MainArbeit – eine Täuschung der ganz perfiden Art…

…und für mich, dieses Mal so ganz persönlich, eine mehr als unangenehme Form des Blendwerks (wahlweise auch: Hinterlist)
Kurzum:

Ich möchte speien, nicht nur wegen des Umgangs mit der Betroffenen, die heute bei mir war…

Versuchter Rechtsbruch oder „nur“ mieser Manipulationsversuch?

Das eigentliche Thema ist mit wenigen Sätzen erklärt. Eine Klientin, U25, alleinerziehende Mutter eines heute 7 Monate alten Babys, erhielt eine Einladung zur Arbeitsberaterin. So weit, so „normal“.
Direkt bei der Begrüßung äußerte diese Mitarbeiterin, es freue sie, dass die junge Frau diesmal ohne ihren Beistand (bis dato 😉 ich) gekommen sei, jetzt könne man ja „richtig“ reden.
Das „Reden“ zielte darauf ab, dass die junge Frau förmlich genötigt wurde, für ihr Baby (!) einen Platz in einer Krabbelgruppe zu organisieren, sie – die Mutter – müsse (!) – schließlich arbeiten…oder zumindest in eine Maßnahme!
Obschon die junge Frau betonte, dass sie für ihr Kind (man erinnere sich, ein Säugling , Mutter ist alleinerziehend) da sein möchte und sie wisse, dass das Gesetz ihr diese Möglichkeit auch einräumt, wurde der Druck erhöht.
Das ganze Spektrum der üblichen Psycho-Maschine kam zum Tragen, von Sprüchen wie
“ wer stellt Sie denn noch ein, wenn Sie 3 Jahre zu Hause bleiben“
über
„das Kind (damals 5 Monate!) müsse unter Gleichaltrige“
bis hin zu
„Ich (damit meinte die „Beraterin“ sich selbst) bin schließlich auch arbeiten gegangen“.

Für „Nicht-Informierte“:
Bis zum vollendeten dritten Lebensjahr eines Kindes muss sich ein (!) Elternteil nicht (!) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.
Eine alleinerziehende Mutter hat also alles Recht der Welt, erst einmal ausschließlich ihr Muttersein genießen zu dürfen!

Die Mitarbeiterin händigte der Betroffenen noch eine Liste mit KiTa’s aus, dann war das Gespräch beendet.
Es folgte später ein Schreiben, in welchem stand:

…am xxx forderte ich Sie auf, Ihr Kind in den Kitas „Erasmus“ und „Krawallschachtel“ ( Anm.: U3 – Kitas) mittels den ausgehändigten Kitaanmeldebescheinigungen anzumelden und mir diese bis xxx einzureichen.Dies haben Sie bis heute nicht erledigt.
Bitte reichen Sie bis zum xxx folgende Unterlagen ein bzw. beantworten Sie die Fragen:
1. Anmeldebescheinigung für beide Kitas oder wenn vorhanden
2. Kitavertrag
3. Betreuungszeiten in der Kita?
Sollte keine Aufnahme stattgefunden haben, bitte ich um Angabe der Hinderungsgründe.

Im Westen nichts Neues…

könnte mensch jetzt gelangweilt abwinken. Das probieren „die“ doch immer, könnte man ebenso sagen.
Alles richtig, auch Mütter von Säuglingen wurden und werden drangsaliert, auch ihnen wird viel erzählt…nur selten rechtlich Korrektes. Das ist leider bundesweit Gang und Gäbe.
Weshalb bin ich also, wie eingangs geschrieben, „persönlich“ so echauffiert?

Diese Frau gibt tatsächlich vor, Buddhistin zu sein!

Mit Verlaub, ich könnte ko****
Und ich ärgere mich doch auch ein wenig über mich selbst, dieses verlogene Blendwerk nicht viel eher durchschaut zu haben. Ich verteidigte diese Mitarbeiterin sogar, als sie mir zu einem früheren Zeitpunkt als unehrlich und „sanktionsgeil“ beschrieben wurde.
Ich wollte nicht glauben, dass ein Mensch, der die ethische Lehre des Buddha als seine annimmt, anderen fühlenden Wesen schaden will.
Durch Einsatz eklatanter Falschbehauptungen (…arbeiten müssen) zu versuchen, die eigene Vermittlungsquote in die Höhe zu treiben, ist unethisch und zudem eine Lüge!
Einen Menschen unter psychischen Druck zu setzen (die Betroffene weinte sehr lange nach diesem Gespräch) trotz Wissens um die anderslautende Rechtslage, ist als billigende Inkaufnahme der Schädigung eines fühlenden Wesens anzusehen!
Jeder Buddhist bejaht – ohne Zwang und mit freiem Willen – die 5 Silas (Sittlichkeitsregeln), die vierte dieser Regeln lautet:

Nicht lügen oder unheilsam reden.

Menschen lügen, das ist nichts Neues. Unabhängig vom Glauben, ob sie Atheisten oder Agnostiker sind, das ist völlig egal.
Den Glauben sucht sich der Mensch meist eher selten aus.
Eltern Christen, Kind wird Christ ect.
Gebote (ähnlich, teils identisch mit den Grundregeln im Buddhismus) werden damit bereits mit der Taufe (oder anderen Riten) quasi „übergestülpt“. Ob sie später, im Erwachsenendasein, dann auch bereitwillig angenommen und gelebt werden, ist eine andere Sache.Mensch hält sich dran, oder auch nicht.

Wenn ich mich hingegen als längst erwachsener Mensch entscheide, der Lehre Buddhas zu folgen und dennoch gegen die damit freiwillig (!) von mir angenommenen ethischen Grundsätze verstoße, dann gibt es dafür – aus meiner Sicht – nur zwei Erklärungen:

1.
Ich bin Wellness-Buddhist. Das bedeutet, den äußeren Schein (Buddhafigürchen, Räucherwerk und co) toll zu finden, vielleicht auch versuchen, hin und wieder zu meditieren, weil mir die dazu passende, ruhige Musik so gut gefällt.
2.
Ich bin durch Familie, Eheschließung oder Ähnliches „zum Buddhismus gekommen“, weiß aber letztlich nichts darüber (und dessen Ethik interessiert mich eh einen feuchten Kehrricht).

Dann aber wäre es einfach nur richtig, wenn mensch sich nicht als Buddhist bezeichnet.
Das Symbol für das „Om“ an die Bürowand zu kleben und zu erzählen, auch Buddhistin zu sein, reicht vielleicht aus, eine Zeitlang Menschen (leider auch mich) dahingehend täuschen zu können.
Es reicht aber keinesfalls aus, auch nur im Ansatz das, was man vorgibt, auch wirklich zu sein.
Vielleicht, Frau P., sollten Sie daher überdenken, Ihr Büro neu zu dekorieren.
Auf einen Appell an Sie,  Ihre Haltung – insbesondere hinsichtlich Ihrer Anhaftungen – einmal deutlich zu hinterfragen, verzichte ich…

Dennoch: Namaste

 

 

 

 

 

Hart(zig)e Zeiten und engagierter Buddhismus

Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es
Erich Kästner

Oft wurde ich gefragt, wie sich meine (unterstellt 😉 ) „latent-aggressive“ Haltung gegenüber der herrschenden (Sozial)Politik mit dem „friedlichen Buddhismus“ denn in Einklang bringen lasse.
Meine Antwort darauf war und ist die immer die gleiche:
Empörung und lautstark geäußerter Zorn sind mit „Aggressivität“ vielleicht auf den ersten Blick identisch, aber das täuscht.
Zorn kann, im Gegensatz zur „puren Aggressivität“ dazu anregen, Zustände ändern zu wollen. Er lässt sich, auch im Gegensatz zu Hass, lenken.
Zorn kann beflügeln, kann konstruktive und nützliche Handlungen nach sich ziehen.
Mensch kann empört und zornig sein, und doch pazifistisch. Zorn und Buddhismus schließen sich – aus meiner Sicht – daher nicht zwingend aus.

Die soziale Lehre Buddhas

Die weit verbreitete Ansicht, man müsse sich, wenn man Buddhas Lehre folgt, aus dem Leben zurückziehen, ist ein Irrtum. Es ist dem Grunde nach vielleicht sogar eine Art der „unbewussten Abwehr“ dagegen, seine Lehre zu praktizieren.
Für manche Menschen mag es gewiss angenehm sein, ein zurückgezogenes Leben an einem stillen Ort fern von Lärm und Störungen zu führen. Aber ich denke, es ist sicher „folgerichtiger“ im Sinne der Lehre, den Buddhismus zu praktizieren, in dem man unter seinen Mitmenschen lebt, ihnen hilft und nützlich ist.
Gegen eine regelmäßige Auszeit in (klösterlicher) Stille ist hingegen nichts einzuwenden…ganz im Gegenteil.

