MainArbeit – eine Täuschung der ganz perfiden Art…

…und für mich, dieses Mal so ganz persönlich, eine mehr als unangenehme Form des Blendwerks (wahlweise auch: Hinterlist)
Kurzum:

Ich möchte speien, nicht nur wegen des Umgangs mit der Betroffenen, die heute bei mir war…

Versuchter Rechtsbruch oder „nur“ mieser Manipulationsversuch?

Das eigentliche Thema ist mit wenigen Sätzen erklärt. Eine Klientin, U25, alleinerziehende Mutter eines heute 7 Monate alten Babys, erhielt eine Einladung zur Arbeitsberaterin. So weit, so „normal“.
Direkt bei der Begrüßung äußerte diese Mitarbeiterin, es freue sie, dass die junge Frau diesmal ohne ihren Beistand (bis dato 😉 ich) gekommen sei, jetzt könne man ja „richtig“ reden.
Das „Reden“ zielte darauf ab, dass die junge Frau förmlich genötigt wurde, für ihr Baby (!) einen Platz in einer Krabbelgruppe zu organisieren, sie – die Mutter – müsse (!) – schließlich arbeiten…oder zumindest in eine Maßnahme!
Obschon die junge Frau betonte, dass sie für ihr Kind (man erinnere sich, ein Säugling , Mutter ist alleinerziehend) da sein möchte und sie wisse, dass das Gesetz ihr diese Möglichkeit auch einräumt, wurde der Druck erhöht.
Das ganze Spektrum der üblichen Psycho-Maschine kam zum Tragen, von Sprüchen wie
“ wer stellt Sie denn noch ein, wenn Sie 3 Jahre zu Hause bleiben“
über
„das Kind (damals 5 Monate!) müsse unter Gleichaltrige“
bis hin zu
„Ich (damit meinte die „Beraterin“ sich selbst) bin schließlich auch arbeiten gegangen“.

Für „Nicht-Informierte“:
Bis zum vollendeten dritten Lebensjahr eines Kindes muss sich ein (!) Elternteil nicht (!) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.
Eine alleinerziehende Mutter hat also alles Recht der Welt, erst einmal ausschließlich ihr Muttersein genießen zu dürfen!

Die Mitarbeiterin händigte der Betroffenen noch eine Liste mit KiTa’s aus, dann war das Gespräch beendet.
Es folgte später ein Schreiben, in welchem stand:

…am xxx forderte ich Sie auf, Ihr Kind in den Kitas „Erasmus“ und „Krawallschachtel“ ( Anm.: U3 – Kitas) mittels den ausgehändigten Kitaanmeldebescheinigungen anzumelden und mir diese bis xxx einzureichen.Dies haben Sie bis heute nicht erledigt.
Bitte reichen Sie bis zum xxx folgende Unterlagen ein bzw. beantworten Sie die Fragen:
1. Anmeldebescheinigung für beide Kitas oder wenn vorhanden
2. Kitavertrag
3. Betreuungszeiten in der Kita?
Sollte keine Aufnahme stattgefunden haben, bitte ich um Angabe der Hinderungsgründe.

Im Westen nichts Neues…

könnte mensch jetzt gelangweilt abwinken. Das probieren „die“ doch immer, könnte man ebenso sagen.
Alles richtig, auch Mütter von Säuglingen wurden und werden drangsaliert, auch ihnen wird viel erzählt…nur selten rechtlich Korrektes. Das ist leider bundesweit Gang und Gäbe.
Weshalb bin ich also, wie eingangs geschrieben, „persönlich“ so echauffiert?

Diese Frau gibt tatsächlich vor, Buddhistin zu sein!

Mit Verlaub, ich könnte ko****
Und ich ärgere mich doch auch ein wenig über mich selbst, dieses verlogene Blendwerk nicht viel eher durchschaut zu haben. Ich verteidigte diese Mitarbeiterin sogar, als sie mir zu einem früheren Zeitpunkt als unehrlich und „sanktionsgeil“ beschrieben wurde.
Ich wollte nicht glauben, dass ein Mensch, der die ethische Lehre des Buddha als seine annimmt, anderen fühlenden Wesen schaden will.
Durch Einsatz eklatanter Falschbehauptungen (…arbeiten müssen) zu versuchen, die eigene Vermittlungsquote in die Höhe zu treiben, ist unethisch und zudem eine Lüge!
Einen Menschen unter psychischen Druck zu setzen (die Betroffene weinte sehr lange nach diesem Gespräch) trotz Wissens um die anderslautende Rechtslage, ist als billigende Inkaufnahme der Schädigung eines fühlenden Wesens anzusehen!
Jeder Buddhist bejaht – ohne Zwang und mit freiem Willen – die 5 Silas (Sittlichkeitsregeln), die vierte dieser Regeln lautet:

Nicht lügen oder unheilsam reden.

Menschen lügen, das ist nichts Neues. Unabhängig vom Glauben, ob sie Atheisten oder Agnostiker sind, das ist völlig egal.
Den Glauben sucht sich der Mensch meist eher selten aus.
Eltern Christen, Kind wird Christ ect.
Gebote (ähnlich, teils identisch mit den Grundregeln im Buddhismus) werden damit bereits mit der Taufe (oder anderen Riten) quasi „übergestülpt“. Ob sie später, im Erwachsenendasein, dann auch bereitwillig angenommen und gelebt werden, ist eine andere Sache.Mensch hält sich dran, oder auch nicht.

Wenn ich mich hingegen als längst erwachsener Mensch entscheide, der Lehre Buddhas zu folgen und dennoch gegen die damit freiwillig (!) von mir angenommenen ethischen Grundsätze verstoße, dann gibt es dafür – aus meiner Sicht – nur zwei Erklärungen:

1.
Ich bin Wellness-Buddhist. Das bedeutet, den äußeren Schein (Buddhafigürchen, Räucherwerk und co) toll zu finden, vielleicht auch versuchen, hin und wieder zu meditieren, weil mir die dazu passende, ruhige Musik so gut gefällt.
2.
Ich bin durch Familie, Eheschließung oder Ähnliches „zum Buddhismus gekommen“, weiß aber letztlich nichts darüber (und dessen Ethik interessiert mich eh einen feuchten Kehrricht).

Dann aber wäre es einfach nur richtig, wenn mensch sich nicht als Buddhist bezeichnet.
Das Symbol für das „Om“ an die Bürowand zu kleben und zu erzählen, auch Buddhistin zu sein, reicht vielleicht aus, eine Zeitlang Menschen (leider auch mich) dahingehend täuschen zu können.
Es reicht aber keinesfalls aus, auch nur im Ansatz das, was man vorgibt, auch wirklich zu sein.
Vielleicht, Frau P., sollten Sie daher überdenken, Ihr Büro neu zu dekorieren.
Auf einen Appell an Sie,  Ihre Haltung – insbesondere hinsichtlich Ihrer Anhaftungen – einmal deutlich zu hinterfragen, verzichte ich…

Dennoch: Namaste

 

 

 

 

 

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23 Kommentare zu “MainArbeit – eine Täuschung der ganz perfiden Art…

  1. Irgendwo aud diesen Seiten hier, oder über diese Seiten, bin ich auf folgenes Zitat „gestolpert“

    Nicht den Stock hasse ich, der mir Schmerzen bereitet, sondern den, der ihn führt.
    Ihn aber führt der Hass.
    Also gilt es, den Hass zu hassen.

    Wie weise ist das denn?

    Nicht das Geschenk liebe ich, das mir Freude bereitet, sondern den, der es gebracht hat.
    Gebracht aber hat es die Angst,
    oder die Berechnung,
    oder die List,
    oder die Geilheit,
    oder die Bedürftigkeit,
    oder die Gewohnheit,
    oder die Liebe.
    Also gilt es, die Angst zu lieben.
    Also gilt es, die Berechnung zu lieben.
    Also gilt es, die List zu lieben.
    Also gilt es, die Geilheit zu lieben.
    Also gilt es, die Bedürftigkeit zu lieben.
    Also gilt es, die Gewohnheit zu lieben.
    Also gilt es, die Liebe zu lieben.

    Letzteres könnte bedeuten, dass es immer „nur“ die Liebe ist, die mich liebt, und die ich liebe. Das setzt voraus, dass Ich und Mama und Papa und Freund und Partnerin die Liebe hat. Wenigstens doch zeitweilig, denn das andere ist ja auch da und gilt geliebt zu werden. Ja, das ist sehr praktisch und garantiert –wenn es denn begriffen wird- eine Harmonische Partnerschaft; gegebenenfalls sogar den Weltfrieden. Das freilich ist eher eine illusorische Illusion. Zumal diese Weisheit nicht von Daila Lama kommt, sag ich mal ironischer weise.

