Die Würde des Menschen…passt nach dem Tod in ein Fäkalienrohr!

Ich kann es mittlerweile nicht mehr zählen, wie oft ich bereits das Liebermann-Zitat strapazierte. Als ich die Hintergründe zu nachstehendem offenen Brief las, drehte sich mir der Magen erneut um und

Ich kann wieder einmal gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte!

Ich frage mich, wie weit „Effizienz“ noch ausgelegt werden soll.Einige Ideen drängen sich ja förmlich auf…das fängt bei Soylent Green (is[s]t Menschenfleisch) an und hört bei Lampenschirmen der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts auf…

Dass die Aufregung der Bürger darüber, dass Menschen ihre letzte Ruhe in einem Scheißhaus-Rohr finden sollen, vom Friedhofsbetreiber nicht geteilt wird, ist verständlich, denn, Zitat:

…Die Bedenken der Bürger kann Karl-Heinz Könsgen von der Friedhofsgesellschaft, früher Geschäftsführer einer Kanalbau-Firma, nicht nachvollziehen…

Es ist aus seiner Sicht gewiss  praktisch, ob man nun von besten Geschäftsbeziehungen zu früheren Lieferanten von Rohren ausgeht oder von einem eventuellen Restbestand dieser aus seiner früheren Firma…unter’m Strich wird es immer „effizient“ bleiben.Und ja, natürlich ist dieser Gedanke pure Spekulation von mir.Spekulation, die sich förmlich aufdrängt allerdings…

Bitte unterstützt das Bürgerbegehren , kopiert nachstehenden Text (oder schreibt Eure eigenen Gedanken) und schickt es dem verantwortlichen Bürgermeister, danke!

Weitere Infos:
Kanalrohrbestettung/SWR

Mailadresse für Eure Empörung: http://www.horrweiler.de/kontakt.html

Wichtig: Da der Initiator einen Brief-Flashmob erreichen möchte, sendet Eure Post-Briefe bitte erst am 30.04.2014 ab!

Der offene Brief

OFFENER BRIEF AN BÜRGERMEISTER LINNEMANN

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Linnemann, geehrte Damen und Herren des Gemeinderat von Horrweiler
Ich schreibe hier, als Ventil sozusagen, meine Meinung nieder, wobei das Grundgesetz mein Kompass darstellt.
Mit Entsetzen habe ich über die „Entsorgung“ der Verstorbenen in Ihrer Gemeinde gelesen. Wer oder was gibt Ihnen das Recht, so würdelos mit den Toten umzugehen?
Die Angehörigen zahlen im Voraus für 10 Jahre für Grab und Friedhofspflege.
Herr Bürgermeister, wo fließt dieses Geld hin? Sie brauchen Geld um die Friedhofs halle zu renovieren?

In der Vergangenheit gab es ja schon oft Berichte über „Sozialbestattungen“, preiswert verbrannt in Nachbarländern und versenkt in einer Urne auf der anonymen Wiese. Die gezeigte Effizienzsteigerung läßt eine weitere Gewinnmaximierung vermuten, nicht mehr und nicht weniger.

Eine zynische Gesellschaft hinterlässt eben auch zynische Ergebnisse. Archäologen werden in kommenden Jahrhunderten sicherlich rätseln, wie eine solche Entwicklung zustande kommen konnte. Nun müssen wir noch bedenken, dass die SPD-Wissenschaft, unter Führung des MdB Prof. Lauterbach ja herausgefunden hatte, dass Armut im Land 10 Jahre des einzelnen würdelosen Menschenleben im Durchschnitt kostet.

Hier ergeben sich dann die konsequenten Zusammenhänge, faktisch von der Wiege bis zur Bahre!

