MainArbeit , Datenschutz und mehr – „erschreckender“ Realitäts-Check

Ach ja, es liest sich – wenngleich nur auf den ersten Blick – so „bürgernah“, fast schon verständnisvoll, blickt mensch auf die Seite der Stadt Offenbach, auf welcher der neue Ombudsmann (= Schiedsmann) vorgestellt wird.

http://www.offenbach.de/offenbach/themen/rathaus/aemter-und-gesellschaften/ombudsmann-der-mainarbeit/article/ombudsmann-dr-christian.html

Die eigentliche Aussage, welche im Subtext da deutlich mitschwingt, ist hingegen alles Andere als freundlich, Zitat:

„…Es hat sich gezeigt, dass Bescheide manchmal nicht richtig verstanden werden oder den Betroffenen die zugrundeliegenden Gesetze nicht bekannt sind,“ erläutert Susanne Pfau, stellvertretende Geschäftsführerin der MainArbeit. „Meist geht es um Kosten der Unterkunft, Einkommensanrechnungen, die Anschaffung von Mobiliar oder auch Diskrepanzen zwischen der Einschätzung des Arbeitsberaters und der Selbstwahrnehmung des Kunden…“ 

Übersetzung von Polit-Sprech in Einfach-Sprech:

1.
Der Leistungsbezieher kapiert nicht, dass die MainArbeit doch nur die Gesetze umsetzt = natürlich alles richtig macht. Dafür isser schlicht zu doof…
2.
Der Leistungsbezieher ist nicht in der Lage, die selbstverständlich stets und immer richtig erlassenen Bescheide zu kapieren (böse Zungen behaupten übrigens, in den höheren Chargen der MainArbeiter herrsche der Gedanke vor, dass die Leistungsberechtigten und ihre Bevollmächtigten per se zu doof sind, Rechtliches und Widerrechtliches zu erkennen…so könne man getrost auch Widerrechtliches anordnen und durchsetzen)
3.
Die Arbeitsvermittler allein wissen, was für den „Kunden“ das Richtige ist. Die Betroffenen selbst hingegen haben eine falsche Selbstwahrnehmung.

Der Ombudsmann soll also, grob gesagt, den Ratsuchenden erklären, was sie falsch eingeschätzt und/oder falsch verstanden haben.
Zweifel an der Selbstwahrnehmung der MainArbeit scheinen hier ernsthaft angebracht, denn wie nur zwei nachstehend geschilderte Beispiele aus der allerjüngsten Vergangenheit zeigen, geschehen hier „Fehler“ (ach, was bin ich heute höflich 😉 ) die zwar erklärbar, aber durch nichts zu rechtfertigen sind…wäre es da nicht angebracht, wenn die Führungsspitze der MainArbeit öffentlich zumindest einräumte, dass „Fehler“ auch seitens der MainArbeit geschehen?
Aber nein, das Saubermann-Image soll um jeden Preis gewahrt werden, das ist halt Politik…

Datenschutz Story 1 – Wir können Alles, nur nicht richtig…

…zum Beispiel Wohnraumhilfe.
Wohnraumhilfe bedeutet: Wenn Menschen Mietschulden haben und der Vermieter die Räumungsklage eingereicht hat, ist das Amtsgericht verpflichtet, den zuständigen Sozialleistungsträger über die drohende Obdachlosigkeit zu informieren.  Zur Vermeidung von Obdachlosigkeit kann ein Darlehen gewährt werden.
Bislang hatte diese Aufgabe die Wohnraumhilfe des Sozialamtes inne, dort arbeiteten „alte Hasen“, die ihren Job verstanden.
Seit 22.12.2014 ist nunmehr die MainArbeit hierfür zuständig.
Mich gruselte bereits letztes Jahr, als ich davon erfuhr.
Auch ohne Kristallkugel prophezeite ich seinerzeit, dass, wenn die MainArbeit auch diese Aufgabe noch übernimmt, es nur katastrophal werden kann…denn wenn es schon so häufig mit der Bewältigung der originären (oft simplen) Aufgaben nicht klappt, wie dann erst mit dieser neuen Materie…