    Und nun noch zum Hass, den es zu hassen gilt. Wer den Hass hasst, wird den Hass nicht los und vergiftet langsam aber sicher. Hass ist eine Abwehrreaktion mit Vernichtungspotenzial. Bis hin zur Selbstvernichtung. Zuweilen ist dem Hass auch genüge getan, wenn doch wenigstens ein Ausgleich statt findet. Die Rache ist auf den Plan gerufen.
    Beispiel: Ehemann hat eine Geliebte. Frau kommt dahinter und das ist für sie wie der Stock, der ihr Schmerzen bereitet. Das obige Zitat, welches sie gelesen hat hilft ihr nicht, zumal sie nicht weiß, wer oder was den Stock, also den Ehemann geführt hat. Sie stellt ihn zur Rede, und er verspricht ihr, dass nur noch sie für ihn wichtig ist. Nach zwei Jahren erfährt sie, dass er immer noch mit jener Geliebten zusammenkommt. Sie trennt sich von ihm, aber ihr Hass ist noch mächtig lebendig in ihr. Sie erinnert sich an dieses Zitat und versucht den Hass zu hassen. Aber sie weiß nicht wohin mit ihrem Hassobjekt, das selbstverfreilich permanent mal die Farbe, mal den Geruch und mal das Bild der Geliebten ihres Ex annimmt. Schwerwiegend ist weniger sein Fremdgehen als vielmehr dieser zweijährige Betrug. Nach weiteren zwei Jahren ist sie arbeitsunfähig und weiß auch nicht mehr so recht, wie sie ihre Tage gestalten will. Den Hass, den sie nicht abgeführt hat, richtet seine vernichtende Energie gegen sie selbst. Und es gibt keine noch so gut verschlossene Zelle in Körper und Geist, aus der diese Energie nicht ausbrechen kann. Eines Tages trifft sie ihn zufällig, zusammen mit seiner Geliebten. Der Hass und der stets im Hintergrund schwelende Rachegedanke, entlädt sich. Sie gibt ihm einen Gesichtskick, der sich, äh, sie gewaschen hat. Er hatte für einige Wochen ein eingefärbtes Gesicht und eine hohe Zahnarztrechnung. Sie wurde wieder arbeitsfähig.
    Vorsicht!!!! Auch wenn diese und andere Geschichten so manchen Schreiberling, unter ihnen auch Wissenschaftler, zur Meinung verführt, Rache sei gesund, ist sie dennoch keine wirklich heilsame Lösung. Der Volksmund spricht ganz recht: Rache ist Blutwurst. Es gibt andere, nachhaltige Lösungen der Wundheilung. Z.B. eine Psychotherapie- vorzugsweise in einer Klinik, in der Körpertherapien(Bioenergetik, Bonding, Tanz) angeboten wird, und vor allem Therapieformen, die Elemente des Psychodramas enthalten. Je nach Nachhaltigkeit des Schmerzes bzw. der inneren Grundlage für diese Nachhaltigkeit, genügt eine ambulante Therapie, vorzugsweise eine Therapie in einer Gruppe. Ich weiß, dass das nun wieder nur eine Lösung für jene ist, die eine Krankenversicherung haben bzw. überhaupt in einer Gegend leben in der so was wie Therapie und Klinik vorkommt. Und auch für Mütter mit Kind rückt eine Therapie leicht in die Unmöglichkeit. Aber auch denen hilft dieses Zitat nicht. Und die Zeit heilt Wunden nur, wenn sie zur Heilung genutzt wird.

  2. Hallo Frank,
    Da bist Du ja zu beglückwünschen, wenn Dich derartige Glaubensfragen nicht belasten. Es ist kaum zu glauben, aber viele streiten darum, ob Gott den Menschen geschaffen hat oder ob der Mensch Gott geschaffen hat. Sie ziehen aber kaum in Erwägung, das nicht die Mächtigen den kleinen Mann geschaffen haben, sonder der kleine Mann den Mächtigen. Wenigstens könnte der Kleine den Großen ob seiner Begegnung des Selben in Form von Mama und Papa reproduziert haben. Vielleicht ist die Schaffung jener Kapitaleigner , die kaum was anderes zulassen, als die Unterdrückung und Ausbeutung der Mehrheit der Weltbevölkerung, nur ein Spiel der natürlichen Gesetzmäßigkeiten des Universums oder speziell unseres irdischen Daseins. Diesbezüglich scheint der Hochintelligente Mensch erhebliche Mängel aufzuweisen. Jedenfalls bekommt er seine natürlichen Kräfte nicht oder in den falschen Griff, und setzt seine Ideale mehrheitlich gewandelt in dubiosen Ideologien, durch. Diese Kapitaleigner existieren so quasi als Ersatz für die schon fast ausgerotteten Herrscher von blauem Blut oder von Gottes Gnade. So tauschen wir die über Jahre erkämpfte Freiheit mit der neuen Abhängigkeit. Ist es nicht seltsam, dass Marie so glücklich ist, im Angesicht des Glanzes ihrer Königin; Oder der Tom, weil er Herrn Präsidenten die Hand reichen durfte? Klar doch, ersatzweise wird, wer auch immer, berühmt, ob mit oder ohne Ruhm bekleckert. Und ist Frau X,Y oder Z nicht Genugtuung widerfahren, wenn sie nunmehr im Ämtchen mal oben sein darf? Wer oder was also erschafft die Mächtigen? Vielleicht gar jener Helfer der Untersten, der die rechte Kriegsführung nicht beherrscht? Vielleicht sind es gar die Menschenfreunde, die ob Ihres Glaubens, nicht Menschenfeind sein zu dürfen.
    Spielt es da eine große Rolle, wie viel Gebote ich akzeptiere? Die Frage ist doch, wie schaffe ich es, nach meinen –falls es wirklich meine sind- Geboten zu leben? Leider können wir uns in der Regel nicht alleine nach den Regeln der Vernunft entwickeln ;–oftmals handelt es sich gar nur um eine sogenannten Vernunft, einer Vernunft, der das Wasser des Lebens fehlt. Das Wasser des Lebens, welches in Verbindung mit dem Feuer des Lebens, den Benachteiligten zum Dampfablassen zwingt, wird meist schnell wieder in den schmalen Rinnen der Depression fließen. Dann braucht es keinen Grund mehr, die Regeln zu beherzigen, und es gibt dann auch keinen Grund die Regeln der anderen zu bekämpfen. Vielleicht für den Zuschauer!? Was aber kann der Zuschauer bewirken, wenn er in jenen Kategorien denkt, die –auf Glaubenssätze gründent- Bestand jenes Systems sind, welches mehr und mehr eine Ungleichheit der Machtverhältnisse produziert? Es ist sehr, sehr schwer da raus zu kommen. Einige schaffen es unter zu Hilfenahme irgendwelcher Weisheitssprüche sich wenigstens selbst zu retten, in dem sie niemals mehr gegen wen siegen, sondern nur noch gegen sich selbst. Andere helfen sich und anderen, indem sie das geltende Recht durchsetzen, unabhängig davon, inwieweit dieses Recht einem Zerstörerischen System angehört. Wenige versuchen auf der politischen Ebene eine Änderung herbeizuführen, und von den wenigen sind die meisten im System gefangen. Das findet bereits auf einer Ebene statt, die vollkommen unverdächtig einer Schädigung, ja geradezu als Normal oder gar gesund befunden, von Kindesbeinen an eintrainiert ist. Es ist das unserem Wirtschaftssystemimmanente System der Anerkennung, welches an Stelle der Achtung, unabhängig von Leistung, ausgebreitet ist. Hier wird klar, dass die Ausbeutung bereits an der Wiege beginnt. Genau gesagt, mit der geistig/seelischen Entwicklung, respektive dem Bewusstsein der Eltern. Es bleibt die Frage, was denn passieren muss, damit ein Wandel möglich ist? Das Elend scheint nicht zu reichen!? Wenn in Offenbach ein Obdachloser einen Schreibtisch umkippt, fällt in China kein Sack Reis um. Nicht mal in Frankfurt. Und für die „Luft zum Überleben“ muss schon die Mehrheit der Bevölkerung sorgen. Zum Beispiel durch einen kritischen Umgang mit der Fleischindustrie und anderem.
    Hier könnte erfolgreich ein Krieg ohne Tode geführt werden. Sozialer Frieden durch Krieg. Und um wie viel erfolgreicher wäre so ein Krieg, schafften wir es, eine gesunde Ichbezogenheit herzustellen. Denn der allseits bemängelte Egoismus ist im Kern nichts anderes als eine Kompensation für eine nicht zugelassene bzw. zurückgewiesene Ichbezogenheit. Glauben die Menschen in den gesitteten Gefilden, sie müssten immer nur einstecken? Das ist doch eher die Realität. Nicht, dass nicht ausgeteilt wird. Aber nicht dahin, oder zumindest zu wenig dahin, wo es eine Veränderung bewirken könnte.
    Die „reichlich unwichtige Petitesse am Rande“ ist sehr viel wichtiger als es für den einen oder anderen auszusehen vermag. Es sind nun mal unsere Glaubensätze, die unser Leben bestimmen. Und die sind nicht frei von religiösen und ideologischen Formeln, Farben und faulem Zauber. Die Tragik ist die, dass die Zaubermeister und Meisterinnen als solche nicht auftreten, sich als solche nicht mal begreifen, und damit der Betrachter –anfangs nur der Empfinder- erst mal nicht hinterfragen kann, wie, was und warum Mama, Papa, Bruder und Schwester dieses oder jenes machen oder nicht machen; warum sie mal nach Minze riechen und sie ein andermal ein vollkommen anderer Duft umhüllt. Anfangs haben die Teilnehmer der Show absolut keine Chance, dem Zauber zu entgehen. Allenfalls reagieren sie ihrer natur gemäß und entbinden sich, zu ihrem Schutze, weitgehend oder in Teilen von sich selbst. Womit sie dem Zauber nicht gleich ganz entbunden sind, aber wenigstens werden sie dann leichter in die Gemeinschaft der „Meister des Lebens“ aufgenommen. Mit zunehmender Fähigkeit sich im Zauber der Zauberer einzufinden, werden die Zauberlehrlinge –im Rahmen ihres Zaubers freilich nur- selbst zu Beherrscher ihrer Tage, und zu Vermittler ihres und ihres faulen Zaubers; oder sie werden ob ihrer Verzauberung in gewisse Charaktere, zu Objekten des Angriffes für jene Zauberlehrlinge, deren eigene Entzauberung für sie selbst eine große Gefahr darstellt. Das große, sicher notwendige aber auch schon neurotische Spiel der Schuldzuweisung, des Angriffes, der Verteidigung und Rechtfertigung lastet –weil mit unbewussten Glaubenssätzen und viel Angst verbunden- kaum auflösbar, dermaßen auf unser Leben, dass kaum mehr Kraft und Zeit für eine Bewusstwerdung und Neubewertung unserer Glaubenssätzen bleibt. Und das umso mehr, als wir mit unseren Glaubenssätzen jene Machtverhältnisse geschaffen haben, die uns kaum noch erlauben, Ideologien in jene Ideale zu wandeln, die allein dem dienen, wozu sie da sind. Nämlich der Ausbildung, der in uns angelegten Potentiale. Wozu freilich auch die Kriegsführung gehört. Vielleicht helfen da auch “robuste Worte“. Wenn diese Worte aber, ebenso wie Worte der Sanftmut, in der Kreisbewegung, die ein Ankommen niemals zulässt, in der Neurose also verschwinden, ist eine andere Kriegsführung angesagt.
    „Btw.“Ja, ich habe mir das Lied von Lady Gaga „Burn this way“ angehört, und es hat tatsächlich was mit unsereem Thema zu tun. Und nein Frank, ich habe kein Zwinkersmili hinter deine Aussage wahrgenommen, ich habe gelesen, was da geschrieben steht.