Eine Grabstelle kostet laut Bericht rund 1.600€.
2m lang, 65cm breit. Wie viel Kanalrohre passen in solch ein „Grab“, wenn ich sie senkrecht stelle und das Rohr 25cm Durchmesser hat? Nenne das Ergebnis durch die Gesamtkosten der Grabstelle geteilt und berechne mit, dass in jedem Rohr drei Urnen Platz finden.
So, nun habe ich die Textaufgabe zur deutschen Sozialökonomie aufgeschrieben

… Mir wird grad selber schlecht

Ein Sozialbegräbnis geht immer zulasten der Kommune. Ob es nun einen Rabattunterpreis für die Kommune gibt, ist dem Beitrag nicht zu entnehmen aber sicherlich wird der Friedhofsbetreiber seinen guten Schnitt bei derart pietätlosen Auslastung machen …

Bei Bedarf wird der Rasen nur noch mal hochgerollt„

Mal sehen, was denen als Nächstes einfällt. Pietätlos gedacht ist so eine Leiche doch auch ein rohstoffträger und eine eingeäscherte Leiche wäre doch auch gut für den Winterdienst. Sarkasmus ende. Dabei fällt mir gerade der Film soylent Green ein.

Herr Bürgermeister Linnemann bitte gehen Sie sammeln, oder streichen Sie die Halle selbst. Sollte mehr zu renovieren sein, mobilisieren Sie die Einwohner Ihrer Gemeinde, deren Namen Sie in „Horrorweiler“ umbenennen sollten. Ich bin sicher, dass Kirchen – Gemeinde eine Kollekte für die Renovierung starten wird.

Selbstverständlich erwartet Sie so eine Beerdigung nicht und für mich ist Ihr Verhalten in dieser Sache mehr als verabscheuungswürdig.

Ein Bürgerbegehren bezüglich dieser Sache wurde von Ihrem „Rat“ abgelehnt. Haben Sie Angst, dass das Geld (3000 .-€), nicht mehr in Ihre Kasse fließt?

Des Weiteren bin ich sicher, dass Ihnen der Spruch „wer keinen Respekt vor den Toten hat, hat auch keinen von den Lebenden“bekannt ist.

Ich appelliere im Interesse Ihrer eigenen Zukunft, der Ihrer Kinder und der von uns allen, in der Zukunft wieder den richtigen Weg zu beschreiten.

Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich dieses Schreiben als offenen Brief im Internet Posten werde.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Georg Albrecht Graf von Albrechtshaus

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Nichts übrig für den Tod – Sozialbestattungen in Offenbach um 40 Prozent gestiegen

Region Rhein-Main – Viele Menschen können sich die Beerdigungskosten für Angehörige nicht mehr leisten. Immer öfter kommen die Sozialämter für Bestattungen auf. Was jedoch zu einer würdigen Bestattung gehört, hängt von der Finanzlage der Städte und Kommunen ab.

(…) Wirthmann nimmt an, dass auch zukünftig den Leuten Geld für Bestattungen fehlt: „Wir gehen davon aus, dass aufgrund der sozialen Entwicklung in Deutschland die Zahl der Sozialbestattungen weiter steigen wird.“ Zahlen des Offenbacher Sozialamtes bestätigen diese Einschätzung. Im vergangenen Jahr gab es in Offenbach 217 Sozialbestattungen. Im Vorjahr waren es noch 157 (das ist ein Plus von 40 Prozent)…

Quelle und weiterlesen

Ein Blick in die Zukunft ist auch ohne Glaskugel möglich:
Die Zahl der Armutsbestattungen wird noch gravierend steigen.
Wenn die Generation der jetzt über 50jährigen in Rente geht (oder durch die Jobcenter zwangsverrentet wird mit teils hohen Abschlägen), wird Altersarmut gang und gäbe sein.
Diejenigen, die dann noch in Lohn und Brot stehen, sind in hohem Maße zu prekären Löhnen beschäftigt (Zeitarbeit,Dumpinglöhne,Werksverträge).Somit ist es eine logische Schlußfolgerung, dass viele Bestattungspflichtigen nicht mehr leistungsfähig sind. Folglich wird das Sozialamt die Kosten übernehmen müssen.
Der Armutsrentner kann auch nicht vorsorgen, denn spätestens bei der Beantragung von ergänzender Grundsicherung im Alter („Sozialhilfe“) wird verlangt, bis auf einen Schonbetrag von 2600.-€ nahezu  jedwedes Vermögen in Geld umzuwandeln und zu verbrauchen.
Trotz gegenteiliger gefestigter Rechtsprechung, siehe geschütztes Vermögen bei Grundsicherung im Alter, verlangen noch viele Sozialämter auch die Auflösung von Sterbegeldversicherungen, bevor die Bedürftigkeit anerkannt wird.
Der wohlmeinende Rat des Pfarrers, Vorsorge zu Lebzeiten zu treffen, ist bereits jetzt schwierig umzusetzen und wird künftig für viele Menschen nahezu unmöglich sein.