Eine kleine Geschichte, welche die Sinnhaftigkeit meiner Behauptung vielleicht beweist, gibt es auch 🙂 hier verkürzt wiedergegeben aus dem Buch „Der Mensch der Zukunft – meine Vision“ http://www.amazon.de/Mensch-Zukunft-Dalai-Lama-XIV/dp/3502610096

Ein Wanderer trifft im Wald auf einen meditierenden Einsiedler. Er fragt ihn, worüber er in dieser Einsamkeit denn meditiere. Der Eremit antwortet: „Über Geduld“.
Der Wanderer schickt sich an zu gehen, dreht sich um und ruft unvermittelt:“Ach übrigens, zum *Teufel* mit Dir“.
Worauf der Einsiedler wütend erwidert: „Was soll das? Zum *Teufel* mit DIR!“.
Der Wanderer erinnert den Einsiedler sofort lächelnd daran, worüber dieser doch meditierte

Geduld lässt sich also leichter erlernen, wenn diese „auf die Probe gestellt wird“. Soziales Engagement (auch tätiges Mitgefühl genannt) kann entsprechend nicht in Isolation praktiziert werden.

Mit offenen Augen, Herz und Verstand

Wer annimmt, der Buddhismus beschäftige sich lediglich mit hohen Idealen, hehren moralischen Grundsätzen und philosophischen Gedanken, er ignoriere aber das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen der Menschen, der irrt.
Buddha wollte, dass die Menschen glücklich sind. Glück war für ihn nicht möglich ohne eine reine Lebensgestaltung, basierend auf der Grundlage moralischer und spiritueller Prinzipien. Aber er wusste auch sehr wohl, wie schwierig es ist, ein derartiges Leben unter widrigen materiellen und sozialen Bedingungen zu führen.
Der Buddhismus sieht materielles Wohlergehen nicht als das Ziel als solches, vielmehr als „Mittel zum Zweck „. Aber materielles Wohlergehen ist ein nicht zu unterschätzendes Mittel, unerlässlich gar, um ein höheres Ziel für menschliches Glück zu erreichen. Daher anerkennt der Buddhismus das Bedürfnis nach „materiellen Bedingungen“.
Buddha betrachtete das Leben also nicht herausgerissen aus dem Kontext des sozialen und wirtschaftlichen Backgrounds, er sah es vielmehr als ein komplettes Ganzes, auch mit all seinen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Facetten.

Die moralische, ethische und philosophische Lehre Buddhas ist mithin bekannt, leider nahezu unbekannt (insbesondere in westlichen Ländern) ist hingegen seine Lehre hinsichtlich politischer, wirtschaftlicher und sozialer Fragen.In einigen der Sutren (= Lehren in Versform) weist er deutlich darauf hin, dass Armut häufig die Ursache von Hass und Verbrechen ist.

Nichts begriffen seit Buddhas Zeiten

In den alten Zeiten versuchten dieHerrscher, genau wie die Regierungen heute, Verbrechen mittels Bestrafung zu unterdrücken.

Und heute?

Ein sinnloses Unterfangen, wie Buddha schon im Kutadante-Sutra erklärte. Stattdessen riet Buddha an, die wirtschaftlichen Bedingungen der Menschen zu verbessern.

Heute nennt man das wohl „linkes Gutmenschentum“ oder „Sozialromantik“

Saatgut und Gerätschaften sollten Bauern zur Verfügung gestellt , für Händler sollte Kapital bereitgestellt werden, Angestellte sollten ordentlich entlohnt werden.

Heute steht Anstand unter Finanzierungsvorbehalt

Wer Menschen mit Möglichkeiten versorgt, sich ein ausreichendes Einkommen zu verdienen, macht sie zufriedener und dementsprechend ist das Land friedlicher und freier von Verbrechen (begangen aus wirtschaftlicher Not).

Aktueller denn je, nicht wahr?

Deshalb lehrte Buddha die Suchenden, wie wichtig es ist, auch ihre wirtschaftlichen Bedingungen zu verbessern.
Dies bedeutet natürlich keinesfalls, dass er es guthieß,  gierig Reichtümer anzusammeln und geizig zu horten, dies verstieße schlicht gegen die essentielle Lehre.

Heutzutage zählt „Geiz ist geil“

Und auch nicht jede Art, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, hielt er für gut.
Die Produktion und der Verkauf von Waffen wurde von ihm als verwerfliche Art, den Lebensunterhalt zu verdienen, bezeichnet.

Wer könnte ihm angesichts der heutigen Weltlage widersprechen?
War Buddha etwa ein Linker 😉 ?

Ebenso klar äußerte sich Buddha zu Politik, Krieg und Frieden.
Es ist hinreichend bekannt, dass der Buddhismus Gewaltlosigkeit als seine universelle Botschaft propagiert und keinerlei Gewalt oder Zerstörung gutheißt.
Zu Buddhas Zeiten, unverändert bis zum heutigen Tag , gab und gibt es Herrscher bzw. Regierungen, die ihre Länder ungerecht regierten und regieren. Menschen wurden und werden unterdrückt, geknechtet, versklavt, gefoltert und verfolgt, mit horrenden Steuern und grausamsten Bestrafungen überzogen.

Friedlicher Widerstand und tätiges Mitgefühl…

…können und müssen daher aus meiner Sicht Hand in Hand gehen, will man sich als „Buddhist“, besser, Schüler/in der Lehre Buddhas bezeichnen.
Den Handlungen derer, die das Wohlergehen ihrer Mitmenschen mit Füßen treten, muss sich entgegengestellt werden, in Wort(gewalt) und Tat.
Friedlich, aber massiv und bestimmt.
Den unterdrückten und in Not geratenen Menschen zu helfen, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten (oder auch mal ein Dach über’n Kopf, wenn die Not eben Obdachlosigkeit heißt), das ist tätiges Mitgefühl…ob mit oder ohne buddhistischen Hintergrund.

Tätiges Mitgefühl hat viele Gesichter.
Die Not und das Elend auch, so gut maskiert es auch (noch) daher kommt.
In Deutschland hat  Verelendung vor 10 Jahren einen weiteren Namen erhalten:

Hartz 4

Es wäre gewiss vermessen, „die ganze Welt retten“ zu wollen.Irgendwie muss mensch auch hier Entscheidungen treffen, und meine Entscheidung fiel nun einmal (hauptsächlich) zugunsten der Betroffenen der unsäglichen VerarmungsAgenda 2010.
Mich macht diese Gesetz gewordene Zwangsverelendung, dieses flächendeckende „Milgram2.0“, diese über Leichen gehende Menschenverachtung zornig, sehr zornig.
Und wenngleich ich die Menschen, die diese bislang größte deutsche Schande seit Ende des dritten Reiches mittragen (gemeint sind die, die „doch nur ihren Job machen“), nicht verachte, so werde ich dennoch nicht aufhören zu versuchen, sie auszubremsen, mit den wenigen Möglichkeiten, die ich habe.
Mein zorniges „Brüllen“ dann und wann gehört ebenso dazu wie die praktische Hilfe für die Opfer dieser A-Sozialgesetze und das Ausloten aller nur denkbaren, juristisch (gerade noch 😉 ) legalen Möglichkeiten.

Und jetzt, liebe Leser_innen, überlegt bitte selbst, ob „Buddhismus“ und „Kampf“ gegen ein unerträgliches Entwürdigungs-Gesetz sich wirklich widersprechen…

Tod, Angst und „prophetische Träume“

Ein Vorteil, wenn man es so nennen mag, an der buddhistischen Einstellung ist, dass das „irdische“ Dasein als eine Art Übergangslösung zu betrachten ist, der Tod nicht den Abschluss bildet. Etwas flapsig habe ich früher gesagt, dass das Vergehen eines Lebens wie ein Kleiderwechsel zu sehen ist, da ja lediglich die aktuelle (fleischliche) Hülle abgelegt wird, auf dass sich die „Seele“später im neuen Gewand wieder findet.

Aus der Distanz heraus gesehen, als Nichtbetroffene/r und als rationaler Anhänger der Lehre des Buddha ist es leichter, mit dem Thema Tod/mögliche todbringende Erkrankung umzugehen.
Und als Betroffener?
Nun, mir wurde vor geraumer Zeit die Fehldiagnose Lungenkrebs mitgeteilt. Mich erzürnte zwar die äußerst unsensible Art der Übermittlung, mit der vermeintlichen Tatsache als solcher konnte ich jedoch verhältnismäßig gut umgehen.Geboren werden, leben, sterben…ein natürlicher Kreislauf, den ich für mich selbst längst als völlig normal und keineswegs erschreckend angenommen habe.

Heute jedoch, genauer gesagt vor wenigen Stunden, erfuhr ich, dass mein Sohn mehrere Tumore auf der Zunge hat.
Da er seit geraumer Zeit über unerträglichen Druck im Kopf und permanenten Schwindel klagt, weder Augenarzt, Orthopäde, HNO fündig wurden und vom konsultierten Neurologen eine computerdiagnostische (CT) Abklärung verweigert wurde, wies ihn der heutige Behandler dem CT zu.
Auf der Überweisung steht: Verdacht auf Hirntumor.