  3. Hallo Ellen,
    Auf Grund der tiefen über Generationen gewachsenen Verwurzelung in einem regelrechten Conglomerat der Ideologien –einschließlich religiöser Formeln, ist das Unheil kaum aufzuhalten. Die in diesen Ideologien unter anderem enthaltene Schizophrenie ist auf Grund der meist unbewussten und naturgegebenen Mechanismen der Erhaltung dessen, was das Ego bisher geschaffen hat, sehr schwer aufzudecken. Und so ist es nicht Milgram –ein zweifelhaftes experiment- , was immer noch funktioniert, sondern wir sind es, die aus Hilflosigkeit in unserer großen Abhängigkeit von unserem naturgegebenen Bedürfnis, ja geradezu Zwänge, uns ins Gleichgewicht zu bringen, beherrscht werden. Und manchmal versuchen Menschen sich derart ins Gleichgewicht zu bringen, dass sie Krank werden; zum Beispiel mit der Rolle als Helfer. Und bei- wie Du schreibst- großer Divergenz von Anspruch und Realität, wird die Seele nicht genährt, der Sprit ist der falsche und so schalten die Düsen ab; Die Techniker nennen das Burnout. Eine Weile mag ein guter Verdienst oder gutes Essen etc. das Drama aufhalten. Hilfreich ist hier eine Objektivierung der Berufsrolle. Zuweilen übrigens, bringen wir uns auch ins Ungleichgewicht, wenn wir im ständigen Gleichgewicht zu sterben drohen.
    Gehorsam oder freie Entscheidung!? Mitentscheidend , um den Weg der Heilung gehen zu können, ist zu verstehen, dass trotz Entscheidung eine andere Entscheidung zur zeit der Entscheidung nicht möglich war. Damit ersparen wir uns Verurteilungen und können uns auf die vielleicht mögliche Korrektur der Entscheidung konzentrieren. Oder – um anders auf das zu reagieren, was unser Handeln entschieden hat. Das ist alleine schwer hinzukriegen. Und hier liegt ein weiterer Punkt, warum Veränderung so schwer ist. Wir fühlen uns gut, wenn wir die Dinge hinkriegen, alleine. Gerade in Berufen, die uns einen gewissen Status verleihen. Selbst viele Psychotherapeuten scheuen sich, sich bei ihren Kollegen Hilfe zu holen. Hilfe kann durchaus auch die Beschäftigung mit der Weisheitslehre, insbesondere die des Buddhismus bringen. Leider gibt es auch hier Fallen. Mit was auch immer wir uns beschäftigen, die Wahrscheinlichkeit Hilfe zu erfahren, ist um so größer, je weniger wir uns damit isolieren. Wir sind in der Gemeinschaft so geworden wie wir sind, und können uns am sichersten durch neue Erfahrungen in der Gemeinschaft positiv wandeln; Die Gemeinschaft fungiert sozusagen als homöopathisches Mittel.
    Ob Daila Lama oder Jesus Christus, viele hören hin und schaffen es dennoch nicht. Daila Lama nannte den Roland Freund. Ich nicht! Ich nenne auch nicht meinen Nachbarn Freund, obgleich er das gerne hätte und obgleich wir keinesfalls Feind sind. Und was meine verstehende Haltung bei meinem Nachbar bewirkt, bleibt wohl eher im Unsichtbaren.
    „Doch ändert diese mitfühlende, verstehende Haltung irgendetwas am durch und durch verdorbenen, verblendeten Charakter dieses Freundes? Bremste es dessen schädlichen Handlungen aus?
    NEIN!“
    Wie klingt das für Dich, wenn ich frage: Ändert eine mitfühlende, verstehende Haltung etwas an unseren Handlungen? Kannst Du jetzt noch so ohne weiteres mit NEIN antworten? Was ist ein verdorbener Charakter? Wie viele unverdorbene Charakter gibt es? Was ist ein verblendeter Charakter? Ist der gleichzeitig auch verdorben? Na gut! Der verblendete ist vielleicht nicht ganz so schlimm. Er kann nichts dafür, dass er geblendet wurde. Und der Verdorbene? Unsinn! Der Koch ist schließlich ein Erwachsener und weiß, was richtig ist, macht es aber nicht und ist deswegen verdorben. Oder?
    Ist es nicht viel sinnvoller, die Tat anzugehen, als den Charakter? Was hülfe es mir, wenn andere mich in meiner masochistischen und psychopatischen und rigiden Charakterstruktur erkennen? Wenn sie aber der masochistischen Mutter zeigen können, wie sie sich und ihrem Kind schadet, wenn sie sich aufopfert, wenn sie am liebsten wie Herkules die ganze Last der Welt auf ihre Schulter tragen möchte, und nur um etwas zu bekommen, was sie so niemals bekommt, dann besteht die Chance, dass sie sich ändert. Eine Charakteränderung bedeutet nicht die Abschaffung dieses Charakters. Es wird lediglich die in einem bestimmten Charakter liegende Potenz nunmehr in einer erlösten Form gebracht. Zum Beispiel der Geiz, in die Fähigkeit des Zusammenhaltens. Den Fokus auf den Charakter zu legen, macht nur im Zusammenhang der Erkenntnis über seine Entstehung Sinn. Oder als Überzeichnung, zum Beispiel in einem Kabarett.