Rentenerhöhung – Der Bund der Pflegeversicherten bringt es auf den Punkt

Vorbemerkung:

Kurze Zeit nach der Eröffnung meines Blogs erweiterte ich meine LiebLinks um die HP des Bundes der Pflegeversicherten. Der Vorsitzende Gerd Heming beeindruckte mich enorm durch seine – in meinen Augen – weise Sicht der „Dinge“. Eine deutlich kritische, analytische Betrachtung aus dem Blickwinkel eines empathischen Philosophen zeichnet jeden seiner Beiträge aus.
Prädikat unbedingt lesenswert

Hier nun ein aktueller Beitrag zur Rentenerhöhung, kurz , prägnant und ohne philosophische Einlassung, erschienen auf scharf-links

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Übt Widerstand

In diesen Tagen erhalten mehr als zwanzig Millionen Rentnerinnen und Rentner der Ge- setzlichen Rentenversicherung (GRV) in Deu- tschland ihren Rentenanpassungsbescheid.

Damit erhalten die Rentner im Westen ab dem 01. Juli 2013 eine Erhöhung von monatlich 0,25 Prozent und im Osten von monatlich 3,29 Pro- zent.

Ein Rentner, bzw. eine Rentnerin im Westen mit einer Rente von 500,00 Euro erhält folglich eine Rentenerhöhung pro Monat in Höhe von 1,25 Euro, oder pro Tag von Euro 0,041. Davon kann er, oder sie sich gerade einmal ein Sechstel Brötchen zum Frühstück kaufen.

Eine Rentenerhöhung dieser Höhe dürfte von der großen Mehrzahl der Rentnerinnen und Rentner der ‚GRV‘ als zynisch, verächtlich und als Missachtung ihrer Würde empfunden werden. Und das aus verschiedenen Gründen.

Zum Ersten gleicht die Rentenerhöhung die Preiserhöhungen der Grundlebensmittel des vergangenen Jahres nicht annähernd aus. Die liegt nämlich auf den Lebensunterhalt bezogen bei 5,7 Prozent, wenn man die Erhöhung der Nahrungsmittelpreise, die Erhöh- ung für Gas, die Erhöhung für Wasser und die Erhöhung der Strompreise zur Berech- nungsgrundlage nimmt. Das heißt mit anderen Worten: Die Renten der RentnerInnen im Westen verlieren mehr als 5,25 Prozent an Kaufkraft.

In den vergangenen zwanzig Jahre verlor der Wert der Renten 42 Prozent. D.h., von 1000,00 Euro ehemaliger Kaufkraft sind heute nur mehr 580,00 geblieben. Ein Sozial- abbau somit, der den Artikel 14 und den Artikel 20 des Grundgesetzes außer Kraft setzt und die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsstaat und als Sozialstaat infrage stellt. Neoliberales Denken ist der Grund dafür.

Denn diese Denkweise war darauf gerichtet, das soziale Umlageverfahren in Misskredit zu bringen, um möglichst viele Versicherte in die Fänge der privaten, kapitalgedeckten und teueren Versicherungen zu treiben.

Ferner empfehlen wir Ihnen den Besuch auf den Internetseiten des Bundes der Pflege- versicherten unter:
www.bund-der-pflegeversicherten.de

Werden Sie zu Ihrem eigenen Vorteil Mitglied beim Bund der Pflegeversicherten e.V.
Mit freundlichen Grüssen
Bund der Pflegeversicherten e.V.
Gerd Heming (Vors.)

 

Im Netz der Soziopathen

Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.