Noch ist nichts abgeklärt, weder die Diagnose, noch ich…

Ich wünschte, ich könnte auch nur annähernd so rational mit diesem Verdacht umgehen wie seinerzeit mit der mir gestellten Diagnose, die sich ja erst später als Fehldiagnose entpuppte.
Es gelingt mir nicht…

Noch dazu kommt (und jetzt ist es mir merde-egal, ob irgendwer mich für völlig durchgeknallt hält) dass die weibliche Linie unserer Familie manches Mal „Dinge“ wahrnimmt/“sieht“/weiß, die so nicht gewusst werden können. Oder aber Dinge träumt, die später so oder ganz ähnlich eintreffen.
Meine Großmutter träumte u.A. vom Tod ihrer augenscheinlich kerngesunden Nachbarin, der kurze Zeit später eintrat…ich schreibe also nicht von psychologisch erklärbaren Phänomenen, sich selbst erfüllender Prophezeihung oder Ähnlichem.

So träumte ich vor Kurzem davon, dass ich im Jobcenter dem Arbeitsvermittler die Todesanzeige meines Sohnes auf den Tisch legte mit den Worten: „Jetzt können Sie die Akte schließen.Zufrieden?“
Der vorhandene, sehr rationale Anteil in mir erklärte diesen Traum damit, dass die vorausgegangenen, belastenden und zukunftsbeeinflussenden Handlungen dieses AV ursächlich waren für einen solchen Traum.
Dass meine Enttäuschung, mein Zorn über dessen unsägliches Vorgehen sich eben auf diese Art Bahn brachen.Dass auch die Sorge um die schlechte Gesundheit meines Sohnes maßgeblich Schuld an derartigen Träumen hat.
Eine sehr liebe Freundin, der ich von diesem, mich umtreibenden Traum erzählte, sah es genau so.Nur, ihr erzählte ich eben nichts von diesen merkwürdigen „Phänomenen“, die es seit Generationen in meiner Familie gibt…
Hirn einschalten, sachlich bleiben.Alles logisch, alles rational. Nur nichts Prophetisches, Irrationales…alle Phänomene lassen sich doch prima über die Psychologie erklären, nicht wahr? Nunja, zumindest ist die Ratio ein hilfreicher Krückstock, wenn die Angst groß ist…so wie seit 18.00 Uhr bei mir…

Und an Ratio halte ich auch fest. Bis zum 30ten. Bis ich das CT-Bild sehe…und danach hoffentlich auch.

Bitte seht mir diesen Beitrag, trotz dem ihm innewohnenden „Belastungsfaktor“ nach. Ich musste es mir von der Seele schreiben…

Was hat Spiritualität auf einer linken Webseite zu suchen?

Dieser äußerst bemerkenswerte Artikel von Holdger Platta (erschienen auf der Seite von Konstantin Wecker) kommt  zum genau passenden Zeitpunkt!
Besser gesagt, zum genau für mich passenden Zeitpunkt.
Aus – somit durchaus auch (!) ein wenig „eigennützigen“ Motiven heraus 😉 ein ganz besonders herzliches Dankeschön an Holdger Platta an dieser Stelle.

Ich empfehle, insbesondere der „Entweder/Oder – Fraktion“, ein langsames und bedächtiges Lesen. Einen Teil, der aus meiner Sicht durchaus auch mein „widersprüchlich erscheinendes Verhalten“ wunderbar „erklärt“, nehme ich hier vorweg:

Hinter den Schlagzeilen

„…
5. Diese andere, diese neue „Spiritualität“ versteht sich in Augenhöhe mit anderen Menschen;
6. sie wendet sich der Welt mit ihren sozialen und sonstigen Problemen zu, nicht von ihnen ab;
7. sie bemüht sich um Empathie mit anderen Menschen – mit Unterdrückten, Niedergemachten, Gequälten und Gepeinigten zumal;
8. sie sieht sich, aufgrund der wahrgenommenen Verbundenheit mit der Welt und ihren Menschen, in der Verantwortung, beizutragen zu einer herrschaftsfreien und gewaltfreien Welt, zu einer Welt ohne Hunger, Ausbeutung, Unterdrückung, Unglück und Krieg;
9. sie sieht sich aufgerufen zu liebevollem Handeln, gerichtet gegen eine Welt des Profits und des Konkurrierenmüssens;
10. sie sieht sich aufgefordert, in Verbundenheit mit möglichst vielen anderen Menschen, die Zerstörung der Welt aufzuhalten und mit beizutragen zu einer Welt, für die Mitmenschlichkeit und Solidarität nicht mehr nur Schlagworte sind;
11. und sie will das alles nicht nur großpolitisch oder gar großmäulig realisieren, in Parlamenten, auf Podien und Kongressen, sondern nicht zuletzt auch Tag für Tag im eigenen ganz persönlichen Alltag.

Konstantin Wecker hat das in seinem Buch mit Bernard Glassman „Es geht ums Tun und nicht ums Siegen“ (herausgegeben von Christa Spannbauer) auf Seite 45 so ausgedrückt: „Was Albert Schweitzer ‚tätiges Mitgefühl’ nannte, ist für mich gelebte Spiritualität.“ Und wer Wecker und seine Lieder kennt, ebenso Bernard Glassman und Roland Rottenfußer, der weiß: das schließt sehr viel Zärtlichkeit mit ein, aber auch den Zorn, das nimmt den Nächsten ernst, aber auch die sogenannt-große Politik. Alle die genannten Autoren sehen sich da in der Mitte zahlloser anderer liebevoller Rebellen.

Ich wünschte mir, die Mitrebellen sähen es ebenso und ebenfalls liebevoll. Gibt’s Chancen dafür?

 

Petition – Ist dies Tibets große Chance?

Ich bitte herzlich um Mitzeichnung der nachstehend erklärten Petition.
Danke dafür im Voraus.

Liebe Freundinnen und Freunde,

tibetische Bürgerinnen und Bürger, die sich weigern, ihre Häuser mit der chinesischen Flagge zu versehen, riskieren es, verprügelt oder erschossen zu werden – ein Versuch, sie seelisch zu brechen. Doch nun haben wir eine seltene Gelegenheit, den stolzen, wenn auch verzweifelten, Menschen in Tibet Hoffnung zu schenken.

Die chinesische Regierung will ihre Rechtsverletzungen mit Hilfe einer intensiven Kampagne verschleiern, um andere Länder davon zu überzeugen, China in den UN-Menschenrechtsrat hineinzuwählen. In Tibet wird Journalisten der Zutritt verboten, eine alte Religion unterdrückt und Menschen verhaftet. Wenn genug von uns die Ereignisse beleuchten, können wir China von seinem harten Kurs abbringen, mit dem sich das Land die benötigten 97 Stimmen sichern will.

Zeigen wir den Menschen in Tibet, dass die Welt sie nicht vergessen hat. China verspürt bereits den Druck: 13 Regierungen haben gerade auf die Menschenrechtslage in Tibet hingewiesen. Unterzeichnen Sie, um Tibet zur Seite zu stehen und verbreiten Sie die Aktion. Wenn wir 1 Million Unterschriften erzielen, überreichen wir die Petition an entscheidende UN-Delegationen und sorgen in der Presse für Aufsehen:

Zum Unterschreiben bitte den link anklicken ->

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_tibet_loc/?bTjyPeb&v=30778

China gerät zunehmend unter Druck. In einem beispiellosen Solidaritätsbeweis haben Kanada, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Japan, Neuseeland, Polen, die USA, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Schweden, Island und Österreich das Land gerade dazu aufgefordert, die Versammlungs-, Religions- und Vereinigungsfreiheit in Tibet zu sichern. Und das nur wenige Tage, nachdem ein spanischer Gerichtshof den ehemaligen chinesischen Präsidenten wegen Völkermord in Tibet angeklagt hat!

Die Situation ist schlichtweg entsetzlich. Über 120 Menschen haben sich das Leben genommen, indem sie sich aus Protest gegen die erdrückende chinesische Besetzung selbst verbrannt haben. Hunderttausende von Menschen in Tibet sind getötet worden. Teil der anhaltenden Strategie Chinas ist es, die tibetanische Sprache systematisch zu unterdrücken, Menschen aus ihren Häusern zu vertreiben und die Bewegung und Religion der tibetischen Menschen strengstens zu kontrollieren.

Chinas gescheiterte politische Strategien schaden dem Land selbst. Doch da China sich bereits so fest auf diesen Kurs eingefahren hat, wird für einen Kurswechsel ordentlich Druck benötigt. Diese Woche kann der Wandel beginnen. Wenn genug von uns die Stimmen erheben, während China von der Weltgemeinschaft unter die Lupe genommen wird, können wir unseren Regierungen zeigen, dass wir Tibet nicht vergessen haben. Unterzeichnen Sie jetzt und berichten Sie allen davon – lassen Sie uns die größte Petition für Tibet schaffen, die es je gegeben hat, und sie dazu auffordern, China zur Rechenschaft zu ziehen:

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_tibet_loc/?bTjyPeb&v=30778

Den stolzen Menschen in Tibet macht die brutale chinesische Herrschaft zu schaffen – sie sehnen sich nach einem Wandel. Doch alleine können sie es nicht schaffen. Niemand kann solche großen Veränderungen alleine bewirken.

Deshalb haben wir uns schon in der Vergangenheit für Tibet zusammengeschlossen. Machen wir dies zu dem Moment, an dem die ganze Welt sich für das Überleben der tibetischen Menschen einsetzt.

