„Weihnachtsgeschichten“…

…chemisch gereinigt (O-Ton LaPuente) oder, wie ich es formulieren möchte, der egoistischen, ellenbogenbehafteten, (sozial)rassistischen/faschistoiden Ichlingsmentalität angepasst.

Ich wünsche all meinen Lesern dennoch friedliche Festtage
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»Meister, da steht ein Mann mit einem Esel und einer Frau auf dessen Rücken, vor der Türe. Sie bitten um Einlass.«
   »Was sind das für Leute? Woher kommen Sie? Und sag mir, Schmul, wie sehen sie aus?«
   Schmul überlegte kurz und betrachtete dabei seinen Herrn. Sein unförmiger Körper lag auf dem Bett und bewegte sich kaum.
   »Es ist ein Galiläer mit seinem Weib. Meister, sie sehen aus, wie Menschen aussehen, wenn sie lange unterwegs sind.«
   »Ein galiläischer Eseltreiber also. Was klopft der an unsere Türe? Haben wir was zu verschenken? Ich kenne dieses Pack. Will ein Obdach für die Nacht und hat kein Geld dafür. Am Ende muss man froh sein, wenn sie nicht die Waschschüssel gestohlen haben.«
   Beide schwiegen.
   »Nun geh und frag den Mann, ob er schon Arbeit in unserem Land in Aussicht hat.« …
oder aber:
In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei der Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph, ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert. Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als „weise Männer aus dem Morgenland“ bezeichneten.

Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber im Besitz von Gold, sowie einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren, möglicherweise Drogen?…

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Ein Kommentar zu “„Weihnachtsgeschichten“…

  1. Eine Geschichte zu lesen, ist – nicht für jedem- eine Möglichkeit des Nach –und Mietempfindens, des Reflektierens und des sich Positionierens. La Puente sieht einige Mitspieler chemisch gereinigt. Du Ellen siehst sie der egoistischen, ellenbogenbehafteten, (sozial)rassistischen/faschistoiden Ichlingsmentalität angepasst. Beiden Sichtweisen ist der Vorwurf, wenn nicht gar eine Verurteilung gemein. Wenngleich sich die Frage stellt, in wie weit die Akteure die chemische Reinigung und diese Anpassung zu verantworten haben, oder zur Einsicht fähig sind. Ganz zu schweigen von der Fähigkeit zu heilen. Jetzt kommt mir das Wort Schattenboxen in den Sinn. Zumindest steht eine Gemeinschaft, einer anderen Gemeinschaft leicht erhöht gegenüber. Dabei steht nicht mal fest, ob es sich nicht eher um eine chemische Verunreinigung handelt, die beiden Gemeinschaften zu eigen ist. Das gleiche gilt für die Ichlingsmentalität, die gut getarnt –mit anderen Vorzeichen freilich- auch dem Gutmenschen anhaften kann.
    In welcher Funktion also steht dieser Beitrag?

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