Diese Worte von Altkanzler Kohl sind -unabhängig von seiner Person- schlichte Wahrheit.
Die neuesten „Wertevorstellungen“, wie mit den Schwachen umgegangen werden soll, publizierte ich bereits vor Tagen in Form der aktuellen Dienstanweisungen der Bundesagentur für Arbeit.

Am Montag dann eröffnete die „BILD“  das „Halali auf erwerbslose Blaumacher“. Die Dienstanweisungen wurden als „Geheimdokumente“ bezeichnet, der Inhalt in gewohnt hetzerischer Manier verbreitet.Die Empörung über das geplante Vorgehen gegen erkrankte Leistungsbezieher war (selbst unter den Bild-Kommentatoren)  entsprechend groß.
Da ich seit Beginn der Einführung des SGB2 bereits warne, dass das Ende der sozialen Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist, sind auch die neuerlichen Entrechtungs- und Entwürdigungsversuche bei erwerbslosen Menschen für mich absehbar gewesen.
Vor 5-6 Jahren unterstellte man mir Paranoia, als ich warnte … ja, ich wäre jetzt – rückblickend – sogar sehr gerne paranoid gewesen… denn dann wären meine damaligen Befürchtungen Hirngespinste geblieben.

Kluge Bewertungen

gibt es mittlerweile zuhauf. Ich habe stellvertretend zwei Autoren herausgegriffen, welche als (ehemals) Betroffene mit spitzer Feder die neuerlichen Perversitäten gegenüber Erwerbslosen skizzieren.
Es sind der Schriftsteller Roberto de Lapuente – er kennt den Umgang mit „Hartzern“ aus eigener, früherer Erfahrung – und Thomas M. , ein entrechteter Leistungsbezieher nach SGB12, welcher unermüdlich die Mißstände publik macht trotz größter körperlicher Einschränkungen und Repressionen seitens der Sozialbehörden.
Daher kann ich getrost auf eine weitere, eigene Stellungnahme verzichten. Ich gehe am Ende dieses Artikels lieber auf (un)mittelbare Zusammenhänge zwischen entarteter A-Sozialpolitik und kranken Persönlichkeitsstrukturen ein.

http://www.scharf-links.de/41.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=34465&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=524e718725

von Thomas M.

Zitat (…)Und wieder sind es oft unfähige, weil schlecht ausgebildete und falsch motivierte, Sachbearbeiter, die entscheiden sollen, wem die Prüfer auf den Leib rücken und wem in Folge dann empfindliche Kürzungen des Nötigsten drohen. Und ausgerechnet der MdK der Krankenkassen, der ja in den letzten Jahrzehnten oft dadurch aufgefallen ist, dass er zugunsten der Krankenkassen kranke Menschen wieder besseren Wissens gesund schrieb, soll als Bock zum Gärtner gemacht werden.

Vergessen wird dabei, dass der MdK selbst im Auftrag der Krankenkassen keine Ent- scheidungen treffen darf, sondern lediglich Empfehlungen ausspricht. Mehr darf er auch für die Jobcenter nicht tun. Diese Empfehlungen, aber auch die Folgerungen der Job- center können aber weder eine Krankschreibung aufheben noch ein Attest. Im Gegenteil muss hier in der Konsequenz ein korrektes medizinisches Gutachten erstellt werden. Nur wie soll das in der Praxis funktionieren?

Ein Sozialstaat am Stammtisch – von Roberto de Lapuente

Zitat (…) „… wenn sie eines Tages einen Weg finden, wie man ohne Briefkasten auskommt, werden wir eine Menge Probleme los sein“, schrieb Charles Bukowski mal in einer Kurzgeschichte. Dieser Satz klingt wie das Flehen sämtlicher Hartz IV-Bezieher.