Unsere Gemeinschaft ist für diesen Moment wie geschaffen.

Voller Hoffnung,

Ben, Alice, Patricia, Alex, Ricken, Emily, Sayeeda und das ganze Avaaz-Team

Chinas Menschenrechte auf dem Prüfstand (Deutsche Welle)
http://www.dw.de/chinas-menschenrechte-auf-dem-pr%C3%BCfstand/a-17175603

50 Jahre Tibet-Konflikt: Dalai Lama spricht von „Hölle auf Erden“ (RP Online)
http://www.rp-online.de/politik/ausland/dalai-lama-spricht-von-hoelle-auf-erden-1.2131372

Spanien ermittelt gegen Hu Jintao wegen Völkermord (Die Welt)
http://www.welt.de/politik/ausland/article120826564/Spanien-ermittelt-gegen-Hu-Jintao-wegen-Voelkerm

UN-Menschenrechtsrat – Schelte für China (Der Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/politik/un-menschenrechtsrat-schelte-fuer-china/8970378.html

UN kritisiert China’s Rechtssituation bei Treffen in Genf (BBC) (Englisch)
http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-china-24611657

Wir werden als Originale geboren, sterben aber als Kopien.

Ein bemerkenswerter Artikel, gefunden bei akademie-integra

Zitat (…) Die Krise unserer Welt lässt sich eben nicht auf nationale, ökonomische oder technologische Probleme reduzieren. Sie liegt in unserer Definition, in unserem eigentlichen Verständnis des Menschen.

An diesem Punkt bin ich vor Längerem schon angelangt. Doch das „untrügliche Gefühl“, dass ein Wandel – besser, der dringend nötige Wandel – nur dann beginnen kann, wenn in den Köpfen und Herzen der Menschen eine Umdenke stattfindet, war und ist eben „nur“ ein Gefühl. Ein Gefühl, welches ich selbst umzusetzen, zu leben versuche.
Dennoch, gerade weil es mir so klar und schlüssig erscheint, dass der Mensch „dem Grunde nach gut“ bzw. zumindest „neutral“ ist ( „Buddhanatur“) und er „nur“ Phänomenen und Verblendungen unterliegt, macht mich die allgegenwärtige Situation irgendwie hilflos.

Alte Wahrheit vs. moderne Psychologie

Gerade in Diskussionen mit „klugen Köpfen“ fühlte ich mich häufig unterlegen, konnte ich doch nur mit einem „Bauchverstehen“ und „Küchenkalender-artigen Weisheiten“ aufwarten…jenseits (vermeintlichem?) akademischen Wissens.
Insbesondere bei „Online-Diskussionen“ war es mir meist nicht möglich, meinen Standpunkt verständlich rüber zu bringen (ob es mir hier im Blog gelingt, weiß ich naturgemäß auch nicht).
Vielleicht hilft ja der nachstehend verlinkte Artikel und das Interview mit Arno Grün ein wenig dabei, zu verdeutlichen, was ich eigentlich meine…

Zitat (…) Wir nennen das, worin wir leben, stolz Zivilisation. Doch haben unsere Gesetze und Techniken ein Eigenleben entwickelt, das sich gegen unser seelisches und körperliches Überleben richtet. Die politischen Verhältnisse schwanken zwischen Konsolidierung bürokratischer Herrschaft und Ausbrüchen ohnmächtigen Zorns. Die Frage über das Menschsein geht deswegen weit über Auschwitz hinaus. Auschwitz war ein Mahnmal dessen, wozu Menschen im Stande sind und berechtigt zu der Frage, was denn ein Mensch überhaupt ist. Wie kommt es dazu, dass wirtschaftliche Zusammenbrüche, Rezessionen, Kriege, Zerstörung, Hass, Bruderstreit, Gewalttätigkeit, Drogenkonsum, Kriminalität, Verachtung Frauen und Kindern gegenüber, Verrohung und Grausamkeit überall zunehmen? Warum lernen wir nicht aus unserer eigenen Geschichte? Warum (werden wir) heute, in einer Zeit voller Informatik und wissenschaftlicher Erkenntnisse, wieder von unserer Vergangenheit eingeholt? Ist es möglich, dass unsere Denkweisen so festgefahren sind, dass die wahren Ursprünge unseres selbstzerstörerischen Tuns verdeckt bleiben? Wir leben in einer Welt, in der wir zunehmend von einander abhängig sind, gleichzeitig uns aber vermehrt gegeneinander einsetzen. Warum also stellen sich Menschen gegen das, was sie miteinander verbindet, gegen das, was sie miteinander gemeinsam haben? Es ist schwierig, sich dieser Thematik zu nähern (…)

Arno Grün über die politische Dimension des Mitgefühls

Liebe und Wärme sind das Wichtigste, was der Mensch braucht, um ein positives Verhältnis zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen zu entwickeln, sagt der Schweizer Psychoanalytiker Arno Gruen. Das Bekenntnis zur Menschlichkeit hält er für den Schlüssel zur Bewahrung der Demokratie (…)

 

Eine Geschichte über den Hass ….

….und seine Folgen

Es gibt ein chinesisches Sprichwort, welches sagt, dass Hass die Substanz ist, die das Gefäß zerstört, in welchem sie aufbewahrt wird.
Und es gibt Tage, da fällt es mir schwer zu begreifen, dass es Menschen gibt, denen sich diese schlichte Wahrheit nicht erschließt. Warum nur schaden sie sich selbst, konservieren das, was ihnen abträglich ist?
Leben ist Veränderung, bedeutet immer,loslassen zu müssen. Warum also ausgerechnet an der negativsten aller Emotionen festhalten? Es ist so bedauerlich, so traurig, so unsinnig…und von „außen“ leider niemals beeinflußbar.

Die Last

Ein Lehrer fragte einmal seine Schüler, sie sollen doch bitte, einige Kartoffeln in einer Plastiktüte in die Schule mit bringen. Auf jede der Kartoffeln, sollen die Namen der Personen, die das Kind ablehnt aufgeschrieben werden. Für jede abgelehnte Person, sollen die Kinder eine Kartoffel beschriften.

An diesem Tag brachten die Kinder ihre Kartoffeln mit, die sie mit den Namen der Menschen beschrifteten, welche sie nicht mochten. Einige der Kinder, hatten zwei, drei und einige hatten sogar mehr als fünf Kartoffeln.

Die Kinder sollen diese Kartoffeln immer mit sich tragen, Tag und Nacht, überall hin mitnehmen und das eine Woche lang. Nach ein paar Tagen begannen die Kinder, sich  über den schlechten Geruch, der aus diesen Kartoffeln kam zu beklagen. Die Schüler die viele Kartoffel beschriftet haben, beschwerten sich auch noch über das Gewicht, das sie dauern mit sich herum tragen mussten.

Nach einer Woche, durften die Kinder alle Kartoffeln wegwerfen.

Der Lehrer fragte: ” Und wie fühlt ihr euch nach dieser einen Woche?“

Die Antwort der Kinder war, dass sie sich wegen dem Gestank und dem schweren Gewicht, schrecklich fühlen würden.
Und der Lehrer erklärte den Kindern:

Wenn euer  Herz mit Hass erfüllt ist, so tragt ihr,  genauso eine schwere und unangenehme Last, in eurem Herzen mit, wie der Sack mit Kartoffeln, von dieser Woche, der  Hass auf ungeliebte Menschen, vergiftet nur eure Herzen. Wenn ihr  den Gestank von verdorbenen Kartoffeln, nicht einmal für eine Woche aushaltet, wie viel schlimmer sind die Auswirkungen dieses  Hasses in euren Herzen, wenn ihr ihn ein ganzes Leben lang, mit euch herum tragen müsstet. Ohne Hass wird euer Herz wieder leicht.

Wir sind doch in vielem, wie diese Kinder und tragen unseren Sack voll von faulen Kartoffeln mit uns. Wenn wir den Hass loslassen können und Wut und Ärger, auf andere, wegschmeissen, wie die faulen Kartoffeln, dann wird es wieder unsagbar leicht um unsere  Herzen. Wenn wir dann wirklich aus tiefstem Herzen verzeihen können, dann wird sich unser Leben um einiges verbessern.

dazu Worte von Buddha die ganz genau dazu passen:

In dieser Welt hat Hass noch niemals Hass vertrieben

Nur Liebe besiegt den Hass.Dies ist das Gesetz, alt und unverbrüchlich.

Auch du wirst einmal sterben.

Weisst du dies, wie kannst du dann noch streiten?

Nacherzählt und übersetzt von zentao

Quelle

Weisheiten in Kurzformat

Verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an Holdger Platta möchte ich die mir überlassenen „Kürzest-Geschichten“ hier veröffentlichen.

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Holdger Platta ©

Über das Unglück

Der steinreiche Rothschild ließ einmal den alten Rabbi Yezzel zu sich kommen, denn der Ruf von dessen Weisheit war auch zu dem großen Bankier gedrungen. Rothschild zeigte sein großes Haus: die kostbaren Gemälde, die herrlichen Möbel, die teuren Gobelins, das wunder-bare Geschirr. Endlich sagte Rabbi Yezzel zu Rothschild: „Wie unglücklich mußt Du sein, um es so schön haben zu müssen.“

Dichten lernen

Kam ein Schüler zum berühmten Zen-Budhisten und Lyrik-Lehrer Ramsha  und fragte ihn: „Wie lange dauert es bei Dir, bis ich das Dichten gelernt habe?“ „Drei Jahre!“ antwortete der. „Und wenn ich mich anstrenge?“ „Zehn!“ erwidert Ramsha.