  4. Hallo Ellen, es mag sein, dass Frank das auch eher pauschal gemeint hat. Genau deswegen habe ich ihn gefragt, ob er sich seiner Aussage bewusst ist. Faktisch –wenn vielleicht auch unbeabsichtigt- sagt er aus, dass Frau P. ein Dreckschwein ist. Und ich war darüber verwundert, dass Du ihm das durchgehen lässt.
    Hinsichtlich meiner Absicht, aufzuzeigen, dass es schwierig und ohne gewisse Übung –für beide Parteien- kaum möglich ist, nicht unheilsam zu reden, konnte ich den ersten Teil des 4. Silas auslassen. Damit relativiere ich nicht die Lüge, die nur von der einen Seite getätigt wurde. Ich unterscheide auch nicht zwischen einer egozentrierten und einer „gemeinschaftssinnlichen“ Lüge. Beide Lügen bringen in der Regel Unheil. Nun ist es an denen, die gegen die Lüge antreten, ihre Energie nicht in der unheilen Rede zu verlieren. Dazu brauchts halt die Einsicht, dass bestimmte Verhaltensmuster und Verhaltensbestimmende Strebungen und Ängste sich kaum von denen der „Gegenseite“ unterscheiden; was lange nicht einer Rechtfertigung dessen Verhaltens gleichkommt. Sowohl die Lüge als auch die unheile Rede, rechtfertigt sich allein aus der Folgerichtigkeit unseres so Seins, ebenso, wie die gute Tat. Auf beide Seiten. Das einzig heilsame ist das Bemühen, anderes folgen zu lassen, als bisher gefolgt ist. Und dies verlangt Selbsteinsicht. Da geht es ans Eingemachte. Wer aber will, wer kann schon seine über die Jahre mühsam erworbene Identität, sein Selbst und Weltbild aufgeben? Es ist aber ebenso folgerichtig, dass die Verweigerung der persönlichen Reifung, sozusagen der Transformation unseres Egos, von dem bewirkt wird, was wir durch mangelnde Selbsteinsicht geschaffen haben. Oder die Menschheit endet mit ihrem selbst erzeugten Untergang.
    Mir ist es egal, ob jemanden Verhalten von Selbstsucht motiviert ist, ob sein Verhalten unethisch ist, oder böse oder Krank oder sonst wie. Entscheidend ist, was er tut, und wie darauf reagiert wird. Unterstütze ich eine unheilvolle Spirale, oder lasse ich mich zum Opfer machen, oder finde ich eine doch wenigstens annähern heilsamen Weg.

    • O.k., nun wäre auch das geklärt.
      Lass Dir sagen, lieber Peter, dass ich binnen der 8 Jahre „Einsatz“ mein „mühsam erworbenes Weltbild“ deutlichst hinterfragt habe.
      Anfangs war ich völlig auf Konfrontation gebürstet, da es für mich einfach unfassbar war, wie Menschen kraft „Amtsstellung“ mit Menschen umgehen.
      Danach folgte die Phase des „Durchbrechenwollens unheilsamer Spiralen“, will heißen, ich habe in Freundlichkeit und Verständnis (Verständnis meint hier eher das verstehen hierarchischer Bürokratie) immer und immer wieder an den „inneren Menschen“ des amtlichen Gegenübers appelliert.
      Mit welchem Erfolg?
      Wenn überhaupt, dann nur punktuell, ich erreichte vielleicht kurzfristig ein Innehalten, ein zeitlich begrenztes Reflektieren.Ohne Nachhaltigkeit!
      Was nützt mir nun die Erkenntniss, dass „Milgram“ nach wie vor funktioniert, insbesondere in einem System, welches von Anfang an nur und ausschließlich auf das Zerbrechen von Menschen zugunsten des Profits weniger ausgelegt war?
      Meine fast schon „liebevollen“ Versuche, die „andere Seite“ zu respektvollem und „menschlichem“ Verhalten zu bewegen, MUSSTEN! scheitern, denn die Ideologie http://www.nachdenkseiten.de/?p=25168#more-25168 ist übermächtig, auch in den Köpfen derer, die sie kraft Amtes ausüben. Sie verstehen sich selbst ja nicht einmal als Mitträger des Systems und schon gar nicht als Täter, und genau das SIND sie aufgrund ihrer schädlichen Handlungen… das (diese bejahende Haltung, weil man ja „nur“ das Gesetz befolgt) hatten wir bereits, mit den verheerendsten Folgen.
      Diejenigen, die sich und ihr Tun kritisch hinterfragen und dennoch nicht „aussteigen“ (können), diejenigen verstehen , was ich hier schrieb und schreibe!
      Und das sind nicht eben wenige!
      Dass ich dies jetzt betone, hat aber auch nichts mit Applaus-Suche zu tun. Es ist einfach Fakt.
      Diejenigen sehen in mir kein auch „Feindbild“, die agieren nicht mit Lug und Trug, diejenigen durchstehen häufig einen Balanceakt aus (ethischer) innerer Haltung und dem, was sie in ihrem Job tun müssen. Im weitesten Sinne leisten diese Menschen „emotionale Arbeit“ und können/dürfen ihrem Anspruch an sich selbst nicht gerecht werden.
      Diese Divergenz wiederum verändert letztlich auch diese Menschen häufig…oder lässt sie erkranken.Das behaupte ich nicht einfach so, darüber gibt es vielfältige Studien (eine recht aktuelle zum Bereich Jobcenter liegt mir vor)
      Auch sie (wenn sie den Ausstieg aus Alters- oder sonstigen Gründen nicht schaffen, sich nicht zutrauen ff) leiden unter diesem pervertieren System (wenngleich viel,viel weniger als die Betroffenen).
      Und diejenigen, die ideologisch verseucht sind, ohne sich dessen bewusst zu sein, haben ebenfalls mein Mitgefühl…allerdings nur in eher rational-erklärender Haltung begründet (Verblendung, Anhaftung)
      Daher greife ich niemanden persönlich (Frau X, die fette Kuh o.Ä.) an, benenne aber die Dinge und HANDLUNGEN klar und harsch beim Namen!
      Dieses klare Benennen von schädlichen Handlungen hat nichts mit Selbstbild, irgendwie gearteter „Sozialisierung“ (Dein Kommentar zuvor) zu tun.
      Es haben so viele Menschen (von Malcolm X über Martin Luther King ect ect ect) in so vielen entgleisten Systemen auf die verschiedensten, sanften Arten versucht, eine Umkehr zu erreichen, ich könnte jetzt zudem auf den Dalai Lama verweisen.
      Wenn überhaupt ein Mensch, dann hat wohl er „alles durchschaut“.
      Doch hört irgendwer auf ihn?
      Er nennt beispielsweise Roland Koch einen Freund (nicht verkehrt, da wir letztlich ALLE Menschheitsfamilie sind).
      Doch ändert diese mitfühlende, verstehende Haltung irgendetwas am durch und durch verdorbenen, verblendeten Charakter dieses Freundes? Bremste es dessen schädlichen Handlungen aus?
      NEIN!
      Um zum Abschluss zu kommen:
      Ich versuche nach wie vor, die Veränderung zu sein, die ich mir für die Menschheit wünsche.Veränderung fängt in jedem selbst an.
      So attackiere ich nie den Menschen, umso heftiger aber seine Handlung!Ein erster, wichtiger Schritt, wie ich finde.
      Das linke Wange/rechte Wange Ding allerdings ist nicht meins.
      Unrecht muss laut und deutlich benannt werden…wer dem Schlechten gegenüber Stillschweigen bewahrt, arbeitet nämlich dem Grunde nach mit ihm zusammen…

      • Da bin ich ja richtig froh, dass ich mit derartigen „Glaubensfragen“ nicht belastet bin. Aber ein bischen philosophisch und fastreligiös kann ich trotzdem. 🙂

