
        Von daher: Kommentare von Dir werden (egal unter welchem Nick/welcher IP) nicht mehr freigeschaltet.
        Betrachte das als „virt. Hausverbot“.
        Und bitte sieh es positiv: Statt Dich nächtens in seltsamen Ergüssen zu ergehen, kannst Du die freie Zeit jetzt gut nutzen, Deinem eigenen Blog etwas mehr Leben einzuhauchen… 😉

        Und damit: PLONK

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