USA – Ein Obdachloser „testet“ das tätige Mitgefühl – getrennt nach Weltanschauung und Religion ;)

Als ich den nachstehenden Bericht las, musste ich schon ein wenig schmunzeln 😉 und selbstverständlich möge bitte niemand auf die Idee kommen, aus diesem „Test“ eine Wertung der Religionen vornehmen zu wollen.
Interessant ist er dennoch, insbesondere der Hinweis auf den „Pragmatismus der Buddhisten“…

Zitate (…) Welche Religion kümmert sich am meisten um Heimatlose? Um das herauszufinden, stellte er inmitten von Austin/Texas eine Reihe von Schälchen vor sich auf auf. Je eines für Christen, Muslime, Juden, Buddhisten, Spirituelle, Heiden, Hindus, Atheisten und Agnostiker (…)

(…) Auf die Frage, welche Religion denn nun vorne läge, verkündete er stolz: „Die Atheisten gewinnen!“
Wie ein Blick auf das Foto zeigt, dicht gefolgt von den Agnostikern. Was soll uns das sagen?
Dass Angehörige von Weltreligionen Knauser sind? Wohl eher nicht. Jedoch, dass es offenbar großzügige Menschen mit Mitgefühl gibt, die ihre Wahrheitssuche nicht ausgerechnet einer Religion und deren Führern anvertrauen wollen und daher nach eigenen Wegen suchen (…)

(…) Buddhisten widerum sind eher praktisch veranlagt. Einer war so frei, dem Mann einen Karabinerhaken zu offerieren. Für den Notfall. Außerdem lag wenigstens ein Schein mit dabei 🙂

Quelle und ganzer Artikel

Beleidigungen – oder warum ein Übeltäter gleichzeitig auch Dein Lehrer ist

Vorwort

Ich bedanke mich auf das Herzlichste bei Dina D. für die Erlaubnis, die von ihr erstellte deutsche Übersetzung einer lehrreichen Geschichte von Paul Coelho in meinen Blog übernehmen zu dürfen.
Weitere Übersetzungen von Werken dieses einzigartigen  Schriftstellers – am bekanntesten dürfte wohl sein wunderbares Buch Handbuch des Kriegers des Lichts, klick sein – findet der geneigte Leser im Blog von Dina Gute Nachrichten, klick. Der Titel ist hier übrigens Programm, diese Seite kann mensch getrost als „Balsam für die durch permanente Hiobs-Botschaften gestresste Seele“ bezeichnen…

Es gibt viele kluge Aphorismen und Zitate

Der Volksmund sagt:
Wenn Hans über Hänschen spricht, erfährt man dadurch mehr über Hans als über Hänschen.
Von Goethe stammt:
Der Pfeil des Schimpfs kehrt auf den Mann zurück, der zu verwunden glaubt (Tasso)
Laotse’s Worte (Tao te king ):
So sind die guten Menschen die Lehrer der Nichtguten, und die nichtguten Menschen sind der Stoff für die Guten. Wer seine Lehrer nicht werthielte und seinen Stoff nicht liebte, der wäre bei allem Wissen in schwerem Irrtum

Wie Du mir, so ich Dir?

Wieso können Beleidigungen und Provokationen lehrreich sein? Und warum ist es so unglaublich sinnlos, „Gleiches mit Gleichem“ vergelten zu wollen?
Betrachten wir unsere Emotionen, die in uns hochsteigen, wenn uns jemand beleidigt, dann sind es allesamt keine angenehmen Gefühle. Wut, Zorn,Ärger stellen sich ein.
Und viel zu häufig reagieren wir dann aus dem ersten Impuls heraus, wir beleidigen zurück, die Situation schaukelt sich hoch. Das beste Beispiel ist da wohl der „berühmte Maschendrahtzaun“ 😉
Ergebnis: Uns geht es nicht besser als zuvor, häufig schlechter.
Und die Beleidigung des „Aggressors“ wird ja auch nicht ungeschehen dadurch, dass wir sie „quittierten“.
Irgendwie logisch, nicht wahr?

Geduld kommt von dulden

Praktizieren  wir hingegen Geduld, reagieren wir nicht spontan, ist der negative, kausale Zusammenhang (Ursache und Wirkung) schon unterbrochen. Eine „Maschendrahtzaun-Fehde“ kann folglich nicht stattfinden.
Und der Angreifer?
Nun, vielleicht geben wir ihm damit die Chance, seine künftigen Handlungen anders zu gestalten. Denn irgendwie muss sich ein Mensch ja „doof“ vorkommen, wenn seine Taten ohne Ergebnis bleiben, seine Kränkungen wie ein Lufthauch hinter dem Ohr desjenigen vorbeiziehen , den sie doch treffen sollten.
Ich denke, allzu oft möchte mensch dieses Gefühl dann doch nicht haben, wer steht schon gerne wie ein „Trottel“ da?
Den Gewinn und die Lehre ziehen dann aber beide Parteien daraus:
Denn auch der Gekränkte erfährt eine Lehre:  In Geduld.
Somit – gemäß Laotse – war das Ungute der Lehrstoff für den Guten…

Jetzt aber (endlich 😉 ) die Geschichte von Coelho

n der Nähe von Tokio lebte ein mittlerweile alt gewordener großer Samurai, der sich dazu entschied jungen Menschen Zen-Buddhismus zu lehren.

Eines Nachmittags suchte ihn ein Krieger heim – der für seine Skrupellosigkeit bekannt war. Der junge und ungeduldige Krieger hatte noch nie einen Kampf verloren. Er hörte von dem Ruf des Samurai und war gekommen, um diesen zu besiegen und seinen eigenen Ruhm zu steigern.

Alle Schüler waren gegen die Idee, doch der alte Mann nahm die Herausforderung an.

Alle versammelten sich auf dem Stadtplatz, als der junge Mann damit begann den alten Meister zu beleidigen. Er warf ein paar Felsbrocken in seine Richtung, spuckte in sein Gesicht, schrie jede Beleidigung aus, die er kannte – er beleidigte sogar seine Vorfahren.

Fünf Stunden lang tat er alles, um ihn zu provozieren, doch der alte Mann bleib unberührt. Am späten Nachmittag, fühlte sich der ungestüme Krieger erschöpft und gedemütigt, so dass er wieder ging.

Enttäuscht von der Tatsache, dass der Meister so viele Beleidigungen und Provokationen über sich ergehen ließ, fragten ihn die Schüler:
– “Wie konntet Ihr solch eine Entwürdigung ertragen? Warum habt Ihr nicht Euer Schwert benutzt, auch wenn Ihr wusstet, dass Ihr den Kampf eventuell verlieren würdet, habt Ihr vor uns allen Eure Feigheit zur Schau gestellt?”

– “Wenn jemand zu euch mit einem Geschenk kommt, und ihr akzeptiert es nicht, wem gehört das Geschenk dann?”, fragte der Samurai.
– “Demjenigen, welcher es verschenken wollte”, antwortete einer seiner Schüler.

– “Das Gleiche gilt für Neid, Zorn und Beleidigungen”, sagte der Meister.
– “Wenn sie nicht beachtet werden, werden sie weiterhin zu denen gehören, die sie tragen.”

In den Sand schreiben

Diese, wie ich finde, wundervolle Geschichte ist (was auch sonst 😉 ) buddhistischen Ursprungs.Die Originalquelle finde ich leider nicht mehr. Eine liebe Bekannte schickte sie mir „zufällig“ vor 2 Tagen zu, ich freute mich sehr, dass sie mich damit daran an etwas Wesentliches erinnerte.

Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Irgendwann auf ihrer Reise fingen die zwei Freunde an zu streiten und der eine Freund gab dem anderen eine Ohrfeige. Der Freund, von der Ohrfeige zutiefst verletzt, sagte nichts dazu und schrieb nur in den Sand: „Heute hat mir mein Freund eine Ohrfeige gegeben“ … Sie gingen weiter, bis sie schließlich zu einer Oase kamen, in der sie baden wollten. Der zuvor schon Geohrfeigte wäre dabei fast ertrunken, hätte sein Freund ihn nicht gerettet. Als er sich schließlich wieder erholt hatte, gravierte er in einen Stein: „Heute hat mir mein Freund das Leben gerettet.“ Der andere wunderte sich und fragte: „Warum hast du in den Sand geschrieben, als ich dich geschlagen habe, und nun schreibst du auf einen Stein?“ Der Freund lächelte und antwortete: „Wenn ein Freund uns verletzt, sollten wir es in den Sand schreiben, wo der Wind der Vergebung es wieder auslöschen kann. Aber wenn uns etwas wirklich Schönes widerfährt, dann sollten wir es in einen Stein gravieren, in die Erinnerung des Herzens, von wo es nicht mehr verschwinden kann.“

Lerne, in den Sand zu schreiben und dem Wind der Vergebung die Chance zu geben, Enttäuschungen und Verletzungen wieder vergessen zu machen.