        Alle Religionen und religionsähnlichen Weltanschauungen haben gemeinsam, dass sich deren Anhänger trefflich streiten können, was denn die wirkliche Wahrheit ist … und was man daraus folgern kann oder muss. Man kommt vom Hundertsten ins Tausendste und nicht selten wird es mit zunehmender Dauer reichlich „akademisch“. 😉

        Mir fällt dazu das schöne Beispiel aus dem Roman/dem Film „Der Name der Rose“ ein. Die eigentliche Handlung spielt sich vor dem Hintergrund eines Disputs zwischen Delegationen des Bettelordens der Franziskaner und des prunkvoll in Avignon residierenden Papstes ab. Es geht dabei um den Versuch der Beilegung des Streits über die Frage, ob die Kirche arm sein sollte. Es wird immer skurriler und am Ende streitet man sich um die höchst spannende und wichtige Frage, ob Jesus einen Geldbeutel besaß. 😉

        Ich habe es da wesentlich leichter in der Einordnung. Nach meinem Schema muss man weder Menschenfreund sein, noch bedarf es großen Mitgefühls. Beides ist – wenn es hinzukommt – nicht schlecht, aber es ginge auch ohne:

        Ich nehme die christlichen 10 Gebote her, streiche die ersten beiden … und habe ein solides Basissystem, in dem Menschen zusammenleben können, ohne sich die Köpfe einzuschlagen. Der Mensch ist nicht perfekt, darum sind in diesem Basissystem bestimmte und vereinzelte Regelverstöße ausnahmsweise verzeihlich.

        Solange das System von allen gleichermaßen respektiert und gelebt wird, ist alles im grünen Bereich. Alle profitieren davon. Wenn sich allerdings bestimmte Bevölkerungsteile oder -gruppen nachhaltig über andere erheben, haben sie davon zwar zunächst einen Vorteil, aber das ist ein kurzer und trügerischer. Denn warum sollten die nun Benachteiligten dies akzeptieren?

        Gewiss, eine Zeit lang hält Druck und Angst den Deckel auf dem Topf. Aber wie lange geht das, wenn die Benachteiligten zunehmend – und nicht zu Unrecht – den Eindruck gewinnen, das bei ihnen/zu ihrem Schutz das siebte und achte und in der Folge das fünfte Gebot nicht mehr gilt? Wenn man ihnen mehr und mehr nimmt (nicht nur irdische Güter, sondern auch die Würde) und sogar ihren Tod billigend inkauf nimmt? Welchen Grund sollten sie haben, ihrerseits die Regeln noch zu beherzigen, die sie selbst nicht mehr schützen?

        Nun bin ich kein Freund der heute modernen allzu platten und umfassenden Kapitalismuskritik. Ein bischen „Wettbewerb“ kann uns imho durchaus weiterbringen, auch wenn das eine gewisse Ungleichheit mit sich bringt. Wird das aber immer weiter und auf die Spitze getrieben, nimmt es den eben nicht so Erfolgreichen – wir können nicht alle Sieger sein – zunehmend die Luft zum Überleben.

        Ich fürchte, genau an diesem Punkt sind wir inzwischen. Und ich vemute, dass Viele in unserer Gesellschaft noch nicht wirklich verstanden haben, auch wenn gelegendlich davon geschwafelt wird, was „sozialer Friede“ bedeutet. Sie vergessen leichtfertig, dass das Gegenteil von Frieden Krieg ist. Und im Krieg gibt es Tote. Auf allen Seiten. Und je mehr sich Krieg ausweitet, umso mehr Tote sind es.

        Was hat all das nun mit Ellens Thema zu tun? Ich meine sehr viel. Durch die argen Ämter findet bereits ein Krieg statt, den die Bevölkerungsteile oder -gruppen begonnen haben, die sich über andere erheben wollen. Gefangene werden nicht gemacht. Die müsste man, nach selbst für Kriege geltendem Recht halbwegs anständig behandeln.

        Arge Schergen haben allzu offensichtlich wenig Hemmungen. Sie machen ja nur „ihren Job“, erledigen ihren Auftrag oft mit solchem lustvollen Eifer, dass der an sich schon schreckliche Plan übererfüllt wird. Und ebenso offensichtlich will sie niemand in die Schranken weisen. „Deutschland“ geht es schließlich gut.

        Und nun passiert zunehmend das, was zwangsläufig passieren muss: In den argen Ämtern rumpelt es. Verzweifelte Menschen, denen man mehr genommen hat, als sie ertragen können, greifen – oh Wunder – ihre Schinder körperlich an. Das Zerstörerische und Totbringende eines Krieges schlägt nun auf beiden Seiten der Schreibtische ein. Und die Schinder stehen mit großen runden Augen da, wundern sich und geben sich traumatisiert. Erbärmlich. Haben sie denn wirklich geglaubt, man könne immer nur austeilen und müsse niemals einstecken? So läuft das in Kriegen nicht.

        Buddhisten mögen sich weiterhin über die besonders reine Lehre austauschen, ist mir alles recht. Wenn es aber um Themen wie im Eingangsbeitrag geht, sind „Glaubensfragen“ doch eine reichlich unwichtige Petitesse am Rande. Im Übrigen kann ich auch nichts „Unheilsames“ darin erkennen, wenn jenseits des offenen Gemetzels mit robusten Worten versucht wird, die eine oder andere Geschichte geradezubiegen.

        Btw.: Ich würde Frau P. niemals Dreckschwein nennen. Nie nicht. Sonst würde ich mich ja strafrechtlichen Konsequenzen aussetzen. (Ob der geneigte Leser hinter dieser absolut ehrlich gemeinten Aussage im Geiste nun einen Zwinkersmilie wahrzunehmen glaubt oder nicht, fällt nicht in meine Verantwortung.)

  5. Hallo Frank! Ist Dir Bewusst, dass Du Frau P. Dreckschwein nennst? Unanständige Menschen gibt es demnach auch auf der Seite derer, die gegen das Unanständige reden. Wobei Deine Rede nicht allein unanständig ist. Der einzige heilsame Sinn, den Deine Rede haben könnte, ist der, dass Du Dich in ihr erkennst, Dein Bedauern darüber aussprichst (sofern Du es bedauerst) und fortan, die aus Deinem Erleben gewonnene Energie heilbringend einbringst.
    Zudem sagt Herr Kallay aus, dass es kaum anständige Menschen gibt, denn, welcher Arbeitsbereich unterstützt nicht unser elendschaffende Systeme? („es gibt kein richtiges Leben im Falschen“/ Ellens Adornozitat) Außerdem ist es von Nöten, dass gerade im Jobcenter anständige Mitarbeiter sitzen.

    • Zitat:“Hallo Frank! Ist Dir Bewusst, dass Du Frau P. Dreckschwein nennst?“

      Ich werde hier gewiss nicht Franks „Protektor“ geben, sehe diese Aussage aber dennoch (vielleicht wortklauberisch) als eher pauschale Feststellung.Ansonsten möge Frank sich äußern, so er mag…

      Was mir aber auffiel ist, dass Du Dich unter Zitieren des 5ten Silas auf „unheilsam“ beschränkst.
      Das erstgenannte – Die Lüge – findet in Deinen Ausführungen keinerlei Erwähnung!
      Warum nicht?
      Vielleicht, weil es für egozentrierte Lügen zwar Erklärungen, aber eben keine Rechtfertigung gibt?
      Kannst Du – bei aller wortreichen Eloquenz – eine Relativierung finden für aus Selbstsucht motivierte, schädliche Handlungen (Lügen, die per se unethisch sind und zudem den Angelogenen so negativ beeinträchtigen, ihn/sie sich klein, wert-und hilflos fühlen lassen gegenüber einem Vertreter eines ohnehin diktatorisch-entwürdigendem System) ??
      DARAUF bin ich i.d.T. gespannt…

  6. Auch wenn ich wahrlich nicht harmoniesüchtig bin, mit diesem Song „erklärt“ sich vielleicht manches.

    „I’m just a soul who’s intentions are good
    Oh Lord, please, don’t let me be misunderstood“

    Hier mal das weitgehend unbekannte weibliche Original mit Nina Simone. Animals und vor allem JC 😉 hatten damit mehr Erfolg

    lG

    • Was Undine da schreibt, kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Wessen Intentionen sind denn da gut, im „Jobcenter“? Daß deren Intentionen gut seien, ist doch nur die offizielle Propaganda seitens der BA und der Politiker. – „Die tun dir nichts, die wollen doch nur helfen!“ – Helfen? Ja wie denn, bitte und womit? Ein-Euro-Jobs sind eine Hilfe? Computerfachleute in Computerkurse schicken ist eine Hilfe? Raucherentwöhnung, Theaterspielen, Kindern mit 16 Jahren eine EGV unterschieben – sehen so Hilfen aus?