Heute war es dann soweit.
Eine meiner Vollmachtgeberinnen bat mich nachzufragen, weshalb ihr neuer Vermieter noch keine Kaution erhalten habe und überreichte mir zudem ein Schreiben der MainArbeit, in welchem „Beratung zu Miet-und Strom-Schulden“ offeriert wurde. Textbausteinblatt versteht sich, nichts Individuelles.
Im Zuge des Mailverkehrs konnte dann geklärt werden, was da „schief lief“.
So erhielt ich dann auch eine Zweitschrift des Schreibens vom Amtsgericht an die MainArbeit wegen der Räumungsklage.
Dumm nur, dass es sich bei dem Beklagten nicht um meine Klientin handelte, vielmehr um einen Mann gleichen Nachnamens, der zu allem Überfluss nicht einmal „Kunde“ der MainArbeit ist.
Bedingt durch die Bevollmächtigung erhielt ich also Kenntniss (samt aller Eckdaten und Geschäftszeichen) darüber, dass ein mir völlig unbekannter Mann eine Räumungsklage an der Backe hat…
Auf meinen sofort erfolgten Hinweis hinsichtlich der datenschutzrechtlichen Brisanz wurde freundlich, angemessen und mit entsprechender Ernsthaftigkeit reagiert…es bleibt zu hoffen, dass hier eine sofortige Verbesserung für die Zukunft erarbeitet wird.
Nicht auszudenken, welch Chaos entstehen kann, wenn der nächste Mietschuldner Müller oder Öztürk heißt…davon gibt es viele Dutzend in OF, mit und ohne Leistungsbezug.
Resumé:
Schuster MainArbeit, bleib bei Deinem Leisten…besser wär’s

Datenschutz (und mehr) Fall 2 – Die geschäftliche Heimsuchung

Ein Leistungsberechtigter arbeitet auf Basis von 450.-€ als Frisör. Jetzt hatte er die Möglichkeit, in einem Schichtbetrieb einen Vollzeitarbeitsplatz zu erhalten. Seine Chefin bestand jedoch – völlig zu Recht – auf Einhaltung der 4wöchigen Kündigungszeit, es wäre somit zu nicht überbrückbaren Überschneidungen gekommen.
Mitten im Geschäftsbetrieb tauchten letzte Woche in diesem Frisörsalon zwei Männer auf, welche sich nicht auswiesen und die dort tätige Frisörin fragten, ob diese mal eben 5 Minuten Zeit habe. Diese verwies auf die wartende Kundschaft und verneinte. Man(n) fragte nach „2 Minuten Zeit“.
Diese wurden dann auch gewährt 😉 und die Männer sagten der Frisörin, dass sie von der MainArbeit seien, es um die Aushilfe Herrn X ginge und  es doch möglich sein müsste, dass auf die Kündigungszeit verzichtet würde. Es wurde regelrecht bedrängt, so dass ein anwesender Kunde die Situation als „bedrohlich“ einschätzte und bereits aufstand…
Was die zwei MainArbeiter nicht wissen konnten, war, ob es sich bei der anwesenden Frisörin überhaupt um die Geschäftsinhaberin handelt!
Datenschutz auch hier – völlige Fehlanzeige…
…von der Übergriffigkeit und Impertinenz, „mal eben so“ auf Arbeitgeber im laufenden Geschäftsbetrieb rechtswidrig Einflussnahme ausüben zu wollen einmal völlig abgesehen…und der Anwalt der Arbeitgeberin freut sich gewiss über leicht verdientes Geld.Diesen informierte die völlig aufgeregte und wütende Geschäftsinhaberin nämlich umgehend.