Ist dieser Alpdruck schon Krankheit? Reicht das für Krankschreibung? Aber genau das ist das Perfide an dieser Diskussion. Denn es gibt keine „Krankschreibung“, sondern lediglich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Krankheit im klassischen Sinne ist nur ein Aspekt von Arbeitsunfähigkeit. Das verschweigt man in dieser Debatte aber. Es gehört zum Blendwerk der Behörden und ihrer Helfer im Boulevard, Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit zu ersetzen, um damit Assoziationen wie Blaumachen oder Bettlägerigkeit zu erzeugen. Um zu suggerieren, dass da jemand nicht krank ist, obgleich er krankgeschrieben wurde. Aber arbeitsunfähig kann auch der sein, der psychisch seinem Alltag nicht gewachsen ist. Deshalb muss er nicht krank sein und macht trotzdem nicht blau.

Die ewige Frage nach dem Warum

Warum sind manche Menschen unfähig, die Tragweite ihrer schlimmen Handlungen zu erfassen?
Warum rennen solchen Menschen, wenn diese sich in Führungspositionen befinden, so Viele hinterher wie einstmals Ratten hinter dem Rattenfänger?
Warum wird unsere Gesellschaft immer „seelenloser“?
Das nachstehend verlinkte Interview (lang aber wirklich lesenswert) mit den  Herausgebern der Les Editions Pilule Rouge Ausgabe des Buches Politische Ponerologie versucht, Antworten zu geben.
Wenngleich manchesmal ein Hauch „Verschwörungstheorie“ anhaftet, so ist die wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung des „Bösen“ für mich sehr interessant.
Die moralische Wertung aus Sicht diverser Philosophien ist die eine Seite…und hier haderte ich sowohl mit der christlichen Version als auch mit der buddhistischen.
Beide Überlegungen gehen davon aus, dass der „Mensch an sich“ gut sei ( „göttlicher Funke“ bzw „Buddhanatur“) zumindest aber zunächst als „neutrales“ Wesen geboren wird.
Dass Einflüsse von außen, Geistesgifte ihn verderben.
Das bejahe ich auch weiterhin, mit einer Ausnahme: Ich war schon immer der Meinung, dass es einen gewissen Anteil Menschen gibt, bei denen gewisse Defizite von Geburt an da sind.
Ganz früher bezeichnete ich solche Menschen als „ohne Seele geboren“.
Der Autor des Buches „Politische Ponerologie“ geht von ca. 6% solcher Menschen aus.

politeia.org – Die Psychopathen und ihre Herrschaft über die Welt

Politische Ponerologie präsentiert das Thema auf radikal andere Art als die anderen Texte über Psychopathie und schlägt vor, dass der Einfluss der Psychopathen und anderer [psychologisch] Abweichender nicht nur einer der vielen Einflüsse auf unsere Gesellschaft ist, sondern, unter passenden Umständen, der Haupteinfluss ist, der unsere Lebens- und Denkweise und unser Urteilsvermögen, was rund um uns vorgeht, prägt. Wenn man die wahre Natur dieses Einflusses zu verstehen beginnt – dass sie gewissenlos, emotionslos, selbstsüchtig, kalt, berechnend und ohne jegliche moralische oder ethische Standards ist – , wird man richtiggehend entsetzt; aber gleichzeitig beginnt alles, Sinn zu machen. Unsere Gesellschaft wird immer seelenloser, weil die Menschen, die sie führen und das Beispiel abgeben, selbst seelenlos sind – sie haben buchstäblich kein Gewissen.

Wenn man zu verstehen beginnt, dass die Zügel der politischen und wirtschaftlichen Macht in den Händen von Leuten ruhen, die kein Gewissen, keine Fähigkeit zu echter Empathie haben, eröffnet das eine komplett neue Sichtweise auf das, was wir als “böse” bezeichnen. “Böses” ist nicht länger ein moralischer Standpunkt; es kann nun wissenschaftlich analysiert und verstanden werden.

Inklusion ? Ein Werbespot(t) – Carola berichtet von einem Erlebnis…

 der besonderen Art :

NUN….eigentlich soll man als Behinderter ja zu Hause bleiben …nun bin ich der Typ Mensch, der nicht hören kann(und will) ..ergo: man nutzt die Gelegenheit und fährt mal mit der Bahn ….zum Beispiel, auf einen Weihnachtsmarkt .(was ja für jeden anderen selbstverständlich is )

Nun ja..nun bin ich immer „hinterher,“ das mein Rollstuhl, der ja meine Füße sind, in Ordung ist : Frühjahrs.-Sommer ,-Winterinspektion ..man möchte ja wissen, das der Rollstuhl einwandfrei funktioniert .

