Der Fluchtweg: “Freitod” aus Hartz IV


Vorwort
Der nachstehende Artikel von Holdger Platta leg
t auf einfühlsame Weise den Finger in eine der (noch) verborgensten Wunden des „Hartz4 Desasters“.
Geht man doch – nachdem die Manipulation, Erwerbslose als „faule Schmarotzer“ zu stigmatisieren, vorzüglich funktionierte – seit geraumer Zeit dazu über, die Betroffenen als oft psychisch krank zu pathologisieren. Sie entsprechend zu „behandeln“ oder  Zwangs-Maßnahmen für „psychisch Auffällige“ zuzuweisen.
Das eröffnet auch der  den MaßnahmeträgerMafia Unternehmen lukrative, neue Möglichkeiten.
Dazu in Kürze mehr…

Ursache und Wirkung werden gekonnt verdreht.
Nicht die gesamtgesellschaftliche Entwicklung sei verantwortlich dafür, dass Menschen im unwürdigen „Sozial“leistungssystem kleben bleiben und dadurch erst erkranken, nein der Einzelne sei selbst schuld daran, so lautet nach wie vor der Tenor.
Die Klassifizierung ist schnell gemacht:

Der Erwerbslose ist a) faul, oder b) bereits zuvor psychisch krank gewesen oder c) ungebildet. Oder alles zusammen.
Schuld hat er alleweil immer selbst.

Dass es tatsächlich zu einer rasanten Zunahme der psychischen Erkrankungen (insbesondere der Depressionen) innerhalb der letzten Jahre kam, ist durch Studien belegt. Dass der „Ausweg Suizid“ oft in Folge einer depressiven Erkrankung gewählt wird, ist naheliegend.
Doch wer oder was ist „schuld“ an dem inflationären Gallopp der Depressionen innerhalb der Bevölkerung – insbesondere bei den prekär Lebenden, den Veramten – ?
Die Antwort liegt auf der Hand…

http://dieopferderagenda2010.wordpress.com/

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Der Fluchtweg: “Freitod” aus Hartz IV – von Holdger Platta

Gern wird in “unseren” Kreisen zugestanden, dass Hartz IV unbequem ist, stressig, deprimierend, demütigend sogar. Aber dass Hartz IV töten kann – von den wenigsten wird diese äußerste Konsequenz ins Auge gefasst, schon weil die Zusammenhänge nur sehr selten völlig zweifelsfrei nachgewiesen werden können. Trauen wir uns nicht, offen auszusprechen, dass Hartz IV mordet, dass somit auch alle, die es installiert haben und weiter betreiben, morden? Oder wie sollte man es sonst nennen, wenn unzähligen Menschen das Existenzminimum gekürzt wird – als “Strafe” für Ungehorsam? (Was geschieht, wenn jemand weniger hat als das Minimum?) Wie soll man es sonst nennen, wenn unzählige Menschen sehenden Auges in eine Situation hineingetrieben werden, die die Wahrscheinlichkeit einer schweren Depression beträchtlich erhöht? Können wir etwas tun gegen die äußersten Gefährdungen durch Arbeitslosigkeit? (Holdger Platta)…

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Schachzug, Schleimspur, Konsensfähigkeit beweisen ? Gedanken über „Kollegen“

 

Vorweg möchte ich Eines betonen:
Die Arbeit, welche von unzähligen Aktiven/Aktivisten innerhalb der Erwerbslosenberatung oder sonstigen Initiativen geleistet wird, ist von unschätzbarem Wert. Ich zolle jedem, der seine wertvolle Zeit für andere Menschen und zugunsten des sozialen Wandels einsetzt, höchsten Respekt.

Dabei ist es für mich unerheblich, ob in erster Linie gegen untragbare Gesetzgebung gekämpft wird – wie beispielsweise Klagen bis hin zum BVG – oder direkte Hilfestellung wie Beistand, Zahltag ect. erbracht wird. Oder ob auf kommunalpolitischer Ebene Veränderungen erreicht werden sollen, insbesondere in Bezug auf das Verwaltunghandeln der Optionskommunen.
Alles das ist löblich.

Wie die  Motivation jedes Aktiven aussieht, kann und darf mich dem Grunde nach auch nicht interessieren. Ob mensch aus einem tief ausgeprägten Gerechtigkeitsgefühl heraus etwas verändern möchte, ob er sich Humanität als Leitmotiv gesetzt hat, ob er von seinem Glauben oder sozialem Gewissen motiviert wird, ob er am alten Leitbild sozialer („linker“) Politik festhält, unmaßgeblich für mich. Weiterlesen