Wie man so schön sagt, stinkt der Fisch ja immer vom Kopf her.
Ich frage mich daher – insbesondere angesichts des letztgeschilderten Vorfalls – ob „Narzisstische Grandiosität“ vielleicht doch eine ansteckende Krankheit sein könnte, welche sich viral vom „Kopf “ hin zu den „Füßen“ ausbreitet… 😉

 

 

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13 Kommentare zu “MainArbeit , Datenschutz und mehr – „erschreckender“ Realitäts-Check

  1. Kurzer Hinweis: Es handelte sich um zwei Mitarbeiter eins Bildungszentrums und nicht um Mitarbeiter des Jobcenters. Die Vorsprache erfolge nicht im Auftrag oder mit Zustimmung der MainArbeit.

    Kurzer Tipp: Es wäre wohl besser gewesen XXX zu fragen und nicht auf Hörensagen von XYZ zu hören … somit wären viele Spekulationen und Verleumdungen erspart geblieben.

    • Kurze Antwort:
      1.
      Ich habe die Realnamen unkenntlich gemacht, da insbesondere der Geschäftsinhaberin Anonymität zugesichert wurde
      2.
      Es wäre ein Zeichen von Größe gewesen, nicht mit „wohlklingendem“ Namen -Veritas/Wahrheit also- UND Wegwerf-Mail-Addi zu operieren, wenn denn seitens des Wahrheitsliebenden der Kommentar als eine ehrliche Kritik an dem „Bildungsträger“ zu interpretieren sei.
      3.
      Statt den Friseursalon outen zu wollen, sollte man doch den Namen des Bildungsträgers benennen, er, resp. seine Mitarbeiter, waren es schließlich, die sich ungehörig einbrachten
      4.
      Die Inhaberin erfuhr erst später davon, dass es sich um Mitarbeiter des BZB handelte
      5.
      Gut, meine Recherche hätte etwas gründlicher sein können, aber die Angelegenheit liegt ja bereits beim Anwalt der Geschäftsfrau, daher: müßig.
      Zudem ist das BZB letztlich „Vertrauens-und Kooperationspartner“ der MainArbeit. Mittels Zwangszuweisungen werden Erwerbslose dorthin verbracht und die Kommunikation mit dem BZB ist sowohl im schriftlichen Austausch als auch durch pers. Vorsprachen durch Mitarbeiter der MainArbeit als intensiv zu bezeichnen. Kritik wäre dort also deutlich dringender angebracht!
      6.
      Solches Insiderwissen kann eigentlich nur der/die AV/IFK/pAP des Aushilfsfrisörs haben…insbesondere, wenn ich die ursprüngliche Nennung der Realnamen von Salon und vermeintlichem „Informant“ i.V.z. meinem Blog ( bzw. dessen Dauerlesern 😉 ) so berücksichtige

      Last but not least die Quintessenz:

      Dieser Offenbacher Betrieb wird niemals mehr Erwerbslose „über die MainArbeit“ einstellen. Gemäß der Geschäftsinhaberin sei das jetzt unmöglich, da sie keine Lust auf weiteren Stress habe.

      Gut gemacht, Respekt! An Effizienz kaum zu übertreffen.Ein Betrieb mehr, dessen Türen Erwerbslosen verschlossen bleiben.

      Kurzer Tipp: Von Kooperationspartnern, die so vorgehen, kann man sich trennen….somit würde es ggfs auch mit einer besseren Vermittlungsquote klappen.

      • „Es wäre ein Zeichen von Größe gewesen, nicht mit “wohlklingendem” Namen -Veritas/Wahrheit also- UND Wegwerf-Mail-Addi zu operieren, wenn denn seitens des Wahrheitsliebenden der Kommentar als eine ehrliche Kritik an dem “Bildungsträger” zu interpretieren sei.“

        vielleicht hat da ja jemand auch nur zu tief ins Glas geschaut und das „in vino…“ einfach vergessen 😉

        trashmailadressen kannst Du doch einfach sperren und schon nerven sie nicht mehr.