Ökonomischer Wahnsinn, mindf*cking und mehr – Betrachtungen aus dem buddhistischen Blickwinkel

Gedanken schaffen Tatsachen.

Erst neulich meinte ich in einem Gespräch, eher scherzhaft, dass es dem Grunde nach gar nicht so schwer sei, die Welt zu verändern. Es müsse den Menschen „einfach“ nur bewusst werden, wie sehr sie bestimmten Illusionen unterliegen. Dazu ist ein Beschäftigen mit Buddhas 4 edlen Wahrheiten sehr hilfreich.
Die Vier Edlen Wahrheiten repräsentieren die Basis der Lehre des Buddha.
1. Existenz des Leidens
2. Ursache des Leidens
3. Aufhebung des Leidens
4. Pfad, der zur Aufhebung des Leidens führt


Zitat*Die ersten drei dieser Vier Edlen Wahrheiten beschäftigen sich mit dem allgegenwärtigem Leiden. Der Edle Achtfache Pfad ist die vierte dieser Vier Edlen Wahrheiten und zeigt auf, welchen Weg Menschen gehen müssen, wenn sie sich vom Leiden befreien wollen.

Die erste Edle Wahrheit, die der Buddha nach seiner Erleuchtung verkündete, die Wahrheit vom Leiden, hat ihre Gültigkeit in der heutigen Zeit nicht eingebüßt. Es hat aber neue Formen angenommen:

Das Leiden auf der Erde lässt sich als unmittelbare Folge des Versagens der globalen Ökonomie beschreiben. Obgleich ausreichend Nahrungsmittel weltweit verfügbar wären, sterben jede Minute 70 Menschen an Hunger und seinen unmittelbaren Folgen.

Knapp 830 Millionen Menschen sind chronisch und schwer unterernährt; 34 Millionen von ihnen leben in den wirtschaftlich entwickelten Ländern des Nordens.

 
Alle zehn Sekunden verhungert weltweit ein Kind unter zehn Jahren. Zu den alltäglichen Leiden kommen die letztlich durch Hunger, knappe Ressourcen und soziales Elend bedingten Gewaltakte und Kriege. Und namenlos ist das Elend der Tiere, die in Labors und Schlachthäusern getötet werden.
Das , was ich eingangs Illusionen nannte, ist eigentlich bereits die zweite Edle Wahrheit, das Unwissen um die Ursache des Leides.
Die Vier Edlen Wahrheiten beschreiben nicht ein schicksalhaftes Faktum. Sie erklären den Grund für das Leiden. Das Leiden ist bedingt, es ist nicht absolut oder unveränderbar. Letztlich ist das Leiden bedingt durch Unwissenheit. Diese grundlegende Täuschung zeigt sich heute in einer neuen Verkleidung.
Wer den Höhepunkt der globalen Illusion und die Folgen dieser Illusion begreifen möchte, muss sich mit den Illusionen der Menschen über ihre Wirtschaft und deren Funktionsweise auseinander setzen. Hier kann der Buddhismus nicht nur einen originellen, sondern einen wirklich begründeten Beitrag zur Erklärung leisten.

Obgleich die Menschen untereinander und von anderen Lebewesen auf diesem Planeten vollständig abhängig sind, handeln viele so, als wären sie, ihr Unternehmen oder ein Staat, jeweils das Zentrum der Welt.
Danach habe man auch die Wirtschaft so zu verstehen, als bestünde sie aus lauter Egos, die unabhängig ihre jeweiligen Interessen verfolgen.“
Wunderbar und gewiss auch für Zweifler an den grundsätzlichen buddhistischen Lehren 😉 sehr rational nachvollziehbar hat diese Zusammenhänge auch im nachstehenden Video Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck Prof. für Wirtschaftsethik, mehr hier bei Wiki erklärt.
**Der Mensch geht in die Irre, wenn er sich als den Mittelpunkt der Welt sieht, wenn er am krampfhaften Kult um das eigene Ich festhält. Davor warnen engagierte Buddhisten. “
Nichts entsteht aus sich selbst, jeder Einzelne von uns ist mit undenklich Vielem(n) verbunden.
Und bevor das nicht begriffen wird, wird es weiterhin bei Ausbeutung allen Lebens bleiben.
Das Geistesgift Gier – begründet in eben der Illusion des Ego – tut sein übriges. Die Folgen und Auswüchse nehmen immer schlimmere Formen an. So konnte ich beispielsweise die – oft in fragwürdigen Maßnahmen durch Quasi-Hirnwäsche vermittelten – „Strategien zu Selbstoptimierung“ irgendwie nie wirklich verstehen. Für mich war das lange schon unter dem Begriff „mindfucking“ einzuordnen (englisch liest sich das nicht ganz so schlimm 😉 )
Es war mir unbegreiflich, dass Menschen sich wirklich nahezu ausschließlich auf einen möglichst optimalen Homo Ökonomicus reduzieren lassen…
Ich denke, auch das hängt mit dem „Ich-statt-wir-Irrtum“ zusammen. Und die „Wirtschaft“, in ihrer völlig unlogischen, da unmöglich zu verwirklichenden Gier nach immer mehr Wachstum, erfindet ständig neue Wege, diese nützliche Verblendung zu ihren Gunsten voran zu treiben.
So las ich in einem Artikel der NRhZ von allen möglichen Methoden, die schlußendlich, so der Titel, dem Menschen die Seele rauben.
Zitat:
***…“Alle Methoden psychologischer Indoktrination werden genutzt, damit auch die davon Betroffenen selbst sich an diesem Prozess der „schöpferischen Zerstörung“ beteiligen. Detlef Hartmann: „Sie sollen den Prozess schöpferischer Zerstörung selbst mit betreiben, um ihn in der Erschließung ihrer eigenen Kreativität, Wünsche, Begehren im Sinne der Steigerung der Produktivität zu dynamisieren.“ Selbstfindungsprozesse, Selbstvermarktung, Selbstaktivierung, neurolinguistische Programmierung, gruppendynamische Arbeit, Rankings, Coaching oder Selbstbeurteilung – alle Methoden der Beeinflussung werden angewandt, um Menschen in ein „Personal Mastery“ hineinzutreiben und sie so ausschließlich ökonomischer Verwertbarkeit zuzuführen…

Wie Professor Brodeck während des Interviews (2tes Video) und auch im Laufe seines Vortrags sagt, eine Änderung ist möglich.
Der erste Schritt zu einer Verbesserung ist die Erkenntnis der nur scheinbar mächtigen Geld-Illusion und die Bereitschaft von Menschen, das eigene Handeln mit Blick auf die gegenseitige Abhängigkeit einer kritischen Prüfung zu unterziehen

Die nachstehenden Videos möchte ich Euch trotz der Länge wirklich an’s Herz legen.

Quellen, Zitate (kursiv) und weiterführende Informationen hierfür:
religionsphilosophischer Salon**
Buddhanetz-Buddhismus und Ökonomie
neue rheinische Zeitung***
Prof. Brodbeck auf tibet.de*

 

 

 

 

Gängige Irrtümer den Buddhismus betreffend

Vor kurzem sah ich ein Interview mit dem von mir sehr geschätzten Schauspieler Jean Reno.

Er wurde da unter Anderem auch gefragt, ob er Buddhist sei. Seine Antwort war -sinngemäß-
“Nein, denn die dürften ja kein Fleisch essen und er sei Genießer, auch von Fleischlichem… ;)

Das hat mich jetzt angeregt, mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern in Bezug auf den Buddhismus “aufzuräumen”.
Zunächst einmal möchte ich eine Frage beantworten, die schon öfter gestellt wurde:

Wie wird man eigentlich Buddhist?

Man wird nicht als Buddhist geboren. Nicht durch Rasse, Nationalität, nicht durch Weihe, Taufe oder sonst eine rechtsverbindliche Zeremonie wird man Buddhist, denn der Buddhismus besitzt weder die Gewalt einer Staatsreligion noch eine Hierarchie. Nur durch eine bewußte, freiwillige Entscheidung kann man zum Buddhisten werden.

Buddhisten glauben an Buddha
So wie Christen an Jesus, den Erlöser und Sohn Gottes, glauben, so glauben offenbar auch Buddhisten an Buddha, den Begründer der nach ihm benannten Heilslehre.
Diese auf dem christlichen Glaubensverständnis basierende Auffassung ist jedoch falsch.
Buddha forderte keinen Glauben, sondern Einsicht und Erkenntnis. Folgerichtig hat Buddha auch den Glauben an seine Person oder Lehre verworfen. Nicht das, woran man glaubt, sondern das, was man durch eigenes Bemühen in sich selbst realisiert, führt zur Befreiung aus dem Dunkel der Unwissenheit. »Glaube« hat im Buddhismus allenfalls die Bedeutung von Vertrauen (shraddhâ) in den von Buddha gewiesenen Weg und hat seine Berechtigung allein im Sinne einer Vorwegnahme des Gehörten, das es dann aber durch eigenes Erwägen auf seine Richtigkeit zu überprüfen gilt. Der Buddhismus ist eine Erkenntnislehre, keine Glaubensreligion.