Ergo: die Winterinspektion war erledigt …also, ist man der Meinung , der Rollstuhl ist in Ordnung …“auf“..zum Weihnachtsmarkt in eine große Stadt .Und , es passiert …wo vors einem insgeheim gruselt. …der Rolli gibt , fern der Heimat , seinen Geist auf man steckt ja nicht drin .

Nun ist so ein Rolli ja Eigentum der Krankenkasse und man ist , in der jeweiligen Krankenkasse , in der man versichert ist , mit Sicherheit nicht der einzige Rollstuhlfahrer ..man sollte meinen , in der riesengroßen (Gast) Stadt gibt es ein Sanitätshaus, welches einen Vertrag mit der jeweiligen Krankenkasse hat .

Also, was tut man , man ruft in so einem Falle, wenn man „gestrandet „ist,wegen „technischem Defekt „ bei der jeweiligen Krankenkasse an und hofft , das einem ne Vertragswerkstatt genannt wird, die den Rolli wenigstens mal ansieht (am besten repariert )das man wieder nach Hause kommt .

Gesagt , getan …bei der KK angerufen und….man fühlte sich nicht zuständig …konnte mir aber auch KEINEN Vertragspartner nennen , in der „Gaststadt „…ich müsse mich an mein heimatliches Sanihaus wenden ..das wüsste, welcher „Kollege „im Verbund Vertragspartner ist /wäre …

Ich habe in meinem heimischen Sanitätshaus angerufen …nein , man wüsste nicht , welcher Kollege in der betreffenden „Gaststadt „Vertragspartner ist (gibt ja auch keine Computer )und helfen könne man mir auch nicht , denn man kann ja nicht losfahren , mich da abzuholen , wo ich , mit meinem kaputten Rolli stehe und man müsse erst mal bei der Rolli(Hersteller)Firma nachfragen , was die von mir beschriebenen Fehler wohl zu bedeuten haben könnten ..man ruft mich MONTAG wieder an (heute iss FREITAG )

Da stand ich nun …in einer mir fremden Stadt ..die Weihnachtsstimmung war schlagartig verflogen , mich beschlich PANIK ..denn , wie komme ich , die gehbehindert ist (sonst bräuchte ich ja keinen Rollstuhl )nun , mit dem kaputten Rollstuhl nach Hause ?

 

Ich war HILFLOS !!!!!!!!!!!

In meinem Kopf spielten sich schlagartig alle möglichen Szenarien ab …klar, ich hätte in ein beliebiges Sanitätshaus in meiner Situation fahren/schieben können (wie ???wenn der Rolli seinen Dienst versagt )aber, da hätte ich jeden Handschlag selbst zahlen müssen und da ich ja FREIWILLIG (er){zwang }die Hilfe in Anspruch nehmen musste , hätte ich auch die Rechnung nicht von der Krankenkasse erstattet bekommen .

Da stand ich nun , ich armer Tor …was tun …ohne Rollstuhl kam ich nicht „hin „und nicht „her „weder auf einen Bahnhof (und selbst „wenn“, wie bekommt man einen bewegungsunfähigen Rolli in den Zug und vor allem , an einem NICHT behindertengerechten Bahnhof , wieder AUS dem Zug , so ein Rollstuhl wiegt 3 Zentner ?)..also, was tun, in einer fremden Stadt, wo man keinen kennt ..wo man nicht mal bei Bekannten klingeln kann und nach „Obdach „fragen , bis man alle bürokratischen Hürden geklärt hat ?

Der Blick in mein Portemonnaie offerierte mir, auch bis Montag in einem Hotel /er Pension unter zu kommen(wer weiß, vielleicht wäre Dienstag /Mittwoch draus geworden ) ..unmöglich …die billigen Pensionen waren eh , in meiner Situation unerreichbar , ich kann ja nicht einfach aus dem Rolli aussteigen und weglaufen und die billigen Pensionen sind /waren am anderen Ende der Stadt .

