Don’t let me be misunderstood – Klarstellungen!

Dem Grunde nach sollten Beiträge wie der nachstehende überflüssig sein.
Dass ich ihn dennoch schreibe, liegt daran, dass es mir – nicht wegen! mir, vielmehr wegen evtl. völlig falscher Verknüpfungen, die aus meinem Geschreibsel entstehen könnten – doch wichtig scheint, einmal wieder Klartext zu „sprechen“.

Insbesondere auch wegen der „Mini-Serie“ Charakter-ABC…

Unterstellung 1 – „Das Jobcenter“ ist mein Feindbild

Quatsch im Quadrat.
Ich verallgemeinere nicht, ich differenziere. Aufmerksames Lesen könnte hier übrigens hilfreich sein…
Auch meine – oft drastische – Wortwahl ändert nichts an der Tatsache, dass ich NICHTS und NIEMANDEN hasse !
Die Tatsache, dass ich „den Menschen“ gedanklich von dessen Handlungen trenne, ist offenbar schwer zu verstehen. Und doch ist es so, und allein das ist der Grund dafür, weshalb ich Handlungen/Taten als zutiefst verabscheuungswürdig empfinden kann, diese auch auf das Polemischste anprangere…und doch den Menschen, der hinter diesen Handlungen steckt, NICHT verdamme, als „Feind“ wahrnehme oder gar hasse.

Unterstellung 2 – Wer so daherkommt, hat einen an der Klatsche

Mag sein.
Aber wer bestimmt, was „normal“ ist und was nicht? Also, ICH traue mir das jedenfalls nicht zu (und sogar der „PsychiatriePabst“ Frances nimmt mittlerweile Abstand von diesen unsäglichen, arroganten, Alles-und-Jeden-pathologisierenden „Diagnosestellungen“ 😉 …)
Dem Grunde nach ist diese (meine) Haltung doch total simpel.
„Der Mensch“ – so er nicht zu den wenigen „echten Sozipathen“ gehört – lässt sich blenden, unterliegt Geistesgiften wie Gier, Neid, Hass und Ähnlichem. Von Geburt an.
Diese Geistesgifte bewirken schädliches Verhalten.
Othello wäre ein klassisches Beispiel. Klar, letztlich war er ein Mörder, doch was trieb ihn an?
Ein Geistesgift, eine Verblendung (vermutlich sogar mehrere).
Sollte jetzt Othello gehasst werden für seine Tat? Nach Lesart Vieler – Ja.
Nach meiner Auffassung:
Nein!
Ihn trieb das „Gift“, also gilt es, das „Gift“ zu „hassen“ und nicht den Vergifteten.
Wäre es  gerechtfertigt gewesen, sich Othello entgegen zu stellen, ihn – notfalls auch mit Gewalt – von seinem tödlichen Vorhaben abzubringen?
Ja.
Und das wären dann sogar (zunächst einmal) gleich zwei gute/nützliche Verdienste. Desdemona wäre nicht so zu Tode gekommen und Othello davor bewahrt geblieben, Schuld auf sich zu laden.
Was die zuvor erwähnten „Soziopathen“ betrifft:
Diese treibt nicht das Geistesgift, ihre Handlungen resultieren aus Krankheit. Ist der Mensch zu verdammen, hat er sich diese Krankheit ausgesucht, ist er „hassenswert“?
Meiner Meinung nach: Nein.
Aber auch seine Handlungen gehören unterbunden, seine schädlichen Taten für die Zukunft verhindert.Mit aller Kraft, unter Einsatz aller – als human geltenden – Möglichkeiten.
Ist das wirklich so schwer zu verstehen, wie ich denke? Damit wären wir angelangt bei ->

Unterstellung 3 – Ich allein glaube zu wissen, wie die Welt sich dreht

Sorry, aber auch das ist Humbug.
Es mag sein, dass meine teils „gestelzte“ Art zu schreiben, überheblich wirkt. Es mag auch sein, dass ich bei meinen Versuchen, Dinge kurz und bündig auf den Punkt zu bringen, apodiktisch rüberkomme.
Das bedaure ich zutiefst, da es sich dann um Mißverständnisse handelt, die mit – Interesse am Thema vorausgesetzt – 1-2 kurzen Nachfragen gewiss geklärt werden könnten.
Beruhen nicht die allermeisten Auseinandersetzungen, Streitereien und Zerwürfnisse zunächst auf Mißverständnissen (von den Geistesgiften einmal abgesehen, die ihrerseits ja Grundlage für Mißverständnisse sind) ?