        • 😉 der vergessene „Vino“ könnte eine Erklärung sein…ich vermute da aber eher eine andere Triebfeder 🙂
          Klar könnte ich diese Mailadressen sperren, aber wozu?
          Gerade mit solchen Kommentaren demontiert sich der Schreiberling doch vor einer – mittlerweile gar nicht mehr so kleinen – Leserschaft sehr hübsch selbst, meinst Du nicht auch?
          Beachte einfach mal, was ich unter Punkt 6 schrieb…ich verdeutliche es aber gerne (war vielleicht erneut etwas kryptisch formuliert)
          Schreiberling wusste, dass es sich um Mitarbeiter des BZB (Bildungszentrum B. Offenbach) handelte.
          Schreiberling glaubte, meinen „Informanten“ zu kennen und vermutete eine von mir derzeit begleitete Betroffene.
          Schreiberling benannte den Frisörsalon beim Namen.
          Schreiberling liest meinen Blog und befleißigt sich der vermeintlichen „Reinwaschung“ der MainArbeit.
          Schlussfolgerung:
          Schreiberling hat direkten Zugriff auf Vorgänge, weiß also, wem ich gegenüber der MainArbeit „zur Seite stehe“, kennt Interna (BZB) und weiß unter (gefühlt) 1001 Frisörsalons den richtigen zu benennen.
          Schreiberling ist:
          Mitarbeiter der MainArbeit, aller Wahrscheinlichkeit nach auch der pAp/AV des Aushilfsfrisörs.
          Wende ich das Ausschlußprinzip an, bleiben nicht mehr viele Namen übrig, die da in Frage kommen…

          Wäre nicht ein Anwalt involviert, würde ich mir die Mühe machen und den (Ex)Frisör interviewen 😉 wer denn sein AV ist (und ob meine diesbezügliche Vermutung stimmt)…aber so? Müßig.

    • Womit allerdings die Frage nicht beantwortet wäre resp. an Bedeutung gewinnt, wie kommt ein *Bildungs*träger an die Daten eines Arbeitsverhältnisses?
      Oder, da das ja offensichtlich geschehen ist, wie begründet die Mainarbeit den Zugriff auf ihren Datenbestand/die Weitergabe aus ihrem Datenbestand?
      Oder handelt es sich bei den „Kunden“daten der Mainarbeit um einen allen Trägern „offenen Datenpool“?
      Fragen über Fragen, die die Mainarbeit allerdings nicht ent- sondern im Gegenteil immer mehr belasten! 😉
      Mit „nicht im Auftrag“ oder „keine Zustimmung“ ist man längst nicht aus dem Schneider.
      Denn selbst eine legale Weitergabe unterstellt, bleibt der ursprünglich erhebende und dann übermittelnde Träger (Mainarbeit) neben Erhebung und Verarbeitung verantwortlich auch für die NUTZUNG der Daten.
      Aus dem juristisch eher geringfügigen, persönlichem Fehlverhalten wird so ggfls. ein Datenskandal.

      • Sehr gute, gewohnt 😉 analytische Durchleuchte!
        Nur leider wird dieser Zusammenhang den Anwalt der Geschäftsfrau eher nicht interessieren. Und da ich in diesem Fall kein „Betroffenenvertreter“ bin, kann ich auch keine entsprechende Eingabe beim LDS machen

  2. @-cvole
    Damit meinte ich ja auch nur das es Zusammenhänge geben könnte. Auch ich habe die unterschiedlichsten Mitarbeiter kennengelernt. Die wirklich etwas tun wollten und gemeinsam mit einem etwas erreichen wollten waren schnell wieder verschwunden!
    Ab dem 1.Bezugstag von Hartz IV habe ich verschiedene Klagen eingereicht, die ich in 2014 alle gewonnen habe.
    Das heißt doch in Wirklichkeit es gibt keine guten oder schlechten Mitarbeiter in diesem System nur Typen die ihre Tätigkeit besser oder schlechter ausführen, was auch so gewollt ist, und das System am laufen halten.
    Jeder wird da andere Erfahrungen gemacht haben und seine Meinung haben die ich auch akzeptiere.
    Ich weiß nur das Hartz IV niemals so funktioniert wie früher das Arbeitsamt wo man wirklich hingehen konnte und meistens auch Arbeit fand die richtige bezahlt wurde.
    Da habe ich mit meiner Vermittlerin auch mal über etwas anderes geredet und die hat mich sofort informiert wenn ein Job verfügbar war.
    Dagegen ist Hartz IV offener Strafvollzug.