Im Buddhismus muss man meditieren, um erlöst zu werden
Die Meditation ist nicht die allein notwendige Voraussetzung für die Heilsgewinnung. Die meditative Verinnerlichung will lediglich Körper und Geist beruhigen und den Weg ebnen für jene spirituelle Erfahrung, die von den Zwängen des Daseins befreit.
Im Buddhismus geht es nicht um »Erlösung« (aus Sünde und Schuld), sondern um Einsicht, Erkenntnis und ein Sich-Loslösen aus allen an die Welt bindenden Verhaftungen. Meditation meint Vergegenwärtigung und damit immer auch Achtsamkeit, die es aber auch und vor allem im praktischen Alltag zu üben gilt. Das Heil lässt sich nicht ausschließlich in meditativer Versenkung erreichen, sondern in einer bewussten und achtsamen Haltung sich selbst und anderen gegenüber.

Die Lehre vom Leiden ist pessimistisch
Im Buddhismus meint »Leiden« kein Elendsdasein, keinen Weltschmerz, keine abgrundtiefe Tristesse. Leiden ist ein Ausdruck für die Grundbefindlichkeit aller Daseinsphänomene und damit mehr als nur physische und mentale Drangsal. Leiden ist ein Tatbestand, ein Naturgesetz gewissermaßen.
Der Ausdruck »Leiden« meint keinen Pessimismus und keine Verneinung auch angenehmer und freudvoller Zustände.
Leiden erwächst aus dem Begehren; es ist die trügerische, unreflektierte und zumeist auch achtlose Haltung gegenüber dem Dasein, die zwangsläufig zu leidvollen Erfahrungen führt

Das Nirvana ist ein buddhistischer Himmel
Der Buddhismus kennt kein nachtodliches Jenseits, in das der Verstorbene eingeht. Nirvâna ist kein Himmel, keine transzendente Jenseitssphäre, kein ewiges Sein.
Nirvana ist ein Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Welt. Nirvâna heißt »Verlöschen« und meint jenen Zustand, der eintritt, wenn alle an das Dasein fesselnden Bindungen überwunden sind.
Nirvana ist keine Örtlichkeit ewiger Glückseligkeit, sondern ein Zustand der Zustandslosigkeit, das Ende allen Verlangens, die Beruhigung aller Unruhe des Geistes, der Abschluss des Wiedergeburtenkreislaufs, das Nichtverfügbare jenseits der verfügbaren Welt. Nirvâna lässt sich demnach nicht mit einem jenseitigen Paradies gleichsetzen.

Buddhisten müssen die Gebote Buddhas einhalten
Der Buddhismus kennt keine imperativen Verhaltensvorschriften und damit auch keine Norm setzende Instanz. Die sittlichen Maßstäbe des Buddhismus – Abstehen von Lebensberaubung, Abstehen von Diebstahl, Abstehen von unreinem Lebenswandel, Abstehen von Lüge, Abstehen von sinnestrübenden Mitteln- sind nicht Gebote, die eingehalten werden müssen, sondern Verhaltensgrundsätze, die sich der, der sie befolgt, aus eigener Einsicht und Freiwilligkeit (= Autonomie) zu eigen macht. Ihre Respektierung erfolgt nicht aus einem geforderten Glaubensgehorsam, sondern aus der Überzeugung, dadurch eine heilsame Lebensgrundlage für sich selbst und andere zu schaffen.

 Buddhisten dürfen kein Fleisch essen ;)
Das oberste Prinzip buddhistischer Ethik besteht im Nichtschädigen von Lebewesen . Dennoch besteht kein Verbot, tierische Nahrung zu sich zu nehmen, wenngleich die Umstellung auf vegetarische Kost der Grundhaltung des Nichtverletzens und der Güte zu allen Wesen mehr entspricht.

Quellen

http://www.wat-dhammaniwasa.de/index.htm
http://www.buddhanetz.org/texte/gewalt.htm

Warum Fragen nicht immer sinnstiftend sind – Eine Geschichte aus dem Pali-Kanon

Auch ich neigte ( in letzter Zeit nicht mehr ) manchmal  dazu, alles bis in den Nano-bereich zerpflücken zu wollen, oft öffneten Antworten die Tür , hinter der  tausend neue Fragen lagen.

Und, das gebe ich unumwunden zu, ich war früher oft etwas verärgert, wenn mir kluge Menschen sagten, dass es wenig Sinn mache, alles Erdenkliche zu hinterfragen, dass es eben Dinge gäbe, die mensch als gegeben zu akzeptieren habe. Dass es eben nicht auf Alles eine Antwort gäbe, dass ich mir selbst durchaus schaden könnte, im Sinne von verbohrt werden oder verzweifeln…
Ich fühlte mich seinerzeit „irgendwie abgekanzelt“, um Antworten „betrogen“.

Heute weiß ich, dass diese Menschen Recht hatten. Und wenn ich doch einmal in’s Grüblerische verfallen will, dann lese ich die nachstehende Geschichte, die mich recht schnell dann wieder in das Hier und Jetzt befördert.
Dumm nur, dass ich mir das unangenehme Gefühl von Verärgerung -welches ich mir hätte ersparen können- seinerzeit ohne Not selbst antat.
Aber o.k., leben ist lernen… 😉

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Der Mann mit dem Giftpfeil

Die Weisheit des Buddha war weithin bekannt, und wo auch immer der Erhabene auftauchte, versammelten sich die Menschen, um seiner Rede zu lauschen. Natürlich wollten auch viele Leute den Budha persönlich sprechen. Damit der Erhabene jedoch nicht mit allen Nichtigkeiten oder mit small talk belästigt wurde, mussten die an einem Gespräch mit ihm Interessierten einen Termin mit Ananda, der unter anderen die Tätigkeit eines Sekretärs des Buddha ausführte, ausmachen. Auf diese Art war einigermaßen gewährleistet, dass der Buddha nur mit den Leuten sprach, die ein wichtiges Anliegen hatten. Natürlich musste Ananda bei der Terminvergabe auch Kompromisse eingehen, denn es wäre äußerst unhöflich, ja geradezu ungeschickt gewesen, einen einflussreichen Brahmanen oder einen reichen Kaufmann, der die Sangha materiell unterstützte, als Gesprächspartner abzulehnen.

So beantwortete der Buddha geduldig die meisten Fragen, schließlich wollte er den Menschen helfen, einem jeden auf dem ihm oder ihr angemessenen Niveau. Einige Fragen aber ließ er offen, er antwortete einfach nicht darauf. Eine dieser Fragen war die nach dem Ursprung aller Dinge, dem ersten Anstoß des Weltenlaufs vor unendlich langer Zeit, letztendlich stand dahinter die Frage: gibt es einen Schöpfer?

Wieder einmal war ein einflussreicher Brahmane beim Buddha, aber dieser Brahmane fing es schlauer an als seine Vorgänger.

„Herr Gotama“, sagte der Brahmane, „da gibt es Weise, die lehren, am Anfang sei Brahma, der Schöpfer der Welt, aufgetreten und habe Himmel und Erde erschaffen. Da gibt es andere Weise, Herr Gotama, die sagen, es habe keinen Schöpfer gegeben, Himmel und Erde seien ohne Anfang und Ende schon immer existent gewesen. Und noch andere Gelehrte treten da auf, die sagen, Himmel und Erde seien nicht am Anfang dagewesen, sie seien erst entstanden, allerdings ohne Ursache. Mir ist zu Ohren gekommen, dass Euch, Herr Gotama, wissbegierige Brahmanene fragten, ob es eine letztendliche Ursache, einen Schöpfer gäbe oder nicht. Ihr aber, Herr Gotama, hättet darauf nicht geantwortet, Ihr hättet geschwiegen. Daher frage ich Euch, Herr Gotama, was ist wohl der Grund Eures Schweigens auf diese, die Menschen bewegende Frage?“

„Mein lieber Brahmane, ich antworte grundsätzlich nur auf hilfreiche Fragen, diese Frage aber ist nicht hilfreich.“

„Aber sagt, Herr Gotama, warum ist diese Frage nicht hilfreich?“

„Die Frage ist so wenig hilfreich wie die Frage des vom Giftpfeil getroffenen Mannes.“

„Das verstehe ich nicht, Herr Gotama, würdet Ihr mir wohl erzählen, was es mit der Frage des von einem Giftpfeil getroffenen Mannes auf sich hat?“

„Wohlan denn, Brahmane, so will ich euch die Geschichte des vom Giftpfeil getroffenen Mannes erzählen. – Es begab sich, dass ein König mit einer großen Schar von Kriegern unterwegs war einen Krieg zu führen. Beim König war auch ein Wundarzt zur Versorgung der Verwundeten. Mitunter war nämlich rasche Hilfe nötig, denn in diesem Krieg wurden vergiftete Pfeile eingesetzt.“