Es ist UNGLAUBLICH , als Rollifahrer ist man , wenn der Rolli seinen Dienst versagt , in ner NOTSITUATION …es hat keinen interessiert !!!!!!!!!!!!!!!!

 

Hilf dir selbst , dann hilft dir Gott sieh zu , wie du klar kommst ..für einen Behinderten , der ggf. nicht so „pfiffig „veranlagt ist , wie ich(und /oder eingeschränkter als ich ist ) , ist /wäre das ne ausweglose Situation , die entweder, in ner Nacht im freien endet , oder im Frauenhaus (wenns ne Frau is )oder auf ner Polizeiwache /Krankenhaus ……alles, nur, nach Hause wäre der Betroffene NICHT gekommen .

Hab grade e Werbespot gesehen „Was ist Inklusion ?“…

 

Also, das is keine Inklusion !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

BRD vor dem IStGH wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Berlin, 15. 08. 2012

Was lange erwartet wurde ist nun geschehen. Die BRD, die sich als Hüter der Anständigkeit in der Welt ausgibt und überall mit dem erhobenen Zeigefinger herum läuft, steht nun selbst vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.
Hintergrund ist die permanente Weigerung der BRD wie der BRD-Justiz in der Vertretung auch des BVerfG, die eigenen Gesetze anzuwenden, wenn es um große Teile der Bevölkerung geht. Hier wird die eigene Rechtsprechung missachtet, das GG in seinen verschiedenen Artikeln wie z.B. Artikel 1, 25 und die Anhanggesetze aus der UN-Charta Artikel 25, 26, 27 wie z.B. auch der europäischen Menschenrechtskonventionen, die als Vertragswert dem sich die BRD unterworfen hat, in den Rang von Gesetzen erhoben sind und dem BRD-Recht voran gehen. Weiterlesen

Bemerkenswerter Artikel: Frau von der Leyen, es reicht!

Wie in der Titelzeile beschrieben, ein äußerst lesenswerter Artikel, mMn.

Herr Karow nimmt auf sehr hohem Niveau auf die (nicht nur individuell „gefühlten“) Mißstände Bezug, welche auch von Carola und mir im offenen Brief an dieselbe Adressatin thematisiert wurden.

Lesenswert !

Seit Jahrzehnten ist bekannt, die Alterpyramide wächst. Schon Prof. Biedenkopf hat lange vor der kommenden Schieflage der Sozialsysteme in den 80 wie 90er Jahren des letzten Jahrhunderts warnend seine Stimme erhoben und ist dafür geschasst worden.

Seit dem ziehen sich die Diskussionen um die kommende Altersarmut wie demographischen Veränderungen in der Gesellschaft, die schwerwiegende Veränderungen der Sozialsysteme bewirken müssen, immer wieder durch alle Ebenen der Gesellschaft.

Die jüngste Variante diesen Problemen beizukommen ist die neuerliche Vorstellung von z.B. Frau von der Leyen, eine so genannte Rentenaufstockung anzustreben, die sich um die 850 Euro für eine Einzelperson bemisst, was weismachen soll, damit sei der gesetzliche Anspruch eines „sozio-kulturellen“ Lebens im Sinne der allgemeinen Gesetze, denen die Menschenrechte speziell der UN vorgehen, erfüllt. Weiterlesen

Offener Brief an U. von der Leyen

In Teamwork verfassten wir, Carola und ich, den nachstehenden offenen Brief an „unsere“ Ministerin für „Soziales“.