      Den Gerüchten nach dürfen die ja nicht einmal das, was für die Betroffenen eine echte Hilfe sein könnte, nämlich qualifizierte, regulär bezahlte Arbeit zu vermitteln. Schlimmer noch, die haben nicht einmal Zugriff auf die entsprechenden Datenbanken der BA (so sagen das jedenfalls Leute, die die Verhältnisse schon näher kennengelernt haben).

      Deren einzige guten Intentionen liegen darin, ihren eigenen Arsch zu retten, indem sie versuchen, alle Vorgaben, die sie aufgedrückt bekommen, zu erfüllen. Also soundsoviele Eingliederungsvereinbarungen (in Prozenten bezogen auf die Anzahl der Klienten), soundsoviele Zuweisungen in „Maßnahmen“, und wahrscheinlich auch soundsoviele Einsparungen durch Sanktionen (rechtswidriger Entzug des Existenzminimums).

      Also Leute, erkennt die Realität und glaubt keine Märchen, schließlich seid ihr erwachsen, oder nicht?

      • Nun, wer ein „klein wenig älter“ ist und/oder aus anderen Gründen die Musik dieser Zeit verinnerlicht hat, der weiß natürlich dass bei „don´t let me be misunderstood“ neben „Eric Burdon & the Animals“ mit „JC“ nur „Joe Cocker“ gemeint gewesen sein kann.

        Ich bitte zu entschuldigen, dass ich dieses Wissen bei meinem Scherz mit den Initialen „JC“ vorausgesetzt habe.

        • Ach herrjeh 😉 jetzt erst habe ich den Kommentar von CJB richtig einordnen können, so von wegen „Intentionen“.
          Das ist wohl ein klassisches Beispiel dafür, dass – bewegt man sich auch virtuell lange genug in der „Szene“ – JC automatisch „nur“ für Jobcenter stehen „kann“.
          Btw, ICH habe es sofort auf den guten, alten Joe bezogen, das mag aber daran liegen, dass ich diesen Titel sehr mag, sogar in der „Flamenco“Version 🙂 von Santa Esmeralda…neien, bitte nicht lästern darüber.
          Dass ich die Bezugnahme erst jetzt geschnallt habe, tut mir echt leid. Ich hätte das viel eher schon klargestellt, stand aber völlig auf dem Schlauch.

          • Gut, ich gebe zu, daß ich unseren guten alten Windmühlen-Joe (Gott schnenke ihm den Frieden) wirklich nicht auf dem Schirm hatte. Aber auch jetzt kann ich mir nicht erklären, was Titel und Text mit den Intentionen der „Jobcenter“-Schergen zu tun haben und bleibe bei meiner Darstellung.

            Oder habe ich hier Ironie und Sarkasmus übersehen?

      • damit es keine 1 Wort/Zeile-Lyrik wird, antworte ich auf cjb hier.

        Inhalt das Songs ist das Wissen um eigene Fehler, die menschliche Schwäche, die eigene „Schattenseite“ sowie die Bitte die guten Absichten zu sehen und nicht missverstanden zu werden.
        Ersetzt man dabei „baby“ durch z.B. „people“ wird aus dem Liebeslied eine allgemein gültige Ballade.

        Primärer Adressat war Ellen, weil ich finde, dass es die gegebene Situation – das Für und Wider weltanschaulicher Argumente und moralischer Wertung inkl. der Einsicht, sehr gut beschreibt, sekundär Peter Niebling um darauf hinzuweisen.

        Das Job- oder was auch immer Center war weder Inhalt noch Adressat.

        Weiterer Grund diese völlig unbekannte Fassung auszugraben und zu „teilen“, ist die Vorliebe von Ellen für derartige „Schätzchen“.
        Man beachte, dass die „Animals“ das Original von Nina Simone nur wenige Monate nach ihr aufgenommen und damit einen recht großen Erfolg hatten ff. dann Joe Cocker. Ja, und in der Tat auch „Santa Esmeralda“ 😉

        • Danke „Undine“, dieses Schätzchen kannte ich i.d.T. noch nicht 🙂 Nina Simone verbinde ich zunächst(fast schon reflexartig) mit „feeling good“.
          Witzigerweise schrieb ich in ziemlich genau der von Dir genannten Intention vor einiger Zeit einen Artikel, um (eigentlich letztmalig) meine ganz persönlichen Hintergründe/Antriebsfedern zu erklären.
          https://erbendertara.wordpress.com/2014/12/09/dont-let-me-be-misunderstood-klarstellungen/
          Nun ja…irgendwo darin stellte ich fest, dass es SO schwer nicht ist, auch mein Denk/Fühlmuster zu schnallen, wenn mensch es denn auch schnallen möchte…wozu es selbstverständlich niemals eine irgendwie geartete Pflicht gibt und ich sehr gut weiß, dass ich auf „verstanden-werden-wollen“ keinerlei Anspruch erheben kann, darf und und somit auch nicht (mehr 😉 )werde.
          lG

        • Gut, danke. Jetzt sehe ich klar.
          Ein gutes Beispiel dafür, daß Kommunikation eine „Bringschuld“ ist…

          Schönen Tag noch.

  7. Thomas Kallays Spruch ist schon wirklich richtig, denn welcher anständige Mensch könnte noch in den Spiegel gucken, wenn er einem solchen Terror- und Sonderrechtssystem wie Hatz4 in einem „Jobcenter“ (schreibe ich seit langem immer in Anführungsstrichen) arbeiten würde, ohne den Drang haben zu müssen, sich selber ins Gesicht spucken zu müssen?

    Und eines muß man immer vor Augen haben, wenn man an die „Jobcenter“-Mitarbeiter denkt. Nämlich ihre Funktion, die mit der Funktion der „Jobcenter“ eng zusammenhängt. Die Funktion, der Sinn der „Jobcenter“ und der dort tätigen ist nämlich recht schnell aufgezählt und hat wenig mit der Propaganda zu tun, die man von Leuten wie Weise, Alt oder von der Ley(üg)en ständig gebetsmühlenartig vorgetragen hört.

    Die wahre Funktion dieser Pseudo-Behörden und ihrer Protagonisten liegt nämlich keineswegs darin, jemandem Arbeit zukommen zu lassen, anderen Menschen zu helfen oder irgendwie in positivem Sinn in das Weltgeschehen einzugreifen.

    Der wirkliche Sinn der „Jobcenter“ besteht im wesentlichen aus drei Teilen:

    Teil A: Fälschung der Statistik
    Beispiel: Wen man in einer „Maßnahme“ (denn solche gilt es gegen Arbeitslose zu ergreifen) vergammeln läßt, der gilt nach gesetzlicher Definition nicht als arbeitslos.
    Der Sinn liegt darin, daß man der Öffentlichkeit, den Nachbarländern oder der Wirtschaft zeigen kann, wie gut es doch uns allen / der Wirtschaft geht.

    Teil B: Konditionierung, Schurigelung, Unterdrückung der Betroffenen.
    Gesonderte Beispiele sind weder möglich noch nötig, denn alles, was den „Kunden“ entgegenschlägt und ihnen irgendwie fremd, unangemessen oder falsch erscheint, dient diesem Ziel. – Es wurde doch von den „Erfindern“ von Hatz4 offen ausgesprochen: Das Ziel sei es, den Betroffenen ihre Situation so unbequem wie möglich zu machen.
    Der Sinn liegt darin, daß man möglichst viele Menschen aus dem Leistungsbezug hinauswerfen möchte und daß man es denen, die noch keinen Antrag gestellt haben, möglichst wenig wünschenswert machen möchte, zum Leistungsempfänger zu werden. Liest man, was zum Thema versteckte Armut in den letzten Jahren verlautete, wird dieses Ziel „hervorragend“ erreicht.
    Deswegen, und nur deswegen, ist Hatz4 auch eine Erfolgsgeschichte!

    Teil C: Schließt direkt an das zuletzt gesagte an – Einsparung von Geld!
    Beispiele: Ignorierung oder Ablehnung von Anträgen auf Grundsicherung, auf Bildungsmaßnahmen, auf Fahrtkosten, etc. Auch alles, was dem Erreichen der Ziele aus Teil B dient, dient dem Ziel des Teils C. – ein geradezu „geniales“ System.