  3. Ach, ich vergass: zu dem netten Teflonherrn, der hier zuletzt namentlich erwähnt
    bzw. zitiert wurde:

    Profli: jung, dynamisch, gleichermassen erfolglos im regulären Arbeitsleben wie von sich und seiner Einmaligkeit überzeugt zu Höherem geboren zu sein, langjährig erfahren in der Technik sich auf der Karriereleiter der politischen Ämter nach oben zu „schieben“ (ob das an der Schleimspur liegen könnte?), rücksichtslos im Schmücken mit fremden Federn und gleichermassen stoisch im Ignorieren eigenem
    Unvermögens, und bar jeden Funken Einsicht, mit viel zu grossen Schuhen durch
    die Gegend zu laufen. Wäre vielleicht ein passabler Lehrer, aber ist keinesfalls ein
    durch Leistung, Können und/oder Persönlichkeit auffallender Lokalpolitker.
    Dafür aber mit einem gewichtigen Mentor und Gönner im Rücken und einem behör- deninternen Wachhund a la Edgar Allen Hoover (wer das wohl sein kann?) unter sich. Der erste sucht bereits einen adäquaten Frühstücksdirektor auf einem be-
    stimmten Stuhl -der jetztige Stuhlbesetzer hat bald ausgedient. Der zweite weiss,
    dass er unter einem derart manipulierbaren Chef nichts zu befürchten hat/hätte.

  4. Guten Morgen Frau Vaudlet,

    es wäre gleichermassen wichtig wie interessant, die Personalien dieser beiden
    Herren der Möchte-Gern-Behörde in Erfahrung zu bringen. In welcher Funktion
    haben sie den „Hausbesuch“ gemacht? Bei der allseits gekannten Behäbigkeit
    und der Neigung der Möchte-Gern-Behörden-Mitarbeiter, Arbeit möglichst auf
    den Leistungsbezieher oder andere Kollegen abwälzen zu wollen, ist es schlichter-
    dings unvorstellbar, dass ein pAP als Arbeitsvermittler einen solchen Termin
    selbst wahrnimmt. Wenn schon Aussendienst, dann bitte zur Aufwertung der
    eigenen Bedeutung mit Voranmeldung -man will ja nicht den Eindruck eines
    unbedeutenden Treppenterriers vermitteln! Ausserdem….aus Mitteilungen mehrerer
    Leistungsbezieher in Erfahrung gebracht, sollen die „im Aussendienst“ befindlichen Mitarbeiter die Gelegenheit gerne zu bezahlten Kaffeepausen oder zur Erledigung privater Angelegenheiten nutzen.

    Aber Spass beiseite: sollte im hier geschilderten Fall die Chefin des noch als
    Aushilfe beschäftigten Frisörs erst durch den Besuch der Treppenterrier von der
    Absicht ihres Angestellten, zeitnah in ein anderes Arbeitsverhältnis wechseln zu
    wollen, erfahren haben und aufgrund dessen ihrerseits das bestehende Arbeits-
    verhältnis aufkündigen (egal ob fristgerecht oder fristlos), entstünde dem Frisör
    ein nicht unerheblicher Anspruch gegenüber der Möchte-Gern-Behörde. Hat man diesen Aussen-Termin ohne Wissen und Einverständnis des Frisörs eigenmächtig veranlasst, sieht die Sache noch etwas kitzliger für die Treppenterrier aus!

