Vorsicht Operation – Gesundheit als Wirtschaftsfaktor

Ich möchte meine Leser eindringlich bitten, sich den nachstehenden Film anzusehen.

Die Fallzahlen müssen stimmen…
Boni, Zielvereinbarungen,Rentabilität – das alles sind Begriffe, die der normaldenkende Mensch mit Unternehmen verbindet und wohl eher selten dabei Krankenhaus assoziiert.
Im Zuge der zunehmenden Privatisierung des Gesundheitssektors sind insbesondere Krankenhäuser mittlerweile aber renditeorientierte Unternehmen wie andere Unternehmen auch.

Die Rechnung zahlt der Patient

häufig mit seiner Gesundheit. Seit Einführung der Fallpauschalen ist die Anzahl der Operationen innerhalb weniger Jahre um 20 % gestiegen! Um Geld zu verdienen – jeder „Fall“, also jede Operation, spült Geld in die Kasse des Wirtschaftsunternehmens Klinik – werden häufig überflüssige Operationen durchgeführt. Insbesondere sind orthopädische OP’s rentabel.

Ärzte werden zu Erfüllungsgehilfen des Profitstrebens, der Ethos bleibt auf der Strecke. Teils unfreiwillig unter Druck und Vorgaben, teils freiwillig, weil auch die zuweisenden niedergelassenen Ärzte in Teilen an einem illegalen Bonus-System („Fangprämien“)beteiligt sind.

In diesem Zusammenhang hier der Hinweis auf die Whistleblower-Seite medleaks

Dem Grunde nach kann ich froh sein, nicht autoritätsgläubig zu sein und ein „instinktives“ Mißtrauen der Ärzteschaft gegenüber  seit Langem an den Tag zu legen. Damit hat mich mein Bauchgefühl vor (seinerzeit angeratenen) Operationen bewahrt…

Filmreportage Vorsicht Operation

Die Empörung Konstantin Wecker’s: Griechenland an ein paar reiche Arschlöcher verkaufen?

Gänzlich ohne Anmerkung von mir – es ist alles von Wecker gesagt – meine Hochachtung!

 

von Konstantin Wecker

»Erst wenn die Akropolis zur Empfangshalle der Deutschen Bank mutiert ist, geben sie wohl Frieden.«

Entschuldigt bitte diesen sicherlich sträflich spontanen Beitrag. Und das ist jetzt viel zu unüberlegt, unbedacht,unvorsichtig und meinetwegen auch naiv.

Aber ich höre gerade Nachrichten, und es geht um Griechenland und meine griechischen Freunde, und ich höre zwischen dem üblichen Ökonomiekauderwelsch immer nur: PRIVATISIERUNG. Weiterlesen

„Lust“ auf neoliberales Geschwurbel? Dann bitte den Leitartikel der „Welt online“ lesen…

…aber bitte nicht zu viel Leckeres zuvor essen, es wäre vielleicht schade darum

Mir schwante ja bereits nichts Gutes, als ich die Autoren las – wo  Dorothea Siems (guckst Du hier)

draufsteht, ist Menschenverachtung drin.

Herausgekommen ist  der 15-Punkte-Plan für Deutschland.

Ein neoliberales Geschwurbel, gewürzt mit der üblichen „Hurra Deutschland Propaganda“, den sattsam bekannten Lügen vom Wirtschaftsboom, Arbeitmarktchancen und der Nennung von „Experten“ wie Hüther (IWF), Rürup und co. Professor (Un)Sinn fehlte in der Nennung,vermutlich ein Lapsus.

Dem Grunde nach nichts wirklich Neues, was da das Auge des Lesers penetriert…die Mär von der glücklichmachenden Privatiserung, die Notwendigkeit der Abschaffung des noch verbliebenen Sozialstaates hin zum „workfare-Staat“, die Erklärung, dass zwingend privat vorgesorgt werden müsse – zur Not eben zwingend im Form von Zwang –

Das Problem in meinen Augen ist, dass Lügen und Manipulation, so diese nur oft genug wiederholt werden, irgendwann als wahr angenommen werden. Das wußte bereits Napoleon:

„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde.“

So, hier ein paar Auszüge aus dem Artikel

Rente

…Wenn die Erwerbstätigkeit im fortgeschrittenen Alter künftig finanziell attraktiver würde, hätten die Versicherten einen Anreiz, länger aktiv zu bleiben und auf diese Weise die eigenen Rentenansprüche kräftig aufzubessern. Dies entlastet zum einen den Sozialstaat – weil Altersarmut verhindert wird – und beschert zum anderen dem Fiskus Mehreinnahmen.

Familie

…Beim Durchforsten der Familienleistungen sollten Maßnahmen, die ihren Zweck nicht erfüllen, gestrichen werden. Das gilt etwa für das Elterngeld oder das jetzt geplante Betreuungsgeld für Eltern, die auf einen Krippenplatz verzichten

Kündigungsschutz

…De facto ist der unflexible und unkalkulierbare Kündigungsschutz für die Unternehmen ein Einstellungshemmnis. Sie halten sich mit Neueinstellungen zurück, weil sie nicht wissen, ob sie die Mitarbeiter in der Krise auch wieder loswerden – oder sie weichen auf Zeitarbeiter und befristete Beschäftigung aus.

Hartz4

Ein radikales Reformkonzept der Wirtschaftsweisen könnte Abhilfe schaffen. Das Konzept, das vor ein paar Jahren vorgestellt wurde, verschwand aber rasch in der Versenkung. Es verdient es, wieder hervorgeholt zu werden. Die Wirtschaftsweisen fordern eine Senkung des Hartz-IV-Satzes für erwerbsfähige Leistungsbezieher um 30 Prozent – der Politik war das zu heikel. Dafür sollen die Hartz-IV-Bezieher mehr Geld behalten können, wenn sie durch eigene Arbeit etwas dazuverdienen.

Wer keinen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt findet, dem garantiert der Staat eine Arbeitsgelegenheit. Aus Hartz IV wird dann Hartz V: Die Hilfebezieher sichern ihr Existenzminimum aus staatlicher Stütze und eigenem Einkommen.

der ganze Artikel hier