    Hier liegt der Sinn darin, der Wirtschaft, dem Kapitalmarkt und wem auch immer, beruhigend sagen zu können, daß die Sozialkosten bzw. deren Steigerung eingedämmt seien. – Daß an anderer Stelle das Geld mit vollen Händen hinausgeworfen wird, und daß die Kosten von Hatz4 ein Fliegenschiß dagegen sind (vor allem, wenn man die Verwaltungskosten abzieht), das darf natürlich niemand erfahren – pssst!!

  8. „MainArbeit – eine Täuschung der ganz perfiden Art…“
    „Versuchter Rechtsbruch oder “nur” mieser Manipulationsversuch?“ Oder man-gelnde Qualifikation? Oder beste Absicht/Wohlwollen? Oder alles zusammen? Und natürlich Hinterlist und Niedertracht(perfide) Auch Freundlichkeit? Das Bedürfnis gut zu sein? Der Rechtfertigungsversuch des eigenen Weges? Und, Und, und. Es ließen sich noch viele Beteiligungen benennen. Wem oder welcher Sache dienen solche Benennungen?
    Könnte es für Dich liebe Ellen, und damit für andere, heilsam sein, wenn Du –ganz im Sinne deines Gelöbnisses- Dich darin zu üben, wohlwollend zu sprechen, Deine Rede, hinsichtlich Deiner Anhaftungen, zu hinterfragen?
    Zur Sache: Es gibt einen Vorgang, den es, bezüglich der Folgen, zu korrigieren gilt. Bei allem Verständnis für das Entsetzen oder andere Empfindungen und Geisteszustände, die so ein Vorgang auslösen kann, gibt es zwecks Korrektur, nur einen wirklich hilfreichen Weg. Die sachliche Auseinandersetzung, und bei Erfolglosigkeit, den Rechtsweg. Durch das direkte oder indirekte hochreißen der roten Karte, korrigiert sich meist nur wenig oder gar nichts. Dieser unheilvolle Weg ist, weil von Kindesbeinen an eingeübt, der übliche Weg. Wenn „wir“ mit solchen Gewohnheiten weiterhin den Weg in die Einteilung von Gut und Böse bzw. den guten Menschen und den schlechten Menschen, den richtigen Menschen und den falschen Menschen bereiten, anstatt den Weg der direkten Korrektur zu gehen, erschaffen „wir“ erstens (gemäß der Kästnerschen Weisheit) nicht das Gute, und zum zweiten belasten wir uns damit. Und das ist weitaus schwieriger zu korrigieren, als die Ansprache von Frau P.
    Das Ganze entbehrt also nicht eine gewissen Tragik. Das Ganze!!!!! Nicht allein die Main- Arbeit! Doch für den, der will, und nicht gar zu sehr dem Gewohnten verhaftet ist, bietet sich mindestens eine Lösung an. Die vierte Sittlichkeitsregel! Nicht lügen oder unheilsam reden. Was aber genau ist mit unheilsames Reden gemeint? Was ist eine unheilsame Rede? Was ist eine heilsame Rede? Genügt es für eine heilsame Rede, dass sie in bester Absicht und mit reinem Gewissen geführt ist? Viele Reden können sowohl heilbringend als auch unheilbringend sein. Das kommt ganz darauf an, auf welches geistig/seelisches Vermögen bzw. auf welchen Zustand des Empfängers, die Rede trifft. (Oder auf welchen Beistand) Schon allein dies beweist, wie hoch, ja geradezu unsinnig der Anspruch ist, diese vierte Sittlichkeitsregel einhalten zu wollen bzw. zu können. Und ich wage es nicht, Dir liebe Ellen und Frau P zu unterstellen, nicht nach besten Wissen und Gewissen geredet zu haben.
    In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass die Verantwortung für das, was die Rede auslöst bzw. bewirkt, letztlich beim Empfänger liegt; unabhängig davon, welche Antwort er auf seine Reaktion zu finden in der Lage ist. Und ist es keine heilvolle Antwort, ist dem Empfänger –hier in diesem Falle- den Empfängerinen – zu wünschen, dass sie einen, „professionellen“ Beistand finden. Denn, in dem Maße, in dem keine rechte , heilsame Antwort auf sich selbst gefunden wird, werden statt dessen andere Menschen, oder in Folge, eher weniger angenehme Geschehnisse, antworten. Das wird beispielsweise in einem frühen Papa/Mama- Kindverhältnis sichtbar. Und freilich in den meisten „Liebes“-beziehungen, in denen dieses Papa/Mama- Kindverhältnis nicht erkannt, bewusst angenommen und ausgelebt wird(was eine Chance der Nachreifung bietet).
    Diese Einsicht und in Folge eine Richtungsänderung, könnte die Geflogenheit der direkten und indirekten Verurteilung des Redners, mittels unsachlicher Deskriptionen, unterbrechen. Dem bewertenden Empfinden unbenommen, das lässt sich nicht so einfach abstellen, ist es, öffentlich zum Ausdruck gebracht, eher unheilsam denn heilsam. Außer ein paar Beifallsklatscher, die lediglich die persönliche Abhängigkeit von z.B. Anerkennung oder Zustimmung bedienen, haben solcherlei Entrüstungen kaum einen Nährwert.
    Wie aber ist die Heilsame Rede erlernbar? Und gehört zur heilsamen Rede nicht auch ein heilsames Zuhören? Wie geht das denn? Spätestens hier wird deutlich, dass nicht lügen und nicht unheilsam Reden, nicht bereits vor den Übungen gelingen kann. Und wie ist das zu üben? Buddha sagt, durch Achtsamkeit, durch Gewahrwerden. Die Religionen haben da kaum eine Antwort darauf. Doch letztlich macht das im Alltagsleben keinen großen Unterschied, denn auch die Achtsamkeit will geübt werden, und Gewahrsein als quasi Voraussetzung zur Achtsamkeit bezieht sich bei religiöser Gebots- und Verbotsprogrammierten Anhängern bzw. Devotes Buddhas auf jenen Teil ihres Seins, der lautes oder stilles Lob, und Erfolg im Sinne von Richtigsein verspricht. Das heißt, sie sind –sofern sie es nicht irgendwie begründen bzw. rechtfertigen können- auf Teufel komm raus bemüht, alles zu vermeiden, was sie vor sich und anderen in Ungnade bringen könnte. Wer aber nicht unheil redet, sich also darin nicht zuhören kann, sich nicht seines Zustandes und damit verbundenen Strebungen, Wünsche, Illusionen, Ängste usw. gewahr werden kann, der kann seine unheile Rede nur schwerlich abstellen. Der kämpft letztlich mit einem schwachen, meist in der Vernunft gegründeten Ziel, gegen die -weil unbekannt – stark gegründete Lebensmuster, Glaubenssätze und Ängste.
    Die Übung besteht also nicht im Abstellen meiner Rede, sondern im Auflösen der Selben, durch das Gewahrwerden dessen Hintergründe. In diesem Sinne sage ich AD und viel Erfolg. Auf Fragen an mich, antworte ich freilich.
    Ich empfehle Frau P., ihren Arbeitsplatz weiter mit Symbolen der buddhistischen Lehre zu schmücken.

  9. Nachvollziehen kann ich Deine Betroffenheit, verstehen kann ich sie kaum/nicht.

    Zum einen wird anhand Deiner letzten beiden posts deutlich warum ich grundsätzlich gegen die Vermengung sozialen Engagements mit religiösen und/oder ideologischen Motiven bin.
    Denn nach meiner Überzeugung das Alles (vergleichbare) für Alle (Vergleichbaren) gelten muss, müsste ich dann, neben dem „buddhistisch Guten“, z.B. auch die „christlich angehauchten Tafeln“ (Ursprung USA kirchliche Gemeinden), etc. akzeptieren.
    Hinzu kommt die Gefahr einer moralischen Betrachtung und Wertung aufgrund der Glaubenssätze, die den eigentlichen Tatbestand, den/die Rechtsmissbrauch/Falschberatung, zumindest verwässert.
    Aus diesem Grunde äußere ich mich auch nur zu Deinem 2. post, denn wie Du Dein Handeln begründest bleibt natürlich Deine Sache.