    Von einem Vögelchen wurde mir gezwitschert, dass sich in Kürze eine neue Info-
    Seite mit den Machenschaften der Möchte-Gern-Behörde und ihrem Zaren be-
    schäftigen wird, auf der bewusst die Verantwortlichen dieser offensichtlich wider-
    rechtlichen Bescheide, Anweisungen oder Aufforderungen (immer unter Berufung
    auf „Fördern und Fordern“ mit Schwerpunkt auf „Fordern“) für jedermann nach-
    vollziehbar mit vollem Namen und jeweiligem Rechtsverstoss wiederfinden!
    Ja, ja ich weiss: der Schutz der Persönlichkeit und persönlicher Daten der Möchte-
    Gern-Behörden-Mitarbeiter! Aber Gegenfrage: mit welchem Recht fordern die
    für sich den Schutz des Gesetzes, wenn sie andersherum systematisch und mit
    bewusstem Vorsatz die Persönlichkeits- und Datenschutzrechte der Leistungsbe-
    zieher für obsolet halten? Ja. eine kleine Provokation!!
    Aber diese Seite soll selbstverständlich nicht in Wettbewerb zu Ihrem Engagement
    stehen, sondern eine Ergänzung des Angebotes darstellen.

    Wenn sich plötzlich ein Herr „Haus“, eine Frau „Hoffnung“ oder, oder, oder,
    auf einer für jedermann weltweit einsehbaren Netzseite mit ihren Missetaten wieder-
    finden (und das dann ja auch die Familie oder die Nachbarn sehen können!?) ist
    vielleicht der Ansatz gegeben, bei denen ein Umdenken (geht bei denen so was ?)
    in Gang zu setzen.
    Das es Möglichkeiten einer nicht abschaltbaren HP in „Datenschutzparadiesen“
    gibt, kann ihnen der Kollege „Dipl.-Päd. mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche
    und gescheiteter IT-Fachmann“ sicherlich erläutern. Bah, was bin ich heute wieder
    mal gehässig -muss die Nachwirkung des Vollmonds von gestern sein.

    • Der Herr Ritter spricht also auch fließend zynisch… 😉 schön!

      Was die – im Wortsinne – „haarige“ Heimsuchung betrifft: Täuschen Sie sich mal nicht. Es gibt i.d.T. Arbeitsvermittler, welche zu 90% Aussendienst/Aquise betreiben und daher mehr bei Bestands- und potentiellen Arbeitgebern zu finden sind als im Büro.
      Das ist per se zunächst nichts Schlechtes, so lange hier Verbindungen geschaffen und erhalten werden, von denen die Leistungsberechtigten profitieren (Einstellung/Arbeitsvertrag).
      Daher wäre es durchaus denkbar, dass diese Sorte AV die Gelegenheit beim Schopfe packt (gemäß des Mottos: „Wenn ich eh schon in der Ecke bin, dann geh ich doch mal eben schnell…“) und der widerborstigen Minijob-Chefin „in’s Gewissen reden möchte“.
      Ist aber alles (noch) pure Spekulation. Am Dienstag werde ich mehr wissen, und falls der Frisör mir den Namen seines pAP offenbart, dann hätte ich wohl auch den Namen von einem der heimsuchenden Pappenheimer.
      Noch etwas spricht übrigens dagegen, dass es sich hier um die Heimsuchung durch den „Ermittlungsdienst“ handelte:
      Meines Wissens nach ist nur noch ein männlicher Schlapphut mit dieser Aufgabe betraut, flankiert von zwei weiblichen Mitarbeitern.
      Der langjährige „Ermittler“, der nach seiner früheren Tätigkeit im Vermessungsamt offenbar meinte, wenn er schon nicht mehr vermessen könne, müsser er eben vermessen sein, ist dort nicht mehr tätig. Ob D. bereits in Rente ist oder aus anderen Gründen die Betroffenen nicht mehr von amtswegen penetrieren ausspionieren darf, entzieht sich meiner Kenntniss.