Was ich habe, wozu ich stehe, ist meine grundsätzliche Einstellung…manche nennen es auch Glaube (ich nicht).
Ich bin fest überzeugt davon, dass in nahezu jedem Menschen das Gute wohnt (nennt es meinethalben „göttlicher Funke“ oder „Buddhanatur“) Und ja, es schmerzt mich, wenn ich tagtäglich sehe/erlebe/erfahre, wie sehr dieses „Gute“ verschüttet geht.
Ist es da anmaßend oder arrogant, wenn ich behaupte, die  Beendigung so vieler „Probleme“ liege dem Grunde nach „auf der Hand“?
Es ist nun einmal meine Überzeugung, dass Hass niemals Hass besiegen wird, dass die Lösung ausschließlich in einer Umkehr zur Liebe zu finden ist.

Zurück zum „Feindbild“ Jobcenter

Wer jetzt noch immer nicht verstanden hat, wie ich „ticke“, der will mich vermutlich nicht verstehen. Das ist auch völlig o.k., denn es ist letztlich niemand verpflichtet, mich verstehen zu müssen 😉
Dennoch ist es mir wichtig, es (letztmalig) versucht zu haben, jedem Leser zu vermitteln…

…dass ich Handlungen zwar auf eine Art anprangere, die manchesmal wie eine Ohrfeige wirken kann.

Dass ich dennoch ohne zu zögern mich genau vor Denjenigen schützend stellen würde, dem ich zuvor seine schädlichen Handlungen um die Ohren gehauen habe, sollte wiederum er in einer bedrohlichen Lage sein.

Dass ich Rache(gedanken) zwar verstehen, aber niemals gutheißen kann. Dies gilt ebenso für „Bestrafung“, aber das verdeutlichen zu wollen, führt an dieser Stelle zu weit.

Dass ich künftig die „charakterlichen Defizite“ so darstelle, wie ich es erlebte in diversen Begegnungen (also subjektiv und keinesfalls mit dem Anspruch, zu 100% richtig zu liegen) und doch den Menschen nicht verurteile.

Dass mich diverse Handlungen zwar sehr zornig machen und ich diesen Zorn in scharfe Worte fasse (oder selbst so handele, wie es mir sinnvoll erscheint, um schädliche Handlungen künftig zu verhindern), dem „Täter“ aber dennoch mein Mitgefühl gehört.

Wobei das Wort „dennoch“ hier eigentlich falsch gewählt ist, denn es leicht, mit „Opfern“ mitzufühlen oder mit Menschen, die einem nahestehen.Das ist nicht das Mitgefühl, von dem ich hier schreibe.
„Othello“ mitfühlend zu begegnen (oder dies zumindest anzustreben), das käme so in etwa hin…

 

Advertisements

2 Kommentare zu “Don’t let me be misunderstood – Klarstellungen!

  1. Ein Gedanke zu Deinem Mini-Blog: Angesichts der Tatsache, das sich jede/r in den Beschreibungen wiederfinden mag, oder schlimmer noch, unreflektiert in Stammtischmanier in dasselbe Horn blasen möchte, wäre es vielleicht hilfreich, gleich ein paar Tips zur Veränderung des jeweiligen Charakterzuges einzufügen…
    Im Übrigen Danke für Deine Seite, sie ist mir oft Trost und Hilfe bei meinen eigenen Hilfe-Bemühungen! LG. Klaus

    • Hallo Klaus,
      hab recht herzlichen Dank für Deine Anregung, die ich sehr gerne aufgreife und umsetzen werde.
      Wobei…eine Veränderung kann ja bedauerlicherweise immer nur von dem jeweiligen Menschen (aus sich selbst heraus) stattfinden.“Wir“ können dazu nur – bestenfalls – anregend wirken.Aber auch das ist besser als nichts.Im Prinzip würde ein dauerhafter Verweis auf die „10 Gebote für Jobcentermitarbeiter“ (gleichnamiger Beitrag hier im Blog) genügen. Da hat der Aachener Kollege bereits treffend geschrieben, wie ein angemessenes Verhalten aussehen sollte.
      Ich werde – dank Deiner Anregung – aber bei den künftigen Beiträgen noch anmerken, WIE (und ob) aus meiner persönlichen Sicht der Betroffene/Beistand mit den jeweiligen Charakteren „umgehen“ sollte, also quasi „Abwehr/Hilfestrategien“, ohne Garantie, versteht sich 😉
      lG
      Ellen

Teile uns deine Gedanken mit:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s