„Was weiter, Herr Gotama?“

„Plötzlich, keiner wusste, woher der Schuss kam, fiel ein wackerer Krieger, der zusammen mit seinem Freunde beim Auskundschaften des Geländes war, von einem Giftpfeil getroffen zu Boden. Der Freund war bestürtzt und er wollte sofort zurückreiten, um den Wundarzt zu holen. Der Verletzte aber rief: ´Halt mein Freund, zunächst müssen wir die Ursache ergründen. Woher wurde der Pfeil abgeschossen? Aus einem Hinterhalt oder von einem Baum? War der Schütze zu Fuß oder zu Pferde oder ritt er gar auf einem mächtigen Elefanten? Und alsdann lasse uns herausfinden, welcher Kaste der Schütze angehörte. War es ein Krieger, war es ein Kaufmann oder war es ein Brahmane? Oder hat womöglich gar ein Unberühbarer den Pfeil abgeschossen, und keiner von euch darf den Pfeil dann berühren! Alsdann lasset uns untersuchen, was ist das für ein Pfeil? Ist er aus Esche, Buche, der harten Eiche oder gar aus dem wohlriechenden Sandelholz? Und die Feder am Pfeilende, von welchem Vogel stammt sie wohl? Vom Sperber, von einer Taube, einer Amsel oder vom posierlichen Eichelhäher? Und dann müssen wir die Frage ergründen, wie war der Bogen wohl beschaffen, der solches Geschoss schleuderte, war er einfach, doppelt oder dreifach gekrümmt? Und welche Sehne war es, die den Bogen zierte und dem Pfeil so kraftvoll Schwung verlieh? War sie vom Hirsch, von der Kuh, vom Büffel oder etwa nur von einer Ziege?`
Glaubt ihr, Brahmane, es sei klug von dem vom Giftpfeile getroffenen Mann, so zu fragen?“

„Sicher nicht, Herr Gotama, denn bevor alle diese Fragen mit einiger Sicherheit beantwortet werden können, ist dieser Mann gestorben, denn nur kurz ist die Zeit, die ihm zur Rettung bleibt. Alle Kräfte müssen auf eine rasche Versorgung seiner Wunde gelegt werden, diese törichten Fragen jedoch halten genau davon ab!“

„Richtig, edler Brahmane, sehr richtig. Ebenso ist es mit dem Leben der Menschen. Es ist nur von kurzer Dauer, aber es bietet die Chance, die ernste Krankheit der Menschen zu heilen, das Gift von Gier, Hass und Verblendung zu entfernen und die Wunden, die Gier, Hass und Verblendung verursacht haben, zu versorgen. Alle anderen Fragen lösen zu wollen, über welche sich Weise seit Jahrtausenden den Kopf zerbrachen, ohne je zu einer befriedigenden, das heißt verifizierbaren Antwort gekommen zu sein, ist verfehlt. Bevor hier eine gesicherte Antwort gefunden ist, ist der Frager mit Sicherheit schon tot.“

„Wunderbar, Herr Gotama, trefflich, Herr Gotama, ist diese Antwort. Es ist gerade so als wenn etwas, das auf dem Kopf gestanden hat, auf die Füße gestellt worden wäre, oder ob man Licht in das Dunkel brächte. Gar trefflich ist diese Antwort. Ich bitte den Erhabenen, mich noch heute als seinen Laienanhänger zu akzeptieren.“

Schweigend stimmte der Buddha zu.

Quelltext Pali-Kanon, kopiert von http://www.kommundsieh.de/meditat.html

 

Laotse – Gedanken zu der mächtigsten aller Mächte

Gibt es einen Unterschied zwischen dem, was Laotse vor fast 3000 Jahren „niederschrieb“ und dem Heute?
Ich denke, nein, all das Geschriebene hat bis heute Gültigkeit…

Es gibt nur eine Großmacht auf Erden,
das ist „Die Liebe“ 

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll
Klugheit ohne Liebe macht gerissen
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich

Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht gewalttätig
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch
Wehe denen, die mit der Liebe geizen!
Wozu lebst du, wenn du nicht lieben kannst?

Laotse

Anstrengend, lehrreich und rundum gelungen…

…war mein Wochenende, meine Auszeit in der Stille.

Manche Dinge sollte mensch nicht zerreden, daher nur ein paar kleine Anmerkungen zu diesem bemerkenswerten und sehr positiven Wochenende.
Vorher aber herzlichen Dank an Alle, die mir gute Wünsche übermittelten, sie gingen in Erfüllung 🙂

Ich durfte viel lernen, auch über mich. Es war mein erster  Aufenthalt in einem buddhistischen Kloster, und es werden gewiss weitere und längere Aufenthalte folgen. Und ja, es war in seiner für mich ungewohnten Art des Tagesablaufes sehr anstrengend…dennoch bin ich mit „vollem Akku“ zurückgekommen. Weiterlesen

Seid einfach achtsam ;)

In vielen Traditionen des Buddhismus gilt die Achtsamkeit als ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum spirituellen Ziel des Erwachens. Die Konzentration auf den gegenwärtigen Moment sowie die kontinuierliche Aufmerksamkeit auf das Aufrechterhalten dieses Zustandes bilden dabei die zwei Grundpfeiler der Achtsamkeit im Buddhismus.

Das Ziel ist es, den Geist von Gier, Hass ,Neid, Verblendung (schädliche Anhaftungen), also all die Dinge in unserem Geist, die uns leiden lassen und uns Schwierigkeiten bereiten, zu befreien.

Kurz und einfach zusammengefasst geht es daum, zu lernen, unseren Alltag mit Achtsamkeit zu meistern und im gegenwärtigen Moment zu leben. Es geht darum, unsere Aufgaben als Mensch und unsere damit verbundenen Verpflichtungen bewusster (achtsamer) zu erledigen und ein „besserer Mensch“ zu werden.

Die grundsätzliche Lehre kann man getrost auf 3 Punkte reduzieren:
Tut nichts Unheilsames oder Schlechtes
Kultiviert Heilsames und Gutes
Läutert, reinigt und kontrolliert Euren Geist.

Dass diese drei Regeln sich gegeneinander bedingen, liegt auf der Hand. Ist der Geist klar (achtsam, nicht abgelenkt) und will man schädliche Handlungen bewusst vermeiden, zieht dies zwangsläufig Punkt 2 nach sich.

Eigentlich ganz einfach, gelle 😉

Ein Weg, die Achtsamkeit zu schulen, ist die sog .Vipassana-Meditation

Vipassana bedeutet intuitives, tiefgründiges Verstehen oder klares, wahrheitsgemäßes Sehen der wahren Natur aller körperlichen und geistigen Phänomene. Im Deutschen wird sie auch Einsichtsmeditation genannt.
Es wäre schön, praktizierten viel mehr Menschen Vipassana, denn es hat nichts mit Glaube oder gar Konfession zu tun. Die Entfaltung von Achtsamkeit und das Gewinnen von Erkenntnissen aus eigenem Erleben sind völlig unabhängig von Religion oder Weltanschauung.

In diesem Sinne, liebe Leser – seid bitte achtsam, auch oder gerade mit Euch selbst 😉 –

Die Frage ist nicht: Ob – die Frage ist: wann…

 

…ich es endlich verwirklichen kann, meine Besinnungszeit im Kloster anzutreten.

Dem geplanten Retreat stehen leider derzeit äußerst „weltliche“ Hindernisse entgegen, schlicht gesagt, mir fehlt (noch) das Geld hierzu. Denn das Kloster meiner Wahl steht fest, die Entscheidung hierfür beruht auf mehreren Gründen. Aber (für Interessierte 😉 ) hier zunächst einmal ein link -inkl. dem offiziellen Video- zum Kloster meiner Wahl

http://www.thailandinformation.de/drogentherapie-im-tempel-thailand-1065-pictures.htm

Warum meine Entscheidung so ausfiel, ist schnell erklärt. Ich bin seit gefühlten Ewigkeiten „im Dienst am Menschen“ unterwegs, ganz zu Anfang war ich ehrenamtlicher Helfer in der seinerzeit noch halbwegs überschaubaren Drogenszene in Frankfurt. Die Verelendung, das Sterben, der ganze Dreck, in dem die Junkies vegetierten, haben in mir nachhaltige Spuren hinterlassen – bis heute – Weiterlesen

Von der Sinnlosigkeit des Hasses…oder: Vergeben macht Sinn

Angesichts der späten (vielmehr frühen 😉 ) Stunde werde ich es mir leicht machen und mittels copy/paste/verlinken  damit einen Menschen „zu Wort kommen lassen“, der die Aussage, welche der Titelzeile zugrunde liegt, mit Sicherheit besser rüberbringt, als ich das je können werde.

Nebenbei, ich finde es sehr schön, dass es das Buch Der Mensch der Zukunft – Meine Vision kostenlos als e-book/pdf zum downloaden gibt.

Auszüge daraus zum Titel dieses Beitrags:

Die großen Weltreligionen mögen ihre jeweils eigene Art
haben, uns Mitgefühl zu lehren; und sie mögen auf ihre jeweils
eigene Weise erläutern, warum es wichtig ist, daß wir unser
Mitgefühl stärken und vergrößern. Doch übereinstimmend
messen sie dem Mitgefühl größte Wichtigkeit bei. Es ist
unverzichtbar. Weiterlesen