      Datenschutzrechtlich ist und bleibt es ein Hammer, aber da ich nicht bei der MainArbeit arbeite und daher auch den nur leisesten Hauch von Anmaßung und Übergriffigkeit gegenüber den Betroffenen vermeide (das machen die MainArbeiter schon zur Genüge) will und MUSS ich es wieder einmal dem Betroffenen überlassen, ob und wenn ja, wie er vorgeht…

      Sollte das Singvögelchen Recht behalten und eine neue Info-Seite öffentlich anprangern – oder, um den Duktus von Dr. Schulze-Boeing aufzugreifen, „Ross und Reiter benennen“ – soll es mir recht sein.
      Solange das dann Veröffentlichte den Tatsachen entspricht (nicht Verifizierbares, „Halbgares“ wäre der Sache abträglich), prima!
      Wer weiß, wäre ich PC-affin und hätte entsprechendes know-how von „Thor“ (?) und anderen Verschlüsselungen, vielleicht wäre eine solche Vorgehensweise dann auch mein Ding gewesen…jetzt bleibt es halt bei meiner vertrauten und bekannten Art zu bloggen.
      Übrigens, eine solche Seite sähe ich gewiss nicht als „Konkurrenz“ 😉 da es hier nie um mich, das google-Ranking o.Ä. ging…verlinken dahin würde ich sofort!

  5. diese erste darstellung, die die stadt selbst veröffentlich hatte, war die dämlichste aller mitteilungen, vor allem wegen des hinweises auf eine angebliche „AG Sozialausschuss“ (ja was ist das denn?) durch den herrn sozialdezernenten.

    da ist das, was die rundschau später daraus gemacht hat ja noch näher an der realität als die mitteilung der stadt.

    der aktuelle status beim schlichter ist dieser tage der, dass eine katastrophe nch der anderen dort aufläuft, und der geschäftsführer des hexenschlosses sich regelmäßig als wenig hilfsbereit erweist.

    • Woher kommt Hartz IV eigentlich, wer kam auf die Idee??
      http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Hartz
      Warum will man HartzIV Betroffene für begriffsstutzig hinstellen??
      https://antilobby.wordpress.com/unsozial/liste-der-kriminellen-verdienste-der-ba/
      Will man sich dieses Amt schönreden?
      Das klappt schon lange nicht mehr, meistens sind Betroffene besser informiert und kennen sich mit den Gesetzen besser aus als die sogenannten Mitarbeiter!!
      Deshalb gibt es auch so viele Klagen die gewonnen werden. Kein Jobcentermitarbeiter hat einen Grund Betroffene zu diffamieren in keine Richtung, und das gilt bundesweit!
      Für diese Mitarbeiter habe ich kaum etwas positives übrig, nicht mal Angst, denn wer sein Geld mit Zwangsverarmung bekommt, Existenzminimum kürzt, was ein Minimum ist sagt das Wort schon, und dann noch behauptet-wir machen nur unsere Arbeit-solche Typen sind wahrscheinlich zu allem fähig.
      Hartz IV hat und richtet für Betroffene Schäden an die nie wieder gut zu machen sind und diese sogenannten Mitarbeiter sollten mal in sich gehen!!
      Wer sich angesprochen fühlt der war auch gemeint!

      • Nunja, streetfighter, im ganz, ganz Groben gehen wird konform, wenngleich ich es mir in Sachen Mitarbeiter nicht so einfach mache 😉 ich differenziere da ein Stück weit schon.
        Fakt ist jedoch, dass alle Mitarbeiter diesem menschenverachtenden System zuarbeiten, ihm dienen und es damit am Laufen halten.

        Was den Namensgeber NuttenPeter Hartz betrifft, stimme ich jedoch nicht mit Dir überein.
        Ich lege Dir deswegen den Aufsatz von Frau Prof. Spindler an’s Herz -> http://www.runder-tisch-freiburg.de/2013/05/helga-spindler-die-ghostwriter-der.html

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