Weiterverbreitung ist erwünscht 😉

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Sehr geehrte Frau von der Leyen,

wir, die Unterzeichner, richten unser Wort an Sie auf diesem Wege, da uns dies als einzige Möglichkeit erscheint, auf eine in den Augen der Öffentlichkeit kaum bis gar nicht wahrgenommene „Nischengruppe“ innerhalb der Sozialleistungsbezieher aufmerksam zu machen.
Wir sprechen hier von der Randgruppe der erwerbsunfähigen und vielfach auch behinderten „Frührentner“, die ihre schmale Rente gezwungenermaßen mit Leistungen nach dem SGB 12 aufstocken müssen.
Wir bezeichnen uns -mittlerweile wohl mit Fug und Recht- als
Deutschlands vergessene Kinder.
Wir, die den „Märkten“ nicht mehr dienlich sein können -so gerne wir auch arbeiten wollen, wir können es nicht mehr – Weiterlesen

denk‘ ich an Deutschland in der Nacht…

 

Dieser Artikel stammt aus der Feder von Carola, dies kenntlich zu machen so mit Gravatar und so 😉 wird umgehend in Angriff genommen

“„Denk ich an Deutschland in der Nacht, / Dann bin ich um den Schlaf gebracht“”

Heinrich Heines 1844 erschienenem Zyklus Zeitstücke
http://de.wikipedia.org/wiki/Nachtgedanken

denk ich an deutschland in der nacht …denke ich an die , die sich nicht mehr selber helfen können und, es wird ein wahrer alptraum, der mich um den schlaf bringt (wie so oft )

nun kann ich ja nicht allen helfen ..aber, es gibt ja genug, die ich selber kenne ..naja, und auch für MICH ist das schicksal der anderen betroffenen ein “blick in die zukunft “.! Weiterlesen

Lohndumping, Betrug u.Skandale: Kritiker Claus Fussek über schlechte Pflege als Milliardengeschäft

Vorweg:

Ich selbst war einige Zeit in der ambulanten Behindertenpflege tätig und habe das Handtuch geworfen, bevor ich (wie eine hohe Anzahl meiner damaligen Kollegen)  mich hätte „entscheiden müssen“ zwischen burnout und zynischem Fatalismus. Einem „Betriebsapparat“, in welchem eine (teils auf Anweisung gefakte) schriftliche Dokumentation wichtiger war, als eine zeitaufwendige Beschäftigung mit Demenzkranken, bettlägerigen Vereinsamten, vergessenen Urgroßmüttern konnte und wollte ich mich nicht unterordnen. Mir war es eben wichtiger, beispielsweise mit einer Schwerstdementen DANN  zu sprechen, wenn diese einen Erinnerungsmoment hatte, die Dokumentation musste  eben warten…

Trotz meiner relativ kurzen Zeit im Pflegedienst und der Tatsache, dass diese bereits Jahre zurückliegt habe ich beim Lesen des nachstehend verlinkten  Artikels  ein unschönes deja vu erlebt.

Selbstverständlich war mir bereits seinerzeit klar, dass die von mir beanstandeten Mißstände erst der Anfang sind, dass  „der Zeitgeist“  künftig verstärkt dafür sorgen wird, mit  „nutzlosen Fressern“ so umzugehen, wie „man“ mit Ballast(Existenzen) eben umgeht: Weiterlesen

Behindert/krank und arm – worst case

Ich danke meiner Freundin Carola herzlich für die Überlassung des nachstehend eingestellten Textes.

Eine kurze Anmerkung zuvor:

Der Rechtskreis des SGB 12 ist „zuständig“ für NICHT erwerbsfähige Menschen ohne bedarfsdeckendes Einkommen. Man kann eine „Abhängigkeit von Leistungen nach SGB 12“ getrost als das unterste Ende der sozialen Fahnenstange betrachten. Hier (in Grundsicherung oder Sozialhilfe) gelandet, ist nicht einmal mehr eine vage Illusion von einem  „besseren Leben“ noch  drin. Die (mega-dünne) Chance  eines SGB 2 Leistungsbeziehers, noch durch einen Arbeitsplatz behördenunabhängig und damit menschenwürdig leben zu können, existiert für NICHTerwerbsfähige einfach nicht mehr.

Das bedeutet schlicht -sehen wir von einer doch recht unwahrscheinlichen Heirat mit einem Millionär (m/w) und einem Lottogewinn einmal ab- in Armut, Entbehrung und Entwürdigung leben zu MÜSSEN, ohne Aussicht auf Verbesserung, bis dass ein (einkalkuliertes ?  und gewiss „sozialverträgliches“  Früh -) -Ableben eintritt. Weiterlesen