    Zum anderen gibt die schriftliche Einlassung einen excellenten Grund dagegen mit Rechtsmitteln vorzugehen. s.u.
    Dabei wäre aber zu bedenken, dass die vorgebrachten Argumente für sich genommen durchaus sinnvoll sind.

    ” wer stellt Sie denn noch ein, wenn Sie 3 Jahre zu Hause bleiben”
    realistisch

    “das Kind (damals 5 Monate!) müsse unter Gleichaltrige”
    grundsätzlich begrüßenswert (unabhängig vom Alter)

    “Ich (damit meinte die “Beraterin” sich selbst) bin schließlich auch arbeiten gegangen”.
    persönliche und somit unerhebliche Einlassung

    Bedingung für die Akzeptanz der Argumente als Beratung wäre allerdings der VORHERIGE Hinweis auf die anders lautende Rechtslage.

    „Eine alleinerziehende Mutter hat also alles Recht der Welt, erst einmal ausschließlich ihr Muttersein genießen zu dürfen!“
    Naja, das ist weder „Weltenrecht“ 😉 noch, im Sinne des Kindes, sonderlich sinnvoll.

    „…am xxx forderte ich Sie auf, Ihr Kind in den Kitas “Erasmus” und “Krawallschachtel” ( Anm.: U3 – Kitas) mittels den ausgehändigten Kitaanmeldebescheinigungen anzumelden und mir diese bis xxx einzureichen.Dies haben Sie bis heute nicht erledigt.
    Bitte reichen Sie bis zum xxx folgende Unterlagen ein bzw. beantworten Sie die Fragen:
    1. Anmeldebescheinigung für beide Kitas oder wenn vorhanden
    2. Kitavertrag
    3. Betreuungszeiten in der Kita?
    Sollte keine Aufnahme stattgefunden haben, bitte ich um Angabe der Hinderungsgründe.“

    Bei dem Inhalt und der Formulierung ist davon auszugehen, dass es sich dabei um eine Art Formblatt, zumindest Textbaustein handelt. Das wiederum eröffnet die Möglichkeit nicht die nachrangig verantwortliche Sachbearbeiterin sondern direkt die Geschäftsführung anzugreifen. Besser geht es kaum.

    • Ja, ich weiß nur zu gut, dass ich hier keine saubere Trennung vorgenommen habe. Deine Argumente sind bzgl. dieser „unzulässigen 😉 Vermengung“ richtig…und doch konnte ich nicht anders.
      Das mag daran liegen, dass ich langsam aber sicher innerlich „verblute“ an den ganzen Lügen (privat und „geschäftlich“)die jeder Kreti und Pleti mir meint, auftischen zu müssen.
      Die allermeisten durchschaue ich ja recht schnell, andere hingegen…
      Das Maß des Erträglichen ist übervoll, lieber Freund.Ich habe Kraft, aber ich bin nicht Wonderwoman, auch meine Kapazität ist irgendwann überschritten.
      Dass Menschen „Scheiße bauen“ und Müll reden, ist nix Neues.
      Aber diese elende Feigheit, zu ihren Handlungen nicht stehen zu wollen – Ja, im „geschäftlichen“ Bereich nennt man das Politik und da ist die Lüge Tagesgeschäft – ja doch, ich weiß das, aber ich kann es einfach nicht mehr ertragen.
      So gut ich auch versuche, das zu rationalisieren, es gelingt mir nicht annähernd so gut, wie ich es anstrebe. Dafür sind die Schicksale der belogenen und betrogenen, der entwürdigten und gedemütigten Menschen zu nah an mir dran, die sitzen an meinem Tisch und heulen in meine Taschentücher!
      Vom Privaten abgesehen, denn i.d.T. habe sogar ich noch ein Privatleben…und auch da macht(e) sich fortgesetzte Lüge breit.
      Was nötig wäre zur Abgrenzung, das wäre wohl eine Art Supervision. Ich denke, selbst Profis könnten all diese Belastungen nicht dauerhaft mit sich alleine abmachen.
      Ich arbeite hier – von eher seltenen Schulterschlüssen abgesehen – allein…wenngleich gewisse, „amtliche“ und promovierte Sozialautisten mich noch immer der ortsansässigen Ini zuordnen.
      Das ist ungeheuer kräftezehrend.

      Zum Faktischen:
      Bezüglich der Argumentation dieser Mitarbeiterin sind wir nicht einer Meinung (müssen wir ja auch nicht 😉 ), denn eine 23jährige hat mit 25 Lenzen, nach der Mutter“pause“ durchaus noch „Chancen“, sowohl für eine Ausbildung als auch für ein berufliches Fußfassen. Letzteres bedeutet hier ohnehin nur prekäre Arbeit, und die (Zeitarbeit und co) gibt es hier.
      Dass ein Säugling, der nicht mal krabbeln KANN, in eine Krabbelgruppe soll wg. der Gleichaltrigen…für mich nicht nachvollziehbar, da eine Sozialisierung „früher“ auch bestens funktionierte, und da wurden die Lütten erst in den KiGa aufgenommen, wenn kein Windelbedarf mehr herrschte.
      Aber wie geschrieben, das ist nur meine persönliche Ansicht (und die vieler, älterer Mütter)

      Das direkte Angehen dieser Vorgänge…was solls, ich schreib jetzt mal Klartext:
      Ich habe hier einiges „Grundsätzliches“ am Start, es läuft eine Auskunftsklage bzgl. der Beratungsunfähigkeitsbescheinigung, ein Beschluß/Urteil wäre zum Wohle ALLER hiervon betroffener Offenbacher.
      Es läuft eine Anfrage bzgl. der Zulässigkeit des Vorgehens in Sachen „medizinische Beratung“ (wir haben KEINEN ärztlichen Dienst, es wird auch nicht mehr an das offizielle Gesundheitsamt überstellt, was hier abgeht, ist Verarsche hoch zehn) an den hessischen Landesdatenschutz, die hessische Landesärztekammer, das BMAS und das Sozialministerium Wiebaden (Grüttner) in der vagen Hoffnung, diesem Treiben ein Ende setzen zu können. Googel mal nach dem „Konzept“ der ehemaligen BA-Ärztin Ingrid Toumi (Stuttgart, jetzt „Handlungsreisende“ in Sachen ärtliche „Beratung)
      Das Thema Unterbringung von Obdachlosen ist noch immer ein Fass ohne Boden, ich komme hier allein kaum weiter und mobilisiere jetzt (versuche es) die überörtliche Presse, da man mit der Gesundheit dieser Menschen spielt.
      Alles ein Dickicht aus Filz und Klüngel, und ich hab nicht mal ’ne Machete, geschweige…
      Zu Letztgenanntem eine aktuelle Schweinerei (auch auf meinem Tisch), wie das weitergeht, wo ich wie NOCH ansetzen soll, ich weiß es langsam nicht mehr, 2 Hände, ein Kopf, mehr habe auch leider ich nicht…außer eine nach wie vor angeschlagene Gesundheit http://www.op-online.de/lokales/nachrichten/offenbach/mainarbeit-offenbach-gibt-hartz-iv-empaengerin-drei-tage-zeit-umzug-4707465.html

  10. Antwort an Scarred surface und streetfighter (auf die Schnelle)
    Es hat wohl etwas mit meiner noch nicht vollständig beseitigten Naivität zu tun, wenn ich annahm, dass zumindest westliche Schüler Buddhas – aufgrund der völlig freiwillig angenommenen ethischen Lehre desselben – nicht in der Lage sein KÖNNEN, Schädliches zu tun.
    An Freizeit/Wellness“Buddhisten“ dachte ich da nicht…wieder etwas dazu gelernt…

  11. Zitat: „Das Symbol für das “Om” an die Bürowand zu kleben und zu erzählen, auch Buddhistin zu sein, reicht vielleicht aus, eine Zeitlang Menschen (leider auch mich) dahingehend täuschen zu können.“

    Christen, Juden, Muselmanen können Dreckschweine sein. Ist es nun wirklich so überraschend, dass es auch bei den Buddhisten entsprechende Exemplare gibt?

    Am Ende des Tages und der Täuschungen bewahrheit sich halt immer:

    „Kein anständiger Mensch arbeitet in einem Jobcenter!“ (Thomas Kallay)

  12. Wahrscheinlich würde diese Dame antworten: Ich mache auch nur meine Arbeit!
    Deshalb gibt es für mich persönlich keine guten und keine schlechten Jobcentermitarbeiter.
    Was hätten diese Typen-die auch nur Ihre Arbeit machen-in einem anderen System behauptet??

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